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BEM/Berufliche Wiedereingliederung bei Problemen der oberen HWS/Kopfgelenke?

odyssina

Erfahrenes Mitglied
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29 Sep. 2012
Beiträge
160
Hallo allerseits,

ich bin dieses Jahr wiederholt über mehrere Wochen krankgeschrieben, da ich massive Probleme mit der HWS habe (Verdacht auf atlantoaxiale Instabilität) mit Schmerzen, Schwindel, Benommenheit... Ihr wisst, wovon ich rede. Der Verdacht beruht bisher auf Röntgenaufnahmen und manuellen Untersuchungen. Ein Antrag auf ein funtionelles MRT wurde durch die Kasse in erster Instanz abgelehnt; ich werde Widerspruch einlegen.

Ich habe schon viele Jahre Beschwerden, aber dieses Jahr treten sie gehäuft und in einer Form auf, die ich bisher nicht kannte. In der Vergangenheit hatte ich immer wieder beschwerdefreie Tage; seit einem halben Jahr kann ich diese an einer Hand abzählen. Ich persönlich kann nur sehr schwer einschätzen, wie sich meine Arbeitsfähigkeit weiter entwickeln wird; auch für die behandelden Ärzte ist dies nicht leicht.

Von Seiten des Arbeitgebers wird ein Berufliches Wiedereingliederungsmanagement (BEM) stattfinden (ich habe eine unbefristete Stelle). Aktuell stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoll wäre, eine stufenweise Wiedereingliederung anzuregen - ich will ja arbeiten, und wenn anfangs der zeitliche Rahmen geringer ist, habe ich eine Chance, versuchsweise früher wieder damit einzusteigen.

Nun stellen sich mir aber einige wichtige Fragen:

- Kann es mir zum Nachteil ausgelegt werden, wenn der Eingliederungsplan nicht eingehalten werden kann oder ich aufgrund einer Verschlechterung wieder pausieren muss?

- Was hat es mit den Gesundheitsberatern der Krankenkasse auf sich? Es heißt, diese unterstützen bei der Suche nach geeigneten Behandlungsmöglichkeiten und klären den Versicherten über seine Versorgungsansprüche auf. Das ist sehr postitiv formuliert. Nun habe ich aber inzwischen genügend Erfahrungsberichte gelesen und selber Erfahrung gesammelt, um zu wissen, dass gerade Patienten mit Kopfgelenksbeschwerden nur sehr wenige Ärzte finden, die sich wirklich mit dieser Problematik auskennen. In Einklang mit den Leitlinien (...) neigen Ärzte, die sich mit der Problematik nicht auskennen, offensichtlich dazu, die Beschwerden als psychosomatische Beschwerden, phobischen Schwankschwindel etc. zu deklarieren. Insofern habe ich Sorge, dass ich vom Regen in die Traufe komme, wenn ein uninformierter Berater mir Empfehlungen gibt. Was meint Ihr dazu?

- Es ist anzunehmen, dass neurootologische Untersuchungen bei einem entsprechend erfahrenen Arzt eindeutige Befunde aufzeigen würden. Davon habe ich bisher abgesehen, da ich keinen direkten therapeutischen Nutzen sehe, in keinem Rechtsstreit bin und insofern schlecht abschätzen kann, ob ein Nachweis von Schädigungen (ggf. auch des Hirnes und der Hirnnerven) nicht beruflich und versicherungstechnisch für mich mehr von Nachteil als von Vorteil sein könnte. Nun bin ich unsicher, was ich machen soll. Was meint Ihr dazu?

Danke schon mal für Eure Antworten!

Viele Grüße,

odyssina
 

Sonni1956

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Odyssia


Ich verstehe nicht was es mit einer Wiedereingliederung der Arbeit auf sich hat.

Du bist länger Au geschrieben und du bemühst dich nicht ne vernünftige Diagnose zu bekommen.Du kannst auch ein normales MRT machen und ne Nervenmessung um zu sehen woher genau deine Beschwerden kommen.
Das ist klar das von Seiten des Arbeitsgebers ne Wiedereingliederung gemacht werden soll um zu prüfen ob du deine Arbeit noch schaffst.
Machtst du irgendwelche Therapien und was bekommst du an Medis auch lese ich nichts raus das du mal zur Reha warst oder mal den Antrag stellen willst.

Mir kommt es so vor das du garnicht die richtige Diagnose wissen willst wenn du schon schreibst du bist in keinen Rechtsstreit warum sollte du ne Nervenbmessung machen?Auch deas du keinen Therapeutischen nutzen siehst ist Blödsinn du muß doch wissen was du richtig hast und dann können die Ärzte auch besser damit umgehen und nicht nur ein Verdacht.
Wenn du krank bist bist du krank aber wieso machstr du dir Gedanken was zum Vorteil ist oder nicht.
Meinst du dein Arbeitgeber hat Lust so weiter zu machen wenn du immer mal wieder fehlst ohne aber direkt ne Besserung aufzutreten ist?

Ich könnte so nicht Leben Verdacht und Probleme aber es wird nie was vernünftig gemacht weil es keine vernünftige Diagnose gibt,hast du Angst davor?

LG SONJA
 

odyssina

Erfahrenes Mitglied
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29 Sep. 2012
Beiträge
160
Hallo Sonja,

da hast Du mich falsch verstanden und Deine Antwort ist für mich wenig hilfreich; leider gehst Du auch nicht auf meine Fragen ein. Kennst Du Dich ein wenig mit der Problematik von Kopfgelenksinstabilitäten aus? Hier im Forum ist viel darüber zu lesen; die Hoffnung auf einen Austausch mit anderen Betroffenen ist der Grund, dass ich mich hier angemeldet habe.

Niemand wäre glücklicher als ich, wenn eine gründliche Diagnostik und eine darauf aufbauende Therapie stattfinden könnte und ich schnellstmöglich wieder fit zum Arbeiten wäre.

Differentialdiagnostisch wurde bei mir schon viel abgeklärt, auch mit "normalen" MRTs und neurologischen Untersuchungen. Aber bei Instabilitäten oder Bänderverletzungen sagen diese Untersuchungen nur wenig aus. Röntenaufnahmen - unter natürlicher Gewichtsbelastung und in Funktionsstellungen der Wirbelsäule - haben einen Hinweis auf das Problem gegeben, jedoch sind dabei die Bänder natürlich nicht darstellbar. Da es sich bei einer Kopfgelenksinstabilität um eine Schnittstellenproblematik handelt, ist die Sache noch mal schwieriger: Mit normalen Nervenmessungen kommt man dabei meist nicht weiter. Was wohl Hinweise geben kann, sind eben die neurootologischen Untersuchungen - und da ist es nicht einfach, wohnortnah einen Arzt mit entsprechender Erfahrung zu finden.

Wenn Du Dich schon ein bißchen mit dem Thema beschäftigt hast, wirst Du vielleicht wissen, dass für eine diagnostische Abklärung einer Kopfgelenksinstabilität ein funktionelles MRT das Mittel der Wahl ist und es leider bisher nur wenige Therapieansätze gibt. Glaube mir, ich würde meine Problematik liebend gerne gegen drei Bandscheibenvorfälle eintauschen - damit haben die Ärzte Erfahrung, es kann diagnostiziert und therapiert werden und aufgrund der Erfahrung mit der Problematik ist es möglich, eine Prognose zu stellen.

Ich habe das Glück, ambulant einen sehr guten Therapeuten zu haben, so dass es nach einer wirklich schlimmen Phase langsam, langsam wieder aufwärts geht. Allerdings muss ich nur versehentlich den Kopf falsch bewegen und zack, ist der Erfolg von ein, zwei Wochen wieder weg.

Leider ist mir auch keine Reha bekannt, die sich mit Kopfgelenksinstabilitäten auskennen würde. Und mit einem unerfahrenen Arzt oder Therapeuten kann man mit der Problematik leider vom Regen in die Traufe kommen, damit musste ich selber schon Erfahrungen machen.

Glaube mir, ich tue wirklich, was ich kann und es wurde schon Diverses versucht. Genaueres will ich in diesem Rahmen nicht schreiben. Wenn mir alles egal wäre, würde ich mit Sicherheit nicht hier posten und mich aktiv um eine gute Diagnostik bemühen. Nichts macht mir weniger Angst als eine gute Diagnostik; ich spüre ja selber, dass in meinem Körper vieles nicht so läuft wie es sollte und wäre froh, wenn es endlich eine eindeutige Erklärung dafür gäbe und die Therapie angepasst werden könnte. Genau dies ist eine meiner Fragen zur neurootologischen Untersuchung. Wenn diese auch hinsichtlich einer Therapie sinnvoll sein kann, bin ich bereit, dafür die Mühen der Reise zu einem erfahrenen Arzt auf mich zu nehmen (denn das Gerüttel in Bus und Bahn bereitet mir zurzeit teils große Beschwerden).

Was mich sehr ärgert, ist, wenn eine sinnvolle Diagnostik verweigert wird. Im Endeffekt verursacht dies auch der Kasse nur Mehrkosten - denn es kann ja nicht gezielt gegen die Beschwerden vorgegangen werden und es wird womöglich am falschen Ort weitergesucht.

So, jetzt könnte ich eine aufbauende Nachricht gebrauchen.

Viele Grüße,

odyssina
 

Feuerqualle

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Hallo,

nach meinen Erfahrungen möchten die SB der KK lediglich den längeren Bezug von KG verhindern.
Es geht nicht um Dich - sondern um ihre Ersparnis.
Dazu gehört auch die Beratung was Du an anderen Leistungen alles in Anspruch nehmen kannst.
Wenn sie Dich z.B. in eine Reha vermitteln erhältst Du Übergangsgeld von der DRV und das KG wird eingestellt. Das kann Dir natürlich gut tun.
Andererseits kann die KK Dich nach § 51 zum Rehaantrag auffordern. Dann ist Dir sämtliche Einflußnahme nicht mehr möglich. Klinikwahl, Anreisetermin- für alles hat die KK das Dispositionsrecht und kann ohne Deine Zustimmung die Umwandlung des Rehaantrags in einen Rentenantrag vornehmen lassen.
Das natürlich nur wenn Du AU aus der Reha kommst.
Da die DRV-Kliniken jedoch verhindern sollen, dass der DRV Kosten entstehen erkennt man sich in den Rehaberichten oft nicht wieder.
Die meisten Schmerzpatienten bekommen dann Psycho-Diagnosen.
Dass es einen gesunden Menschen traumatisiert wenn ihm die Wahrnehmung abgesprochen wird sind die Folgen oft fatal.

Ich wünsche Dir, dass Du mit allem Glück hast
Ich rate Dir sehr sämtlichen Kontakt mit der KK nur schriftlich zu führen
Du kannst jeder Zeit Deine Nummer sperren lassen.

LG

Feuerle
 

odyssina

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Feuerqualle,

herzlichen Dank für Deine Antwort. Das deckt sich mit meinen Befürchtungen. Danke auch für den Tipp, mit der KK nur schriftlich zu kommunizieren.

Was sagen eigentlich die Patientenbeauftragten zu einem solchen Vorgehen der Krankenkassen? Das verträgt sich ja überhaupt nicht mit dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten und der Einwilligungserfordernis durch den Patienten.

Ich habe den Eindruck, es ist auf jeden Fall gut und wichtig, dass ich mich hier über eventuelle Konsequenzen informieren kann, um entsprechend vorbereitet zu sein.

Das Dilemma mit den Psychodiagnosen ist wirklich fatal. Die Schwierigkeiten gehen ja noch weiter: Ist eine Psychodiagnose da, findet keine weitere Diagnostik statt, weil alles ja jetzt so wunderbar erklärbar ist. Für die körperlichen Ursachen gibt es keine angemessene Therapie und die eingesetzte Therapie kann sogar schädlich sein, wenn dem Patient dazu geraten wird, Schmerz und Warnsignale seines Körpers zu ignorieren. Von allem, was mit Versicherungen zu tun hat, die bei einer Psychodiagnose wohl sehr schnell darin sind, Forderungen abzuwehren, mal ganz zu schweigen.

Es wundert mich immer wieder, wie etabliert diese Psychodiagnosen sind, obwohl es sich dabei um Theorien handelt, die nicht nachweisbar sind und nicht auf biochemischer oder biomechanischer Ebene schlüssig erklärt werden können. Im ICD-10 heißt es zu somatoformen Störungen (F45),

Das Charakteristikum ist die wiederholte Darbietung körperlicher Symptome in Verbindung mit hartnäckigen Forderungen nach medizinischen Untersuchungen trotz wiederholter negativer Ergebnisse und Versicherung der Ärzte, dass die Symptome nicht
körperlich begründbar sind.
Mit anderen Worten: Wenn nicht die Untersuchungen veranlasst werden, die notwendig wären, um körperliche Schäden aufzuzeigen (z.B. eben funktionelles MRT des kraniozervikalen Übergangs), stattdessen nicht aussagekräftige Untersuchungen gemacht werden und der Arzt aufgrund der Indoktrinierung hinsichtlich der Psychosomatik dem Patienten schließlich sagt, dass die Symptome nicht körperlich begründbar sind, dann handelt es sich um eine somatoforme Störung.

Mit anderen Worten: Dies hat NICHTS mit dem Patienten selber zu tun, sondern damit, was im Kopf des Arztes vorgeht. Je weniger Wissen ein Arzt hat, desto eher wird er die falsche Diagnostik in die Wege leiten und zum Schluß kommen, dass es sich um eine somatoforme Störung handelt!

Zusätzlich ist das Ganze, von dieser Definition her ausgehend, wunderbar manipulierbar. Wenn eine Psychodiagnose herauskommen soll, macht man einfach Untersuchungen, die nichts aufzeigen sollen, und wenn der Patient dann weiter auf seinen körperlichen Beschwerden besteht, sind die Grundlagen gegeben, um ihm eine Psychodiagnose auszustellen. Das ist doch fatal! Noch skurriler wird das Ganze, wenn die entsprechenden Untersuchungen von Seiten der Krankenkasse abgelehnt werden oder Neurologen die Diagnosen von Orthopäden komplett ignorieren.

Nachdenkliche Grüße,

odyssina
 

Feuerqualle

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Du hast es ganz gut zusammengefasst.
Die Patientenbeauftragten erhalten ja überwiegend Hinweise von Menschen mit "Psychodiagnosen" - denen sie dann natürlich weniger Gewichtung beimessen.
Die drehens doch auch wie sie möchten. Bei Beschwerden solcher Art wird die Würde des Menschen srupellos mit Füßen getreten.
Fordern gequälte Patienten, denen man die Wahrnehmung abspricht und die keine adäquate Linderung erhalten, dann Legitimierung der Sterbehilfe dann setzten sich die selben Leute das "ethische Würdekrönchen" auf und reden andersherum.
Man kann sich natürlich an das BundesAmt für Versicherungen wenden...
sicher gibts dann auch einen netten Formbrief..........(schliesslich muss man ja für sein Geld was tun)....
Mein Anwalt sagte zu mir, dass ich ja nun (nach 1 Jahr) alles erkämpft hätte was mir zustünde - warum ich nicht zufrieden sei...
Eine Bestrafung der KK könne man nicht erreichen da ja "kein bemessenswerter Schaden" entstanden sei.

Man kann die Sache mit den Psychodiagnosen übrigens noch ausweiten.....denn jeder Doc darf die gesicherten Diagnosen ignorieren und eigene Störungen kreieren. Die sind da völlig ungebunden ihre kranke Phantasie auszuleben.......

Die Medien machen ja auch schon solche Fälle publik - leider hat das keine Konsequenz in der Gesetzgebung.......
Du könntest evtl auch noch im Krankenkassenforum partizipieren um Dich für die KK-Kommunikation zu wappnen. Da erfährst Du was die SB dürfen und was sie nur vorgeben zu dürfen um sich Infos zu beschaffen.

http://www.krankenkassenforum.de

LG
Feuerle
 

odyssina

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Hallo Feuerle,

herzlichen Dank für den Hinweis mit dem Forum, das werde ich mir mal ansehen. Gewappnet und vorbereitet zu sein ist immer gut. :)

Ich bin bei der Beschäftigung mit dem Vorgehen der Krankenkassen übrigens darauf gestoßen, dass der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar das Vorgehen der gesetzlichen Krankenkassen, mit dem sie versuchen, unberechtigt an Patientendaten zu kommen und den Umgang der Kassen mit dem Datenschutz scharf kritisiert. Ein wichtiger Hinweis, auf den man ggf. auch im Umgang mit den Kassen verweisen kann.

http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/reportagen/krankenkassen157.html

Er empfiehlt, bei fragwürdigem Vorgehen der Kasse (z.B. Gesundheitsfragebögen) nachzufragen, auf welcher rechtlichen Grundlage diese Fragen gestellt werden. Hier überschreiten die Kassen wohl oft ihre Befugnisse.

Viele Grüße,

odyssina
 

Feuerqualle

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Die KK nutzen die Unwissenheit der Versicherten aus und kommen überwiegend so rotzfrech ans Ziel. Die paar Leute, die informiert sind und sich erfolgreich wehren, fallen kaum ins Gewicht.
Dann gehen sie eben in den wenigen Fällen einen Schritt zurück.
Da es ja meistens klappt werden sie die rechtsfehlerhaften Formulare und Vorgänge nicht ändern.
Sie bekommen ja keine Strafe - leider.

ich bin denen auch gehörig auf den Leim gegangen. Die SB hat behauptet dass sie den Rehabericht zu bekommen habe und ich (dussel) habe den dann auch hingeschickt. Erst als ich eine Schweigepflichtentbindung ohne Geltungsfrist und konkreten Empfänger unterschreiben sollte wurde ich stutzig.
Nach und nach kam dann eine Sauerei nach der anderen zum Vorschein.

Aber dem kannst Du ja nun vorbauen indem Du Dich kundig machtst und alle in Deinem Umfeld "weiterbildest".

LG
Feuerle
 

odyssina

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Hallo Feuerle,

Deine Infos dazu sind wirklich Gold wert und können mich davor bewahren, (weitere) Fehler zu machen. Es ist doch immer gut, wenn man einem "komischen Bauchgefühl" nachgeht und sich weiter zum Thema informiert. :)

Ursprünglich dachte ich ja, wenn ich zu denen nett bin, werden sie auch zu mir nett sein. Aber jetzt weiß ich: Grundsätzlich vorsichtig sein, und wenn die Krankenkasse ihre Befugnisse überschreitet, dann werde ich schriftlich per Einschreiben darum bitten, dass sie mir die entsprechende Rechtsgrundlage nennen. Somit hat man hoffentlich, falls notwendig, auch rechtlich etwas in der Hand. Ich hoffe mal, dass die Krankenkasse auch weniger frech agiert, wenn sie sieht, dass ich informiert bin und sie mit mir nicht alles machen können.

Aber anstrengend ist das Ganze. Eigentlich sollte man sich doch in erster Linie ums Gesundwerden kümmern können...

Viele Grüße,

odyssina
 

Feuerqualle

Erfahrenes Mitglied
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Es gibt eine Broschüre die man kostenlos anfordern kann:

"Sozialdatenschutz - Rechte der Versicherten"
(Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit)

Die Bestellmodalitäten sind für jedes Bundesland anders.

Ansonsten mach ichs so: Telefonnummer sperren lassen und jeden Brief dann in den Foren kurz besprechen.

LG

Feuerle
 

HWS-Schaden

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Betrieblicher Arbeitsschutz / Arbeitsmediziner: ratsame Anlaufstelle?

Hallo @alle,

hallo @Odyssina, ich möchte deine Thread nicht - nicht nur - "missbrauchen" für meine eigene Frage, vielleicht nützt dir mein Hinweis in Sachen BEM auch, sonst vielmals sorry!

Ich suche noch nach Erfahrungen oder Rat bzgl. betriebl. Arbeitsschutz, Arbeitsmedizinern:

Ich bin verbeamtet und gesetzlich versichert. Meine Unfallfürsorge lehnt die weitere unfallursächliche Behandlung (wg angebl Verschleiß) bei anerkanntem (Dienst)Unfall ab, ich such(t)e Anlaufstellen.

Mir wurde im Forum geraten, mich an den Obmann für Behinderte zu wenden, der könne mich bei Papierkram und Fragen unterstützen.
Zum Thema Obmann + Beamte finde ich nichts.

Nun hat mir eine Kollegin geraten,
mich an den arbeitsmedizinischen Dienst / Betriebsärztliche Beratungsstelle zu wenden (mind. hier in HB anscheinend auch für Beamte und auch deren BEM zuständig). Dort solle ich die Arbeitsmedizinerin (sie ist nicht Amtsärztin) aufsuchen, Unterlagen mitnehmen, Beratung einholen.

Schweigepflicht ist (lt. Infos) gewährleistet.


Die Arbeitsmedizinerin ist im "Lenkungsausschuss Arbeitsschutz",
in dem auch Vertreter der Unfallkasse + -fürsorge sitzen.
Ich solle mich von der Arbeitsmedizinerin „interdisziplinär“ beraten lassen.

Klar, ein „Obmann“ bzw Obmensch ist die Arbeitsmedizinerin nicht, die Frage ist, ob die Stelle eine taugliche (neutral ist sie wohl nicht, oder?) Beratungsstelle darstellt.

Bedenken habe ich, ob nicht doch (auch unbedacht im Plausch)
vertrauliche Infos weitergegeben werden, ob es also ratsam ist, sich an die Stelle zu wenden, wenn die Arbeitsmedizinerin in so einem Lenkungsausschuss zusammen mit meiner Gegenseite sitzt?


Arbeitsmediziner sind nun m. E. (per se) auch nicht pro-Arbeitnehmer einzuschätzen.

Was könnt ihr mir diesbezüglich raten oder an Erfahrungen weitergeben?
Ich danke euch für eure Antworten.
Liebe Grüße
HWS-Schaden


Für evtl. Diskussionen oder Antworten, die nicht zu Odssinas Thema passen &
Weitere Infos unter: http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?p=210721#post210721#ixzz2DevEtomv
 

odyssina

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Feuerle,

danke für den Hinweis mit der Broschüre. Ich habe auch gleich den passenden Link gefunden, wo man die Broschüre zum Sozialdatenschutz herunterladen kann:

http://http://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Publikationen/Infobroschueren/BfDI_Info_3_Sozialdatenschutz.html?nn=409164


Hallo HWS-Schaden,

ich habe leider keine Antwort auf Deine Frage, hoffe aber, dass Du noch eine Antwort findest. Ich werde das - auch im anderen Thread - mal mitverfolgen. Alles Gute Dir!

Viele Grüße,

odyssina
 
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