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Aufforderung zur Stellung eines Rehaantrags durch die Krankenkasse

emma1

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8 März 2012
Beiträge
292
#1
Hallo Zusammen,

ich beziehe seit November Krankengeld. Jetzt habe ich von der Krankenkasse ein "Vorabschreiben" bekommen, dass sie beabsichtigt, mich zur Stellung eines Antrags auf berufliche Rehabilitation aufzufordern.
Mit Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber und einem dann behinderungsgerechten Arbeitsplatz wird meine Arbeitsunfähigkeit aufgehoben sein. Dieser Wechsel wird voraussichtlich im Sommer stattfinden. Die Krankenkasse lässt nicht mit sich reden und stellt den Vorgang nicht zurück.
Ich befürchte, dass wenn alles ganz dumm läuft, die bzw. die DRV mich aufgrund des dann eingeschränkten Dispositionsrechtes, zu Dingen "zwingen", die ich nicht will. Schlimmstenfalls die Zwangsverrentung.

Hat jemand Erfahrung mit diesem Vorgang?

Danke und liebe Grüße
Emma
 

kbi1989

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Okt. 2006
Beiträge
928
#2
Hallo Emma1,

warum soll mit Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber und behinderungsgerechten Arbeitsplatz die Arbeitsunfähigkeit aufgehoben sein? Diese Feststellung trifft immer noch ein(e) Arzt/Ärztin.

Was das Dispositionsrecht der Krankenkasse anbelangt könntest Du evtl. Recht haben. Aber verrentet wirst Du vom Rentenversicherungsträger und welches Interesse sollte der haben, wenn er erfährt, dass bei Dir ein Arbeitsplatzwechsel ansteht. Also wird dieser vermutlich die berufl. Reha genehmigen, weil es letztendlich den RV-Träger billiger kommt, anstatt Rente zu zahlen.

Die Krankenkassen verhalten sich sehr oft restriktiv wenn es um die Krankengeldzahlungen geht. D. h., man will Dich von der Kostenstelle weg haben, und da kommt das Dispositionsrecht gerade recht. Aber, ich würde es nicht so negativ sehen wollen, selbst wenn die berufl. Reha nichts bringen sollte, bedeutet dies nicht, dass der Reha-Antrag in einen Rentenantrag umgewandelt werden (müsste) könnte.

Versuch´s doch mal mit einem Krankenkassenwechsel.

Gruss
kbi1989
 

emma1

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8 März 2012
Beiträge
292
#3
Hallo kbi1989,

es ist natürlich richtig, dass letztlich der Arzt feststellt, ob die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt ist. Meine momentane AU hängt aber direkt mit dem nicht behinderungsgerechten Arbeitsplatz (auf den ich intern versetzt wurde) zusammen. Stimmen die Gegebenheiten am Arbeitsplatz, steht einer Wiederaufnahme der Arbeit nichts im Wege.

Grundsätzlich habe ich nichts gegen eine berufliche Reha einzuwenden. Nur würde ich die gerne beantragen, wenn es vom Zeitpunkt her notwendig und sinnvoll ist. Und ich möchte selber bestimmen, was diese berufliche Reha an Maßnahmen für mich bedeutet. Ich hatte bereits vor einigen Jahren die leidvolle Erfahrung, dass die RV einen "auf Teufel komm raus" in einen ihrer Meinung nach für mich perfekten Beruf umschulen wollte. Dieser hatte weder mit meinen Interessen zu tun noch in irgendeiner Weise mit meinen bisherigen Qualifikationen. Hauptsache rollstuhlgerecht...
Damals konnte ich meinen Weg gehen. Jetzt macht mir dieses eingeschränkte Dispositionsrecht Angst.

Ein Krankenkassenwechsel ist mit unglaublich vielen Hürden für mich verbunden (aufgrund der ganzen Hilfsmittel). Außerdem bin ich ansonsten ganz zufrieden (Scherereien gibt es mit jeder KK), daher ist das keine Option und würde mit Sicherheit auch nicht das aktuelle Problem aus der Welt schaffen.

Ich würde nur gerne wissen, welche Argumente es braucht, um der KK klar zu machen, dass sie mich erst gar nicht zu dieser Reha auffordern müssen. Ich befinde mich noch in der "Anhörungsfrist".

Liebe Grüße
Emma
 

Kasandra

Aktiver Sponsor
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28 Sep. 2006
Beiträge
5,286
Ort
Irgendwo im Nirgendwo
#4
Hallo Emma,

wenn ich es richtig verstehe, wartest Du noch auf Deinen behindertengerechten Arbeitsplatz bei Deinem AG.

Soweit so gut. Wie ist in diesem Sinn der Status mit der HPV, denn die müsste m. E. mögliche Umbaukosten oder auch modifiziertes Equipment bezahlen. Wieso der AG oder eine Rentenkasse.

Ich sehe hier ganz klar das Verursacherprinzip.

Viele Grüße

Kasandra
 

emma1

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8 März 2012
Beiträge
292
#5
Hallo Kasandra,

ich werde den Arbeitgeber wechseln, da es beim momentanen Arbeitgeber keine Aussicht auf Besserung gibt.
Beim neuen Arbeitgeber muss noch im Detail geklärt werden, ob Anpassungen notwendig sind.
Mit der gegnerischen HPV geht gerade gar nichts voran, denn die prüfen, prüfen, prüfen...
Ich habe bereits einiges über die Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben von der DRV "bezogen". Diese holen sich das Geld ja wieder bei der HPV.

Gute Nacht und Gruß
Emma