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Prothese Bein Vorab Infos Fragen

Mike-DH

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#1
Hallo,
ich, Mike, hatte vor 2.5 Jahren unverschuldet einen Motorradunfall und mein Bein hat viel abbekommen.
Habe bisher 7 Ops gehabt, bin aber sehr unzufrieden, da ich seitdem chronische Schmerzen habe und auch so im Alttag Bewegungseinschränkungen und somit keine Lebensqualität mehr habe.
Ich hab einfach keine Kraft mehr (seelisch und durch die Schmerzen). Und hasse mittlerweile mein Bein.

Die nächste OP die ansteht soll ich eine Knie Prothese bekommen, weil das Knie innen auch alles degenerativ kaputt ist.
Und wenn ich dann ab Oberschenkel amputiere, wäre das Knie ja auch nicht mehr. Ich hab sowieso die Befürchtung, wenn ich Knie neu bekomme, habe ich Angst das ich damit auch nur Probleme und Schmerzen haben werde, und mein Unterschenkel der ja auch kaputt ist, mir weiterhin Probleme bereitet und das Problem dann ja weiter besteht.
Und ich keine Lust mehr habe das dort weiter operiert wird und keine Besserung auf langer Sicht sein wird.
Ich habe die Schmerzen satt.

Nun befasse ich mich mit dem Thema Bein amputieren, da ich der Meinung bin, das ich danach hoffentlich Schmerzfrei und mit Prothese länger am Stück gehen kann sowie eigentlich alles wieder machen kann, was mir jetzt nicht wirklich gelingt.

Meine Familie und auch Arzt wissen von meinem "Kopfkino" noch nichts, und ob mein Arzt dem zustimmt und es medizinisch Begründet werden kann, weiß ich noch nicht.

Ich habe eine Prothese gefunden mit der alles möglich ist und zwar die Ottobeck Genium X3. (Duschen, Schwimmen, Joggen, Laufen usw.)

Ist hier jemand der diese Prothese hat und seine Erfahrungen mitteilt.
Kann man damit Auto fahren ohne das Auto umrüsten zu müssen?

Thema Phantomschmerzen hab ich mich noch nicht richtig mit befasst, und fange erst damit an.
Danke und Gruß Mike
 
Zuletzt bearbeitet:

ptpspmb

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#2
Hallo Mike,

willkommen hier im Forum.
Leider kann ich dir nicht wirklich weiter helfen, aber es werden sich weitere User melden die dir Tips geben werden.
Bis dahin alles Gute!
 
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#3
Hallo Mike

ich hatte 2015 ebenfalls einen Moped-Unfall, mit ca80km/h in die Leitplanke, bei mir ist es das rechte Bein was stark betroffen ist. Hüfte & Rücken sind zwar erst mal geheilt, wurde mir aber schon gesagt da werden in den nächsten Jahren noch Probleme kommen.

In wie fern ist dein Bein kaput ? Knie Tep kann ja auch viel Schmerz wegnehmen.

Bevor Du dich mit irgendwelchen Prothesen beschäftigst solltest Du erst einmal a. mit deiner Familie unbedngt drüber sprechen , wie sehr dich die Situation mit den Bein belastet und b. was deine Gedanken dazu sind. Auch die brauchen eine Mentale vorbereitungszeit, eine
Amputation ist ein riesen Schritt und unabkehrbar.

Danach im nächsten Gespräch ein EHRLICHEN Dialog mit deinen behandelnden Ärzten, sofern noch nicht gemacht unbedingt eine 2. Meinung zum Bein einholen.

Ferner würde ich Dir raten eine Selbsthilfegruppe für Amputierte aufzusuchen, findet man im Netz. Einfach schon mal ein Austausch mit betroffenden und ihre unter real Bedingungen getragenen Prothesen.

Des weiteren kann man auch schon mal ein gutes Sanitätshaus besuchen welche Prothesen baut um zu höhren was die so meinen. Eine Prothese besteht ja nicht nur aus den Bein, sondern Schaft ,strumpf für den Stumpf usw.
s
Vom Ablauf nach der Amputation bekommt man erst einmal eine Übergangsprothese für ca 6monate bis der Stumpf ausgeheilt ist.

Suche erst mal die Gespräche , deine Familie sieht ja mit sicherheit auch Deine Probl. Aber die vor vollendete Tatsachen stellen ?

Auto umbau ist vieles auch für "kleines" Geld machbar , Automatikwagen und je was für ein Bein betroffen ist.

Das erst einmal meine Gedanken zu deinen Post.

LG
Biggimaus
 
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#4
Hallo Mike-DH
kann Dir zum Glück auch nicht über eigene Erfahrungen mit Amputation berichten. Aber: Hast Du eine kompetente Schmerztherapie? Bei einem ausgebildeten Schmerztherapeuten? Da ist vieles möglich mit Medikamenten und auch Psychotherapie. Bei Dauerschmerz echt wichtig.
Alles Gute Pauline
 

Vetty

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#6
Hallo Mike,

wie Aramis schon treffend bemerkte, kannst Du vom Regen in die Traufe kommen.

Ich habe selbst schon über eine Amputation nachgedacht, nachdem meine Knie-Tep eingebaut wurde und seitdem nur Ärger und Schmerzen macht. Lebensqualität ist da nicht vorhanden.

Das Problem bei mir ist (und da sind sich 5 wirklich fähige Knieendoprothetiker einig), dass sich der Zustand mit jeder neuen OP / Revision noch verschlechtern wird. Ich habe also zur Zeit den "Bestzustand" erreicht, mit dauernden Schmerzen, Parästhesien, Gangunsicherheit und sehr eingeschränkter Lebensfreude. Ich war mal ein sehr aktiver Mensch mit einem tollen Beruf.....Nun bin bewege ich mich irgendwie vorwärts und mein Beruf hat sich auch erledigt.

Aber, auch da waren sich die Spezialisten einig, eine Amputation würde mir mein Leben nicht schöner machen, im Gegenteil, die Probleme würden wahrscheinlich größer.

Lass Dir nicht erzählen, es würde danach alles besser, geh vom schlimmsten Fall aus und überleg Dir, ob Du damit leben kannst.

Vielleicht konsultierst Du noch ein paar Spezialisten und holst Dir eine oder zwei andere Meinungen ein?

Empfehlen kann ich Dir aus eigener Erfahrung die Charité und das Team von Prof. Perka und PD Dr. Pfitzner. Ich fühlte mich dort kompetent und menschlich gut beraten.

Halte Dir die Daumen!

Vetty
 

Wolle53

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#7
Hallo UO,
hallo Mike,

da kann ich Vetty nur zustimmen, lasse dir viel Zeit und suche dir in deiner Nähe eine Reha - Klinik wo viele nach einer Amputation mit einer Prothesenversorgung versuchen wieder einigermaßen ans gehen zu kommen.

Und dann treffe mal einige nach einem Jahr wieder da wirst du erstaunt sein wie die positive Stimmung umgeschlagen ist und einige diese nicht mehr rückgängig zu machende Amputation besser nie gemacht hätten.

Viele viele die ich gesprochen habe sagen nie mehr wieder eine Amputation hätte ich bloß mein Bein nicht wegnehmen lassen.
Auch eine Bein - oder Fußversteifung ist nicht die Lösung.

Nach meinem schweren Arbeitsunfall und nun nach den vielen Verschlimmerungen und mehr als 5 Jahre AU war ich auch der Meinung weg mit dem Bein.

Gut, dass ich dies bis heute nicht machen lassen habe, denn was ich da so erfahren hatte und auch wie die verschiedenen Ärzte mir eine Bein-Versteifung und sogar Amputation aufschwatzen wollten , nein danke.

Ich hatte sogar schon von einem Arzt die Einweisung in eine Klinik, habe dankend abgesagt und bin zu diesem Arzt nie mehr wieder hingegangen, denn mir war klar das dieser mit der Klinik und meinem Kostenträger der BG zusammen arbeitet und bestimmt dafür die Taschen sich voll macht.

LG Wolle
 
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#8
Hallo

Anscheinend ist der Thread ersteller weiter nicht interessiert , keine Antworten ... sei es drum ...

Jeder muß seinen weg finden wie er wie mit welcher Situation umgeht.

Das es selten DEN richtigen weg ist ja allen bekannt.

Eine Amputation sollte immer der letzte weg sein, aber den muß jeder für sich finden wann was zu machen ist. Aber dazu muß/sollte man sich meiner Meinung nach UMFASSENDs informieren.

Was machen Versteifung / Tep ... gibt x Leute wo das System nicht funktioniert und was kommt danach. ? ? ? Hoffen , kopf in den Sand ist wohl nicht der richtige Weg.

Nix machen oder sich einfach mit Schmerzmedis vollstopfen , bis auf Sicht die Nieren / Leber probleme machen...

Ich kenne viele Leute die sehr zufrieden sind mit Ihrer Prothese , allerdings auch 2 die schon nachoperiert werden mußten am Stumpf.

Für mich stehe ich vor der Entscheidung , eine OP am US noch zu riskieren wo sich mal Ausnahmsweise 3 Doc´s einig sind , erfolg dessen unter 20% oder doch den Sprung ins kalte Wasser mit der US-Amputation und ein neues Leben anzufangen. Alle doc´s haben gesagt die Amputation ist eine Option und die Indikation ist gegeben. Für mich die schwerste Entscheidung überhaupt.

Wolle53 Du schreibst
"Gut, dass ich dies bis heute nicht machen lassen habe, denn was ich da so erfahren hatte und auch wie die verschiedenen Ärzte mir eine Bein-Versteifung und sogar Amputation aufschwatzen wollten , nein danke.

Ich hatte sogar schon von einem Arzt die Einweisung in eine Klinik, habe dankend abgesagt und bin zu diesem Arzt nie mehr wieder hingegangen, denn mir war klar das dieser mit der Klinik und meinem Kostenträger der BG zusammen arbeitet und bestimmt dafür die Taschen sich voll macht."

Kannst Du schmerzfrei laufen oder bist Du auf den Rollstuhl angewiesen? Wie geht es nun bei Dir weiter.

Kein Arzt wird pauschal zu einer Amputation raten, zumindest habe ich keinen kennengelernt bisher und wir waren in der Charité Berlin , UKM Münster und MHH ist meine behandelnde Klinik. Vor Ort werde ich von einen meiner Ansicht nach kompeteten Chirugen betraut.

Ich denke nicht das es für irgendeinen Kostenträger auf Sicht günstiger ist wenn Amputiert wird. Heilungsverlauf , Prothesen was passiert im Alter ... Der körpereigene Verschleis ist ja größer , sprich mögliche neue andere OP´s stehen an , Hüfte Rücken ..

Allen ein schönes WE

LG
Biggimaus
 

Wolle53

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#9
Hallo biggimaus,

ja nicht nur der Rollator sondern mittlerweile der Rollstuhl ist auch fester Bestand in meinem Leben geworden.

Obwohl mein Kostenträger immer wieder alles abgelehnt hatte einen 3 mal verordneten Rollator wurde nicht genehmigt usw.

Aus gewissen Gründen (es laufen noch Prozesse mit der BG) werde ich nicht weiter darauf eingehen.

Aber bei Selbständigen sieht es ganz anders aus, da geht es um viel Geld und wenn man viele Jahre AU geschrieben ist und nur 78 Wochen Verletztengeld bezogen hat, dann weiß man wie die Ersparnisse weg sind und die vielen Gutachten aus eigener Tasche bezahlen um endlich nach vielen Jahren Kampf gegen den Kostenträger mal einen Erfolg zu erzielen bei mir hat dies 11 Jahre gedauert bis ich endlich vom Gerichtsgutachter meine Unfallrente zugesprochen bekommen hatte.

Alles nicht einfach und auch die ganzen Unterlagen aus den Krankenhäusern die mir helfen hätten können worden von meinem Kostenträger aus der Akte entfernt und in den Krankenhäusern werden Akten nach 30 Jahren vernichtet, man will auch irgendwann nicht mehr.

So genug davon genies mal auch heute die schöne Sonne und alles Gute sagt

Wolle