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Beiträge Selbständigkeit // Argumentation Benachteiligung

Hallo @thinktwice,

Du vergleichst "Gesetz" mit "Privat" meiner Ansicht nach.

Demnach würde ich auch argumentieren können: Hausratversicherung: Ich bin Schwerbehindert und bekomme jetzt bessere Versicherungsungsbedingung bei meinen Haus wegen Sturm/ Hagelschäden, Überspannungsschäden, Überflutung etc.

Mit der GKV habe ich eine grundsoziale Absicherung. Ich liege primär in 2-Bett-Zimmern und werden von erfahrenen Oberärzten operiert und behandelt.

Unterschied zur PKV: auch 2-Bett-Zimmer und der Chefarzt ist primär nur kaufmännisch / administrativ unterwegs, erscheint mal kurz zur OP und ist wieder verschwunden. Dies entspricht kurz einer Notiz und zur Abrechnung!

Wenn es Dir das Wert ist, dann musst Du halt bezahlen. Aber auf "Benachteiligung" zu gehen - das ist der falsche Weg!

Du wirst nicht benachteiligt, weil Du alle Leistungen der Krankenkassen erhälst. Willst Du mehr - dann musst Du halt privat zuzahlen!

Privat zuzahlen = PKV = PRIVATE Krankenversicherung!


Somit steht Dir alles finanziell offen und Du bist Deines eigenes Glückes Schmied.

Viele Grüße,

Kasandra
 
Hallo Kasandra

Die PKV versichert nicht alle Menschen und thinktwice geht wegen vorhandener Gesundheitsschäden davon aus, dass sie keine Chance hat, sich in einer PKV versichern zu können.

LG
 
Hallo Kasandra,

ich bin mir nicht sicher, ob ich mich vielleicht unklar ausgedrückt habe oder Dir der Sachverhalt nicht klar ist.

Ich bin dauerhaft schwer chronisch schmerzkrank (Muster 55) und habe eine atlantoaxiale Instabilität und 2 Bandscheibenvorfälle in der HWS, inkluvise Verletzung des ligamenta alaria. Somit liegt eine dauerhafte funktionelle und strukturelle Schädigung vor. Ein Kopfgelenkspezialist spricht von einer stark ausgesprägten vegetativen Symptomatik, inkl. nicht-epilieptischer Anfälle. Somit ist eine Privat-Versicherung vollkommen ausgeschlossen.

Und die gesetzliche Krankenkasse zahlt momentan nur Ibuprofen, das nicht wirkt.
Der Antrag auf eine Langfristverordnung für Physiotherapie ist gerade im Widerspruch.

Ärzte, die die Kompetentz haben mich zu unterstützen führen nur Privatpraxen und die Krankenkasse sieht keine Notwendigkeit diese Behandlung auch bei Wahlrecht privat für ein Quartal zu übernehmen. Gleichzeitig kann sie mir keine angemesse gesetzliche Behandlung anbieten, die übernommen wird.

Also stehe ich "allein im Regen" und es wird nicht behandelt, obwohl die Privatärzte eine medizinische Notwendigkeit sehen, ebenso meine Hausärztin.

Hier macht es sich die Krankenkasse sehr leicht und ich zahle wie ein Vollerwerbsfähiger Beitrage von über 500 Euro pro Monat.

Ich bin eingeschränkt berufsfähig, ein. Gutachten belegt das. Diese Tatsachen sind für mich nicht stimmig.
Und ich wäre wirklich froh, wenn es so wäre, wie Du es beschrieben hättest. Dann wäre es ein Luxusproblem für mich. Das würde ich gerne freiwillig auf mich nehmen.

VG thinktwice
 
Hallo HWS-Schaden,

lieben Dank für Deine weitere Recherche - das könnte vielleicht ein Ansatzpunkt sein. :)

Habe ich das richtig verstanden: Wenn meine Einkünfte mehr als die Hälfte der Bemessungsgrenze sind (2024: 2.575,00 EUR), also mehr als
1.287,5 Euro liegen, dann darf das Einkommen meines Mannes nicht für die Berechung meiner Einkünfte herangezogen werden?

Das würde meine Beiträge erheblich reduzieren. Und diese Geld könnte ich dann ja in die Bezahlung von Privatärzten stecken.

Herzlichen Dank für eine kurze Einschätzung und Rückmeldung.

Einen schönen Abend wünscht thinktwice.
 
wenn ich es jetzt richtig verstehe, unterliegst Du dem SGB V.

Demnach sind alle Leistungen von BKK´s, Tk, Barmer, AOK etc. gleich definiert.
Ich bin dauerhaft schwer chronisch schmerzkrank (Muster 55)
Was ist Muster 55?

Hallo Kasandra

Die PKV versichert nicht alle Menschen und thinktwice geht wegen vorhandener Gesundheitsschäden davon aus, dass sie keine Chance hat, sich in einer PKV versichern zu können.

Ja, ganz klar: Ergibt sich aus PKV = Privat -> die können sich ihren Versichertenkreis aussuchen! Gemäß ihren Versicherungsbedingungen und AGB´s! -> Daher PRIVAT!
Also stehe ich "allein im Regen" und es wird nicht behandelt, obwohl die Privatärzte eine medizinische Notwendigkeit sehen, ebenso meine Hausärztin.
Du schreibst es "Privatärzte" - hast Du mal daran gedacht diese zu hinterfragen nach Leitlinien für Deine Erkrankung und bassierte Medizin?

Lass Dir Dir Leitlinien und auch von AWMF die Leitlinien der privaten Ärzte geben! Dann gehst Du mit den Unterlagen in den Widerspruchsausschuss Deiner Krankenkasse!


Viele Grüße,

Kasandra
 
Hallo

Habe ich das richtig verstanden: Wenn meine Einkünfte mehr als die Hälfte der Bemessungsgrenze sind (2024: 2.575,00 EUR), also mehr als 1.287,5 Euro liegen, dann darf das Einkommen meines Mannes nicht für die Berechung meiner Einkünfte herangezogen werden?
@thinktwice
So verstehe ich die beiden verlinkten Quellen, siehe Beitrag ≠24 (unten hab ich das hier nochmal eingesetzt).

Wenn du bei der Krankenkasse Auskunft ersuchst, dann mach das schriftlich. Wenn die Aussage der Quelle bestätigt wird, dann lass dir das verbindlich schriftlich bestätigen.

Wenn du bereits mehr als den genannten Betrag verdienst und angegeben hast und die KK trotzdem das Gehalt des Gatten heranzieht, dann leg schriftlich Widerspruch ein, wenn die Frist noch nicht verstrichen ist. Die Widerspruchsbegründung kannst du nach Fristablauf abgeben.

LG



Aus Beitrag ≠24:

Eine Anrechnung von Einnahmen des anderen Ehegatten/Lebenspartners darf nach den Beitragsverfahrensgrundsätzen-Selbstzahler in bestimmten Fällen nicht erfolgen:
  • Überschreiten die beitragspflichtigen Einnahmen des Mitglieds die Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze (2024: 2.575,00 EUR, 2023: 2.493,75 EUR) oder sind sie höher als die Einnahmen des nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Ehegatten/Lebenspartners, scheidet die Anrechnung des Ehegatteneinkommens aus.

Beitragspflichtige Einnahmen freiwillig Krankenversicherter / 1.8 ...

Schon seit Langem hat die Rechtsprechung entschieden, dass bei der Beitragsbemessung freiwillig Versicherter die Hälfte des Bruttoeinkommens des anderen Ehegatten/Lebenspartners (nach dem LPartG) zugrunde zu legen ist, wenn dieser nicht der gesetzlichen Krankenversicherung angehört.[1] Die ...
www.haufe.de
www.haufe.de


So steht es auch hier (S. 3):
https://www.gkv-spitzenverband.de/m...Beitragsbemessung_freiwilliger_Mitglieder.pdf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

@ alle: ein herzliches Dankeschön für Eure Antworten - ich werde nun alle weiteren Schritte mit Unterstützung des VDKs in die Wege leiten.
Das hat mehr "Gewicht", wie wenn ich das alleine mache. Das habe ich zu lange alleine gemacht, hat nur meine Nerven erheblich strapaziert bei ausbliebendem Ergebnis/Fortschritt. Denn die gesetztliche Krankenkasse fährt gerade in allen Bereichen die allgemein
bekannte "Verweigerungstaktik" mit Bravour. Das kann sie richtig gut und ausdauernd. Doch das bin auch ich.

Ich werde zudem den VGS in Kenntnis davon setzten, der Verein ist top und hat schon mehrfach wichtige Entscheidungen wesentlich beinflusst. Verband der Gründer und Selbstständigen - Wir geben dir eine Stimme

Infos zu Muster 55:
Muster 55: Bescheinigung einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung gem. § 62 SGB V*2 Die Bescheinigung wird von der Krankenkasse benötigt, wenn Versicherte eine Herabsetzung der Belastungsgrenze bei Zuzahlungen von 2 % auf 1 % beantragen.
unter Punkt 4


Der Punkt ist die GKV hat die Feststellung getroffen, dass ich dauerhaft an einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung leide und verweigert nun die medizinisch zwingend notwendige Behandlung. Und bietet nur Ibuprofen an.

Die weitere Kausalkette ist folgende:
  • Die GKV verweigert mir gerade medizinisch notwendige Behandlungen (Notwendigkeit ärztlich bestätigt), die GKV beteiligt sich nur sehr geringfügig bei Kosten durch Privatärzte (ca. 7% des Kostenvoranschlags) bei Wahlrecht privatversichert für ein Quartal, gleichzeitig nennt die GVK mir auch keine alternativen Behandlungsmethoden, die übernommen werden.
  • Da mir der Zugang zur medizinischen Versorgung durch die GKVverwehrt wird, mit der Folge, dass eine weitere Diagnostik und zielführende Behandlung nicht möglich ist (Verdacht auf neuromuskuläre Erkrankung, nicht-epileptische Anfälle) mit der Folge, dass ich nicht die erforderlichen Diagnosen für eine Langfristverordnung für Physiotherapie und Ergotherapie gemäß der Liste habe (Genehmigung ohne Einbezug MDK).
  • daher dahe habe ich keine aktuellen Arztberichte um einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen zu können
  • erhalte ich in der Selbständigkeit keine Förderung, da ich noch nicht den Status schwerbehindert habe
  • Eine Tätigkeit im Angestelltenverhältnis erhalte ich mit meinen Diagnosen mit (hoher Wahrscheinlichkeit) nicht.
  • In einem Gespräch mit einem Oberarzt wurde die Hypothese aufgestellt (schritlich wollte er mir das nicht geben, ich werde weitergeschickt) , dass aus der PTBS mittlerweile eine komplexe PTBS geworden ist. Mir wurde die Empfehlung ausgesprochen mich von Experten bzgl. Traumafolgestörungenbehandeln zu lassen. Die Traumatisierung entstand durch den Unfall und durch meinen Aufenthalt auf der Intensivstation. Das Verhalten der GVK trägt u.a. zu Re- Traumatisierungen bei und ist in keinster Weise förderlich für die Integration von Trauma in den Alltag. Ich spreche hier bewusst nicht von Heilung, da es diese aus Sicht der Traumaexperten nicht gibt. => ich kann das beurteilen, da ich Fachwissen durch eine Coaching Ausbildung mit Schwerpunkt Nervensystem habe und eine Weiterbildung im Bereich Somatic Experience (aufbauend nach Peter Levine). EMDR hat alles schlimmer gemacht, kognitive Verhaltenstherapie ist bei Trauma/PTBS nur geringfügig wirksam. Neurofeedback im Rahmen von Ergotherapie war bisher das einzigste was hilft, mich einigermaßen stabil zu halten, so dass ich schlafen kann und den Alltag und ein bisschen Arbeit bewältigen kann. Doch hierfür brauche ich einen Langfristverordnung und PTBS steht nicht auf der Diagnoseliste.
Aus meiner Sicht könnte man so argumentieren, GVK verweigert mir die Teilhabe am sozialen und beruflichen Leben.
Da nur Ibuprofen angeboten wird, könnte es auf eine Unterlassungsklage hinaus laufen.
Ich habe keine Kraft und keine Nerven mehr, ausdauernde nicht zielführende Diskussionen mit der GVK zu führen, die nur das Ergebnis haben, dass es mir schlechter geht und ich irgenwann gar nicht mehr arbeiten kann.
Die Rentenversicherung ist aus dem Rennen.

Oder habt ihr noch andere Ideen?

Ich bin dankbar für jeden Hinweis/Idee, weil ich irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe. Vielen Dank.

LG thinktwice
 
Hallo thinktwice,

Du brauchst den Antrag auf SB keine Arztbriefe beizufügen. Das VA schreibt die Ärzte an, welche Du benennst.

Viele Grüße,

Kasandra
 
Liebe @thinktwice ,
die Ärzte werden auf dem Dienstweg von der Behörde angeschrieben, wo Du den Antrag, auf die Schwerbehinderung gestellt hast.

Der Tag der Antragstellung ist wichtig.

Das Amt stellt den Ärzten sehr gezielte Fragen. Es ist wichtig, dass sie alle Beschwerden, die Du angegeben hast, auch dann bescheinigen.

Das Muster 55 kann von den behandelnden Ärzten. ,meistens Hausarzt, ausgestellt werden, wenn man in den vergangenen 12 Monaten mindestens 1mal pro Quartal wegen der gleichen Erkrankung in Behandlung gewesen ist.

Die Formulierung schwerwiegende chronische Erkrankung ist eher eine psychische Belastung. Die meisten Patienten bitten um diese Bescheinigung, da sich die Zuzahlung reduziert.

Herzliche Grüße,
KS 1973
 
Hallo @thinktwice

Für die Diagnostik brauchst du einen Arzt, der dich unterstützt. Diese Vereinbarung, die du geschlossen hast, als GKV (nicht GVK) Patientin von Privatärzten behandelt zu werden, gilt m.W. für 1 Quartal, ab 1.4. könntest du also wieder ohne Rechnung behandelt werden. Da stellt sich die Frage, woher einen guten Arzt nehmen, der die richtigen / wichtigen Untersuchungen macht oder veranlasst etc. pp.? Das ist die Schwierigkeit.

Wegen der PtBS wenn möglich den Arzt aufsuchen, der sie diagnostiziert hat und die Entwicklung zu heute feststellen kann (und bewerten kann, ob es jetzt eine komplexe PtBS ist).
Dass EMDR nicht hilfreich war, weißt du ja jetzt, du musst EMDR nicht wiederholen nach dieser Erfahrung.
Dass das Verhalten von BG, von KK, von Versicherungen, von Gerichten, Ärzten und auch Therapeuten eine Re-Traumatisierung bedeuten oder auslösen kann, ist so - und dass es so ist, das ist großer Mist für uns Betroffene.
Leider habe ich kein Rezept für dich, wie du das am besten durchstehst. Ich versuche, zwischen einzelnen Etappen und Erlebnissen sowas wie Verschnaufpausen einzulegen, neue Energie zu tanken für die nächste Hürde. Das ist alles ein großer Kraftakt. Dieses Forum ist eine große Hilfe. Vor Ort brauchst du aber auch Hilfe. Und du brauchst - auch für den Antrag auf Schwerbehinderung, ärztliche Unterstützung, denn der Antrag setzt Untersuchungen, Arztbesuche und Diagnosen voraus. Das bedeutet konkret, dass du auch solche Ärzte brauchst, die bereit sind, dir ihre Aussagen schriftlich zu geben!
(Vielleicht findest du hier Tipps für empathische Ärzte, wenn du deinen Plz-Bereich in etwa angibst.)

LG
 
Liebe @thinktwice ,
mir ist bekannt, dass die Befunde für den Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis nicht älter als 2 Jahre sein dürfen.

Darauf wurde im Jahr 2022 hingewiesen, als mich das Landratsamt wegen des Ausweises für meine Mutter anschrieb.

LG
 
Hallo KS1973,
hm und was mache ich wenn die radiologischen Aufnahmen und das radiologische Gutachten schon älter sind?
Instabile Kopfgelenke bleiben instabil, da wir sich auch mit neuen Aufnahmen nichts ändern lassen.
Zudem würden dann ja wieder erhebliche Kosten entstehen.
Da wäre es doch klüger, wenn mir ein Arzt das alles einfach nochmals bescheinigt, d.h. eine Zusammenfassung aufgrund der bereits erstellen Diagnosen und Gutachten erstellt, oder?
Wird solch ein Schreiben vom Hausarzt auch akzeptiert?
Was denkst Du/denkt Ihr?
Herzlichen Dank für Eure Einschätzung.
LG thintkwice
 
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