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Behandlungsfehler

Ulrike123

Neues Mitglied
Registriert seit
27 Sep. 2018
Beiträge
4
#1
Guten Morgen,
ich habe vor 4 Monaten eine Knie-TEP bekommen. Da ich bisher noch nicht schmerzfrei bin, keine treppenlaufen oder Auto- Radfahren kann weil die Beugung bei 90° hackt war ich zur 2. Meinung. Dieser Arzt hat nun direkt auf den Röntgenbildern gesehen dass es an verschiedenen Stellen klemmt weil die Prothese schief sitzt. Jetzt muss diese komplett getauscht werden, der Wechsel steht mir im Oktober bevor.
Ist es sinnvoller ein Gutachten über die KK oder der Ärztekammer machen zu lassen, beide sind kostenfrei....
Viele Grüße und Danke für eure Antworten
Ulrike
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Aug. 2017
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426
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#2
Hallo Ulrike

ich würde fast sagen KK, geht schneller. Und auch Ärztekammer.
Die KK ist dazu gesetzlich verpflichtet, sammelt die unterlagen, reicht sie beim MDK ein. Der MDK leitet die Unterlagen an die Ärztekammer weiter. Die Ärztekammer wiederum schickt das Gutachten (eher ärztlich Stellungnahme) an den MDK zurück dieser an die KK.

Achtung das KK ist auf keinen Fall gerichtsverwertbar. Nur eine Aussage ob Behnadlungsfehler oder eben nicht. Solltest du rechtliche Schritte einleiten dann brauchst du ein richtiges Gutachten.

Was agt denn die OP Klinik zu deinem Knie?
Gruß
Chris1966
 

Ulrike123

Neues Mitglied
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27 Sep. 2018
Beiträge
4
#3
Danke Chris für deine Antwort, eine Anwältin habe ich schon aber ich gehe das erst nach der Wechsel-OP und Genesung an.
Die operierende Klinik hat mich in der Nachsorge nur hingehalten...abwarten das wird schon und hatten jetzt eine Narkosemobilisation geplant ( habe ich nur aus der ambulanten Akte erlesen die ich in Kopie habe). Ein mechanisches Problem haben die nicht gesehen. Der jetzige Arzt hat es auf den gleichen Röntgenbildern sofort erkannt. Von ihm wird dann ja sicher auch eine Stellungnahme erbeten.
 

seenixe

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#4
Hallo,

wie willst Du die Überprüfung gestalten, wenn die TEP raus ist?
Zumindest den jetzigen Zustand würde ich schon festhalten lassen. Zur Beweissicherung.

Gruß von der Seenixe
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
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426
Ort
NRW
#6
Hallo Ulrike

meines Wissen nach ist das Ärztekammer und KK Gutachten nicht geeignet um in einem Verfahren gegen die behandlenden Ärzte verwendet zu werden.
Da solltest du dich erkundigen.

Gruß
Chris1966
 
Registriert seit
20 Sep. 2017
Beiträge
26
#8
Guten Morgen,
ich habe vor 4 Monaten eine Knie-TEP bekommen. Da ich bisher noch nicht schmerzfrei bin, keine treppenlaufen oder Auto- Radfahren kann weil die Beugung bei 90° hackt war ich zur 2. Meinung. Dieser Arzt hat nun direkt auf den Röntgenbildern gesehen dass es an verschiedenen Stellen klemmt weil die Prothese schief sitzt. Jetzt muss diese komplett getauscht werden, der Wechsel steht mir im Oktober bevor.
Ist es sinnvoller ein Gutachten über die KK oder der Ärztekammer machen zu lassen, beide sind kostenfrei....
Viele Grüße und Danke für eure Antworten
Ulrike
Grüezi, Ulrike

"...klemmt weil die Prothese schief sitzt." Großer Ärztepfusch! Dein Operateur wird sich sicher rausreden wollen! Das sollte gründlich mit einem kompetenten Gutachten gleich im Keim erstickt werden. Wichtig: der Gutachter sollte viel Erfahrung mit solchen Pannen haben; daher solltest Du einen Orthopäden oder Gelenkspezialisten als Gutachter bestellen. Lasse Dir bloß keine andere Fachrichtung aufschwatzen!

"Ist es sinnvoller ein Gutachten über die KK oder der Ärztekammer machen zu lassen, beide sind kostenfrei...." Auf jeden Fall solltest Du Dir einen Gutachter bei Deiner eigenen KK bestellen - die sind, alleine schon wegen der enormen Langzeitkosten (weil Reha nötig etc.), auf der Seite des Patienten!!! Die Ärztekammer dagegen wird mit aller Macht alle erdenklichen Hebel ziehen, um ihren Pfuscherkollegen wie Jesus und Mutter Theresa in Union aussehen zu lassen!!! Die reden nur vom "Patientengut" und "Prestigeverlust"! Die sind absolut parteiisch - wie eine eingeschworene Bruderschaft oder vielmehr Mafia; ich mußte das leider selbst in ähnlicher Weise durchmachen.

Hältst Du uns auf dem laufenden?

Viel Glück, Ulrike und gute Besserung!

A bientot
Etienne
 
Registriert seit
20 Sep. 2017
Beiträge
26
#9
Nachtrag: Unter diesen - unklaren - Umständen bloß keine Narkosemobilisation! Das würdest Du sonst ewig bereuen.

A bientot
Etienne
 

Vetty

Erfahrenes Mitglied
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3 Feb. 2016
Beiträge
101
#10
Hallo Ulrike,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Ich war damals in der selben misslichen Situation und ich habe lange gesucht, bis ich mich für einen Arzt entschieden hatte. Ich bin zu PD Dr. Hirschmann nach Basel ins Bruderholz-Spital gefahren und habe mich dort untersuchen lassen (inkl. Spect-CT). So wahnsinnig teuer war das nicht (ca. 1.500 Euro) und ich habe alles schön dokumentiert und einen Untersucher genossen, der 1. wusste was er tut und 2. ein international anerkannter Spezialist für Knieprothesen ist, dem so schnell mal niemand widerspricht. Kann ich wärmstens empfehlen........

Alternativ sind natürlich die Kniespezialisten der Charité top! Lass Dich doch von Deinem Arzt mal dorthin überweisen und untersuchen. Ich bin dort sehr professionell und sehr gut beraten (nach Basel) und operiert worden. Würde bei mir ein Wechsel anstehen, wäre das die einzige deutsche Klinik, die ich freiwillig aufsuchen würde.

Gute Besserung

Vetty
 
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