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Angst vor Rentenüberprüfung wegen fehlendes Psychiatrieaufenthalts

ichbiness

Neues Mitglied
Registriert seit
27 Nov. 2016
Beiträge
5
Ich bin 34 und leide seit geraumer Zeit unter Ängsten und Depressionen. Ich habe Angst aus dem Haus zu gehen / Angst vor anderen Menschen. (Ich gehe zwar gelegentlich aus dem Haus, jedoch immer mit jeder Menge Unbehagen)Meine Depressionen, die noch hinzukommen, veranlassen mich dazu, manchmal tagelang zu Hause zu bleiben, weil mir für alles die Kraft fehlt.
(Leider muss mein Hund mit kleinen Gassirunden auf dem Hof Vorlieb nehmen)

Nun zur eigentlichen Sache: Mein Psychiater hat mir schonmal einen Psychiatrieaufenthalt angeraten. Diesen habe ich allerdings abgelehnt, weil ich einen Hund habe, den ich in der Zeit nicht woanders unterbringen kann. (Hundepension zu teuer). Mein Hund ist mein ein und alles und wochenlang von ihm getrennt zu sein, würde es mir noch schlechter gehen lassen.
Natürlich werden einige von euch jetzt schmunzeln, aber es ist eben so!

Nun habe ich Angst, dass meine dauerhafte Rente nicht weitergezahlt wird, weil ich nicht angeben kann, dass ich im Krankenhaus war sondern lediglich jeden Monat zum Psychiater gehe.

Gibt es hier Personen, die ebenfalls nie in einer Psychiatrie waren und bei denen die Rente trotzdem weitergezahlt wurde?

Über Antworten würde ich mich freuen. LG
 

Rehaschreck

Erfahrenes Mitglied
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8 Juli 2012
Beiträge
1,290
Hallo ichbibes,

bin zwar nicht psychisch krank, meine aber zu wissen, dass die Gewährung der EU-Rente nicht davon abhängt, ob Du jemand in stationärer Behandlung war oder nicht, sondern vielmehr davon, ob und in welchem Umfang die erkrankung konkreten Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit hat. Alles Gute. Rehaschreck
 

Kasandra

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Registriert seit
28 Sep. 2006
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6,987
Ort
Irgendwo im Nirgendwo
Hallo Ichbiness,

ich schreibe Dir mal ganz ehrlich, welche Gedanken mir bei Deinem Beitrag durch den Kopf gegangen sind:

Du bist 34 Jahre und noch sehr jung im Punkt Berufsleben.

Du leidest unter Depressionen & Ängsten. Auslöser?

1x monatl. Besuch des Psychaters / Psychologen? Warum so wenig, warum nicht wöchentlich? Wie soll bei einem Besuch im Monat Dir geholfen werden?

Das eine Hundepension Dir zu teuer ist, kann sein. Aber wie Du schreibt, Dein Hund ist Dein Ein und Alles, warum quälst Du dann dieses Tier so und gehst nur mal in den Hof mit ihm Gassi? Ja, weil es Dir nicht gut geht.

Aber wie arbeitest Du daran?

Hast Du wirklich keine Familie, Freunde, Ex-Kollegen, Verwandschaft, Nachbarn, die Deinen Hund mal nehmen würden?

Wo bleibt der Hund wenn Du im Krankenhaus bist? Da gab es doch sicherlich auch eine Lösung?

Hast Du mal in den Tierheimen Deiner Nähe nachgefragt, ob sie nicht Menschen wissen, die mal ein paar Wochen Deinen Hund übernehmen? Na klar, Futter sollte man schon stellen. Aber das musst Du auch so kaufen.

Oder mal bei der Caritas, den Maltesern etc. nachgefragt, ob diese Hilfe vermitteln können?

Mal eine Annonce aufgegeben? Temporär finden sich ggf. auch rüstige Rentner die sich über eine gemeinsame Zeit mit einem Hund mal freuen.

Viele Grüße

Kasandra
 

Marcela

Erfahrenes Mitglied
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13 Juli 2009
Beiträge
760
Hallo ichbibes,

bin zwar nicht psychisch krank, meine aber zu wissen, dass die Gewährung der EU-Rente nicht davon abhängt, ob Du jemand in stationärer Behandlung war oder nicht, sondern vielmehr davon, ob und in welchem Umfang die erkrankung konkreten Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit hat. Alles Gute. Rehaschreck
... sehe ich auch so.

Handelt es sich bei dir um die EU-Rente, OEG Grundrente oder eine andere Rente?

Ich habe auch eine kleine Hundemaus, mein ein und alles, kann dich da sehr gut verstehen.

Grüße
Marcela

PS: Kasandra hat hier wichtige u. sehr gute Infos´s geschrieben

Kasandra ich mag deine Schreibweise sehr, sie rüttelt auf, gibt ganz gezielte Hilfen, genau das braucht man, wenn man down ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Isar

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
25 Sep. 2012
Beiträge
84
Wenn Dich der vollstationäre Aufenthalt überfordert

Hallo ichbiness,

wenn Dich der vollstationäre Aufenthalt überfordert und eine ambulante Psychotherapie - aus welchen Gründen auch immer - nicht sinnvoll ist, dann gibt es immer noch die Möglichkeit einer Psychotherapeutischen Tagesklinik. In der Regel ist man in der Tagesklinik Mo - Fr tagsüber (für ca. 8 Stunden) anwesend und verbringt die Abende und Wochenenden zuhause.
Tageskliniken bieten auch unverbindliche Informationsgespräche an über ihre Therapieangebote, Tagesstruktur etc.
Allgemeines Infomaterial gibt es wie üblich per Post oder übers Internet.

Beste Grüße, Isar
 

ilka und paul

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341
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und was auch wichtig ist ,in vielen Tageskliniken kann man seinen Hund auch mitbringen.
Auf jeden fall war das bei meinen Aufenthalten(Bayern) so !

Gruss,Paul
 

Marcela

Erfahrenes Mitglied
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760
Hallo Inka u. Paul,

und was auch wichtig ist ,in vielen Tageskliniken kann man seinen Hund auch mitbringen.
Auf jeden fall war das bei meinen Aufenthalten (Bayern) so !


Könntest Du mir bitte die Kliniken mitteilen, wo man seinen Hund mitnehmen kann, vielen Dank!

Grüße
Marcela
 

ichbiness

Neues Mitglied
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27 Nov. 2016
Beiträge
5
... sehe ich auch so.

Handelt es sich bei dir um die EU-Rente, OEG Grundrente oder eine andere Rente?

Ich habe auch eine kleine Hundemaus, mein ein und alles, kann dich da sehr gut verstehen.

Grüße
Marcela

PS: Kasandra hat hier wichtige u. sehr gute Infos´s geschrieben

Kasandra ich mag deine Schreibweise sehr, sie rüttelt auf, gibt ganz gezielte Hilfen, genau das braucht man, wenn man down ist.
Es handelt sich um die EU Rente (und zusätzlich Grundsicherung)
 

ichbiness

Neues Mitglied
Registriert seit
27 Nov. 2016
Beiträge
5
Hallo Ichbiness,

ich schreibe Dir mal ganz ehrlich, welche Gedanken mir bei Deinem Beitrag durch den Kopf gegangen sind:

Du bist 34 Jahre und noch sehr jung im Punkt Berufsleben.

Du leidest unter Depressionen & Ängsten. Auslöser?

1x monatl. Besuch des Psychaters / Psychologen? Warum so wenig, warum nicht wöchentlich? Wie soll bei einem Besuch im Monat Dir geholfen werden?

Das eine Hundepension Dir zu teuer ist, kann sein. Aber wie Du schreibt, Dein Hund ist Dein Ein und Alles, warum quälst Du dann dieses Tier so und gehst nur mal in den Hof mit ihm Gassi? Ja, weil es Dir nicht gut geht.

Aber wie arbeitest Du daran?

Hast Du wirklich keine Familie, Freunde, Ex-Kollegen, Verwandschaft, Nachbarn, die Deinen Hund mal nehmen würden?

Wo bleibt der Hund wenn Du im Krankenhaus bist? Da gab es doch sicherlich auch eine Lösung?

Hast Du mal in den Tierheimen Deiner Nähe nachgefragt, ob sie nicht Menschen wissen, die mal ein paar Wochen Deinen Hund übernehmen? Na klar, Futter sollte man schon stellen. Aber das musst Du auch so kaufen.

Oder mal bei der Caritas, den Maltesern etc. nachgefragt, ob diese Hilfe vermitteln können?

Mal eine Annonce aufgegeben? Temporär finden sich ggf. auch rüstige Rentner die sich über eine gemeinsame Zeit mit einem Hund mal freuen.

Viele Grüße

Kasandra

Auslöser meiner Ängste und Depressionen ist meine Körperlänge. Ich bin 1,90,m. Und das als Frau Kann sich ja jeder vorstellen, wie oft man angestarrt.beleidigt und gemieden wird. Es gab mal einen Tag in meinem Leben an dem ich richtig glücklich war. Mit 17 habe ich ein fsj gemacht und musste an einem Selbsterfahrungsprojekt teilnehmen. Auch ich sollte mich in die Lage eines körperbehinderten Menschen versetzen, der im Rollstuhl sitzt. Ich wurde durch den Sophienhof in Kiel gefahren und zum ersten Mal habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass mich alle anstarren und über mich reden. Ich war endlich klein und konnte zu den anderen hochblicken. Ich leide, wenn man so will, seit des Kindergartens unter meiner Größe, denn ich habe schon immer ALLE überragt

Es könnte da schon eine Möglichkeit geben, meinen Hund unterzubringen aber ich will nicht so viele Wochen von meinem Hund getrennt sein

Helfen kann man mir sowieso nicht solange keiner ein Mittel erfindet, das einen schrumpfen lässt! Psychotherapien haben nichts gebracht, Selbsthilfegruppen auch nicht. Ich hoffe, dass mein Psychiater mir irgendwann mal ein Medikament verschreibt, dass meine Ängste und Depressionen zumindest etwas reduzieren
 

HWS-Schaden

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2 Nov. 2012
Beiträge
3,958
Hallo ich ichbiness, willkommen im Forum.

Ich weiß nicht, ob du ländlich oder in einer größeren Stadt wohnst, vielleicht gibt es Möglichkeiten (auch mit den Ängsten, das Haus zu verlassen), mit anderen großgewachsenen Frauen in Kontakt zu treten, vllt. gibt es auch überregionale Angebote. Der Austausch wäre evtl. wertvoll für dich.

Liebe Grüße HWS-Schaden

P.S. Ich kenne einen 2,03m-Mann. Der wäre nicht unglücklich, wenn seine Partnerin 1,90m wäre, das ständige Hinabblicken ist für ihn so anstrengend wie für andere das Hinaufblicken (HWS).
Letztlich bleibt, dass man die Körpergröße nicht (ohne schwerste Eingriffe) ändern kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Marcela

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760
Hallo,

ich bin ebenfalls eine sehr lange Frau. Ich habe mich deswg. sehr geschämt, nur niedrige Schuhe angezogen, Kopf eingezogen, mich immer kleiner gemacht.

Irgendwann habe ich gedacht, jetzt reicht es. Diese geduckte Haltung hat mir nicht nur körperl. Rücken-u. Knie Schmerzen verursacht, auch psych. fühlte ich mich ganz klein.

Mittlerweile stehe ich zu meiner Größe u. ziehe mit Vorliebe, ab u. zu mal hohe Schuhe an, (auch wenn ich darin nicht so gut laufen kann, aber für Ministrecken geht es). Dass ich dann die anderen überrage, sehe ich gar nicht mehr,... das ist auch gut so.

Da ich meine Größe ja nicht ändern kann, mache ich nun das Beste draus.

Es gibt Clubs, Vereine für lange Menschen, große Leute Partys, usw.

http://www.grosseleute.de/party/

Was für einen Hund hast du denn? Ich habe einen Senior Mischling aus dem Tierheim. Sollte ich es techn. schaffen, stelle ich ein Bild von ihm ein, so ein süßer kleiner Kerl.

Ganz liebe Grüße
Marcela
 
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