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"Art TÜV" für Gutachten

Findest Du, daß eines oder meherere Deiner Gutachten auf ein "TÜV-Prüfstand" gehören?


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bertel01

Erfahrenes Mitglied
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Hallo,
es ist ja nun mal so das fast alle Menschen versuchen Beziehungen zu nutzen, was im Grunde ja nicht schlimm ist. Aber wenn dadurch eine Abhängigkeit entsteht die vielleicht sogar erpressbar ist hört der Spass auf. Dagegen muss etwas unternommen werden es gibt bestimmt einige Möglichkeiten. Aber solange wir, die Opfer uns nicht struckturieren und zusammenschließen werden wir keine oder nur sehr geringe und vereinzelte Chanzen haben. Verein Partei oder was auch immer es muß in der Lage sein sich auch in den höchsten Gremien der Politik gehöhr zu verschaffen. Das beste Beispiel ist in meinen Augen der Beginn der Demos, die zum Fall der Mauer geführt haben und nicht zu vergessen in jüngster Vergangenheit der Protest der Rentner.
Es muß nur ein Anfang gemacht werden. Reformieren ja aber alles abschaffen nein. Für ernsgemeinte Vorschläge die auch realistisch sind habe ich sogar 2 offene Ohren.
Nur den Frust von der Seele schreiben ist auf Dauer auch nicht befriedigend.
Ich freue mich auf Eure Anregungen und/oder Vorschläge bis denne mit LG Wolfgang
 

h.s

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zu hause
Gutachter-Auftraggeber

Betrachtet man zunächst das Verhältnis Auftraggeber-Gutachter
dann sind wohl folgende Kombinationen denkbar:

Richter--- hier entsteht der erste Konflikt. Der Richter als Auftraggeber wird seinen Auftrag verteidigen, hier sehe ich eine Ursache für die Kritiklosigkeit der Richter Gutachten gegenüber, das sie selbst beauftragt haben. Für den Gutachter entsteht hier die Situation er möchte weitere Gutachtenaufträge von diesen Richtern haben, folge er wird kritiklos ein Gutachten erstellen ohne auf mögliche Zusatzfragen hinzuweisen.

ein möglicher Lösungsansatz könnte sein, den Richtern die direkte Auftragserteilung und Gutachterwahl zu nehmen und der Richter formuliert nur noch seine Beweisfragen und ein Ausschuß am SG (idealerweise fachlich kompetend trifft die Gutachterauswahl und erteilt Auftrag), damit
wäre der Richter nicht mehr in dem Dilemma seinen Auftrag verteidigen zu müssen, ich glaube hier ist eine Ursache für die Kritiklosigkeit gegenüber gerichtlich bestellten Gutachtern.

BG als Auftraggeber----eigentlich hat die BG so etwas wie Amtsermittlungspflicht sowohl positiv wie negativ...hier ist Manipulation Tür und Tor geöffnet, denn hier kommt hinzu, das der Auftraggeber die Information steuern kann(welche Unterlagen bekommt der Gutachter) und die Möglichkeit die "Beweisfragen" ergebnisorientiert zu stellen. Des weiteren kommt hinzu das die Bg als Auftraggeber über eine einseitige
Machtposition verfügt (durch die Menge an Gutachteraufträgen) GUtachter die sich an die Spielregeln der Bg halten erhalten sicher Folgeaufträge, andere dagegen werden schlicht und einfach ignoriert siehe www.dguv.de
hier ist mehrzahl der BG-freundlichen GUtachter nachzulesen...
mir fällt hier keine sinnvolle alternative ein, es sei den man würde ebenso
wie oben beschrieben verfahren, das heist der BG die Gutachterauswahl und den Gutachterauftrag nehmen und diesen Bereich einer BG-fremden Einrichtung übertragen und der BG nur noch das Recht auf die Stellung der Beweisfragen belassen...

wären mal so meine Gedanken zu dem Dilemma Gutachter-Auftraggeber
 

bertel01

Erfahrenes Mitglied
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Beweispflicht oder Neutralität

Hallo,
wenn es in dem Gutachterbereich so etwas wie TÜV oder Dekra unsw.
gäbe wäre es schon etwas besser. Diese müßten dann nur genauso konsequent überprüft werden von den Aufsichtsbehörden oder auch der Medien. Das ist ein Wunsch und solange die Hand füttert wird sie nicht gebissen.
Mfg Wolfgang
 

JoachimD.

Nutzer
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Hallo bertel01,

ich fürchte das ganze System würde zusammenkrachen wenn die Gutachter auch nur für einen Tag unabhängig arbeiten würden!
Ja und die Versicherungen dies dann umsetzen müssten!
Bei vielen Unfallversicherungen läuft es nicht viel anders als bei den Banken!
Da gibt es einen Vorstand udgl. der ordentlich verdienen will - ja und dann kommt lange nichts!
"Die Kunden" sind nur interessant wenn sie eine neue Versicherung abschließen wollen! Die Berufsgenossenschaften udgl. schließen sich natürlich da nahtlos an - nach dem Motto was für die privaten Träger Recht ist kann uns nur Billig sein > Bereich Gutachterwesen udgl.!
Denn selbst bei eindeutigen Dingen wie Asbest, Holzschutzmitteln udgl. und deren Auswirkungen haben die Versicherungen entsprechend gehandelt!
Egal ob das Opfer schon vor dem Sarg stand!
Es geht vielen Ärzten, Gutachtern usw. nicht mehr um den Menschen sondern schlicht nur noch - was bringt der mir am Monatsende an Einkommen? Ja und ist das abgesichert wenn ich meinen Auftraggeber voll zufrieden stelle - in dem ich seine Vorgaben voll einfließen lasse

Der kleine Rest der noch sagt für mich zählen zuerst die Patienten udgl. wird sehr schnell kalt gestellt!

Nun könnte man im Gesundheitswesen Milliarden einsparen wenn es z.B. nicht den offenen Handel mit Krankenkassenkarten geben würde! Denn z.B.Gastarbeiter aus Irland , GB... gut nutzen! Die einzige KK die dagegen vorgeht ist die TK!
Für die die ehrlich sind heißt es aber zu oft das bezahlen wir nicht - das sie Schwerstbehindert sind ihr Pech!
Gerade hat man in einem Verbrauchermagazin etwas zum Thema Gutachten Dekra und derenGefälligkeitsgutachten (gegenüber den Versicherungen) gebracht!
Ja und im Fernsehen bringt man zumeist nur die Spitze des Eisberges!

Was die Patienten und Unfallopfer angeht wäre ein Mittel evtl. wenn die Gutachter nicht mehr direkt ihr Geld von den Kostenträgern bekommen würden! Meinetwegen persönliches
[FONT=&quot]Budget für Gutachten...! Ich schätze es könnte für die Unfallopfer und Patienten nur noch besser werden - die davon Betroffenen Kostenträger udgl. würden dies natürlich mit allen erdenklichen Mitteln ablehnen (Lobby..).

Viele Grüße
Joachim

[/FONT]
 

bertel01

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Joachim
100% Gerechtigkeit und Neutralität wird es nicht geben und es gibt überall schwarze Schafe. Aber auch die KK, müssen die Folgekosten ja übernehmen gehen dagegen nicht an. In meinem Fall z.B. könnte die KK durch ihren med. Prüfdienst, der ja aus Ärzten besteht, ein Gutachten erstellen.
Aber man möchte keiner anderen Versicherung ans Bein pinkeln.
Du kannst ja alle deine Versicherungen wechseln nur bei der BG ist dies nicht der Fall. Diese ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben und der Arbeitgeber ist verpflichtet diese zu bezahlen und das ist nicht gerade wenig. Und keine BG wird auf ihre Neutralität überprüft. Auch die Medien machen einen großen Bogen um dieses Thema. Also müssen sich die Betroffenen zusammen schließen um eine Lobby mit gewichtigen Potentzial zu beommen mit dem diese Gruppe sich auch in der Politik gehör verschaffen kann. Dann wird es vielleicht was.
Mfg Wolfgang:)
 

JoachimD.

Nutzer
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Hallo ..,

ich fürchte wir kommen nicht einmal auf 5 Prozent Neutralität und Gerechtigkeit! Ja und das ist doch arg wenig für einen Demokratischen Staat!
Was ein Zusammenschluss von Gefälligkeitsgutachten - Geschädigten bringt?
In dem Forum sind alle politischen Bereiche vertreten und genau so viele Meinungen gibt es zum Thema!

mfg Joachim
 

bertel01

Erfahrenes Mitglied
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Hallo,
Das ist es ja was ich meine, nur wenn Du eine in sich gefestigte Gegenfront hast, kannst Du auch wirksam agieren. In einer Partei haben auch nicht alle eine gleiche Meinung. Aber im Grundsatz sind sie sich einig. Also müsste es auch für die Geschädigten eine Möglichkeit geben.
Mfg Wolfgang
 

pussi

Erfahrenes Mitglied
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zitat:

Am besten gleich noch die RVO aus Kaisers Zeiten abschaffen und Gesetze
schaffen die unserem Jahrtausend entpsrechenat:"

hier hat jemand, leider schon wieder entschwunden,
ein, kaiser wilhelm eingebrachtes gesetz, eingebracht;

sinngemäss:
alle die, sollen lange schwarze roben tragen, damit man sie von weitem als scharlatane erkennt"

also, bt. nicht alles abschaffen, von kaisers zeiten! der wird sich sicher was dabei gedacht haben
schönen sonntag
pussi
 

Paro

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@ alle,
selbst ein TÜV würde nicht helfen; denn die BG'en sind mafiose Kraken, die ihre Arme in alle relevanten Institute und Universitäten ausstrecken und die entsprechenden Personen abhängig machen.
Ich habe mir den 2008 Jahresbericht des BGFA angeschaut. Meiner Meinung nach, gibt es fast keine Institution ind der Bundesrepublik die sich mit Arbeitsschutz im weitesten Sinne beschäftigt, die nicht mit dem BGFA in irgendeiner Form liiert ist.
Der Leiter des BGFA, Prof. Dr. Thomas Brüning ist in der Vernetzung der Institutionen sehr aktiv, zum Wohle von 70.000 (?) Versicherten, wie er behauptet.
Ich befürchte aber eher, das hier unter der, von den BG'en finanziell bestens ausgestatteten BGFA, die Gutachtenpraxis gleichgeschaltet werden soll. Methode, am BGFA wurde aber festgestellt....
Durch die Vernetzung kann dann keiner Widersprechen; denn er war ja an den "Forschungs"-ergebnissen irgendwie beteiligt. Ausserdem, welcher Mediziner irgendeiner Fachrichtung wird der geballten wissenschaftlichen Meinung eines solchen Zusammenschlusses von "Wissen" widersprechen?
Ich sehe da grosse Probleme für UO's und BK'ler in der Zukunft; denn das BGFA ist dabei sich zu einer "Oberinstanz" in Sachen Arbeitsmedizin und -sicherheit aufzuschwingen. Das wird der TÜV, aber von der anderen Seite.
Schönen Sonntag trotzdem
Paro
 

JoachimD.

Nutzer
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Hallo ...,

das hießt ja dann auf Deutsch - dass man gleich um das Ergebnis der Gutachter würfeln könnte! Da wäre schon fast eine Grundrente besser um irgendwie als Unfallopfer odgl. überleben zu können! Die Unfallrenten liegen ja jetzt schon zum Teil unter dem Niveau von ALG II !
Ich weis nicht wie es in Zukunft funktionieren soll wen man bei niedrigen Löhnen eine private Berufsunfähigkeitsrente die Riesterrente und noch einige andere Kleinigkeiten finanzieren muss!
Ich schätze es wird wohl dann noch mehr Schwerbehinderte geben die dann in gewissen Fußgängerzonen um ein paar Cents bitten!

VG Joachim
 

Sekundant

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Ort
hier, links von dir
@ kbi198

Deshalb möchte ich einmal einen Diskussionbeitrag in den Raum stellen,
wie wäre es z. B. die Gründung einer eigenen Gewerkschaft in Form eines
Verbandes zu erwägen. Nämlich eines Verbandes der die berechtigten
Interessen all derer vertreten könnte, die insbesondere in den Sozialgre-
mien und vor den Gerichten keine Lobby haben, und um die sich auch die
vorerwähnten Sozialverbände nur eingeschränkt einsetzen können.

Auf die Resonanz hier im Forum bin ich gespannt!

Worauf warten, fangen wir an! Ich bin offen und erreichbar.

Gruß
Sekundant
 

bertel01

Erfahrenes Mitglied
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Vechelde
Vereinigung der Unfallopfer

Hallo,
ein Zusammenschluß bzw. Gründung einer Intressengemeinschaft wäre mit Sicherheit ein Anfang. Sogar eine Partei wäre möglich, betrachtet mal die Grünen. Nur braucht man dazu auch Personen die sich damit auskennn um was zu erreichen. Aber unmöglich ist das nicht, Wenn sich alle Rentner und Schwerbehinderten und Unfallopfer zusammen schließen was wäre das für eine Macht.
Mfg Wolfgang
 
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