• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Ablehnung meiner Erwerbsminderungsrente wegen PTBS

charly63

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
7 Sep. 2006
Beiträge
24
Hallo,

meine Rente wurde von dem beauftragten Gutachter vom SG abgelehnt.
Da ich eine Unfallrente bekomme von der BG und ich unter PTBS leide,aber nach dem Gutachter jetzt, nicht mehr,sondern jetzt sind es Depressionen habe ich vor 2Jahren Rente beantragt (schon mal 1997) bei der DRV, weil ich nervlich es nicht schaffe, leider arbeiten zu gehen (bin seit 2Jahren AU geschrieben.)wurde aber jetzt so dar gestellt,alles halb so schlimm und der Proband laut Gutachter nicht Motiviert sei Kliniken zu besuchen( hatte ich auch schon),dabei bin ich schon Jahre lang regelmäßig in Psychologische Behandlung,oder berufsfördernde Massnahmen kämen zur Zeit nicht in Frage ,weil die Motivation hierzu nicht vorliegt!Und sonst noch so einige Unwahrheiten im Gutachten.Bin richtig sauer und habe ein Termin bei der VDK gemacht.
Meine Frage ist,ich habe doch jetzt keine Chance mehr deswegen mich zu wären,weil das Gutachten ja jetzt für mich negativ ausgefallen ist. Das SG hällt sich ja nun an dem Gutachten,also habe ich verloren?
Oder gibt es da noch andere möglichkeiten?

Mfg charly63
 

Santafee

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11 Okt. 2007
Beiträge
1,591
Hallo Charly,

also ich würde gegen diese Entscheidung (Ablehnung der EU-Rente) Widerspruch einlegen! Schon allein durch Deine Depressionen bist Du nicht in der Lage zu arbeiten und durch diese bist Du eben auch gerade nicht in der Lage vernünftige Therapien zu machen!

Du solltest also Dein GA und den Bescheid nehmen und mit Hilfe eines RA Dein Anspruch auf Rente versuchen durchzusetzen! Vor Deinem Termin beim VDK schreibe Dir alles auf, was in Deinem GA nicht richtig ist und dann kämpfe! Achte auf die Fristen!

Viel Glück!
Santafee
 

charly63

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
7 Sep. 2006
Beiträge
24
Hallo Santafee,
danke für deine Antwort.Ich werde versuchen weiter zu kämpfen,aber es ist nicht einfach,dazu kommt das man hin gestellt wird wie ein Simulant und immer in der Beweispflicht ist, zu zeigen wie schlecht es einen überhaupt geht.
Und das bei einer Untersuchungszeit von einer halben Stunde.
Aber wie ist das,was kommt nach dem SG?oder kann ich ein neues Gutachten
beauftragen?was ist wen mein behandelnter Arzt die Rente befürwortet?hat das überhaupt noch Gewicht
Fragen auf Fragen......

Mfg charly63
 

Santafee

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11 Okt. 2007
Beiträge
1,591
Hallo Charly,

da kenne ich mich leider nicht aus, aber das solltest Du alles mit dem RA, wo Du ja Termin hast, klären!

Schreibe Dir alle offenen Fragen auf und kläre sie, mach Dir Notitzen und nimm jemanden mit, denn 4 Ohren hören mehr...

Sage genau, was Du nicht mehr kannst (Konzentration, häufig Kopfschmerzen, Angstzustände...)

Wenn der Arzt Depression diagnostizierte, wie kommt er drauf? Kann man das von einem PTBS wirklich so genau trennen oder ist es nicht sogar miteinander vereinbar? Ich meine, der GA hat bei Dir Antriebsschwäche, Niedergeschlagenheit ect. festgestellt und auf Depression geschlossen, aber ist das nicht auch bei PTBS so Soll hier vielleicht irgendwas verschleiert werden, wenn Du verstehst, was ich meine? Für eine EU-Rente sollte das trotzdem unrelevant sein, denn auch mit Depression ist man nicht erwerbsfähig, denke ich!

VG Santafee
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
Hallo Charly,
habe heute von einem Bekannten gehört, der gestern beim VdK war und dort gesagt bekam, wenn er Depressionen hätte, würde er die Rente sicherlich durchkriegen, er habe aber "nur" orthopädische Probleme, die würden normalerweise nicht zu einer vollen Berentung führen.
Ich denke wenn es um Rente geht ist die Diagnose Depression besser. Denn das posttraumatische Belastungssyndrom anscheinend nur in der Situation des Unfalls, sprich im Auto, zum Vorschein kommt. Depression aber ist bei der Arbeit hinderlich. Im übrigen kann auch eine Depression posttraumatisch sein!
Ich habe beide Diagnosen, denke jedoch, dass bei mir die Depression im Vordergrund steht.
 

charly63

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
7 Sep. 2006
Beiträge
24
Hallo Wurzelpurzl,
danke für die Antwort
naja meine Depressionen leiden von einer PTBS ab!So wird es gesagt laut GA.Naja die PTBS habe ich ,da ich Opfer einer Gewalttat wurde durch ein bewaffnenden Raubüberfall.Nun wird alles runtergeredet selbstOEG hält sich an die Diagnose von den beratenten Arzt der BG anfänglich 40%mde dann durch beratenten Arzt der BG 20%mde!Bekommst Du den eine Rente?

Mfg charly63
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
hallo Charly,
nein, ich habe noch keinen Rentenantrag gestellt. Und mein Prozess gegen die BG läuft noch....Aber es sieht bei mir auch nicht so gut aus.
Vielleicht bekomme ich wenigstens Recht beim Rentenantrag, den ich demnächst bei der REntenversicherung stellen werde.
Ich weiss nicht, wie die den Prozentsatz bei Depressionen und PTBS errechnen sollen. Da gibt es doch keinen Masstab. Das ist doch ein subjektives Gefühl, das keiner nachempfinden kann. Sitzen diese Gutachter denn in deiner Seele drin?
Ich hatte mal woanders im Forum erwähnt, dass ich bei einem Vortrag über PTBS war. Es gibt wohl eine Veränderung im Hirn, ist wissenschaftlich erwiesen. Und helfen tun da wohl normale Kliniken nicht unbedingt, sondern man braucht einen versiertem Therapeuten, der sich mit dem PTBS auskennt.
 

charly63

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
7 Sep. 2006
Beiträge
24
Hallo,

ich nochmal,habe zu diesem Thema noch eine Frage!Bei der Begutachtung wollte ich meine Ehefrau dabei haben,aber der Gutachter im Auftrag von dem SG, war damit nicht einverstanden,darf der dies überhaupt ablehnen
Im voraus vielen Dank

Lg charly63
 

Hawkins

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
3 Feb. 2008
Beiträge
22
Hallo Charly63,

daß Rentenanträge erst einmal abgelehnt werden, ist so ziemlich normal. Die Verantwortlichen wissen, daß dies und die langen Klagen vor Gericht den Betroffenen demoralisieren. Viele geben irgendwann entnervt auf. Nach dem Sozialgericht kommt die zweite Instanz, das Landessozialgericht. Das ist, meines Wissens nach, für dich nach wie vor ebenfalls kostenlos.

Viele Erfolge werden erst in dieser zweiten Instanz erstritten. Du brauchst natürlich möglichst viele Befunde und Gutachten, die für dich sprechen. Die Richter müssen alle Unterlagen würdigen und sich nicht nur nach dem vom SG beauftragten Gutachten richten.

Auf einen Zeugen bei einer Begutachtung würde ich bestehen. Frag doch mal deinen Anwalt vom VdK, ob man dies notfalls erzwingen kann. Ohne Zeugen steht immer Aussage gegen Aussage und du ziehst mit Sicherheit den Kürzeren.
Leider kosten Widersprüche und Klagen durch den VdK mittlerweile ordentlich Gebühren, aber wenn du das nicht zahlen kannst, lassen die auch mit sich reden.

Dein Anwalt kann dir anhand deiner Akten sagen, ob es Sinn macht, vor das LSG zu ziehen. Und natürlich müssen deine behandelnden Ärzte auch zu dir stehen. Leider kneifen viele, wenn es vor Gericht richtig zur Sache geht.
Laß dich nicht einschüchtern und scheue dich nicht, auch mal einen dir bekannten Gutachter wegen Befangenheit abzulehnen.

Der nächste, vom Gericht beauftragte Gutachter, ist vielleicht die bessere Wahl für dich und schon hat das Gericht etwas zum nachdenken. Deiner eigenen Gesundheit zuliebe solltest du versuchen, ruhig zu bleiben. Laß deinen Anwalt die Arbeit tun. Ihn mit eigenen Recherchen zu unterstützen, kann aber nie schaden.

http://www.free.de/WiLa/Berufskrankheit/mcsbklbh.htm

http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/10/index.php?norm_ID=1001300

Gruß Hawkins
 
Zuletzt bearbeitet:

charly63

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
7 Sep. 2006
Beiträge
24
Hallo Joker,

danke für die Aufmerksamkeit.Ich werde über weitere vorgehensweise mit dem VDK darüber sprechen.

Mfg charly63
 

Danu

Nutzer
Registriert seit
12 Juli 2007
Beiträge
69
Hallo, auch ich kämpfe mit der BG und einer KFZ Haftpflichtversicherung, seit 4 Jahren. Meine Gutachten sind sogar eindeutig das letzte für das Landgericht 100 Seiten Prof. Fischer eindeutig schwere chronifizierte PTBS Tinnitus Depressionen eindeutig durch den Wegeunfall verursacht eindeutig keine prädispositionen. BG hat Gutachten hinter meinem Rücken veranlasst dies ohne mein Wissen dass es überhaupt existiert dem Rentenausschuss vorgelegt der sich ausschließlich auf dieses Gutachten beruft, Rente abgelehnt. Anzeige beim Datenschutz, erfolgreich! Trotzdem geht der normale Gang weiter Psychoterror und finanziell ausbluten lassen. KFZ Versicherung spielt trotz eindeutiger Gutachten genauso auf Zeit. Unfallopfer=Versicherungsopfer der tagtägliche Wahnsinn in Deutschland und der Staat schaut zu. Trotzdem weiter kämpfen. Übrigens die ständige Konfrontation durch die Versicherungen sorgt für revictimisieung, retraumatisierung bei mir stehts sogar in den Gutachten aber wen intressiert es. Naja, vielleicht wenn in 10 Jahren ein Urteil gesprochen wird, verdonnert der Richter sie zu höheren Zahlungen, aber wie ich bis dahin mein und meiner Tochter Leben finanzieren soll kann mir auch keiner sagen. Abgesehen dass meine Lebensqualität komplett den Bach runter geht.
 
Top