• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Abfindungsangebot annehmen?

mk71

Nutzer
Registriert seit
27 Mai 2010
Beiträge
9
Ich hatte am 1.6.08 einen selbstverschuldeten Sportunfall, den ich glücklicherweise auch meiner pUV gemeldet habe. Habe mir dabei das linke Knie ziemlich demoliert, ohne einen "richtigen" Schaden anzustellen. Trotzdem hat sich da leider ein Sudeck eingenistet, der nun scheinbar nicht mehr ausziehen will. In Folge dessen ist mein linkes Knie nicht mehr richtig funktionsfähig und ich habe starke Dauerschmerzen die in einer Uni-Schmerzambulanz ganz gut behandelt werden.
So viel zur Vorrede.

Von besagter pUV wurde ich nach der Ankündigung eines Dauerschadens zu einem Gutachter geschickt. Dieser hat den Sudeck bestätigt, mich noch mal zum Röntgen geschickt und zur Verabschiedung gemeint, dass wir uns sicher in gut einem Jahr noch einmal wieder sehen werden, da der Dauerschaden zum jetztigen Zeitpunkt beim besten Willen noch nicht abzusehen sein.

Einige Wochen später kam jetzt ein Schreiben von der Versicherung, in der sie schreiben, dass der Dauerschaden zum jetztigen Zeitpunkt nicht abschließend bewertet werden kann, sie mir aber dennoch bereits jetzt anbieten, diesen Schaden abzuwickeln. Sie gehen davon von einem Invaliditätsgrad von x% aus. Dieser Wert wäre nach deren Erfahrung für eine Verletzung, wie ich sie habe, durchschnittlich zu erwarten. Und ich solle doch bitte die beigefügte Abfindungserklärung unterschreiben, mit der alle meine Ansprüche abgegolten wären. Auch für den Fall, dass sich in der Zukunft jetzt noch nicht bekannte Unfallfolgen einstellen.

Frage: Annehmen oder nicht?
Ich tendiere ganz stark zu nicht annehmen und es auf die erneute Bewertung im nächsten Jahr ankommen lassen. Es gibt ja eigentlich nur drei Möglichkeiten:
a) Es wird tatsächllich besser. Gut, dann gibt es zwar weniger Geld, aber mir ginge es ja auch wieder deutlich besser. Und bekanntlich ist Gesundheit kaum mit Geld aufzuwiegen.
b) Es bleibt, wie es ist. Dann müsste ja der gleiche Wert rauskommen und mir die selbe Summe angeboten werden.
c) Es wird schlechter. Dann wäre ich ja total gekniffen, wenn ich das Angebot jetzt angenommen hätte.
Zudem steht zu Bedenken, dass ich von der Krankenkasse aufegfordert wurde, zur Kur zu fahren. Dieser Antrag läuft und sehr wahrscheinlich werde ich in den nächsten Wochen oder Monaten auch zur Kur fahren. Meine pUV sieht aber auch einen Kurbeitrag vor, den ich im Falle der jetztigen Annahme des Abfindungsangebotes ja auch nicht mehr bekommen würde, oder? Gleiches gilt doch auch, falls ich noch einmal ins Krankenhaus muss.

Bin gespannt, was ihr dazu meint!
LG mk71
 

karina13

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Apr. 2009
Beiträge
277
Hallo mk71,
also, wenn die Versicherer Abfindungen von sich aus anbieten, da wäre ich doch ganz schön misstrauisch. Eine Abfindung bieten sie doch eigentlich immer dann an, wenn zu befürchten ist, dass später die normale Schadensabwicklung dann wesentlich teurer werden würde für sie. Ist natürlich eine schwere Entscheidung. Ich war jetzt auch beim GA meiner PUV, kenne aber das Ergebnis noch nicht. Warte täglich auf Post von denen. Ich habe auch den Sudeck in der re Hand und extreme Schwierigkeiten. Manchmal verschieben die PUVs daraufhin die Schadensabwicklung auf das 3.Jahr, weil der Sudeck könnte dann ja weg sein. Deshalb erstaunt mich das Angebot deiner PUV schon etwas. Aber das muss jeder für sich entscheiden. ich z.b. bin schon Altersrentnerin und wenn man mir ein gutes Angebot machen würde, würde ich vielleicht zugreifen, denn ich brauche jetzt die Kohle und nicht irgendwann später. Denn ich bin in vielen Bereichen meiner Lebensführung eingeschränkt und muss auf technische Hilfsmittel zurückgreifen. Und die sind manchmal gar nicht so billig.
Aber wenn man im Arbeitsleben steht und noch so etliche Jahre zu schrubben hat, muss man sowas schon reiflich überlegen. Kenne ja deine Lebenssituation nicht so. Aber auch, wenn du das Angebot ausschlägst, müsste dir die PUV einen angemessenen Vorschuss zahlen. Solltest du mal in deinen AUB nachlesen.
Hoffe,ich konnte dir ein wenig behilflich sein.
LG Karina13
 

Pit13

Sponsor
Registriert seit
8 Nov. 2007
Beiträge
1,724
Ort
zu Hause
Hallo mk71,

hier kann ich nur zu einer klaren Ablehnung des Angebotes raten.
Die Begründung hast Du schon selbst geliefert!

MfG.
Pit
 
Top