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Sadofloli

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14 Nov. 2017
Beiträge
5
#1
Hallo,
ich brauche Eure Hilfe um dieses Chaos zu sortieren um es endlich abschließen zu können. Es ist eine lange und komplizierte Geschichte..

Ich hatte im Mai 2014 einen Verkehrsunfall bei dem ein, mir entgegen kommendes Auto, anscheinend durch einen Niesanfall() auf meine Fahrbahn kam und frontal und ungebremst in mich hinein fuhr.
An den Aufprall selber kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich seh nur noch vor mir wie das Auto auf meine Fahrbahn wechselte und dann erst wieder als ich merkte, dass das Auto voller Nebel war ich ich schlecht Luft bekam.
Da ich 1 1/2 Jahre zuvor einen Wildschwein Unfall hatte, bei dem der Airbag ausgelöst würde, kannte ich das mit dem Nebel schon und dachte meine Atemnot, kam auch daher.
Ich versuchte wie in Zeitlupe auszusteigen, es war eine gefühlte Ewigkeit bis ich es geschafft habe, den Gurt zu öffnen. Ich wollte aussteigen, würde jedoch von einem Ersthelfer gebeten, sitzen zu bleiben, da ich stark blutete. Ich spürte nur die Atemnot und wollte raus. Kaum war ich auf den Beinen, sackte ich üblich zusammen. Ich wurde an den Bordstein gezogen. Eine Ersthelferin meinte ich wurde Hyperventilieren und drückte mir eine Tüte auf Nase und Mund. Auch die kurz darauf kommenden Rettungssanitäter hat meine Atemnot nicht interessiert. Im Krankenhaus würde der Unfallverursacher mit einer Rippenprellung und einem gebrochenen Arm, vor mir behandelt. Ich lag, wie mir schien, unendlich lange,immer noch blutend, auf dem Flur. Letztendlich würde ich geröntgt und danach erst meine 2 Schnittwunden am li. Arm und eine ca. 10cm lange Platzwunde, am Hinterkopf, genäht. Da ich immer wieder Erinerungslücken aus der Zeit hab. Weiss ich erst wieder, dass ich irgendwann auf dem Zimmer war. Es hieß es ist vermutlich eine Rippe gebrochen, alles nicht so schlimm. Die erste Nacht war furchtbar... ich hatte furchtbare Schmerzen und dass ich immer noch schlecht Luft bekam, würde damit abgetan, dass dies wohl durch die starke Prellung des Brustkorbes kam. Am nächsten Tag wurde sicherheitshalber ein Ultraschall gemacht, bei dem man noch einen Bruch des Brustbeines und einen Pneumothorax feststellte, daraufhin würde ein CT gemacht. Ich bekam eine Thoraxdrainage. Am 2. Tag nach dem Unfall, merkte ich beim gehen, nur bis zur Toilette, unter Atemnot, Schmerzen im Re Knie. Es hieß, es wird wohl eine Prellung sein.
Als nach 5 Tagen die Drainage entfernt wurde, kam , mit dem Schlauch, der Eiter raus. Ich wurde nach Gerlingen in die Lungenklinik verlegt und bekam dort zum ersten mal nach dem Unfall, Sauerstoff. Der dortige Arzt war entsetzt, dass man mich ohne Sauerstoff, sitzend, transportiert hatte. Den Tag darauf würde ich operiert, die Lunge würde gespült und eine zusätzliche Drainage gelegt. (2Schläuche) Dort bekam ich dann auch zum ersten Mal Atemtherapie. 22 Tage später würde der letzte Schlauch gezogen und ich durfte Heim. Nachdem mein Knie nach über 2Monaten immer noch schmerzte, ging ich zum Orthopäden, der eine Bakerzyste und einen Innenminiskußriss feststellte. Das Knie würde operiert. Im Klinikbericht steht nichts von Unfallfolge,
Mir würde gesagt, dass die Lunge ca. Ein halbes Jahr zur Erholung braucht. Als mir danach immer noch die rechte Brust wehtat, würde durch einen Ultraschall, eine Blutgefüllte Zyste in der Re. Brust entdeckt.ca 2,5x3cm gross. Die Zyste habe ich noch heute, sie ist mittlerweile(nach3 1/2Jahren) auf 1,8x2cm geschrumpft.
Seit dem Unfall habe ich bis Heute, Nacken und Schulterschmerzen. Meine Therapeutin hat mir Eine PTBS vom Unfall bestätigt. Eingeschranktes Lungenvolumen. Ca-18%. Ich bekomme seit Februar2016 Erwerbsunfähigkeit'srente.
Allerdings hatte ich schon vor dem Unfall, Fibromyalgie, Polymyalgie, mehrere Bandscheibenvorfälle und Depressionen. Der Unfall hat mir den "letzten Rest" gegeben. Seitdem bin ich absolut nicht mehr belastbar. Weder Physisch noch Psychisch. Nachdem Icon 4 Fachbereichen behandelt würde, dachte ich, es wäre gut, ein zusammenfassendes Gutachten erstellen zu lassen um alles auf einen Punkt zu bringen. Schließlich mochte ich das Schmerzensgeld was mir zusteht , nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Gutachten ist eine einzige Katastrophe... unter dem Strich... Alles gut verheilt keine bleibenden Schäden und der Psychologe schrieb noch so, durch die Blume... man muss vorsichtig sein, was ich sage... auf kognitiver Ebene keine Einschränkung. Die Diagnosen in meinen Klinikberichten: 1Platzwunde, 2Schnittwunden. Pneumoemphysem , 1-2() Rippenbrüche . Es steht nichts von... Schleudertrauma... Gehirnerschütterung .. Knieverletzung... starke Prellung des Brustkorbes. Die Knieverletzung, wird laut Gutachten, als Unfallfolge nicht anerkannt, da ich schon Arthrose im Knie hatte und ein Innenminiskusriss auch eine Verschleiß Erscheinung sein kann. Auch bei den 4Bandscheibenvorfalle, die ich in der HWS habe, kann ich nicht beweisen dass sie eine Folgendes Unfalls sind. Hab leider versäumt, 1 Tag vor dem Unfall ein MRT der HWS , als Beweis zu machen.(das war die Antwort des Arztes). Mein Anwalt, kam all die Jahre nicht wirklich in die Gänge. Jetzt soll endlich das Schmerzensgeld berechnet werden. Was kann ich tun, damit ich das bekomme, was mir zusteht? Ich bin mir nicht sicher, ob mein Anwalt das hin kriegt? Ich bin sehr verzweifelt und habe Angst nicht mehr richtig auf die Beine zu kommen. Ich bin 48 und möchte nicht für den Rest meines Lebens Rentnerin sein. Zur Zeit befinde ich mich in einer Klinik in der die PTBS behandelt und eine Arbeitserprobung stattfindet. Das ist meine letzte , große Hoffnung.
Wer kann mir weiter helfen, bzw. Tipps geben?

Liebe Grüße und Danke für Eure Geduld beim lesen
SADOFLOLI
 

Gsxr1983

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#2
Guten Morgen Sadofloli,

Herzlich wilkommen hier im Forum, wenn der Anlass hätte sicher auch ein besserer hätte sein können.

Vorneweg, du warst schon vor diesem Unfall eingeschränkt, daher gehe ich davon aus das du Glaubwürdige Unterlagen bestitzt was vorher Kaputt war!

Das würde ich dem Arzt sagen der solche Äußerungen wie das Röntgen am Tag zuvor von sich gibt! Da könnte ich platzen!

Du hast sicher alle Untersuchungsberichte ab Unfall? Und hast auch Schmerztagebuch mit Medikation und kannst alle Verschlechterungen die der Unfall mit sich gebracht hat beziffern und beschreiben?

Hier liegt bei solchen Begutachtungen immer der Fehler! Man muss diesen Ärzten alle Diagnosen vorlegen damit diese wenn Sie einer Diagnose widersprechen dies vor Gericht begründen müssen! Ich selbst war bei keinem Arzt und bei vielen Gutachtern und wenn man diesen nicht etwas vorgibt schreiben diese immer wie gut so etwas doch werden kann.

So alles zusammen tragen wegen Knie und Lunge Ärzte Fragen ob noch etwas zu retten ist, zweit Diagnosen einholen!

Wenn der Gutachter bestehenden Diagnosen widerspricht eine Befragung beantragen und nachfassen oder eine Begutachtung nach §119 veranlassen.

Mein Beitrag spiegelt meine Erfahrungen wieder.

MfG


GSXR
 

Rekobär

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#3
Biomechanisches Gutachten

Hallo Sadofloli,

was für ein Gutachten hast Du denn erstellen lassen? Und welche vier Fachbereiche waren darin beteiligt?

Normalerweise wird in solchen Fällen ein sogenanntes biomechanisches Gutachten erstellt. Besteht aus einem technischen Teil (Unfallanalyse mit Insassenbewegung und Insassenbelastung) und einem medizinischen Teil (Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den Verletzungen und Verletzungsfolgen).

Abgesehen davon, dass Du Geld dafür bezahlt hast, warst Du ja der Auftraggeber des Gutachtens, wenn ich es richtig verstanden habe. Du bist also nicht verpflichtet, das Gutachten auch zu verwenden, wenn es nach Deiner Meinung gegen Dich spricht.

Was die Biomechanik angeht, einfach auf meinen Nicknamen gehen und die dort hinterlegte Webseite durchschnökern.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

Sadofloli

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#4
Untersuchungsberichte/Gutachten

Hallo Gsxr 1983,

danke, für Dein herzliches Willkommen.
Mein Problem ist, dass schon die Erstuntersuchungen so katastrophal abgelaufen sind, vieles versäumt, bzw nicht ernst genommen wurde, und leider die Liste der Diagnose (laut Hausarzt und Psychologin) nicht vollständig ist.
Allein schon durch die Tatsache, dass ich eine 10 cm lange Platzwunde am Hinterkopf habe, die durch den heftigen Aufprall auf die Kopfstütze verursacht wurde, müsste die Diagnosen, Schleudertrauma und mindt. Gehirnerschütterung zur Folge haben. Aber das ist in keinem Bericht vermerkt.
ich habe manchmal das Gefühl, dass mein mir alles schief lief, was nur irgendwie ging.
Beim nähen meiner Schnitt,- und Platzwunden lies am Ende, bei der Kopfwunde, das Betäubungsmittel nach... als ich es sagte, hieß es nur... bin ja gleich fertig.. daraufhin kamen noch 3 sehr schmerzhafte Stiche...
Dann die Geschichte mit meiner Lunge, was ja eigtl ein Zufallsbefund war...
Das zur Schau stellen... in aller Ruhe und Gemütlichkeit, vor mindt 10 fremden Menschen, wie mir die Thoraxdrainage gesetzt wurd, von einer Ärztin die es zum 1. mal machte und es auch nicht auf Anhieb hinbekam...
Nach dem Unfall stand ich so sehr unter Schock, dass ich vergaß, bzw einfach nicht auf dem Schirm hatte, dass ich Abends noch 100mg Tramal zur Schmerzmedikation zu mir nachm. Gegen meine Schmerzen in der Brust/Lunge, bekam ich 1x 400mg Ibu und 1x 600mg. Als ich mehr brauchte, wurde ich angepflaumt...es wäre genug!
Erst am nächsten Tag wurde ich gefragt, ob ich Medikamente nehme..

Hallo Rekobär,

ich habe zwar das Gutachten angeregt, da keiner mehr durchblickte bei den verschiedenen Berichten und jeder nur nach seinem Fachbereich schaute, dachte ich, es wäre sinnvoll alles zusammen zu fassen um es auf einen Nenner zu bringen. daher bat mein Anwalt die Gegnerische Versicherung, das Gutachten zu veranlassen.
Ich könnte mich dafür Heute noch in den Hintern beiß...
Das Gutachten wurde von der BG Gutachtenstelle in Tübingen veranlasst und betraf die Fachbereiche, Gynäkoölogie, Unfallchirurgie, Pneumologe und Psychologe/Psychiater.

Ich hoffe Ihr steigt bei dem Chaos noch durch... ich blicke es manchmal selbst nicht mehr.
Zur Zeit wird wohl das Schmerzensgeld berechnet. Ich habe meinem Anwalt eine aktuelle Auflistung geschrieben, wo und wie ich noch Beeinträchtigungen habe.
Ich hab keine Ahnung mit was ich da rechnen kann? Auch mein Anwalt will sich da nicht festlegen.... habe zu ihm eh einen sehr schlechten Draht, bzw bekomme kaum und wenn dann mit langer Wartezeit , Antwort.

Wie läuft denn so eine Berechnung ab? Macht das mein Anwalt? Oder macht die Versicherung ein Angebot?
Ich habe in einigen berichten gelesen, dass von einer Abfindung abgeraten wird Wie kann das dann anstatt dessen, ablaufen?

Fragen über Fragen...mein Kopf raucht schon wieder...
Danke für Eure Zeit und Eure Bemühungen... sie sind für mich Gold wert!

Liebs Grüßle
Sadofloli
 

Rekobär

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#5
Schmerzensgeld, Abfindung

Hallo Sadofloli,

zunächst muss ich mal meine Erschütterung darüber ausdrücken, dass ausgerechnet Dein Anwalt von der gegnerischen Versicherung ein Gutachten verlangt hat. Böse Falle, ganz böse Falle.

Schmerzensgeld und Abfindung sind zwei unterschiedliche Dinge.

Schmerzensgeld bekommst Du für das erlittene Auaweh. Dafür gibt es verschiedene Tabellen in Buchform, die aber nichts weiter sind, als eine Zusammenfassung von Schmerzensgeldurteilen in demjeweiligen Zusammenhang der erlittenen Verletzungen.

Abfindung - mit einer Abfindung sollen sämtliche Ansprüche gegen den Gegner abgegolten sein. Dazu gehört auch unter Umständen Verdienstausfall in späteren Zeiten, falls diese Unfallbedingt sind. usw. Das sollte gut überlegt werden, da Abfindungen später nur sehr scher anfechtbar sind. Andererseits haben Abfindungen auch einen positiven Effekt, da sozusagen ein Abschluss der unangenehmen Sache stattfindet. Es kommt also letztendlich auf die Höhe der Abfindung an.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

Sadofloli

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#6
Falle?

Hallo RekoBär,
wie meinst Du das? Böse Falle?
Kann ich denn meinem Anwalt nicht endlich mal eine Frist setzen bis wann er das Schmerzensgeld betiteln soll/muss?
Bei mir läuft, auch finanziell gerade alles aus Ruder. Seit dem Unfall kann ich nicht mehr arbeiten, von letzes Jahr Februar, bis 31.10.17 hab ich Rente wegen voller Erwerbsminderung bekommen. Nun muss ich einen Hartz iV Antrag stellen, weil sich die Rentenversicherung quer stellt, weiter zu zahlen, da noch ein Gutachten aussteht. Dern termin für das Gutachten hatte ich bereits am 27.9.17. nur die Gute Frau, die das Gutachten gemacht hat, ist irgendwie nicht zu erreichen. Sie wurde auch bereits von der DRV angemahnt... und ich muss jetzt büßen...
Alles...Banane....auf allen Ebenen...
Bin gerade in der Klinik zur Traumatherapie, unter anderem, wegen dem Unfall. Ich hab jetzt einiges an die Sozialarbeiterin weiter gegeben. Ich hoffe, Sie kann was erreichen.

Bin weiterhin für alle Tipps und Ratschläge Dankbar.

Liebs Grüßle
Sadofloli
 

Kasandra

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Irgendwo im Nirgendwo
#7
Hallo SADOFLOLI ,

wer ist die Gutachterin welche das GA noch nicht fertig gestellt hat?

Du schreibst "Das Gutachten wurde von der BG Gutachtenstelle in Tübingen veranlasst und betraf die Fachbereiche, Gynäkoölogie, Unfallchirurgie, Pneumologe und Psychologe/Psychiater.
"

Warum ein Gynäkologisches GA? Ich sehe keinen Anhaltspunkt bei deinen Verletzungen`?

Hast du die GA schriftl. vorliegen?
Was sagen die aus für Dich?

Viele Grüße

Kasandra
 

Sadofloli

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#8
Gutachten

Hallo Kasandra,

das Gutachten, das noch nicht erstellt wurde, betrifft die Erwerbsunfähigkeitsrente, da ich ja seit dem Unfall nicht mehr arbeiten kann. Dieses Gutachten wurde von der DRV Berlin angefordert.
Das Gutachten, dass zu den Unfallfolgen erstellt wurde, hat aber auch fast ein Jahr gedauert, bis es endlich fertig war.
Das Gynokologische Gutachten war deshalb notwendig, da ich, noch bis Heute, durch die starken Prellungen des Brustbereichs, eine mit Blut gefüllte Zyste in der rechten Brust habe.Diese wird in halbjährlichem Abstand, per Ultraschall untersucht.
Dieses Gutachten habe ich auch bekommen. unter dem Strich steht: das alles wunderbar verheilt ist und ich keine bleibende Beeinträchtigung habe! Das stimmt aber nicht. Die Zyste ist nach wie vor da... an meiner Lunge musste die Spitze entfernt werden, was eine Beeinträchtigung des Lungenvolumens von ca 15-20% ausmacht. Zudem habe ich immer noch Nackenschmerzen und wegen meiner PTBS bin ich gerade in Behandlung.
Zum Ende meiner derzeitigen Therapie, möchte ich eine Arbeitserprobungsmaßnahme machen, um zu schauen, ob und wieviel und vor allem, was ich arbeiten kann.
Liebs Grüßle
Sadofloli
 

Sadofloli

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#9
Ich will noch nur mein RECHT!! Unverschämtes Angebot!

Dem Ganzen wurde Heute noch die Krone aufgesetzt
Ich bekam eine mail meines Anwaltes mit dem Angebot der Versicherung
Mir wurde eine Abfindung in Höhe von 2000€ angeboten, wenn ich damit auf allen weiteren Forderungen verzichte.
Unter anderem hieß es
" Dass die von der Mandantin weiterhin beklagten Beschwerden noch auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, lässt sich anhand der medizinischen Unterlagen nicht vollziehen. Wir weisen darauf hin, dass die Beweislast für die Unfallbedingtheit ihre Mandantin trifft.
Nach wie vor, sind wir an einer abschließenden Regelung interessiert. Vor dem Hintergrund der erheblichen Vorerkrankungen, sind wir bereit die Gesamtansprüche ihrer Mandantin mit einer Zahlung in Höhe von 2000€ abzufinden."

Kann mir bitte einer sagen, was das bedeutet?
" Die gegnerische Versicherung hat nunmehr ein titelersetzendes Anerkenntnis abgegeben!" ?

Und sowas bekomme ich dann immer vor dem Wochenende...wo niemand mehr zu erreichen ist, den man was fragen kann...und in meinem Kopf läuft nur noch dieser Hororfilm.

Ich will doch nur das was mir zusteht, nicht mehr, aber, verdammtnochmal, auch nicht weniger
Ich bin total unverschuldet an diesem Unfall und leide bis Heute(3 1/2 Jahre danach)immer noch unter den Folgen, ich möchte doch endlich mal eine Schlussstrich darunter ziehen, damit ich auch psychisch wieder zur Ruhe kommen kann.
Ist das zuviel verlangt?
Was ratet ihr mir?
Muss ich mir einen anderen Anwalt nehmen?
Ein neues Gutachten? Aber wer bezahlt das? Ich hab ja selbst kaum genung zum leben.
Oder reichen auch aktuelle Arztbefunde?
Muss ich damit vors Gericht gehen?
Oder besteht noch die Hoffnung auf eine gütliche Einigung?
ich hab keine Kraft mehr zu kämpfen...ich will nur mein RECHT

Liebs Grüßle
Sadofloli
 

Rekobär

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#10
Titelersetzendes Anerkenntnis

Hallo Sadofloli,

zunächst einmal zu meiner Böse Falle: Man beauftragt grundsätzlich nicht die gegnerische Versicherung ein Gutachten erstellen zu lassen. Was soll dabei rauskommen?

Nun noch zu Deiner anderen Frage:
"" Die gegnerische Versicherung hat nunmehr ein titelersetzendes Anerkenntnis abgegeben!" ?"

Um vollstrecken zu können benötigt man einen sogenannten Titel. Das kann ein Vollstreckungsbescheid oder auch ein rechtswirksames Urteil sein.

Da die Versicherung dem Grunde nach die Haftung anerkennt, ist dies, wie ein Urteil. Allerdings bestreitet die Versicherung das Verletzungsausmaß. Und da ist es tatsächlich an Dir den Kausalzusammenhang zu beweisen.

Übrigens 2.000,00 € als Abfindungssumme ist unakzeptabel.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

Sekundant

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#11
hallo Sadofloli,

zunächst einmal brauchst du - neben deinem anwalt - eine übersicht zu den gesamten behandlungsuntelagen und vermutlich fachliche hilfe bei deren auswertung. nur so kann abgeklärt und nachgewiesen werden, dass bzw welche folgen du durch den unfall davongetragen hast.
nimm dir die zeit und besorge dir wenn nicht schon geschehen sämtliche (!) behandlungsunterlagen, schreiben, befunde an dritte, röntgen- und mrt-bilder aller ärzte und kliniken. nur damit lässt sich ein mögliches falschgutachten oder argumente der versicherer nachweisen und begegnen.

auf der basis dieser unterlagen kann entgegenstehenden behauptungen der versicherung und gutachter begegnet werden. ein mühevoller weg, aber ein nötiger.


gruss

Sekundant
 

Scheitholz

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Spessart
#12
Hallo Sadofloli,

Die ganze Sache scheint mir recht verfahren, vor allem aber verwirrend zu sein. Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du derzeit zwei, wenn nicht sogar drei Baustellen. Zum einen Deinen Kampf mit der DRV und dem ausstehenden Gutachten, zum zweiten die Auseinandersetzung mit der Versicherung. Als dritten Punkt würde ich da dann noch Deinen Rechtsanwalt hinzufügen.
Kommen wir zu Punkt 1:
Auf welcher Basis wurde denn das Gutachten der DRV gemacht? Warst Du als Patient vorstellig oder wurde / wird das Gutachten auf Basis der Aktenlage erstellt? Auf alle Fälle solltest Du zusehen, welche Information hier genutzt werden (Befunde usw.). Hierzu kann man bestimmt Akteneinsicht erhalten. Das wäre ganz hilfreich, damit Du alle Unterlagen mal sammeln und sortieren kannst, wie es Sekundant vorgeschlagen hat.
Punkt 2:
Was wurde denn bisher von der Versicherung überhaupt an Dich gezahlt? Die 2.000 € erschein so erst einmal als Witz.
Das die Versicherung ein Gutachten in Auftrag gegeben hat ist jetzt nicht ganz so dramatisch. Ist bei mir auch so gelaufen. Wir hatten auch ein Mitspracherecht bei der Gutachterwahl. Das Ergebnis steht zwar noch aus, aber wir werden sehen. Gutachten sind immer ein wenig Glücksspiel. Am Ende zählen meiner Meinung nach nur die Gutachten, welche von Gericht beauftragt werden. Deshalb macht es wenig Sinn, die wenigen guten Gutachter die es gibt, im Vorfeld zu verbrennen.
Auf alle Fälle würde ich mich keinesfalls auf die Abfindung einlassen. Das solltest Du auch klar und deutlich, am besten in Schriftform Deine Rechtsanwalt kommunizieren.
Damit kommen wir zum Dritten Punkt:
Auf Grund der Tatsache, dass sich das ganze Dilemma schon so lange ohne sichtbares Ergebnis hinzieht solltest Du Dir gut überlegen, ob ein Anwaltwechsel nicht hilfreich ist. Der will aber gut überlegt sein, da dies in der Regel mit Kosten verbunden ist. Da Deine finanzielle Situation gerade etwas angespannt scheint, was ich sehr gut nachvollziehen kann, kommt dieser Schritt wohl eher nicht in Frage. Also bleibt Dir nichts anderes übrig, als Deinen Anwalt mit seiner Arbeit zu unterstützen und Ihm zuzuarbeiten. Das kostet Dich dann zwar Zeit aber es dient ja der Sache.

Folge den Rat von Sekundant und trage alles, was Du an Informationen bekommen kannst zusammen. Versuche, wenn nicht schon geschehen, alle Termine, Behandlungen usw in einen Kalender einzutragen. Selbiges gilt für ein Schmerztagebuch. Je lückenloser Deine Aufzeichnungen sind, umso besser sind Deine Chancen.
Wenn Du alles zusammengetragen hast, musst Du versuchen einen Arzt zu finden, der das alles entsprechend bewerten kann. Dann musst Du mit Deinem Anwalt die nächsten Schritte überlegen. Es ist ein harter, steiniger Weg. Wenn Du nicht klein beigeben willst, dann bleibt Dir nichts anderes übrig, als diesen zu beschreiten.

Gruss
Scheitholz