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Schmerzmittel Tramal und Tilidin oder andere Opiate

Suitman86

Neues Mitglied
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7 Feb. 2017
Beiträge
10
#1
Mit den Mitteln jemand Erfahrung? Was sind eure Erfahrungen. Also ich bekomme diese mittel jetzt schon mehrere Jahre. am anfang geht es, aber oft ist mir danach schlecht, ich liege zusammen gefalten auf dem sofa, zittere und mir ist kalt. ist das bei euch auch so. Welche nehmt Ihr und welche wirken bei euch gar nicht und welche am besten. Ich muss auch mal etwas stärkeres nehmen, kann jemand da etwas empfehlen?
 

Hotte

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#2
Hallo Suitman86, also grundsätzlich muss man sowas sowieso mit seinem behandelndem Arzt abklären und jeder Mensch ist halt verschieden in seinen Verträglichkeiten.
Bei mir kamen Tramal und Tildin nie in Frage weil ich dort eine Unverträglichkeit habe,die Symtome die Du schilderst hab ich bei den sofort bis hin zum Erbrechen und Ohnmacht:(.
Für die Zeiten mit sehr starken Schmerzen ist Oxygesic bei mir die beste Wahl, es lindert die Schmerzen sehr gut ,bei mir mit relativ wenig Nebenwirkungen,allerdings ist die Absetzung nicht ganz so einfach da es schnell körperlich abhängig macht,die Entzugserscheinungen (Übelkeit,Aggressivität und Schüttelfrost) sind an den ersten beiden Tagen schlimm, am 4. Tag war ich aber damit durch:eek:.
Ansonsten hilft bei mir Ibuprofen sehr gut (bei starken Schmerzen auch mal höher dosiert) und schnell je nach Bedarf.

LG Hotte
 
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rhein-main-gebiet
#3
guten abend, suitman86!

ich bin, ehrlich gesagt, ganz entsetzt, daß du schon eine ganze weile (sieben jahre, wie ich gelesen habe) diese medikamente anscheinend einfach so verschrieben bekommst.

tramal ist schlimmer als alkohol (das soll jetzt aber nicht heißen, daß ich dir zur schmerzbetäubung alkohol empfehle; ich will dir nur den suchtfaktor verdeutlichen)! die höchstdosis am tag soll maximal 160 tropfen betragen.
tramal sollte therapeutisch so kurz wie möglich verwendet werden; bei längerer anwendung muß eine regelmäßige ärztliche überwachung erfolgen.

tilidin, das auch in der drogenszene total "in" ist, ist ein synthetisches opioid, das als schmerzmittel ebenfalls nur kurz verwendet werden sollte. momentan ist mir von einer langzeitstudie von nur zwei jahren etwas bekannt.
bei mißbrauch besteht die gefahr, dass tilidin (auch körperlich) abhängig macht; eine weitere nebenwirkung sind depressionen.

bitte versuche mithilfe deines arztes einen aufenthalt in einer schmerzklinik (nicht krankenhaus!) zu bekommen. warum dir das dein arzt von sich aus noch nicht geraten hat, ist mir ein rätsel.
oder du suchst dir selbst eine schmerzklinik heraus und setzt dich mit dem patientendienst in verbindung; dort wird dir dann gesagt, welche unterlagen du für einen aufenthalt benötigst.

alles gute wünscht dir soraya
 

Susi81

Mitglied
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#5
Ich bekomme selber Tilidin retard 50 seit 2010 nun 100 retard das seit 4 Wochen. Und Schmerzklinik hilft ihn seltenen Fällen.
Nimm es nur nicht täglich, nehme die Tabletten nur im äußersten Notfall. Bin Gott sei dank nach 7 Jahren nicht abhängig . LG Susi
 

SofeeErdbeere

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#6
naja eigentlich gibt man bei akuten Schmerzen kein retard präparat, würde da vllt einen Schmerzmediziner mal drauf gucken lassen
 

ptpspmb

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#7
Hallo @,

nehme seit Jahren Tilidin und Novalgin bei Bedarf!
Keine Abhängigkeit (glaube ich)!

Aber wenn man vor Schmerzen nicht mehr gerade aus sieht, dann ist einem alles recht!
 

Babra

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#8
naja eigentlich gibt man bei akuten Schmerzen kein retard präparat,
Hallo .
Darf ich hierzu mal fragen...
warum
keine retard präparat bei akuten Schmerzen?

Ich hab jetzt Tramadol retard 50 verschrieben.
Damit man nicht abhängig wird.
Was wohl bei Tropfen schneller gehen würde.
Ich hab seit 3 jahren Dauerschmerzen.
Nun im januar operiert.

Sorry falls ich im falschen Thema
dazwischen schreibe.

Gruss
 

Teddy

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#9
hallo babra,

wenn dir ein bestimmter Wirkstoff gegen deine Schmerzen hilft, dann ist das o.k. und genau für dich individuell richtig.

Je nach Schmerzart und Auslöser kann eine einzelne Dosis den Schmerz bekämpfen. Manchmal aber nur für kurze Zeit - bei mir half er aber nicht länger als zwei Stunden. Daher bekam ich dann ein Retardprodukt, dort wird derselbe Wirkstoff mit Hilfe von Zusätzen eingepackt und im Magen bzw. Darm löst er sich langsam auf. Die Dauer der Wirkung lässt sich so über einen längeren Zeitraum ausdehnen und ich musste nicht alle zwei Stunden "nachlegen".

So kann bei manchen die Dosis und/oder die Nebenwirkungen reduziert werden. Also Retard ist auch bei Akutschmerzen richtig. Wichtig ist eine gute Dosiseinstellung durch einen kundigen Arzt. Das half mir einige Jahre.

Ich konnte inzwischen wieder auf Tropfen umstellen und je nach Bedarf habe ich die Erlaubnis zwischen 4x20-40Tr. aber höchstens bis zu 160Tr. am Tag Novalgin.

LG Teddy
 
Zuletzt bearbeitet:

Babra

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20 Feb. 2017
Beiträge
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Ort
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#10
Danke Teddy
Für deine Antwort.

Novalgin Retard
Hab ich nicht
vertragen.
Ich stand neben
mir selbst.
Alles war grau...
fühlte mich wie auf
harte Wolken.
Später musste der
Notarzt kommen.
Es blieb bei einer
einmaligen
Einnahme...einer
einzelnen Tablette.

Gruss Babra
 
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Südwesten
#12
Ich habe ein Jahr lang u.a. Palexia genommem, hat mir geholfen und hatte auch keine Nebenwirkungen bei mir. Das Absetzen machte keinen Spaß, aber auch das ging vorbei.
 

Lyssi

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25 Okt. 2017
Beiträge
38
#13
Hallo

Ich hatte 6 Jahre tilidin genommen erst tabletten und es wurde in kurzer Zeit immer mehr, hatte dann tilidin tropfen und Targin bin abhängig geworden und musste entgiftung in Klinik machen
also Vorsicht bei diesen beiden Medikamenten
Vg
 

Tina79

Mitglied
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Beiträge
41
#14
Hallo
kann Lyssi und Teddy nur zustimmen! Habe selbst über Jahre u.a. Novalgin genommen... und ohne Schmerzmittel, diverse durch.... da sie nur kurzfristig "helfen"/mindern, und nachgelegt werden müssen.
Retard nach Befindlichkeit, o.g. ok.
So helfen diverse, je nach Individuum....kann nur bestätigen.
Vorsichtig sein bitte! Rücksprachen halten, mit den Ärzten, Therapeuten pp.
und auch mal die Beilage lesen - man vergisst so schnell! und, überhaupt.

Nebenwirkungen on mass. Aber die lesen wir uns ja nicht durch! wir spüren, und lesen dann, ggfs auch nur.....weil ansonsten, .... gibt es die ohnehin dann. im Heute.... (lache!)
Nahm u.a. die, wie TicTacs. Hauptsache den Tag überstehen, irgendwie.
"Grund"nahrungsmittel. Im Grunde, unverantwortlich!
.....
Sucht Hilfen! Es gibt Hilfe!......
vom Chiro. damals, wurden mir Spritzen gegeben. Half eine Weile zumindest.

Schmerztherapeuten, Osteophaten, Physio. nebst Psychiatrische Hilfen gaben/geben mir Halt/HILFE! nebst Mittelchen.....für sowohl als auch!
LEUTE, nie wieder ohne diese! Das schon, unglaublich.......
Die Osteopathie half/hilft, aber es dauert... und zwar eine ganze Weile. Ich mache diese, in regelmäßigen Abständen - je nachdem... alle 6-8 Wochen wenn s gut läuft, sonst war ich auch schonmal wöchentlich da. Akupunktur soll auch helfen. - hab ich aber nur von gehört.
Hatte mal Fussreflexzonenmassage ausprobiert. ich bin ja nicht so zimperlich, aber.......... nee. Bin da unter die Decke gegangen. Im Grunde kennen wir es, wenn es weh tut, wird s besser. Also, dadurch...... und doch. Nee.

die Physio,manuelle und wieder Übungen. Sind wichtig! und helfen........ langfristig ohnehin.

Lieben Gruss, und passt auf Euch auf!
 
Zuletzt bearbeitet:

Trollin68

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Beiträge
7
#15
Tillidin und Tramal.....in der Langzeiterfahrung hoch problematisch!!! Alles live erlebt auf der Suchtstation. Oftmals auch noch zusätzlicher Konsum von Alkohol und div, anderen Substanzen!!! Klar gibt's Entzugssymptome und dauerhafte Folgeschäden! Zugedröhnt und abhängig....Mensch das Zeug verändert eure Psyche nicht nur eure Schmerzen!!! Es gibt Alternativen!!! Wer nicht sucht hat schon verloren:)) auch eine Suchende!
 

DerKnieKaputte

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#16
Hallo zusammen,

ich möchte auch mal was positives zum Thema Schmerzmittel schreiben:
Ich bin seit 2014 in einer guten Schmerzambulanz, bekomme so die typischen Opiate. Nach langem Einstellversuchen wurde ich auf Bedarf eingestellt. Mit dem Aufbau von Medikamentenspiegel bin ich nicht zurecht gekommen, da ich die Schmerzsignale meines Körpers nicht mehr zeitnah erfasst habe. Das Zeug nutze ich nur für den Fall das Basismedikamente und koventionelle Maßnahmen nicht greifen.

Entscheidend ist der betreuende Arzt, (Schmerzspezi) welcher mögliche Abhänigkeiten früh erkennen muss, und Alternativen erarbeiten muss. Ich war sehr skeptisch bei der zu erwartenden Abhänigkeit, aber auch nach 3 Jahren bin ich nicht betroffen. Allerdings prüfe ich mich permanent selbst, meide Alkohol+Medi usw....

Viele Grüße

DetKnee
 
Zuletzt bearbeitet:

Sindi

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1
#17
Hallo ihr Lieben Leidensgenossen.

Ich habe Tilidin 100 mg/8 mg 2 Jahre lang eingenommen. Mir hat es geholfen, jedoch ist es ein Teufelszeug! Physisch und psychisch immer down, dazu kamen Juckreiz vom feinsten. Zusätzlich über ein halbes Jahr 1 x die Woche 1 Spritze vom Neurochirurgen um die Nerven im Rückgrat zu blockieren. Bin da mit Arbeiten gegangen und musste leider auch mein Auto nutzen, um in die Arbeit zu kommen. Nie wieder Tilidin.
 
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#18
Hallo Sindi,

willkommen hier im Forum.
Ja so macht jeder der starke bis sehr strake Schmerzen hat so seine Erfahrungen mit den Schmerzmitteln.
Nach meinem Unfall war ich echt froh, dass ich so etwas bekommen habe!
So konnte ich doch wenigstens 3 Std. am Stück durchschlafen!
Das absetzen war dann nicht so witzig, aber ist auch kein so großes Problem gewesen!
Jeder Mensch empfindet das halt anders!
Mit dem Rauchen aufzuhören fand ich schlimmer!