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Ablauf Berechnung PUV - AUB 94

biggimaus

Erfahrenes Mitglied
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12 Juni 2016
Beiträge
101
#1
Hallo @all ...

Nun noch mal eure Hilfe / Unterstützung brauche.

Bald sind die gefürchteten 3 Jahre rum und langsam beschäftige ich mich wieder langsam mit der PUV.

Mir steht nun noch eine OP ins Haus. Unterschenkel nach 3° PilonTibiale Fraktur nicht verheilt ,atrophe Pseudarthrose (bruchlänge ab OSG 13cm) , Femurbruch noch nicht durchgeheilt, Frakturspalt noch sichtbar, unschärfer als neuer Bruch , aber noch dargestellt im Röntgen.

Empfohlen wurde seitens meiner behandelnden Klinik die Amputation des Unterschenkels, erhaltungs OP Chance wurden bei 10-15% gegeben. Kopf sagt nach der merde Zeit nach Unfall JA , Bauch bist dir sicher.
Dann wurde der Oberschenkel untersucht und halt festgestellt das der auch noch nicht so gut aus sieht.

Nun neue Klinik und doch der Versuch des erhalten des Unterschenkels. Mit Marknagel von unten des Kalkaneus/Ferse - Talus/Sprungbein - in den proximalen Anteil der gesunden Tibia/Schienbein. Länge des Marknagels ca 26-30cm.
Ergänzt wird das ganze mit Spongiosa aus den gesunden Femur, in der Hoffnung das sich dann der Knochen noch wächst/verheilt. Entweder es klappt oder halt nicht. ;-(
Femur wird noch mal der Bruch aufgefrischt damit sich der Heilungsprozess neu in gang setzt.

Mit der OP wird ja der Fuß voll versteift. Greift hier dann nach AUB 94 die 40%" eines Fußes im Fußgelenk"?

Zudem sind ja noch diverse Nervenschäden am Bein , wo keine Heilung mehr zu erwarten ist und ein Hüftschaden (beweglichkeit und Arthrose Kellgrem II ) sowie ein LWK Kompressionsbruch mit 30°.
Der Hüftschaden wurde vom Gutachten gefunden.

Haben nun noch 6Monate Zeit bis die 3 jahre ablaufen. Nach OP darf ich das Bein min. 3Monate nicht belasten, also weiterhin Rolli. Wie nun vorgehen , vor der OP sich mit der PUV in Verbindung setzten oder abwarten ?

Laut bediengungen im Vertrag §7 d) Sind durch den Unfall mehrere körperlichen oder geistigen Funktionen beeinträchtigt, so werden die Invaliditätsgrade, die sich nach (2) ergeben, zusammengerechnet. Mehr als 100% werden jedoch nicht angenommen.

Das verstehe ich ja so , das alle Schäden am Bein (verkürzung/Nervenschäden/Brüche) / Hüfte / Rücken zusammenadiert werden , das Bein mit max 70% + Rücken. ?

Nun doch wieder ein wenig länger geworden, schiebe das ganze schon 1 Woche vor mir her.
Auch die Entscheidung doch noch mal die ErhaltungsOP zu wagen war ein innerer Kampf.

Allen ein schönes Wochenende wünsche

LG
Biggimaus
 

seenixe

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#2
Hallo Biggimaus,

heute sage ich: Erhaltungs-OP ist immer der Vorrang zu geben.
Die Werte für Bein und Rücken werden zusammenaddiert- richtig. Mehr als 100% Invalidität geht nicht. Wenn Du also Bein 10/10 von 70% bekommst und die Invalidität vom Rücken und Hüfte noch dazu, dann kommst Du vielleicht auf 110 % Invalidität und da sagt Deine Versicherung - bei 100 ist Feierabend.
Ich würde bereits jetzt mit der Versicherung Kontakt aufnehmen, wenn aber bereits eine Begutachtung erfolgt ist, dann einen Arzt meines Vertrauens zur Begutachtung vorschlagen.(Das kommt ein wenig auf deine konkreten Versicherungsbedingungen an- bitte genau nachlesen)

Da der Fuß zum Bein gehört, wird bei Dir das Bein zugrunde gelegt und nicht der Fuß.
Deshalb auch höhere Ausgangswerte.

Gruß von der Seenixe
 

biggimaus

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Beiträge
101
#3
Hallo @All

wer weiß was ;-)

durch die Knochen-Spongiosa entnahme aus den gesunden Oberschenkel für das durch den Unfall kaputte Bein ist ein Nerv geschädigt.

Zählt das mit als Unfallfolge ? Bein fühlt sich zB. an der Stelle Taub, nicht existent an.

Nach meinen Verständniss würde ich sagen ja , da der Eingriff am gesunden Bein ja nicht hätte sein gemusst ohne den kaputen Bein. Wenn wo steht was wie geschrieben, in meinen schlauen Büchern habe ich nix dazu gefunden.

Bisher ist es eine Theoretische Frage der Eingriff wird in gut 4 Wochen hoffentlich stattfinden, diese OP mußte vorher wegen Lungenentzündung abgesagt werden.

Die Nebenwirkungen wurde mir gestern beim Termin noch mal eindrücklichst nahegelegt was durch die Spongiosa entnahme passieren kann, auch das danach ein erhötes Risiko besteht das das Bein schneller eine Fraktur erleidet.


Da gehen Frau halt 1001 Fragen durch den Kopf.

LG
Biggimaus
 

HWS-Schaden

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#4
Hallo Biggimaus,

mit Spongiosa kenne ich mich nicht aus.

So wie ich dich verstehe, wurde die schon durchgeführt (und daher die Taubheitsgefühle u.a.).
Was steht in der OP, die bevorsteht, an?

Wenn die Spongiosa medizinisch notwendig war infolge eines anerkannten Arbeitsunfalls bzw. dessen Folgen, dann wäre die Sp. und - anerkannte - Folgen derselben eine "mittelbare" Unfallfolge, soweit ich es richtig verstanden habe.

Alles Gute !

LG
 

Hotte

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#5
Hallo @All

wer weiß was ;-)

durch die Knochen-Spongiosa entnahme aus den gesunden Oberschenkel für das durch den Unfall kaputte Bein ist ein Nerv geschädigt.

Zählt das mit als Unfallfolge ? Bein fühlt sich zB. an der Stelle Taub, nicht existent an.
Hallo Biggimaus,
jap das zählt als Unfallfolge,weil es eine indirekte Unfallfolge ist.

Bei mir wurden BWK 11 und 12 durch den Bauchraum entfernt und durch Titanimplatat ersetzt. Folge dieser OP ist eine mangelhaft verheilte Bauchmuskulatur so daß ich da jetzt ein neuropathisches Schmerzsyndrom(Dauerbewegungsschmerzen) hab. Dieses wurde von meiner PUV mit 10% bewertet, obwohl die Bauchmuskulatur nach dem Unfall ja noch intakt war,sie hat ja erst Schaden bei der OP genommen die aber medizinisch nötig war um die Wirbelsäule (direkter Unfallschaden) zu stabilisieren.

LG Hotte
 

biggimaus

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#6
Hallo HWS-Schaden , Hallo Hotte

Danke euch für eure Antworten ...

Die OP erfolgt noch, war schon geplant aber da bin ich mit meiner Lungenentzündung erkrankt gewesen. Da die OP mit um die 7h angegesetzt ist , wurde nun gewartet bis sich die Lunge wieder gut erholt hat und diese OP macht nur 1 Prof im Haus.

Das Bein soll erhalten werden , abgestorbene Knochenstücke entfernen , " Altmetall " alles raus , Versteifung OSG / USG mit Nagel bis in den gesunden Teil des Schinbeins , die großen Knochenlücken sollen mit eigen Spongiosa/Knochenspäne (Knochengewebe vorzugsweise aus dem Markraum) aufgeüllt werden. Srechen hier von einer Defektstrecke von 13cm. Normalerweise wird Spongiosa aus den Becken genommen , da hier aber so viel gebraucht wird reicht das nicht.

Spender dafür soll der gesunde Oberschenkel herhalten, die Gefahr das er sich nicht komplett erholt (erhöte Frakturgefahr) oder Nervenläsionen verbleiben ist halt vorhanden.

Für mich ist es der letzte Versuch den Unterschenkel zu erhalten. Mir fehlt langsam nach über 2 Jahren auch die mentale Kraft noch zu kämpfen, egal wofür bald.

LG
Biggimaus
 

biggimaus

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#7
Wenn was schief geht oder laufend Steine in den Weg gelegt werden... ;-(

Meine geplante Beinerhaltungs op wurde weiter verschoben , wurde zwar aufgemacht aber haben dann einen Keim gefunden ... also erst einmal Keimbekämpfung .... nun ein paar Wochen schon ...

Nun läuft bald die 3 Jahers Frist nach Unfall ab, aber das Bein wird bis dahin nicht belastbar sein, geschweige den wieder gesund ausgeheilt.
Ist zustand gerade externer Fixateur und weiterhin Rolli ... 5-10 Schritte mal an Krüken wenn wir unterwegs sind und zb keine geeignetet Rollstuhltoilette vorhanden ist.

Was tun mit meiner PUV ? Wie wird sich die Unfallversicherung verhalten ? Da ja die sogenannte Heilbehandling nicht abgeschlossen sein wird.

Nach vorsichtigen Prognosen können wir darauf in einen weiteren Jahr hoffen das es dann tragfähig verheilt sein wird. Irgendwie bereue ich es gerade , eventuel auch aufgrund meines Mentalen tiefs keine Amputation gemacht zu haben.

Wünsche euch noch einen schönen sonnigen Sontag ;-)

LG
Biggimaus
 

seenixe

Super-Moderator
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Berlin
#8
Hallo Biggimaus,
in den Versicherungsbedingungen steht der Zustand 3 Jahre nach Unfall ist entscheidend. Dies gilt für Dich wie auch für die Versicherung. Im Gutachten wird es eine Prognoseentscheidung geben, aber entscheidend ist der Ist-Zustand 3 Jahre nach Unfall.

Bereite Dich auch darauf vor, einen eigenen Gutachter vor Ablauf der 3-Jahresfrist zu beauftragen.

Gruß von der Seenixe
 
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