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  #11  
Alt 17.10.2015, 14:25
charlyxxl charlyxxl ist offline
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Registriert seit: 19.02.2015
Beiträge: 8
Hallo,
das CT für das Gericht liegt mir vor und ich stelle es mal ein:


„Es liegt ein CT-morphologische Voruntersuchung vom 4.11.2014 zum Vergleich vor.
Normal große Schilddrüse. Mediastinal Nachweis mehrerer, zum Teil auch nodulär konfigureirter Lymphknoten bis max. 10 mm Größe. Geringe Vascosklerose. Bekannter infracarinaler Lymphknoten mit 13 mm Herdgröße. Keine relevanten hilären Lymphknoten.
Keine zentrale Raumforderung. Normal großes Herz. Coronarsklerose. Kein Pericarderguss.
Beiderseits finden sich deutliche pleurale Verdickungen mit zum Teil flächigen bzw. plaqueartigen Binnenkalzifierenden. Links basal im Unterlappen flächige Verdichtungen mit einzelnen, kleineren Auflockerungen mit einer Herdgröße von ca. 4 cm im Durchmesser. Angrenzend finden sich deutliche Traktionsbronchiektasen. des Unterlappens. Keine Einschmelzungen.
Eine weitere Verdichtung etwas kleiner aber mit ähnlichem Bildcharakter zeigt sich im Unterlappen rechts dorsal, hier maximal 3,4 mm messend mit minimalen Binnenkalzifizierungen und beginnenden Traktionsbronchiektasen.
Auch rechts diaphragmal flächige Kalzifizierungen . Keine pleural tumoröse Raumforderung. Keine suspekten Rundherde. Kein flächiges Infiltrat.
Die knöchernen Strukturen zeigen fortgeschrittene degenerative Achsenskelettveränderungen mit langstreckiger ventraler Längsbandossifikation. Keine Sinterung. Kein Tumor.

Berurteilung
Diffuse Pleuraverdickungen mit pleuralen Kalzifizierungen als auch Rundatelektasen der Lungenuntergeschosse beidseits mit angrenzenden Traktionsbronchiektasen. Diaphragmale
Kalzifizierungen rechtsbetont. Insgesamt am ehesten mit einer Asbestose vereinbar. Ein Malignom liegt nicht vor. Zur Voruntersuchung vom 4.11.2014 keine progredienten Lungenveränderungen.“




Heute bekomme ich Post, dass ich im November zur Heilbehandlung soll,
möchte aber erst das Gerichtsverfahren mit Urteil abwarten.
Ich möchte nicht jetzt wieder von einem BG Gutachter bescheinigt bekommen, dass meine Asbestose nicht behandlungsbedürftig sei, wie im Widerspruchsverfahren ermittelt wurde. Ich glaube nicht, dass in einem BG Haus objektiv Begutachtet wird.
Nach einem Urteil, auch wenn ich in Berufung gehen muss, würde ich dann eine Reha bei der BG machen. Nach dem was bis jetzt abgelaufen ist
sehe ich die BG nur als ein Gegner der nicht für nachvollziehbare Schäden
aufkommen will.

Davon abgesehen eine Lungenfibrose ist nicht heilbar und kann nicht rückgängig gemacht werden.
Mache eine Dauerbehandlung mit Fosterspray.
Gruß
Karl
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  #12  
Alt 19.10.2015, 08:12
lupo1 lupo1 ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 07.12.2014
Ort: Oberhausen
Beiträge: 58
Hallo Charlyxxl,
ich kann dir eine Reha in der BG Klinik Bad Reichenhall empfehlen. Deine Sorgen sind unbegründet, da die Ärzte sich im Entlassungsbericht wie folgt äußern.
Verlauf:
Unkomplizierter Verlauf des Heilverfahrens. Die verordneten Anwendungen
wurden gut vertragen. Eine Lungenfunktionseinschränkung konnte nicht
objektiviert werden. Im Rahmen der Atemtherapie wurden geeignete Atemtechniken eingeübt. Durch das verordnete Übungsprogramm konnte die Muskel- und Skelettfunktion positiv beeinflusst werden. Im Rahmen eines ärztlichen Vortrages wurde dem Versicherten ein Basiswissen über das asbestassoziierte Lungen- und Pleuraveränderung vermittelt. Des weiteren erfolgte eine Ernährungsberatung. Es konnte eine Gewichtsreduktion von knapp 2 kg erreicht werden. Bei regelmäßigen Kontrollen lagen die Blutdruckwerte im normotonen Bereich. In der Abschluß- Lungenfunktion lag die Vitalkapazität bei 4,0 L bei 88 % des Sollwertes.
Zur Stabilisierung der Lungenfunktion empfehlen wir eine Wiederholung des stat. Heilverfahren nach Ablauf von drei Jahren.
Ich fahre gerne nach Reichenhall, aber nur im Sommer.
Wenn du möchtes, schreibe mir eine E-MAIL, ich werde dann näher auf mein Fall eingehen.
Alles Gute Lupo1
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  #13  
Alt 22.10.2015, 06:42
lupo1 lupo1 ist offline
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Registriert seit: 07.12.2014
Ort: Oberhausen
Beiträge: 58
Hallo,
ich meinte eine PN und nicht eine E-Mail.
Alles Gute
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  #14  
Alt 26.12.2015, 10:28
charlyxxl charlyxxl ist offline
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 19.02.2015
Beiträge: 8
Hallo,
Ein Jahr ist jetzt vorbei und ich habe es bis zum Gutachten für das Sozialgericht geschafft.
Der Gerichtsgutachter hat mir für die Asbestose 40% MdE zugestanden.
Da ich aber bis 1998 geraucht und Übergewicht habe hat er dem Gericht
20% vorgeschlagen.
Mein RA ist der Meinung, wie auch meine Ärzte, dass 30% laut Falkensteiner Tabelle mindestens richtig wären.
Die BG wurde vom Gericht aufgefordert bis zum 07.12.2015 eine Stellungnahme oder einen Vergleich zum Gutachten bzw. den geforderten 30% MdE vorzulegen.
Nächste Woche sind es dann 4 Wochen über der Zeit.
Bei allem was ich hier lese scheint das ja normal bei denen zu sein.
So, ich harre der Dinge die jetzt kommen und werde nach Klärung hier wieder ein Update schreiben.
Noch schöne Weihnachten
Karl
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  #15  
Alt 12.05.2017, 16:10
charlyxxl charlyxxl ist offline
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 19.02.2015
Beiträge: 8
Hallo,
so, nun sind wieder 2 Jahre vergangen.
Ich war im Mai 2016 in Reha und die BG hat auch 20% MdE rückwirkend anerkannt.
Da mein RA aber 40% aber mindestens 30% anstrebt steht nun endlich der Termin beim
Sozialgericht fest.
Die Richterin hat mein persönliches Erscheinen angeordnet. Jetzt bin ich im Zweifel,
ist das gut oder schlecht für mich. Meistens wird bei persönlichem doch nahegelegt die
Sache nieder zu legen. Alles andere hätte mein RA auch selbst erledigen können.
Oder hat es sonst einen Grund, dass sie mich sehen will. Ich habe das keine Erfahrung.
Mein letztes CT im Januar besagt nur einen minimalen Fortschritt, Gott sei Dank.
Aber jedes Jahr ein minimaler Fortschritt ist auf Dauer auch eine Verschlechterung.
Bin ziemlich unsicher und meine Psyche macht auch Probleme. Ein Psychiater hat
hat mir auch ein Attest wegen der Asbestose ausgestellt. Meine Eltern sind Beide an
Lungenkrebs gestorben.
Dieses blöde Gefühl wenn auch vielleicht nicht angebracht macht einem ganz schön zu schaffen.
Werde mich dann nach dem Termin wieder melden.
Gruß
Karl
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  #16  
Alt 12.05.2017, 22:02
Teddy Teddy ist offline
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Registriert seit: 27.06.2007
Ort: Raum Stuttgart
Beiträge: 732
hallo Karl,

persönliches Erscheinen muss wirklich kein Nachteil sein. Es kann sogar von Vorteil sein, denn du kannst z.B. den Aussagen deines Anwalts ganz natürlich mit Kopfnicken bestätigen, oder auch mal auf eine Frage des Richters direkt an dich persönlich antworten. Du hast auch vielleicht die Chance deine Einschränkungen zu demonstrieren und wie bei mir konnte ich das einseitige Drehen meines Kopfes zeigen und die Blockade auf der andern Seite.

Eines ist wichtig, bleibe ruhig, spreche langsam laut und deutlich, lass deinen Anwalt auf dem Schlachtfeld "Gerichtsverhandlung" das Gefecht ausfechten und zeige du durch deine Anwesenheit Präsenz. Es ist für einen auch recht interessant und hilft einem damit besser umzugehen, wenn du mit eigenen Augen und Ohren wahrnimmst, was über einen selber gesprochen wird.

Besonders bei den absurdesten Behauptungen der Gegenseite ist es wichtig Gesicht zu zeigen und Position zu beziehen und in Ruhe Antworten zu liefern.

Persönliche Anwesenheit finde ich wichtig und richtig, schließlich geht es um DICH!

LG Teddy
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  #17  
Alt 06.08.2017, 10:10
charlyxxl charlyxxl ist offline
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 19.02.2015
Beiträge: 8
Hallo,
den Gerichtstermin habe ja nun hinter mir. Er verlief wie ich es mir schon vorgestellt hatte.
Das Gericht und mein RA haben mir nach Beratung vorgeschlagen die Klage zurück zu nehmen.
Die gewöhnungsbedüftige Richterin sagte gleich, sie könne den Beisitzern kein positives
Urteil vorschlagen. Der BG-Beauftragte machte den Vorschlag einen Verschlimmerungsantrag zu stellen.
Diesen habe ich gestern mit drei neuen Befunden meiner Ärzte, die alle eine Verschlechterung bestätigen, über meinen RA gestellt und jetzt geht das elende Spiel wieder von vorne los.

Gruß
Karl
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Stichworte
Asbestose, Berufskrankheit

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