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Beifahrerin eines Geisterfahrerunfalles

Binschi

Nutzer
Registriert seit
18 Juli 2007
Beiträge
7
Hallo!

Bin durch zufall auf euer Forum gestoßen und wollte mich mal erkundigen!

Also ich wurde am 05.05.2007 in einen Verkehrsunfall als Beifahrerin verwickelt. Die Geisterfahrerin rammte unser Fahrzeug frontal, nach dem Unfall litt ich unter starken Atemnot und wurde dann bewusstlos, allerdings nur ein paar Minuten... Kam dann ins KH und festgestellt wurde eine Schädelprellung, Brustbeinprellung und ein ziemlich schlimmer Bänderriss des Knöchels! Musste 6 Wochen so eine Orthese tragen und konnte in der Zeit den Fuß überhaupt nicht belasten, nach den 6 Wochen fing ich langsam wieder mit dem gehen an unter sehr starken Schmerzen. Nun heute ist der Fuß immer noch nicht okay, er ist nach wie vor geschwollen, tut mal mehr mal weniger weh und ab und zu wird er noch blau, ich denke ich sollte nochmal einen Arzt aufsuchen :( Ich war auch schon bei einem Gutachter, aber der hat alles nur heruntergespielt und gesagt dass ich sicher nicht bewusstlos war usw... als wäre er dabei gewesen :mad: und naja auf das gutachten warte ich eben noch, mit wieviel kann ich da ca. rechnen?

Lg, Binschi!
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,865
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Berlin
Hallo Binschi,

herzlich Willkommen hier im Forum. Deine Frage
Ich war auch schon bei einem Gutachter, aber der hat alles nur heruntergespielt und gesagt dass ich sicher nicht bewusstlos war usw... als wäre er dabei gewesen und naja auf das gutachten warte ich eben noch, mit wieviel kann ich da ca. rechnen?
ist schwer zu beantworten. Geht doch aus Deinem Text überhaupt nicht hervor, in wessen Auftrag Du begutachtet wurdest. Mit was rechnen?

Schau Dich in Ruhe hier um, lies auch im FAQ-Bereich und Du wirst viele Sachen verstehen und Deine Fragen konkreter stellen ;-)

Gruß von der Seenixe
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Binschi,

das tut mir Leid für Dich, dass du in eine solche Sache verwickelt wurdest.
Sei herzlich willkommen hier im Forum für Unfallopfer!

Du schreibst nicht viel, woraudf wir antworten könnten.

Wenn es dir um das Geld geht, das du als Entschädigung für die Verletzungen erwartest, dann kann das lange dauern, wenn du eine gerechte Entschädigung erwartest.
Bei einem " Trinkgeld für die ungemaach", das kannst du sehr schnell haben, aber es ist eher eine verächtliche Abspeisung!

Die Schädelprellung, Brustbeinprellung, woher stammt die?
Ich nehme an, dass es keinen Airbag gab?
Wodurch kam es zum Bänderriss des Knöchels?

Wie geht es dem Fahrer/in eures Fahrzeugs?

Der Gutachter, von wem wurde der beauftragt?
Ein Gutachter darf grundsätzlich keine suggestiven Bemerkungen gegenüber des Probanden abgeben, denn das ist eine direkte Beeinflussung von medizinischen Laien und daher ist das Gutachten nicht korrekt.
V-Gutachter lieben es, wenn der Proband sich an etwas nicht mehr erinnern kann, dann suggerieren diese einem genau das ein, wass sie dann als Ablehnungsgrund in den GA-ten vermerken. Das hat Masche!

Es ist noch nicht zu spät, du solltest das dem Anwalt schildern, wahrheitsgetreu, wie die Gutachtendurchführung abgelaufen ist, und er soll das schriftlich festhalten.
Dazu ist es nötig, dass der Anwalt einen genauen, nach den Erinnerungen, die vorhanden sind, schriftlichen Unfallablaufs/hergangsbericht von dir hat.
Du kannst dazu auch die Zeugenangaben beifügen, auch Polizeibericht.
Nur wenn der Anwalt alles genau vor sich liegen hat, von dir geschrieben, dann kann er auch damit was anfangen.
Las dir Zeit beim Schreiben, denn es kommen manchmal noch einzelne Bider hoch, die erst mal verschüttet waren. Aber es muss wahrheitsgetreu sein, denn Widersprüche sind schnell aufgedeckt!

Hier in unserem Forum kann dir kaum jemand sagen, wieviel an Entschädigung du fordern kannst, denn es ist von deinem Zustand, und den Folgen der Unfallverletzungen abhängig, was jetzt noch nicht ganz ersichtlich sein dürfte, bleibende Schäden usw. Das wird dir der Anwalt sagen und du kannst es aus Tabellen herausfischen, die man unter google, oder im Buchhandel findet.

Gruß Ariel
Ps: mein Beitrag hat sich mit seenixes überschnitten.
 

Divegirl

Mitglied
Registriert seit
8 Sep. 2006
Beiträge
56
Hallo,

du solltest dir vorsorglich schon eine Kopie deiner Krankenakte des erstbehandelnden Krankenhauses besorgen. Dort sollte auch ein Übergabeprotokoll oder Berichts des Notarztes / Sanitäter des Krankenwagens sein. Wenn du Glück hast haben diese darin vermerkt daß du bewußtlos war.

Oder es hat ein Zeuge in seiner Aussage bei der Polizei ausgesagt. Das hat allerdings nicht so einen hohen Stellenwert wie eine Vermerkung auf dem Notarztbericht. Allerdings ist er dort desöfteren gar nicht vermerkt weil man bei Eintreffen des Notarztwagens wieder bei Bewusstsein war.

Ich hoffe du hast Glück.

Gute Besserung wünscht Divegirl
 

Binschi

Nutzer
Registriert seit
18 Juli 2007
Beiträge
7
Hallo,
mal vorerst danke für eure Antworten!

Doch wir hatten einen Airbag im Auto, doch ich bin nicht mitn Kopf draufgeknallt, glaube ich halt! Ich hab ihn nur in zeitlupe auf mich zukommen gsehn, denke der Gurt hat mich so gut gehalten dass ich mitn kopf ganz hinten war! Der Riß is dadurch entstanden dass ich hohe schuhe anhatte, und wie ich das auto auf mich zurasen sah hab ich mich dagegengespritzt und mich festgehalten, glaub das macht jeder so... durch die wucht hat sich sicher mein fuß komplett verbogen, denke so in etwa war das!

Der Gutachter wurde von meinem Anwalt, oder von der gegenseite so genau weiß ich das leider nicht bestellt. Mein Anwalt sagte er kenne diesen gut und bei so einer Verletzung brauche man einen Gutachter weil er den Betrag selber nicht einschätzen könne.

Ja ich hab ziemlich sicher zu den Rettungsleuten gesagt das ich bewusstlos war, auch die Fahrerin kann da bestätigen Aber ich glaube auf dem Bericht steht das leider nirgendswo drauf! Bei der Polizei hab ichs auch gesagt, wenn mich nicht alles täuscht!

Der Gutachter hat gesagt naja bewusstlos werden sie nicht gewesen sein habe ich gesagt sicher war ich und dann hat er gesagt na gut einigen wir uns auf benommen - und ich depp hab dann ja gesagt, aber benommen sein und bewusstlos sein is doch schon ein gröberer unterschied oder? Und er hat auch irgendwie alles ausgenutzt weil öfter hab ich gesagt ich weiß nicht mehr wielange ich die Pulver genommen habe usw... ich hoffe das das nicht so tragisch ist (wegen dem geld) ich will ja eigentlich nur das was mir zusteht, nicht mehr und nicht weniger!
Stimmt es wenn der Bericht dann endlich vorliegt, dass ich nicht darauf eingehen muss (also auf den Betrag) und dann klagen kann?

Achja der Fahrerin geht es gut, die hatte "nur" sämtliche Prellungen und die andren Beifahrer sind auch alle okay, mich hats irgendwie am schlimmsten erwischt! Aber man kann froh sein dass es so glimpflich ausgegangen ist, denke wir hatten alle viele schutzengel :D
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Binschi,

Schädelprellung geht nur mit Kopfanschlag, wo könnte er angeschlagen haben, hattest du irgendwo eine Beule? Davon hat man länger Schmerzen.

Brustprellung, das geht in Ordnung mit dem Gurt, ein Airbag kann zwar kurz die Luft wegnehmen, Atemnot kann die Brustprellung erklären, aber nicht die Bewußtlosigkeit. Da muss noch was anderes gewesen sein.

Mit welchem Fuß bist du umgeknickt, so dass die Bänder rissen?

Ich muss hier eine Nebenbemerkung für Insider anbringen:
Es kann durch einen Frontalanprall Knöchelbänder reissen, also Bänder eines Gelenkes, die jeden Tag durch das Laufen trainiert werden und recht stabil sind. Jedoch Kopfgelenkbänder und Ligamente, die sollen angeblich nicht reissen bei solchen Anprall-Unfällen, aber doch wieder durch alltäglichen Verschleiß kaputt gehen. :confused:? ? ?

Gruß Ariel
 

Binschi

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7
Hallo!

Ich hab nirgendseine Beule, aber da ich gesagt habe das ich bewusstlos war und schwindlig bin haben sie ein CT gemacht, Befund unauffällig außer eben die Prellung, kann mir nur erkären dass der Kopf gegen die Nackenstütze gefallen ist :rolleyes:

Also ich dachte dass ich durch die Atemnot bewusstlos geworden bin, denn wenn man länger ohne Luft ist kann ma ja bewusstlos werden oder? :eek: oder vom schock, das ich das alles nicht wahr haben wollte und dann bewusstlos wurde? keine ahnung...

Mit dem linken Fuß!
Welche Bänder genau weiß ich leider nicht, aber
ich hab am 12.10. einen termin bei nem orthopäden und der soll mir ein MR verschreiben, eben wegen den restbeschwerden, will jetzt definitiv wissen was mit dem fuß nicht passt. :eek:

lg
 

Binschi

Nutzer
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18 Juli 2007
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7
Also hat niemand eine Ahnung mit was ich ungefähr rechnen kann?
Und wenn das Gutachten vorliegt und mir der Betrag nicht zusteht kann ich dann klagen auf kosten der andren oder?
Aja der Fahrerin wurden € 1.800,- zugesprochen - sie hatte ne Ganzkörperprellung...

lg
 

seenixe

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Hallo Binschi,
Viele machen den Fehler, auf das Geld abzustellen. Nicht die Höhe des Schmerzensgeldes ist wichtig, sondern Deine Gesundheit und deren Wiederherstellung. Klar, Geld beruhigt, aber es macht Dich nicht wieder gesund. Die Summe bei Dir wird auch nur in diesem Bereich liegen. Aber lege mal die Schmerzensgeldsumme noch ein halbes Jahr beiseite. Wenn alles ausgestanden ist, dann fange an mit der Versicherung zu verhandeln. Die Versicherung rennt nicht weg, aber wenn gezahlt ist, dann sind Nachforderungen sehr schwierig.

Ich kann mir vorstellen, dass das Verständnis dafür nur langsam bei Dir wachsen wird, aber mein Unfall liegt nun schon über 4 Jahre zurück und man bekommt einfach einen anderen Blickwinkel.

Gruß von der Seenixe
 

Binschi

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Hallo Seenixe!

Ich glaub du hast mich ein bisschen falsch verstanden, es geht mir nicht darum dass ich mein Geld sofort haben will, es geht mir darum dass ich einfach nicht beschissen werde (was heutzutage leider sehr üblich ist). ich will einfach das was mir zusteht und nicht weniger, und wenn ich noch ein halbes jahr warten muss, wär mir auch egal! Das die Gesundheit am wichtigsten ist das weiß ich auch, denke jeder nach einem Unfall weiß das.... deshalb hab ich mir auch noch einen Arztermin ausgemacht, der ist aber leider erst im Oktober, bis dahin heißts warten.... :´-(

lg
 

Joker

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Hallo Binschi,

nachdem du ja selber schilderst, dass noch gar nicht alle Untersuchungen gemacht zur Feststellung deiner Restbeschwerden gemacht wurden, denke ich es ist definitiv verfrüht um sich Gedanken über die Höhe eines Schmerzensgeldes zu machen. Bereits in Abhängigkeit der noch anstehenden Untersuchungen bzw. deren Ergebnissen könnten sich Variationen ergeben, die anwaltlich abzuklären wären.

Wie Seenixe schon schrieb: kümmer dich erstmal um deine Gesundheit, alles andere läuft dir nicht weg!

Gruß
Joker
 

Binschi

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Hallo!

Also es gibt einige Neuigkeiten zu meinem Fall! :eek:

Ich war bei nem Orthopäden und der hat ein MRT veranlasst, ja da wurden eben ein Haufen Sachen gefunden! Bin jetzt gerade bei ner Physiotherapie, aber der Arzt hat mir nicht viel Hoffnung gegeben das das wieder gut wird (ne schmerzhafte Instabilität des Sprunggelenks, und ne form von morbus sudeck) er hat mir einen befund geschrieben in dem steht das wenn es innerhalb 6 monaten nicht besser wird es so bleiben wird!
Nun meine Frage:
Da es bereits ein Gutachten gibt, reicht dieser Befund als Gegengutachten?
Wer bestätigt einen Ivalidengrad?

Hoffe ihr könnt mir weitere Tipps geben! ;)

Danke.
 
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