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BEM - Wiedereingliederung gescheitert was nun?

mrklein

Neues Mitglied
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18 März 2020
Beiträge
3
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München
#1
Hallo liebe Forumnutzer,

ich hatte vor 2 Jahren einen sehr schweren Autounfall und habe davon eine Atrodhese des rechten Sprunggelenks und ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Nach diversen Rehaeinrichtungen bin ich seit August 2019 in der beruflichen Wiedereingliederung. Ich bin Immobilien Projektentwickler und hatte diese Woche das Wiedereingliederungsgespräch mit meinen Therapeuten und meinem Arbeitgeber. Der Termin war für mich sehr ernüchternd. Denn die Wiedereingliederung ist gescheitert, da ich nur zu 95% der Alte bin und eine andere Position oder Anpassungen an meinen derzeitigen Job nicht möglich sind, ist die Wiedereingliederung somit abgebrochen. Bisher beziehe ich das Übergangsgeld der Rentenversicherung jedoch mit einem Ende der beruflichen Wiedereingliederung Mitte März. Natürlich weiss ich derzeit noch gar nicht wie mein Leben weitergehen soll? Deshalb die Frage an Euch wisst ihr vielleicht welche Möglichkeiten ich jetzt noch habe?

Für Rückfragen stehe ich Euch jederzeit gerne zur Verfügung.

Beste Grüße
mrklein
 

Schorle

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
329
#2
Hallo mrklein,
da du Übergangsleistung von der Rentenversicherung erhalten hast, sind die der Ansprechpartner z.b über einen Beruflichen Reha Berater/in der dir am besten weitere Möglichkeiten zum Erhalt oder Erwerb eines Leidensgerechten Arbeitsplatz erklärt, die Agentur für Arbeit hat auch Reha Informationen , wie man gefördert werden kann.

Gruss Schorle
 

mrklein

Neues Mitglied
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18 März 2020
Beiträge
3
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München
#3
Hi Schorle,

vielen lieben Dank für deine Hilfe. Morgen ist das Gespräch mit der Rentenversicherung, wollte nur vorbereitet in das Gespräch gehen...

Liebe Grüße
mrklein
 

Kasandra

Aktiver Sponsor
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Irgendwo im Nirgendwo
#4
Hallo mrklein,

Du schreibst, dass Dein BEM "nur" zu 95% erfüllt wurde von Dir oder aus Sicht des AG´s.

So wie ich Deinen Beitrag verstehe, dass Du mit Deinem Therapeuten beim BEM warst, hast Du psychische Probleme aufgrund es Unfalls.

Aber wenn diese so gravierend sind, dann hast Du doch sicherlich auch einen GdB. Wie hoch ist der Wert???

Und wie setzt sich dieser zusammen aus körperlichen & psychischen Gebrechen???

Amotisiert nicht Dein GdB die restlichen 5%???

Deine Wiedereingliederung war nun gut 8 Monate. Aus meiner Sicht eine sehr, sehr lange Zeit. Gab es Zwischengespräche?

Die Aussage: Du bist nicht mehr "der Alte" ist für mich zu lapidar. Was sind genau die konkreten Gründe?

und eine andere Position oder Anpassungen an meinen derzeitigen Job nicht möglich sind,
Was ist hier das k.o. Kriterium?

Viele Grüße

Kasandra
 

mrklein

Neues Mitglied
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München
#5
Hi Kassandra,

vielen Dank dass du dir dem Thema so annimmst.
Nein das BEM wurde zu 100% erfüllt jedoch sagt mein AG dass ich nur 95% meiner alten Fähigkeiten wieder erlangt habe und unter dieser Berücksichtigung, da wir nur ein sehr kleines Unternehmen sind besteht keine andere Möglichkeit.
D.h. habe die Anforderungen an meinen alten Job nicht mehr erreicht.
Meine Beeinträchtigungen sind zum einen durch die Versteifung des rechten Sprunggelenks und meine kognitiven Fähigkeiten, die leider imernoch beeinträchtigt sind.
Mein Behindertenausweis weist 100GdB, G, aG aus.
Es gab nur eine kurze Zwischenbesprechung zwischen mir und meinem AG in Winter... Ansonsten keine Zwischentermine.
Ich kann derzeit nicht mit Stress oder Druck nicht umgehen dann agiere ich kopflos.
Vielen herzlichen Dank für deine Hilfe. Ich hoffe ich konnte dir die Situation besser darstellen.

Beste Grüße
mrklein
 

HWS-Schaden

Aktiver Sponsor
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2 Nov. 2012
Beiträge
3,799
#6
Hallo mrklein, willkommen hier im Forum.

Hast du schon gesucht, ob es eine Selbsthilfegruppe SHT in deiner Umgebung gibt?
Vielleicht gibt es von dort guten Rat, einfach versuchen. Die Betroffenen kennen die Verlangsamung und das „kopflos“ sein bei Stress.
Für Nichtbetroffene ist das oft schwer nachvollziehbar.
Manchmal hilft ein Spruch wie: Hej, langsam, ich komm nicht mit, mein Kopf kann nicht mehr so.

Wurdest du neuropsychologisch getestet?
Hast du neuropsychologisch geschulte Therapeuten?

Kleine Firma, also keine Schwerbehindertenvertretung - richtig?

Wirst du anwaltlich vertreten?
Zahlt dieVersicherung des Unfallgegners den Anwalt?

Bei der Rentenversicherung wird man gut beraten.
Die Menschen dort nehmen sich Zeit, du musst nur selber sagen, wenn du etwas nicht verstehst oder es zu schnell ging, also deinen Bedarf musst du äußern. Sie sind nicht herablassend. Sie kopieren für dich. Sie sind geduldig und freundlich.
Sie verstärken keinen Stress (den man ja hat wegen der Situation nach Unfall), der Umgang dort mit dir ist kein zusätzlicher Stressor. (Ich teile hier meine Erfahrung mit und die Erfahrung vieler anderer, aber kann natürlich nichts garantieren.)
Keine Ahnung, wie es bei aktueller Lage mit Beratung ist, aber einen Versuch ists unbedingt wert.

Liebe Grüße.
 
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