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Arbeitsunfall/Wegeunfall, aber leider ohne Polizei, bitte um Hilfe!

mopedsunny

Nutzer
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3 Okt. 2008
Beiträge
6
Hallochen bin Neu und gleich mal eine Frage.

Mein Mann hatte vorgestern ein Motorrad Unfall auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Zuerst sah alles nur nach einem Blechschaden aus so das keine Polizei hinzugerufen wurde. Einige Minuten später fing aber die Schulter von meinem Mann an zu schmerzen, so das ein Krankenwagen gerufen worden wurde um ihn in die Klink zu fahren.

Fazit: Schulterecksprengung...3 Bänder gerissen, OP für Mi angesetzt!

Aber eben alles ohne Polizei zudem unklar ist wer Schuld ist?

Bitte mal um eure Meinung zum Unfallhergang.

Mein Mann fuhr mit Moped auf einer Hauptstraße hinter einem Auto1.
Plötzlich hilt Auto1 um aus einer Nebenstraße eine Auto2 lassen wollte, welches aber aber auf die Gegenfahrbahn wollte.
In der Zwischenzeit wollte mein Mann aber das Auto1 vor ihm überholen, weil ja die Gegenspur eigentlich frei war.
Tja und nun mußte er bremsen, fiel und rutschte unters Auto.

1. Eigentlich ist doch Auto2 aus Nebenstraße Schuld oder?
2. Wie wäre eure Vorgehensweise hierfür?
3. Kann man in nach hinein noch eine Anzeige bei Polizei machen?

Würde mich über eine Antwort von Euch sehr freuen
LG Sabine aus Berlin
 

pussi

Erfahrenes Mitglied
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1,930
hallo, sabine, oder mepedsunny,

waren evtl, zeugen dabei?

könnte sein, dass du einen nachweis brauchst, dass es tatsächlich eine wegeunfall war.

mfg
pussi
 

mopedsunny

Nutzer
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3 Okt. 2008
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6
hallo pussi, danke erstmal für die Antwort.

Me Zeugen direkt nicht, halt nur die Krankenwagenfahrer die ihn in die Klinik gefahren haben.

Müßte doch reichen...weil es ist der der direkte Weg von Arbeit nach Haus und die Uhrzeit paßt auch.

LG sabine
 

seenixe

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Hallo,

solche Diskussionen fange besser nicht an, entweder war es ein Wegeunfall und der Weg von Arbeit nach Hause oder nicht. Wenn da erst einmal ein Verdacht aufkommt, dann endet dies schnell beim Betrug.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang der 1.D-Arzt-Bericht.
Gruß von der Seenixe
 

mopedsunny

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3 Okt. 2008
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Meinte es im ernst, es war 100%-ig ein Wege Unfall.

Wir haben ja die Adresse von der Unfallfahrerin, weil sie hat ja mit meinem Mann auf den Krankenwagen gewartet und dann noch die Tel Nr von der Fahrerin vor ihm.

Wir haben eben nur kein Polizei Bericht, das ist nun unsere großes Problem oder?
LG
 

seenixe

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Berlin
Hallo,
Warum sollte dies ein Problem darstellen. Wieviele Unfälle passieren ohne das die Polizei eingeschaltet wird.
Wäre schlimm, wenn bei jedem Arbeitsunfall und Wegeunfall die Polizei eingeschaltet wird.

Gruß von der Seenixe
 

mopedsunny

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mmh es geht ja auch darum, wer eigentlich nun Schuld am Unfall ist, weil das Motorrad von uns ja nun auch so gut wie Schrott ist.


Kann man denn im nachhinnein das noch feststellen lassen durch Anwalt und zur Anzeige bringen?

LG Sabine
 

Rexibaer

Mitglied
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8 Apr. 2008
Beiträge
65
Hi Mopedsunny,
ich würde folgendermaßen vorgehen,
1.Unfall nachträglich bei der Polizei zur Anzeige bringen
2.beim Arbeitgeber als Wegeunfall melden
3. beide am Unfall beteiligten Autofahrer auffordern diesen Unfall ihrer KFZ Haftpflicht zu melden, wenn Schäden am PKW entstanden sind müssen Sie das auch bei Ihrer Versicherung tun.
Ob man einen Anwalt einschaltet?, ohne Rechtsschutz würde ich noch abwarten.
Die Anerkennung als Wegeunfall ist auch für die weitere Behandlung wichtig, man tut sich viel leichter in der nächsten Zeit.

Rexibaer
 

Jan_FFM

Nutzer
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4 Okt. 2008
Beiträge
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Schuldfrage

Liebe Mopedsunny,

die Schuldfrage wird wahrscheinlich erst in einer rechtlichen Auseinandersetzung zwischen Euren Versicherungen geklärt. Wahrscheinlich wird Dein Mann jedenfalls eine nicht unerhebliche Mitschuld bekommen (weil er an einer unübersichtlichen Stelle überholt hat).

Wenn ich Deinen Bericht richtig verstanden habe, waren Auto1 und Dein Mann auf der vorfahrtsberechtigten Straße (anderenfalls würde wahrscheinlich Dein Mann die Hauptschuld tragen) und Auto1 hat dem Auto2 die Einfahrt auf die vorfahrtsberechtigte Straße gewährt. Mir ist nicht klar, warum jemand auf der Hauptstraße fahrend plötzlich anhalten sollte - hier scheinen mir Details zu fehlen. Das müsste noch aufgeklärt werden.

Ansonsten schließe ich mich insb. Rexibaer an - sein Vorschlag klingt sehr vernünftig. Wichtig ist, dass auch Ihr Eurer Haftpflicht den Unfall meldet, da aufgrund der möglichen Mitschuld das Risiko besteht, dass die Haftpflicht auch für Euch tätig werden muss.

Beste Grüße
Jan
 

mopedsunny

Nutzer
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3 Okt. 2008
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erstmal Danke für die zahlreichen antworten.

Wir haben eine Verkehrsrechtschutzversicherung, die werden wir wohl jetzt auch in Anspruch nehmen.

Denn es gibt so viele verschiedene Meinungen hierzu. Allerdings haben wir im Bekanntenkreis auch ne Polizisten der sagt das sich die Schuld Auto 1 und Auto 2 teilen werden.

Zitat von Jan
Wenn ich Deinen Bericht richtig verstanden habe, waren Auto1 und Dein Mann auf der vorfahrtsberechtigten Straße (anderenfalls würde wahrscheinlich Dein Mann die Hauptschuld tragen) und Auto1 hat dem Auto2 die Einfahrt auf die vorfahrtsberechtigte Straße gewährt. Mir ist nicht klar, warum jemand auf der Hauptstraße fahrend plötzlich anhalten sollte - hier scheinen mir Details zu fehlen. Das müsste noch aufgeklärt werden

Ja genau so war es.

Auto 1 hat ohne ersichtlichen Grund angehalten und Auto 2 reingelassen
und da sagt der Polizist ist
" unbegründetes anhalten und Nötigung "

Der Arbeitgeber weiß schon bescheid und wird auch rechtliche Schritte einleiten, weil er ebenso der Meinung ist das mein Mann ( Motorrad ) nicht schuld ist.

Naja bin gespannt was der Anwalt morgen dazu sagen wird.

LG Sabine
 

mopedsunny

Nutzer
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3 Okt. 2008
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Hier nochmal kurz der Auzug vom Bekannten.


Nötigung auch ohne Zwang zur Vollbremsung
StGB § 240 Absatz 1

Nötigung liegt nicht nur in den Fällen vor, in denen der Täter den Nachfolgenden zu einer sogenannten „Vollbremsung“ zwingt oder herunterbremst, mit der Folge, dass der Nachfolgende zum Anhalten gezwungen wird, sondern auch bereits dann, wenn der Täter seine Geschwindigkeit ohne verkehrsbedingten Grund massiv reduziert, um den Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs zu einer unangemessen niedrigen Geschwindigkeit zu zwingen und der Nachfolgende das ihm vom Täter aufgezwungene Verhalten nicht durch Ausweichen oder Überholen vermeiden kann.


Mal gucken was bei raus kommt.
 
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