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Behandlungsfehler- Was tun? - Ärztepfusch

anaconda

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
346
Hallo,
zu dem Thema
„ Behandlungsfehler- Was tun? – Ärztepfusch“ hier nochmals die bisherigen Postings (Links):

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=434
http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=505

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=365
dieses Urteil wurde rechtskräftig

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=94
http://unfallopfer.de/modules.php?o...le=index&action=viewtopic&topic=2414&forum=31

Weitere Anfragen oder Probleme sollten bitte von Euch nur noch unter diesem
Thread gepostet werden – DANKE.

Die Ärzte werden von einem Rechtsanwalt sehr sorgfältig auf das Thema
„Vorwurf: Behandlungsfehler – Was tun?“RA Dr. M. Andreas, Karlsruhe)
hingewiesen!

Diese „Sorgfaltspflicht“ sollte einem Opfer nicht verborgen bleiben….und gehört in dieses Forum!

http://www.arztrecht.org/verlag/pdf/strafrecht/Behandlungsfehler_2002.pdf

Dann stellt sich die weitere Frage:
Wofür haftet der Chefarzt? (RA Dr. B. Debong, Karlsruhe)

http://www.arztr.de/verlag/pdf/haftpflichtrecht/Haftung_Chefarzt_1995.pdf

Ein Referat für leitende Krankenhausärzte!

Als ich dieses las, wurde die Schriftfarbe plötzlich rot:
-allgem. Arbeitnehmer-Sorgfaltspflichten
-Behandlungspflichten
-Aufklärungspflichten
-Organisations- u. Anordnungspflichten
-Informationspflichten
-Dokumentationspflichten


Ein Gerichtsverfahren beginnt beim
Landgericht (LG), 1. Instanz, dann folgt die
2. Instanz, Oberlandesgericht (OLG).
Sollten beide Gerichtsurteile für das Opfer positiv ausfallen, so kann die Gegenseite eine „Nichtzulassungsbeschwerde“ beim Bundesgerichtshof (BGH) einreichen..
Es kann auch passieren, dass der BGH das Verfahren an die Vorinstanz zurück verweist!

Die Gegenseite versucht auf Zeit zu spielen….das Geld spielt überhaupt keine Rolle …..die Anwälte verdienen horrende Summen ….und das Opfer :confused: :confused: :confused:

Ein solches Verfahren dauert ca. 10 Jahre (auch kürzer, eher länger) und kostet viel Geld, benötigt ganz, ganz starke Nerven ….aber aufgeben sollte ein Betroffener nicht.

Für Ärzte gibt es spezielle Tagungen:
dort erklärt man dem Arzt, welche zeitlichen und nervlichen Belastungen mit derartigen Verfahren verbunden sind und dass
die …… " persönliche Zuwendung des Chefarztes gegenüber dem Patienten ….im Falle des Behandlungsfehlervorwurfes unbedingt nötig ist".

Kaum zu glauben – wenn die Betroffenen genau das Gegenteil erleben!

Und welche zeitlichen und nervlichen Belastungen muss ein Opfer in ca. 10 Jahren aushalten :confused: :confused: :confused:

Wer von Euch zu diesem Thema weitere Infos benötigt, hier ein Link:
Arztrecht in den letzten 17 Jahren.

http://www.arztrecht.org/verlag/pdf/17_Jahre.pdf

Erforderliche Seiten können in einer Uni-Bibliothek kopiert werden,
(Verlag, Titel, Jahr und Seite angeben) oder beim Verlag direkt bestellen.

Uni-Bibliotheken:
http://www.gbv.de/vgm/
Titel oder ISBN, dann Anzeige in welcher Bibliothek (auch Gerichtsbibliothek ) vorhanden. Zu den Geschäftszeiten hat man die Möglichkeit, die Seiten auf einem Großkopierer zu kopieren – Kosten sind erschwinglich.

anaconda
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
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19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
Als Ergänzung von Anaconda, hier noch mehr Quellen
http://springerlink.metapress.com/medicine/?sortorder=asc&Language=German
www.medizinrecht.de
und wichtige BGH-urteile hierzu:)

urteil vom 17.0298 az.VI ZR 42/97 aufklärung während begonnener behandlung

urteil vom 25.03.03 az.VI ZR 131/02 zeitpunkt der aufklärung

urteil vom 18.03.03 az. VR ZR 266/02 unzureichende aufklärung

urteil vom 27.11.03 az. III ZR 37/03 aufklärung über kosten von zusatzleistungen

urteil vom az.VI ZR 79/87 besonderer vorwurf wegen nichterhebung weiterführender diagnostischer maßnahmen

Auch das BGB § 276 und 278 und StGb sind relevant bei arzthaftungsfragen

gebt bitte bei google ein, ( §3 anordnung über führung und inhalt von krankenunterlagen)

sehr aufschlußreich, oder versucht falls link nicht geht, google Universität Halle-Amtsblatt 2001,Nr 1 vom 27. Februar 2001:)
auch google eingabe ( Patientenrechte in der Behandlung) führt zum erfolg.:)

Bundesweit gibt es die Notgemeinschaft Medizingeschädigter e.V ist sehr zu empfehlen, besonders um Verfahrensweisen ,Anwälte, und Hilfestellung fürs erste zu erhalten,auch die Patientenberatungsstellen sind ansprechpartner fürn Anfang ,wie vorzugehen ist .:)

LG NATASCHA

hier noch ein Link von Natascha. Zum Thema Dokumentations- und Archivordnung über das Führen und Archivieren der Krankenakten
 
Zuletzt bearbeitet:

anaconda

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6 Sep. 2006
Beiträge
346
Behandlungsfehler

Hallo,
wieder eine neue Meldung....ARD-Text 528, 03.04.07

Klinikbehandlung: Hohe Fehlerquote

Bei rund zehn Prozent aller Behandlun-
gen in deutschen Kliniken kommt es ei-
nem Bericht zufolge zu folgenschweren
Fehlern. 81.000 Menschen sterben jedes
Jahr an "unerwünschten und häufig ver-
meidbaren Ereignissen im Krankenhaus",
berichtet das Magazin "Reader's Digest"
unter Berufung auf den Sachverständi-
genrat zur Begutachtung der Entwicklung
im Gesundheitswesen.

Hauptursache sei offenbar menschliches
Versagen. Häufig seien es Kommunika-
tionsfehler unter den behandelnden
Ärzten oder Nachlässigkeiten bei der
Diagnose, hieß es.

anaconda
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo anaconda und natascha,

ein dickes Danke für die Recherche - Fleißarbeit.

Eine Bemerkung zum letzten Satz bei anacondas Report:

"Nachlässigkeiten bei der Diagnose".

Da hätte ich einige Fragen an den Ersteller der Hauptursachenvermutung:

Gehören Kenntnismangel auch zu Nachlässigkeiten,?
gehören massive Lücken in den schulmedizinischen Lehrwerken dazu?
gehören Inkompetenz der Lehrstuhlinhaber dazu?
gehören Bevorzugung in der Auswahl der Erteilung von Lehrbefähigten ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten dazu?
Gehört die Gewinnerstrebung einer Klinik dazu? ......
Gehören da auch die Bekämpfung der versicherungsloyalen Ärzte gegen unabhängige Ärzte dazu (Bezug zu Kommunikationsmangel)?

Gruß Ariel
 

natascha

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19 Feb. 2007
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1,269
Hallo Ariel, aus deinem beitrag entnehme ich, du verfügst über ausreichende Denkstrukturen!

Eine Antwort findest du hier!

http://www.wilantis.de/seite/index.php?id=38&back=57&beitrag=13952&monat=2&seite=

Die andere hier, in bezug zu PROF.Dr. Hartung und andere stellt hierzu der senat mit beschluß vom 24.07.96-L2U1617/96B fest.

Denn der Vorwurf mangelnder Qualifikation ist für sich kein Ablehnungsgrund. (zitatende)

Bedeutet im Umkehrschluß jeder Laiendarsteller darf dich begutachten,muß nur die Genehmigung haben.

Hoffe damit bei Dir die letzten Zweifel geklärt zu haben .

lg natascas cleaner

Danke Ariel für die blumen, aber in eigener sache ich bin kein erfahrener nutzer, ich habe nur das gemacht was Kinder in der Schule auch machen, das ABC bei Umgang mit unseren Geschäftsfreunden gelernt.:)
 
Zuletzt bearbeitet:

Cateye

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Beiträge
1,059
Hallo anaconda,

habe ja schon öfters hier gepostet, dass ich gerade die Ausbildung zum HP mache. Zur Aufklärung habe ich folgendes neulich gelesen: "Es gibt für den Patienten ein uneingeschränktes Aufklärungsrecht. Sollte die Diagnose jedoch das Leben des Patienten gefährden, dürfen Ärzte und HPs von der Generalklausel absehen."

Ich denke, dass das gängige Praxis ist. Was mich hierbei aufregt ist, dass ein "Recht" erlassen wird - um es dann wieder einzuschränken. Was ist es also wert?

LG,
Cateye
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
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19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
Ja Albatross, deine mitteilung ist richtig, mußte auch auf link zurückgreifen, siehe bitte in meinen beitrag nr.206 den angegebenen link an. Dort ist das Urteil im tenor festgehalten.

Ist doch interessant , jeder handwerker und anderes muß seine qualifikation nachweisen, nur unsere Geschäftsfreunde nicht, die lassen sich die unfähigkeit auch noch gerichtlich bestätigen. Und ihre fachliche ausstrahlung mehr dem wohlfühlverhalten eines hausschuhs entspricht( grins), siehe hierzu den link zu Ärzten.

Vereinfacht dargestellt, dein auto muß alle 2 jahre zum TÜV, sonst wird es aus den verkehr gezogen, uso sollte man darüber nachdenken ob...

lg nataschas cleaner
 

anaconda

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Kundgebung am 19. Apri 07, 15 Uhr in Aachen

Hallo,
am 19.04.07, 15 Uhr findet eine Kundgebung in Aachen statt.
Hierzu hat "Deutscher Patientenschutzbund" eingeladen.
Weitere Infos im Unfallopfer-Café.

Wer von Euch möchte und nicht so weit entfernt wohnt, sollte an der
Kundgebung teilnehmen. Gemeinsamkeit macht stark!

anaconda
 

anaconda

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6 Sep. 2006
Beiträge
346
Frontal21

@nettfreak
freue mich, dass Du über meine Dummheit lachen konntest ....
vielen Dank für die Berichtigung - bei einem Zehnfingersystem kann der schnelle Finger schnell von 0 auf 9 rutschen
anaconda
 

anaconda

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Behandlungsfehler

Eine Meldung v. 18.4.07/ ARD-Text 521

10.000 Beschwerden über Behandlung

Fast 10.300 Patienten haben sich 2006
bei den Ärztekammern in Deutschland
über mögliche Behandlungsfehler von
Medizinern beschwert. Meistens bestä-
tigte sich der Verdacht zwar nicht,
doch in etwa jedem 5.Fall stellten die
Gutachter tatsächlich Behandlungsfehler
fest, so die Bundesärztekammer (BÄK).

Dabei berief sich die BÄK auf die erste
bundeseinheitliche Statistik der Gut-
achterkommissionen und Schlichtungs-
stellen bei den Ärztekammern der Län-
der. Die Zahl der Behandlungsfehler sei
damit im Vergleich zu 2005 etwa gleich
geblieben.

Anmerkung von mir:
Könnte evtl der Verdacht auftreten, dass die Zahl der
Behandlungsfehler statistisch auf gleichem Stand
gehalten werden soll:confused:
vielleicht nur ein "ganz kleiner Hinweis" der BÄK an die Gutachter :confused: :rolleyes: :(


anaconda
 
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