• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Ärzte-TÜV - Götter in Weiß auf dem Prüfstand!

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Wer hat was dagegen?

http://de.news.yahoo.com/1/20090612/thl-massive-kritik-am-geplanten-rzte-tv-5e422d2_1.html
"Jörg-Dietrich Hoppe, kritisierte das Vorhaben. Jeder Patient habe das Recht auf bestmögliche Behandlung. «Doch es ist unseriös, anonyme Fragebögen als Grundlage für Ranglisten zu nutzen, wie das einige Arzt-Bewertungsportale im Internet bereits jetzt praktizieren», sagte er."

Ein Ärzte -TÜV sollte ja auch kein anonymes Killerkriegsspiel(software) zwischen Patienten und Ärzten werden, worduch dann irgendwelche Benachteiligte sich zum Amokläufer berufen fühlen, denn Killerspielen wirken auch als Lernspiel.
Wer also diese Art von Ärzte-TÜV vorschlägt/erfunden hat, hat die Bezeichnung TÜV nicht verstanden.
Wir bringen doch unsere Autos und vergifteten Spielzeuge auch nicht zum TÜV, damit dann über diese Artikel anonyme Fragebögen ausgefüllt werden - so ein Quatsch!

Ein TÜV sollte uns so gut wie möglich vor schädlichen Mängeln einer Sache beschützen/bewahren, die unsere Lebensqualität bzw. Leben zerstören könnte, also Gefahrenpotential besitzen,

Zitat: "....die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) an. «Es darf nicht sein, dass hier einzelne Mediziner an den Pranger gestellt werden», sagte ein Sprecher. !

Klar doch, Patientenschänder soll man nicht an den Pranger stellen - 11.Gebot! Du sollst auch weiter deine restliche Gesundheit dem schlechten Arzt anbieten, statt über ihn zu schimpfen oder gar andere vor Unheil zu warnen
Ebenso auch korrupte medizinische GA nicht auffliegen lassen, die zum Eigennutz wider besseren Wissens den Patienten bzw. Probanden wissentlich ins Verderben laufen lassen - 12. Gebot, du sollst das Schicksal deiner Schädigung mutig wie ein Indianer und gelassen wie ein Fakir ertragen (Dr. Schröter, Versicherungsmediziner - Kassel)

Zitat: "Schließlich seien die Patienten keine Medizin-Experten und deshalb nur in der Lage, ein subjektives Urteil abzugeben.“

Was ist ein subjektives Urteil?
Warum sollte sich das ausschließen - kein Medizinexperte und trotzdem klar und logisch denken und handeln können? Warum sollten Patienten, die einen Arzt aufsuchen, ausschließlich ungebildete Deppen sein?

Wenn ein Arzt den Beschwerdevortrag des Patienten bei der Anamnese unterbricht - und der Patient danach beklagt, der Arzt hat meine Beschwerden nicht angehört und dadurch nicht vollständig zur Kenntnis genommen. Was ist daran subjektiv.?
Es ist eine klare objektive Erfahrung, der Arzt hört nicht zu, unterbricht, und das wesentliche in der folgenden erstellten Diagnose fehlt - daraus folgt wiederum, die ärztliche Behandlung ist unkorrekt.

Ein Ärzte -TÜV sollte eine regelmäßige Überprüfung der Ärzte sein, ob das med. Wissen noch vorhanden und die aktuellen medizinschen Erkenntisse alle aufgenommen.
Das ehemals vorhandenen Wissen erweitert und vertieft wurde, der aufmerksame Umgang mit dem Patienten nicht wegen Zeitmangel vernachlässigt wird, wobei das Gespräch an oberster Stelle steht.

Es ist nicht wesentlich, was der Arzt in seiner Praxis oder am Krankenbett für sich dem Patienten an Zuverdienstservice anbieten kann, sondern wichtig ist, wie lang und intensiv der Arzt dem Patient Gehör und Aufmerksamkeit schenkt.

Selbst bei dem Begriff "intensiv" ist schon der Händedruck für viele Ärzte der Ausdruck von "intensivem" Entgegenkommen und persönlicher Aufmerksamkeit.
Jedoch wird ein Patient von dieser Art "intensiv" nicht gesund, eher holt er sich dabei die Bakterein, die der Arzt noch vom Händedruck mit dem anderen Patienten bei sich trägt. Stichwort: Chefarztvisite!
Visite-Ablauf: "Guten Morgen, wie gehts uns denn heute, gut!, na dann machen sie so weiter." --- Ein sehr teurer Morgengruß, nutzlos und eher demütigend für den Patienten.

Eine Überprüfung, ob der Umgang mit dem Patienten nicht nur freundlich, sondern vor allem dem gesundheitlichen Anliegen des Patienten voll gerecht wird, das ist der springende Punkt, den auch Patienten beim Ausfüllen der anonymen Fragebögen häufig vergessen. Solche Fragen tauchen nämlich nicht auf.

Die dümmlichste Frage an Patienten, haben Sie lange warten müssen? Was, um alles in der Welt, besagt das 'Warten müssen' über die Qualität der medizinischen Behandlung aus?
Diese Art Fragen ist nichts anderes, als ein FÜRDUMMVERKAUFEN der Patienten, es soll nur vom wesentlichen Ablenken.

Nichts einfacher, als bei der Anmeldung des Patienten schon zu erfragen, welches Anliegen er hat. Dann kann die Dringlichkeit erwogen werden, der Patient kann ein bißchen länger warten, ein andere ist ein dringender Fall.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/924/340769/text/

http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:Qualit%E4tskontrolle-%C4rztepraxen-%C4rzte-T%FCv-%C4rzte/593222.html

http://www.medizinauskunft.de/artikel/service/politik/04_05_aerzte_tuev.php

Der Ärzte-TÜV ist eine Forderung zum Schutz von Patienten, so wie der Auto-TÜV eine Forderung und zum Schutz der anderen Verhehrsteilnehmer ist.
Allerdings sollte ein TÜV auch eine Willkommene Zwangs-Selbstanalyse für den Arzt sein, so wie der Auto-TÜV auch ein Schutz für den Autofahrer selbst ist.

Vergessen wir nicht welch großen Dienst für uns Verbraucher der Verbraucherschutz bietet, Warentests, usw.
Das wird immer dann gemacht, wenn unser Leben, unsere Gesundheit gefährdet sein könnte.
Warum soll so eine Überprüfung bei genau den Personen, die an uns direkt rumdoktern, falsch sien?

Der Ärzte-TÜV-Prüfer, wir Patienten, wissen nicht so viel über Medizin, das stimmt wohl. Aber ein Auto-TÜV-Prüfer hat auch nicht unbedingt die Ahnung von der großen Autobau-Ingenieurskunst, kennt auch nicht die Raffinessen jeden Autotyps und deren Krankheiten. Sowie ein Warentester nicht ein Spezialist der Untersuchten Dinge ist. Und trotzdem akzeptieren wir dessen/deren Prüfer-Funktion, und halten ihn nicht für 'subjektiv minderbemittelt'.
Auch als Autofahrer kann ich mir sehr wohl ein objektives Urteil erlauben, wenn ich mit schlecht gewuchteten Rädern aus der Werkstatt fahre. Ebenso, wenn der Werkstattdienst vergessen hat beim Ölwechsel neues Öl nachzufüllen .... .

In solch eine nachlässige Werkstatt gehe ich nicht mehr, geh zur nächsten. Aber einen Arzt gibt es mancherorts nur einen, da muss man hin, entweder man will oder läßt es bleiben. Ebenso im KH, da gibt es nur die Ärzte, die da sind. Warum sollen also nur die Karriere machen, die zwar freundlich sind, aber berufliche Stümper.

siehe: http://www.sueddeutsche.de/panorama/291/459929/text/
:mad:Ein Ärzte-TÜV hätte diese und andere Superkarrieren der medizinschen Stümper schon früher stoppen können! ---> und den Ruf der guten Ärzte schonen.:)

Ariel

PS: Ein Patient, oder einer der einer werden könnte, wenn der sich nicht für einen Ärzte-TÜV ausspricht, dann soll er genau so einem Prof. Friedl (UNI Freiburg) vor die Finger kommen.
Übrigens, auch Ärzte können Patienten werden! (Sind Bodo Hauser und viele andere schon vergessen?)
 
Zuletzt bearbeitet:

Buffy07

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
13 Sep. 2006
Beiträge
875
Hallo Ariel:),


dein Beitrag ist gut, als ich gestern in den Nachrichten hörte was die AOK mit ihren Mitglieder vor hat, war ich begeistert. Wir die Patienten und das können doch alle User bestättigen werden überall beurteilt. Man sollte mal überall in den Krankenakten der Ärzte unsere Sozialanamese lesen. Keiner von uns weis, was der gute Doc über uns persönlich darein schreibt.
Das wissen wir nicht ( leider ), das ist auch so eine Art Tüv und wenn ein ärztl. Kollege anruft zu dem wir gegangen sind, dann werden sowohl positive als auch negative Eigenschaften von uns weitergegeben ohne uns zu informieren.
Genauso wird mit Arztbriefen umgegangen. Ich werde vom Orthopäden zum Neurologen überwiesen wegen der WS. Ich werde untersucht ggf. noch zum CT geschickt. Der Arztbrief mit dem Befund schickt der Arzt nicht nur dem überweisenden Arzt sonder auch an meinem Hausarzt. Wer hat ihm die Erlaubnis dazu gegeben:mad::confused:. Es ist meine Sache als Patient zu entscheiden wen ich informiere und nach dem Datenschutzgesetz ist das auch verboten. Es hält sich nur kein Arzt daran.
In der Beurteilung kann ich nun als Patient objektiv und neutral meine Meinung kundtun, natürlich ohne persönliche Angriffe, weil man einen schlechten Tag hatte.
Wenn ein Präsdent der Ärzteschaft wie Herr Hoppe uns Patienten angreift und eine höhere Praxisgebühr für jeden Arztbesuch fordert unterstellt er uns doch etwas Schlechtes. Er sagt es auch noch laut.
Also bewerten wir unsere Ärzte.:D Ich hoffe meine KK macht das auch.

Gruß Buffy07
 
Zuletzt bearbeitet:

fliedertiger

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
27 Sep. 2006
Beiträge
717
Hallo allerseits :)

ICH habe ganz massive Bedenken gegen das geplante Ärzte-Bewertungs-Portal. !

Menno, ich kriege in meinem Bekanntenkreis grade die Kehrseite der Medaille zu spüren, Ärzte die für die Patienten da sind und die Krankenkassen, Sanitätshäuser und Apotheken kommen nicht aus den Puschen ...

Einer schiebt es auf den anderen und so dreht es sich im Kreis.

fliedertigerische Grüße :p:p:p
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Unangekündigte Kontroll-Arztbesuche!

Hallo,

Ärzte - Bewertung und Ärzte-TÜV sollte unterschiedlich sein und bleiben.

Ärzte-Bewertung beinhaltet das, was wir an dem Arzt und dem Arztbesuch-Umfeld positiv oder negativ bemerken.

Ärzte-TÜV sollte eine Art -berufsspezifische Kontrollfunktion sein, eine Überprüfung über den beruflichen Wissens- und Kenntnisstand, sowie der aktive berufliche Umgang mit den Kennissen am Patienten.

Bisher können wir Patienten über die Ärzte bei der Ärztekammer beklagen. Das hat für den Arzt keinerlei Folgen, nur für den Patienten, der bekommt in seinem Zentralregister den Eintrag "äußerst kritischer Patient".

Bei einem Ärzte-TÜV sollte bei Klage über einen Arzt sofort gewisse Kontrollen ablaufen, so wie wenn ein Auto in einer Polizeikontrolle technisch auffällig registriert wird, dann muss man sein Auto nochmal - inzwischen technisch einwandfrei Instand gesetzt - vorfahren, zur Kontrollabnahme - Bußgeld ist davon abhängig.

Leider sind Patientenbeschwerden nur Einzelfälle, von ganz mutigen Personen, die die Blauäugigkeit gegen über den "Weißkitteln" abgelegt haben.

Wenn Ärzte z.B. jedem Patienten eine Rechnungskopie vorlegen müssten, so wie das bei den privat Versicherten der Fall ist, dann hätten die KK bessere Kontrollen über die aufgeführten Posten ind er Rechnung und den tatsächlich ausgeführten Untersuchungen.

Es heißt doch immer, holen Sie sich eine Zweitmeinung ein.

Warum ist dieser teure, zeitraubende und anstrengende Aufwand denn überhaupt nötig? Immerhin wird doch der Arztbesuch von unserer gemeinsamen Kasse bezahlt!

Es ist nötig, weil wir keinen Ärzte-TÜV haben.
Hätten wir den nämlich, dann könnten einem Arzt ruhig vertrauen, und müssten nicht von einem zum anderen rennen.

Schon allein die Tatsache, dass es bei zwei Ärzten über ein und die selbe Sache mehrere Meinungen geben kann, ist doch das größte Armutszeugnis der Medizin.

Wenn ein kribbelndes Bein/Fuß bei dem einen Arzt eine Durchblutungsstörung ist, das Ultraschallbild bestätigt dies, und nach einigen OPS wird es nicht besser, ein nächster Arzt vermutet einen BSV - lumbal, der nächste eine Hemiparese, .... .
Warum kann der erste Arzt nicht gleich alle Möglichkeiten überprüfen, warum bleibt er bei der ersten Feststellung hängen und macht keine Differentialdiagnostik eventuell auch Ausschlussverfahren?
Es hätte weniger OPs gegeben, der Patient wäre sofort richtig behandelt worden, erfolgreich für weniger Geld!

KK interessiert, warum dauert so eine Behandlung dieses Patienten so lang und ist so wenig erfolgreich, .... .

Eine anfangs umfangreiche Diagnostik ist doch weniger Aufwand und Kosten, als Probierpfusch!
Außerdem kann bei so manchen Untersuchungen einiges aufgedeckt werden, was schon in Vorsorge-Behandlung vor größeren Schäden schützen könnte.

Was könnte ein Ärzte-TÜV in so einem Fall verbessern helfen?

Der Patient geht/muss ja erst zum HA, der versucht sein Glück mit Kankengymnastik verschreiben, dann mit Salben und Einreibungen, dann mit Medikamenten.
Dann bekommt der Patient eine Überweisung zum Gefäß-Arzt. Der macht einen Ultraschall, ist fündig, ist zufrieden und stolz mit dem schnellen Fund, stellt Überweisung für Klink aus.
Da gibt es keine weitere Diagnostik, der Befund steht fest, jetzt wird nur noch beraten über welche OP-Methode.

Nach OP hat der Patient selbige Beschwerden allerdings etwas intensiver als zuvor. Immerhin hat man das richtige Bein operiert und nicht das Falsche.

Auch gute Ärzte, die sich für ihre Patienten richtig ins zeitraubende Zeug legen, können trotzdem eine gelegentliche Selbstüberprüfung gebrauchen.
Ich halte es für Überheblich und Selbstgefällig, wenn man als Arzt meint, man sei perfekt. Diejenigen, die sich gegen einen Arzt-TÜV wehren, denen würde ich nicht einmal bei telefonischer Beratung trauen.

Wie kann man einen Arzt-TÜV sinnvoll ausführen?

Als man bei Lehrern die unangekündigten Unterrichts-Überprüfungen einführte, vom Vorgesetzten und/oder Schulbehörde, die dann Berichte über den Lehrer verfassten (für die Personalakte = Grundlage für Aufstiegs-chancen)und Beratungen für den Lehrer erteilten, da gab es auch ein lautstarkes Jammern und Zähneknirschen - besonders bei denen, die den Dienst immer sehr bequem abspulten.
Aber es hat immerhin was bewirkt, plötzlich sind Lehrer sogar mit schriftlich vorbereiteten Unterrichtsablaufsplänen in den Unterricht getreten.

So ähnliches könnte ich mir gut bei Ärzten auch vorstellen.
Zumindest, zunächst die Ärzte, über die Beschwerden eingingen, dass man die vor Ort überprüft und zwar ohne Vorankündigung, dann solte man dieses System für alle Ärzte einsetzen.

Ich wüste da gleich adhoc ein Dutzend, denen ein Kontroll-Besuch dringend zu empfehlen wäre.:D

Ariel
 

omosedo

Nutzer
Registriert seit
24 Sep. 2006
Beiträge
78
Ich bin mir nicht sicher, was ein Ärzte -TÜV leisten kann - und was nicht! sicherlich möchte ich auch so einige Male etwas dazu schreiben, wie Ärzte sich verhalten, falsche Berichte aufzeigen, wie sie zu Fehlern stehen etc. Ich weiß da oft auch nicht weiter! Ich könnte Bücher schreiben! Schon allein über Fehler in Arztberichten. Und das nicht bei einem Arzt - sondern bei fast allen Ärzten, bei denen ich, oder Familienmitglieder gewesen sind! Eklatantes Beispiel: vor vielen Jahren bescheinigte ein Kinderarzt uns, dass unser Kind "nicht bildbar, verwahrlost, nach Fisch stinkend" wäre. Dieses Kind hat ein 1-er Abitur abgelegt! - Gleichzeitig diagnostizierte er bei unserem Kind eine Krankheit, ohne uns darauf hinzuweisen! Der Arzt war leider noch nicht wieder nüchtern gewesen! Anderes Beispiel: ein Arzt schrieb in einen arztbericht über mich (ich konnte zu diesem Zeitpunkt noch kaum wieder an UA-Gehhilfen laufen): "monopedales Hüpfen möglich"

Ich könnte diese Art von Fehlern noch auf mehreren Seiten weiterführen!
Mich ärgert das gewaltig, weil ich meine, dass wir alle die Pflicht haben mit unseren Äußerungen verantwortlich umzugehen....
Aber: Ärzte- TÜV? Ich habe Sorge, dass die Anonymität nicht zu einem wirklichen Beschreiben führt, sondern zu einem Ablassen von Stimmungen, aus bestimmt häufig berechtigter Wut!
Kontrolle? Wie? So wirklich fällt mir da nur ein: bitte, gebt auch den Nicht-Privat-Versicherten die Abrechnungen in die Hand! Viele Dinge fallen nicht auf, weil wir nicht Privat-Versicherten keinen direkten Zugang zu den abrechnungen haben! Und: ich lasse mir mittlerweile alle Unterlagen grundsätzlich kopieren und aushändigen - und moniere, wenn etwas falsch dargestellt wird. Ich bestehe auf Berichtigung - und zwar, bis ich sie in den Händen habe.
Omosedo. die sich nicht mehr alles gefallen lässt!
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Sammlung wichtiger Punkte für den Inhalt des Ärzte-TÜV

Hallo Buffy, Hallo omosedo,

Das sind sehr wichtige Anhaltspunkte von Euch:

. Es ist meine Sache als Patient zu entscheiden wen ich informiere und nach dem Datenschutzgesetz ist das auch verboten. Es hält sich nur kein Arzt daran.

Kontrolle? Wie? So wirklich fällt mir da nur ein: bitte, gebt auch den Nicht-Privat-Versicherten die Abrechnungen in die Hand! Viele Dinge fallen nicht auf, weil wir nicht Privat-Versicherten keinen direkten Zugang zu den abrechnungen haben!

Und: ich lasse mir mittlerweile alle Unterlagen grundsätzlich kopieren und aushändigen - und moniere, wenn etwas falsch dargestellt wird. Ich bestehe auf Berichtigung - und zwar, bis ich sie in den Händen habe.

Beim Ärzte-TÜV muss auch die Einhaltung des Datenschutzes über Patienten-Daten überprüft werden.
Das ist möglich, wenn ein Patient so verfährt, wie es 'omosedo' bereits ausführt.

Hat man einen Einblick in die Patientenkarten beim Arzt, sowie auch bei den KK, und anderen Stellen, dann weiß man wo Schwachstellen sind.
Selbst die geheimen Interna-Akten fliegen gelegentlich so auf, dann sollte es aber massiv Anklage gegen diese so arbeitenden Behörden hageln.

Ärzte und Behörden, die mit Krankenakten von Patienten, Beitragszahlern oder Antragsstellern so umgehen, als wären Sie im Auftrag der Staatssicherheit unterwegs oder diese sogar persönlich, die sollten zur Besinnung auf ihre eigentliche Tätigkeit zurückgepfiffen werden. Mit Nachdruck!

Ich habe Sorge, dass die Anonymität nicht zu einem wirklichen Beschreiben führt, sondern zu einem Ablassen von Stimmungen, aus bestimmt häufig berechtigter Wut!
Sicher, diese Sorge haben wir Patienten und die Ärzte sowieso.
Doch, wie ich schon im ersten Beitrag erwähnte, kommt es darauf an, wie man einen Ärzte-TÜV sinnvoll anstellt.
Mit anonymem, suggestiv-Fragen-Beantwortungssystem, damit kann man nichts wirklich Positives errreichen.

Ärzte-TÜV sollte eine Hilfe für die Patienten und die Ärzte selbst sein.

Andererseits, wenn ich vor einer OP stünde, und nicht genau weiß, derjenige, der mich nun operiert, ist der nüchtern, hat der ausgeschlafen, hat der genug OP-Training, hat der genug Verantwortung, hat der genug Lust auf gute Leistung, hat der manuelles Geschick/Fingerfertigkeit, sieht der richtig, hat er mich wirklich richtig aufgeklärt oder nur eine unnötige OP untergejubelt? Hat er den Schein vom Präparierkurs im Studium wirklich selbst erarbeitet oder nur geleast - ist das ein Prof. Friedl-Typ oder gar noch schlimmer?
Die Ärzte, die eine Prothese einzusetzen haben, lassen die sich von den Firmen sponsern für schneller Entscheidung für ihr Produkt? Oder wählen die Ärzte nach Qualität und Zuverlässigkeit und nicht nach KK-Versicherungsart?

Wie verhält sich der Arzt nach einem Fehler bei seiner Diagnose bzw. Behandlung? Ist er dann noch Arzt und Mensch oder ein verflüchtender "Ich bin mir keiner Schuld bewusst" Feigling? nach dem Motto: Immer fröhlich und vergnügt: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen".

Wie verhält sich der Arzt bei der Bitte um Patientenkarteneinsicht? Wie verhält er sich bei Beanstandung von unvollständiger oder gar unrichtiger Darstellung von Patientenbeschwerden im Anamnesebericht?

Ist der Arzt von sich aus bereit, bei Unklarheiten auch mal einen anderen kompetenteren Kollegen (mit der Erlaubnis des Patienten versteht sich)zu beraten? Hat er dies bezüglich ein Gockel oder eher ein Crew-Verhalten?

Es sind nun schon viele Einzelheiten zusammengetragen, was einen Ärzte-TÜV sinnvoll machen könnte.

Die AOK ist ein Wirtschaftsunternehmen, und vertritt nicht die Interessen der Patienten. Man könnte deren Anliegen auch so sehen, weniger Ärzte, weniger Kosten!
Deshalb sollte der Ärzte-TÜV von Patienten-Seite erstellt, durchgeführt, und den KK's dann zur Verfügung gestellt werden.

Patienten, die weiterhin ihre Blauäugigkeit beibehalten wollen, aus welchem Grund auch immer, oder auch wirklich einen Super Arzt haben, die werden mit solchen Ausfragen über ihren Arzt, Arztbehandlung, immerhin sensibilisiert darüber, dass nicht alles so zuverlässig ist wie es scheint, was "halbgöttisch" daher kommt.

Auf jeden Fall - die Arztrechnung muss dringend jedem Patienten zugestellt werden, ob er sie direkt zahlt oder nicht.
Ärzte, die sich dagegen wehren, die sollte man sowieso sofort überprüfen ob ihrer gewohnten Abrechnungen mit den KK's.
Stromanbieter, Telefonanbieter müssen sich auch Kritik über ihre Abrechnungsgewohnheiten gefallen lassen.

Die Zeit ist endgültig passè, als man noch den Patienten für unmündig hielt, bzw. ihn als solchen beibehalten wollte.

Gruß Ariel
 

Buffy07

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
13 Sep. 2006
Beiträge
875
Hallo Ariel:),

die Seiten in den Zeitungen sind heute voll mit dem Thema>>>Ärzte-TÜV<<<andere KK haben auch schon Interesse angemeldet.
Hier erstmal ein Zitat eines englischen Chirugen Sir James Paget, ( 1814-1899 ) er sagt " Man kann kein perfekter Arzt sein, wenn man selber nicht schon einmal Patient war " das wurde vor 100 Jahren gesagt und es hat sich nichts geändert an der Situation.
Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Frau Kühn-Mengel begrüßte diesen Vorstoß. Von der Ärzteschaft kommt natürlich Protest. Ist ja klar und war nicht anders zu erwarten. Es geht an die Pfründe.
Dabei ist doch ganz einfach..halte ich mich an den Eid..und erbringe gute Arbeit gegenüber meinen Patienten..dann beschwert sich auch niemand. Jeder muss seine Arbeit überprüfen lassen...durch das Gewerbeaufsichtsamt, TÜV, Kontrollen der jeweiligen Ordnungsämter und warum nicht der Arzt. Steht der unter einem besonderen Artenschutz:confused:

Wo ist der besondere Schutz des Patienten. Viele wissen nicht das sie besondere SB bei ihrer KK haben, wo sie ihre Beschwerden vorbringen können. Der Tüv muss von allen Gruppen auch Patienten paritätisch zusammen gesetzt sein. :)
Der Arzt ist mittlerweile ein Dienstleister geworden und verdient damit seinen Lebensunterhalt. Dann soll er auch so arbeiten.

Gruß Buffy07
 

kbi1989

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Okt. 2006
Beiträge
949
Hallo,

was nützt das ganze Geschreibsel über einen Ärzte-TÜV wenn sich systemisch nichts ändert. Gleichwohl die Methodik jedoch jedem bekannt ist. Ärzte sind auf Grund ihres Standesdünkel - gegenüber einem gesetzlich Krankenversicherten - nicht bereit - Transparenz - und damit für jeden nachvollziehbar Einsicht in ihre Kunst und in einen möglichen Qualitätsnachweis - zu gewähren. Damit würden sie ihr gut funktionierendes Standessystem in Frage stellen. Montgomery hat es doch auf den Punkt gebracht. Der gesetzl. Krankenversicherte kann doch subjektiv garnicht beurteilen, ob Ärzte einen Qualitätsstandart erfüllen oder nicht.

Recht hat er. Patienten sind subjektiv gesehen, nicht in der Lage, ob ihr behandelnder Arzt med. auf der Höhe der Zeit ist resp. ob er auch die derzeitige herrschende med. Lehrmeinung richtig anwendet bzw. ob er einem Qualtitätsanspruch therapeutisch und diagnostisch in der Behandlung der Patienten gerecht wird. Diese Wissenslücke kann auch ein Ärzte-TÜV nicht ausgleichen.

Was Montgomery aber nicht gesagt hat, ist, dass diese Qualitätsunterschiede in der Ärzteschaft aber real vorhanden sind. Die wenigsten niedergelassenen H-Ärzte, auch wenn sie FA für Allgemeinmedizin sind, sind bereit, nachträglich sich medizinisch weiterzubilden. Oft fehlt ihnen auch die Zeit. Denn schliessen sie während der Fortbildung die Praxen fehlen ihnen dbzgl. die Einnahmen. Bei den übrigen Fachärzten sieht es nicht anders. Das gleiche gilt auch für Krankenhausärzte oder Reha-Kliniken, die alle unter Personalnot auch im Ärtztebereich leiden. Was allso, soll dann ein Ärzte-TÜV bringen, wenn all die negativen Begleitumstände im persönlichen als auch im Qualtitätsbereich offensichtlich vorhanden sind. Was will die AOK mit diesem TÜV bezwecken?

Die AOK als eine der grössten gesetzl. Krankenkassen ist natürlich interessiert, wo sie im mittlerweile im hart umkämpften Markt der gesetzl. Krankenversicherten sich positionieren kann, und wie sie trotz starker Konkurrenz profitabel bleiben kann. Dabei geht es ihr doch nicht in erster Linie darum, einem Arzt einen Qualitätsmangel nachzuweisen - das ist auch nicht ihre Aufgabe - nein, es geht darum, dass man mit diesem Ärzte-TÜV versucht, subjektiv den Versicherten glaubhaft mitzuteilen, dass die AOK alles erdenkliche für ihre Versicherten unternimmt, dass sie auch mit der Wahl als AOK-Versicherte in guten Händen sind. Also ein reiner PR-Gag, der objektiv so dargestellt wird, dass die AOK sugggeriert, alle berechtigten Interesse ihrer Versicherten Ernst zu nehmen. Tut sie das aber auch wirklich? Nein!

Gruss
kbi1989
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Ärzt in Panik wegen Ärzt-TÜV-Diskussion!

Man kann an der Sache an sich auch total vorbeireden bzw. schreiben!
was nützt das ganze Geschreibsel über einen Ärzte-TÜV wenn sich systemisch nichts ändert.

Man kann auch sagen, was nützt das ganze Geschreibsel über die desolaten Pisa-Ergebnisse, wenn sich systemisch nichts an der Unterrichtsqualität ändert und Lehrer weiter ohne persönlichen Schaden ihren Job nur oberflächlich abspulen?
oder
Was nützt eine Partei der Grünen, wenn sich für unsere Umwelt und Klima nichts ändert?
oder
Was nützt das Unfallopferforum, wenn sich damit die Situation für Opfer dadurch nicht ändert?
oder
was nützt ein Mahnmal für den Holocaust, wenn sich an der Einstellung der Menschen sowieso nichts ändert?
oder
Was nützt eine Wahl zum neuen Bundestag, wenn die Politik sowieso nur systemisch für die Reichen und nicht für die Geringverdiener ausgerichtet wird?

Was ist die Botschaft, wenn man so pessimistische Vorwisserei verstreut?

Es ist eine Unterstützung der Meinungsschwankenden, es lohne sich ja garnicht, den Versuch zu starten, die momentane viel beklagte Situation ändern zu sollen oder zu wollen.

Es ist eine Bestätigung derer, die sich von vornherein sicher glauben, der Patient ist von Natur aus doof, ungebildet, meinungsbefangen, urteilsunfähig, rachesüchtig und besserwisserisch --> subjektiv!

Es ist ein Schutz für diejenigen Ärzte/Mediziner, die nicht nur den Lebensverlust bzw. Lebenswertverlust von Patienten auf dem Gewissen haben, sondern auch die Kassen der KK nur zum Eigennutz systematisch ausräubern.

Es ist 'eine Lanze brechen' für diejenigen GA-Mediziner, die ihre Arztseele an die Versicherungs- und/oder Pharmawirtschaft verkauft haben.

Was schert die Patienten und das Patientenwohl, der Lohnzettel der KK-Beitragszahler, was eine AOK für Absichten mit dem Ärzte-TÜV bezweckt?

Wesentlich ist, dass dieses Schlagwort - Ärzte-TÜV - in aller Munde ist, und wir Patienten diese Gelegenheit zu Nutzen haben, nicht mit Pessimismus und Aufrufen zur Untätigkeit, sondern im Gegenteil --> zum Handeln aufzurufen - einmal für sich und andere was tun. Nicht nur immer brav Beitrag zahlen, immer mehr, immer mehr, und nächstes Jahr werden die Ärzte wieder auf die Straßen rennen und mehr verlangen. Vielen Ärzten ist das Geld für ihre schlechten Leistungen nie viel genug.

Ärzte sollen endlich einmal ausziehen aus dem Krähenhorst, aus dem Dämmerschlaf, von dem sie meinen, sie seinen geschützt!
Gute Ärzte sollen sagen, ja, ich bin für einen Ärzte-TÜV, mich könnt ihr jederzeit überprüfen, jederzeit bewerten, ich tu mein Bestes, das kann jeder jederzeit kontrollieren.

Solche Ärzte brauchen keinen Krähenhorst mehr, diese sind mündig und auf dem neuesten Stand der medizinischen Erkenntnisse und wenden die besten Möglichkeiten für die Gesunderhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit für den Patienten an.
Und Patienten, die, aussichtslos auf Gesundung, krank sind, denen wird dann geholfen, ein würdiges Kranksein zu ermöglichen, bis zum letzten Atemzug.

Ärzte sollen sich endlich wehren gegen die unanständigen Geschäftemachereien und die Gewinnsucht der Kassen- und Versicherungsmanager, vergleichbar den Bankern.

Kranksein ist ein Schicksal und kein Bedürfnis der Menschen, also ist es auch unethisch mit Krankheit Gewinne erwirtschaften zu wollen.

Nebenbemerkung:
Genau das ist nämlich der Punkt, warum es noch keine Steuer auf Kranksein gibt. Selbst die gierigsten Politiker haben sich diesbezüglich noch immer zurückgehalten, auf jeden Krankheitstag eine "Krankheitssteuer" zu belegen.
Es reicht ja, dass die Frühverrentungssteuer eingeführt wurde!

Wir wollen Ärzte, auf die wir vertrauen dürfen, dass sie uns gesund machen.
Dabei soll der Ärzte-TÜV seinen Beitrag leisten, dass wir nicht an jene geraten, die uns in die Frühverrentung treiben.

Montgomery hat es doch auf den Punkt gebracht. Der gesetzl. Krankenversicherte kann doch subjektiv garnicht beurteilen, ob Ärzte einen Qualitätsstandart erfüllen oder nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Montgomery, den Satz so gesagt hat!

Jedenfalls will der Krankenversicherte überhaupt nicht "subjektiv beurteilen", und das tut er auch nicht. Solche Behauptungen sind nur ein suggestives Einträufeln von Ärztegedanken (in Paniksituation) in die Meinungsbildung der Öffentlichkeit, damit sich diejenigen, die sich durch den Ärzte-TÜV bedroht fühlen, Zeit schinden können.

Vergleicht man Patienten-Erfahrungsäußerungen mit den Unterstellungen von Ärzten in Arztberichten, dann kann man den Unterschied von 'objektiv' und 'subjektiv' sehr gut ausmachen.

So ein Angstgeheule vor neuen Einführungen, das war, als die Frauen das Wahlrecht erhielten bzw. Studieren dürfen sollen. So ist es mit dem Kampf gegen die Pflicht der Burka, Schulrecht für Mädchen in fundamentalistisch rückständigen Kulturen, Bekämpfung der Beschneidungskultur.
Es sind immer diejenigen, die am meisten vom Status Quo profitieren, und sich deshalb gegen Neuerungen wehren.

Hierzulande sind alle Patienten mundtot zu machen, eine Burka umzuhängen, ein Mitspracherecht zu verweigern - auf Unmündigkeit zu pochen und schon garnicht an einem Ärzte-TÜV teilnehmen zu lassen.

Ariel
 

kbi1989

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Okt. 2006
Beiträge
949
Man kann auch an der Sache völlig vorbeireden und schreiben, wenn man es einseitig sieht und nur so sehen will wie Du. Was willst Du uns denn mitteilen. Deine einseitige Sicht der Dinge, in jedem Arzt einen korrupten Versicherungsmediziner zu sehen, der deinem Qualitätsstandart nicht gerecht wird. Oder ist es jetzt, die günstige Gelegenheit am Schopfe packend, sich mit einem reisserischen Thema - nach wochenlanger Abstinenz - sich wieder im Forum zurück zu melden.

Du bist viel zu intelligent, um nicht zu erkennen, dass das Thema "Ärzte-TÜV" dem sich jetzt auch die Presse wegen des beginnenden Sommerlochs widmet, nur ein simpler PR-Gag der AOK ist, dem jetzt die anderen Krankenkassen folgen wollen. Aber geht es den Krankenkassen wirklich um einen Qualitätsnachweis eines Arztes um einen sogenannten "Ärzte-TÜV. Wenn es wirklich so wäre, hätte sie diese Entwicklung schon 50 Jahre verschlafen. Denn bisher haben alle - die Ärzte und die Krankenkassen - gut mit dem bestehenden System gelebt. Nur aufgrund der jetzt wieder einbrechenden Mitgliedsbeiträge und des neu geschaffenen Gesundheitsfonds, der das Bezahlsystem neu strukturiert hat, versucht man hier den Versicherten zu suggerieren, dass man es endlich erkannt hat, wer die wahren Kostenverursacher im Gesundheitwesen sind. Nein meine Liebe, das ist zu einfach gestrickt.

Vor drei, vier Monaten habe ich hier im Forum darauf hingewiesen, dass die gesetzl. Krankenkassen ebenso wie die Privaten, endlich Transparenz in die Verwendung der Mitgliedsbeiträge und in das Bezahlsystem einführen sollten. Damit hätten dann auch die Versicherten die Gelegenheit, in Erfahrung zu bringen, wie die Mitgliedsbeiträge im Einzelnen verwendet werden und für was. Aber solange dies von den Krankenkassen nicht nachvollzogen wird, werden die wahren Kostenverursacher, wie z. B. die Pharma-Industrie mit ihren Preisdiktaten, die Krankenhausbetreiber - sowohl die öffentlichen als auch die privaten Betreiber - die den Lowenanteil der Kosten verursachen, weiterhin ihr Lobbyistenspiel betreiben, das aber überwiegend mit den Mitgliedsbeiträgen der gesetzl. Versicherten finanziert wird. Nur mit diesen Monopolisten, kann und will man sich nicht anlegen, da möglicherweise eigene Pfründe betroffen wären. Deshalb muss es eine Charge tiefer passieren, denn PR-mässig passt es doch viel besser, jetzt die wahren Schuldigen, in der Ärzteschaft zu suchen, denn hier ist Widerstand wesentlich besser abzuwehren, als mit den übermächtigen vorgenannten Molochen sich anzulegen. Denn auch denen liegt nichts an Transparenz.

Aber um zu dem eigentlichen Thema zurück zu kehren, sicherlich wird es für den ein oder anderen Mediziner ein Apell sein, sich seines Berufs-Ethos und der ärztlichen Kunst zu erinnern. Nur ob dieser "TÜV" irgendetwas bewegen oder bringen soll, mag ich zu bezweifeln. Und ob Du es glaubst oder nicht, Montgomery hat es tatsächlich so gesagt, die gesetzl. Krankenversicherten sind subjektiv nicht in der Lage, eine ärztliche Qualitätsbewertung abzugeben. Was ist daran falsch? Wer glaubt denn allen Ernstes, dass ein solcher Ärzte-TÜV tatsächlich etwas über die Qualität eines Arztes aussagen kann. Die dort abgegebenen Bewertungen geben subjektiv nur eins wieder, dass man mit der Art und Weise, wie der Mediziner sich mit dem Krankheitsbild und der Anamnese auseinandergesetzt hat, persönlich nicht einverstanden ist und war, dass er vielleicht unfreundlich und abweisend war, dass er ein begehrtes Rezept nicht ausgestellt hat. Aber sagt ein solches Verhalten etwas über die med. Qualität der Arbeit des Arztes in Bezug auf Diagnostik und vorgeschlagener Therapie was aus?

Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens auch, gilt es bei der Ärzteschaft umsomehr, wenn es um die Ausübung des Berufes "Arztes" geht. Viele sind für diesen Beruf "berufen" andere sehen eben nur die Ausübung dieses Berufes und damit den Gelderwerb. Deshalb sollte sich einjeder - der diesen Beruf ausüben möchte - fragen, bin ich auch dafür charakterlich und menschlich geeignet. Nur können wir Patienten, dem Arzt hinter die Stirn gucken? Nein! Wer Lebenserfahrung und einen gesunden Menschenverstand hat, wird schnell feststellen, ob der konsultierte Arzt tatsächlich den erhofften med. Sachverstand und damit die med. Qualitätsstandarts erfüllt oder nicht. Erfüllt er diese Voraussetzungen nicht, geh ich zu einem Anderen. Nur eine Garantie habe ich nirgendswo, auch nicht in der Auswahl eines Arztes. Das wird auch nicht durch den Ärzte-TÜV besser, denn diese subjektive laienmedizinische Bewertung ist auch kein Maßstab für die ärztlichen Qualitätskriterien.

Mir persönlich wäre es viel lieber, wenn sich die dafür zuständigen ärztlichen Institutionen, wie z. B. die Ärztekammern dazu durchringen würden, in den jeweiligen Berufsordnungen der Ärzte zeitliche Intervalle vorzuschreiben, die die Mediziner verpflichtet, in zeitlicher Hinsicht, sich ständig einer Qualitätsüberprüfung stellen zu müssen. Nur so kann medizinisch überprüft werden, ob der jeweils praktizierende Arzt medizinisch auf der Höhe der Zeit ist, und ob er auch dem derzeitigem Stand der med. Lehre qualitativ entspricht. Eine Krankenkasse kann dies nicht. Auch ein solcher PR-Gag einer Krankenkasse, vermag die ärztliche Qualifikation nicht zu beurteilen. Dies ist Schönfärberei, um von den eigentlichen Aufgaben der Krankenkasse abzulenken, die sicherlich auch durch wirtschaftliche Interessen der Krankenkasse begründet liegen. Nur der Schuss kann auch nach hinten lossgehen, denn der unwirsche und unfreundlich bewertete Arzt, kann trotz allem ein glänzender und brillanter Diagnostiker sein. Seine Anamnese kann durchaus zutreffend sein und seine vorgeschlagene Therapie kann med. zielführend sein. Ob diese Sichtweise der Krankenkasse auch bewusst ist?

Viele die durch Krankheit oder körperliche Gebrechen gezwungen sind, ihre Erwerbstätigkeit also "ihre Arbeit" aufzugeben, geraten dann, an die Zunft der Versicherungsmediziner, die ihnen oftmals nichts "Gutes" wollen. Denn diese Medizinerzunft, die in der Regel nicht selbständig beschäftigt sind, haben vordergründig die Interessen der Arbeitgeber zu vertreten. Dennoch sind es Mediziner, die auch den hyprokatischen Eid abgelegt haben und sich dazu verpflichtet haben, die ärztliche Kunst zum Wohl der Menschen anzuwenden. Oftmals sieht aber das Ergebnis der ärztlichen Kunst anders aus, als es manch einem lieb ist. Hier wird die ärztliche Kunst umgekehrt zum Nachteil des Betroffenen. Hier wird ganz offensichtlich offenbart, dass es auch Scharlatane unter den Ärzten gibt, die ihre ärztliche Seele zum Wohle des Arbeitgebers oder des Auftraggebers aber zum Nachteil des Betroffenen verkaufen. Hier nützt auch eine Kontrolle durch einen Qualitätsnachweises nichts, denn diese Ärzte fühlen sich einer Krankenkasse nicht verpflichtet und es geht ihnen auch am A.... vorbei, wenn sie durch ihre Begutachtungen ständig gegen die BO der Ärzte verstossen, an die sie sich selbstverständlich auch zu halten haben, denn sie sind ja auch Zwangsmitglieder der Ärztekammern. Glaubt man allen Ernstes, dass dieses schändliche Gutachterverhalten der Mediziner, eine Krankenkasse ernsthaft interessieren würde? Im Gegenteil, wenn dadurch Krankengeldzahlungen verhindert werden.

Also Ärzte-TÜV hin oder her, es nützt einem Betroffenen garnichts, wenn er auf einem Internet-Portal einer Krankenkasse wie hier der AOK nachlesen kann, ob ein Arzt die Qualitätskriterien der ärztlichen Kunst beherrscht oder nicht, die med. Laien und med. Unbelesene subjektiv abgegeben haben. Ein solcher Qualitätsnachweis können nur die jeweils zuständigen Ärztekammern überprüfen. Und auch dort ist zu erfahren, ob der betreffende Mediziner sich fachlich weiterbildet oder weitergebildet hat. Ob er eine Zusatzausbildung und die Ermächtigung hat, sich über ein spezielles Krankheitsbild med. sach- und fachkundig auszulassen. Nicht jeder Neurologe der Facharzt für Neurologie und Facharzt der Psychiatrie ist, ist befugt und ermächtigt, sich über chronische Schmerzen auszulassen, wenn er sich nicht speziell schmerzmed. weitergebildet hat. Nur dieses erfährt man, wenn man sich mit der Ärztekammer vor einer Begutachtung unterhält und nicht mit der Krankenkasse, der ist dieses egal. Die rechnet mit der KV ab und nicht mit dem Einzelarzt. Deshalb ist es geboten, sich mit seinem Krankheitsbild vorher auseinanderzusetzen und sich selbst ein wenig med. zu bilden, damit man auch diesen Scharlachtanen in etwa das Handwerk legen kann. Denn das seitenlange Schreiben über die angeblich korrupten Versicherungsmediziner ändert auch an dieser Situation nichts. Denn vor wie nach können sich Professoren wie A. Stevens weiterhin med. falsch und unbegründet auslassen, weil es keiner für nötig erachtet, diesen Mann bei der Ärztekammer an den Pranger zu stellen. Wer den Durchblick hat, die vorhandenen Netzwerke der Systeme zu durchschauen, wird feststellen, dass er keinen Ärzte-TÜV braucht, den die AOK nicht für die Patienten braucht, sondern den die AOK missbraucht, um evtl. Verordnungen von seriösen Ärzten (die es auch noch geben soll) ablehnen zu können. Hallo Ariel, hast Du deine Sichtweise mal unter diesem Aspekt betrachtet.

Gruss
kbi1989
 

Buffy07

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
13 Sep. 2006
Beiträge
875
Hallo kbi,


ich habe nur eine Bitte, alle sind beim Thema geblieben. Jeder hat seine Meinnung und Auffassungen zum Thema dargelegt ,nur du musst persönliche Angriffe starten. Das ist mir in der letzten Zeit aufgefallen. Einige User hier im Forum die nicht auf deiner Linie liegen, werden verbal angegriffen.
Ariel hat ausgeführt wie sie das ganze sieht und du greifst sofort an,>>>was soll das Geschreibsel<<< bleibe einfach beim Thema und wenn es dir nicht liegt, dann lasse es. Aber unterlasse die persönlichen Angriffe.:mad:

Gruß Buffy07
 

Paro

Sponsor
Registriert seit
3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
@ alle,
ich finde es seltsam, dass seit dem Ansinnen der AOK, so getan wird, als gäbe es keine Qualitätssicherungssyteme für Arztpraxen.
Beispiel: http://www.aezq.de/aezq/kompendium_q-m-a/7sonstigeinfos/0index/checklisten/view.
Nur was nutzt das Alles, wenn das "Patientlein" vor lauter Respekt nicht danach fragt oder mit dem Zertifikat im Wartezimmer nichts anzufangen weis.
Für viele sind die 3 "Studierten" (Apotheker, Arzt und Pfarrer) im Dorf eben immer noch die Meinungsführer und nicht kritisierbar.
Aber Medizin ist nun mal keine exakte Wissenschaft wie Mathematik oder Physik. Sie lebt zu mindest 50 % von Erfahrung.
Beispiel: Meine Tochter hatte ein Ekzem. Zeitfolge: Hausarzt, Hautarzt, wieder Hausarzt, neuer Hautarzt (Ausländer, Entwicklungsland) Letzterer schaute nur einmal und sagte "Krätze". Womit er richtig lag, er kannte das Erscheinungsbild am Menschen und nicht aus Büchern. Gleichzeitig war auch der Hautausschlag der Bewohner des Altenheims geklärt, in dem meine Tochter arbeitet. Die Heimbewohner wurden auch von diversen Ärzten betreut. Was schreibe ich jetzt in den TÜV-Bericht?
Viele Patienten beschäftigen sich auch nicht ausreichend mit ihren Krankheiten oder geben diffuse Auskünfte und wenn die Therapie dann nicht anschlägt ist der Doc schuld.
Andererseits habe ich auch schon einem Arzt gedroht, aus der Theke seines Foyers eine Achterbahn zu machen, wenn er mir nicht meine gew. Medikamente verschreibt. Er war der Nachfolger meines bewährten Hausarztes und stand auf "Blümchenmedizin", ich aber musste arbeiten gehen.
Als ich meine Leistenbrüche operieren liess, hatte ich mich über das Krankenhaus und die verschiedenen Operationsmethoden informiert und sagte in dem Arztgespräch 53 derartige OP's pro Jahr seien wenig, er beruhigte mich und sagte, der Bericht sei 2 Jahre alt, sie lägen jetzt bei 250 bis 300 pro Jahr. Da bei der minimalinvasiven Leisten OP durch den ganzen Bauch gegangen wird, hatte ich Bedenken wg. alter Narben und wir kamen überein, dann sofort auf die alte Methode umzusteigen. Durch die Vorinformationen wusste ich einigermassen Bescheid, doch wie viele machen das?
Wichtiger als TÜV ist, das Fehler furchtlos zugegeben werden können und gemeinsam (Arzt & Patient) nach Abhilfe gesucht wird und nicht jahrelange Streitereien bei den Gerichten notwendig sind.
 
Top