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Versorgungs- und Integrationsamt Probleme, Hilfen, Hinweise für Unfallopfer, die mit der Versorgungs- und Integrationsamt zu tun haben. Die Beiträge stellen die Meinung des Autors/in dar und werden von ihm/ihr verantwortet.

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  #1  
Alt 26.07.2017, 12:29
Benutzerbild von Ingeborg!
Ingeborg! Ingeborg! ist offline
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Auftrag zur Begutachtung angeblich nicht gespeichert...!

Guten Tag!

Ich muß einfach 'mal etwas loswerden, es wäre zu lustig, wäre es denn ein Witz!

Antrag auf Anerkennung meiner Schwerbehinderung (überwiegend durch mehrere Arbeitsunfälle verursacht) vor über einem Jahrzehnt. Rollstuhlfahrerin seit ca. zehn Jahren.

Alle 'Sozialmediziner'/Beratungsärzte (besonders der jetzige) des Versorgungsamtes und jetzt der Nachfolgebehörde ignorieren meine fachärztlicherseits nachgewiesenen Beeinträchtigungen/Behinderungen.

Nun sollte auf Nachdruck des Sozialgerichtes trotz aller Berichte und Atteste ein weiteres Gutachten stattfinden. Hierzu sollte ich meine Zustimmung zur umfänglichen Offenlegung meiner Sozialdaten (gesamte Krankenakte) geben. Habe ich gemacht, damit die Sache endlich einen Abschluß findet.

Aus gegebenem Anlaß... habe ich im Vorfeld den GA-Auftrag an den Facharzt für Neurologie im Sinne einer Akteneinsicht gem. § 25 SGB X sehen/haben wollen!

Schreibt mir eine der Sachbearbeiterinnen (gehe davon aus, daß sie das ist), daß, sofern ein schriftlicher Auftrag ergangen sei, dieser nicht elektronisch gespeichert worden sei...!
Mir demnach keine Kopie zur Verfügung gestellt werden könne...!

Beim GA: Wir, mein Ehemann und ich (immer schön einen Zeugen mitnehmen!) haben diesen Auftrag + etliche Anlagen zusammen mit einer dünnen Aktenzusammenstellung gesehen! Diese Akten konnten wir durch mitgebrachte, aktuelle Arztberichte ergänzen, man kennt das!

Beim GA selbst gab es dann noch eine Überraschung: Im Gegensatz zur geforderten Schweigepflichtentbindung mit Gesamtschau auf meine neurologischen Ausfälle gab es im Auftrag nicht den Hinweis auf die schweren Einschränkungen in Bezug auf meine Gehfähigkeit (Rollstuhl...)! Und diese sollten auch nicht in die Begutachtung mit einbezogen werden... (wurden sie aber doch, der GA sah gerade hier die Notwendigkeit!).

Kennt sich jemand mit den Standard-Programmen zur elektronischen Aktenführung aus? Ich vermute mal (und habe das bereits mit einer Sachbearbeiterin einer anderen Sozialbehörde diskutiert, die mir zustimmte), daß es nicht möglich ist, eine Akte teilweise neben der personenbezogenen Datei vorbei zu löschen. Dies wurde mir bestätigt: Soll so ein immens wichtiger Vorgang, wie es die Beauftragung zu dem wahrscheinlich entscheidenden Gutachten darstellt, aus dem Programm entfernt werden oder 'nicht gespeichert' werden, so gehörten dazu zwei Sachbearbeiter, die diesen Vorgang bestätigen müssten. Und selbst dann gäbe es im Programm einen Hinweis auf die Löschung!

Bin 'mal gespannt, wie sich die 'Untere Gesundheitsbehörde' herauswindet.


Grüße von
Ingeborg!
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  #2  
Alt 26.07.2017, 14:02
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Rekobär Rekobär ist offline
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Computerfehler

Hallo Ingeborg,

vielleicht gab es einen PC-Absturz und keine zeitnahe Sicherung, sodass nur ein Teil der Akte als aktuell wieder hergestelllt wurde.

Herzliche Grüße vom RekoBär :-)
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  #3  
Alt 26.07.2017, 14:54
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Ingeborg! Ingeborg! ist offline
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Hallo @Rekobär!

Das hätte man mir mitteilen können, hat man aber nicht.

Die Formulierung lautete sinngemäß... 'so denn ein Anschreiben erstellt worden sei', wäre es nicht gespeichert!

Und ich wüßte es als Sachbearbeiter, wenn ich in dem ältesten unerledigten SchweB-Fall dieser Behörde einen Gutachtenauftrag erteilen und die Beweisfragen formulieren sollte. Schließlich müßte auch der Gutachter ohne einen schriftlichen Hinweis erraten, was er nun beurteilen sollte.

Hat noch jemand einen Rat? Ich rechne damit, daß ich wieder dumme Antworten von der antragsbelästigten Behörde bekomme.


Grüße von
Ingeborg!
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  #4  
Alt 26.07.2017, 18:46
HWS-Schaden HWS-Schaden ist offline
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Hallo Ingeborg,

ich würde Folgendes machen und zwar ab nun nur schriftlich.

Ich würde hinschreiben, dass offenbar ein Missverständnis oder Speicherfehler vorliegt.
Wenn die Daten nicht bei Behörde vorhanden seien, möge man sich bemühen um eine Kopie aus der Akte des GA, denn dort habe der Auftrag ja schriftlich vorgelegen.

Einen besseren Rat weiß ich nicht, weiß auch nicht, ob er taugt.

Viel Erfolg wünsche ich dir.
LG
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  #5  
Alt 26.07.2017, 20:02
Kasandra Kasandra ist offline
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Hallo Ingeborg,

ich finde die Idee von HWS-Schaden gut.

Irgendwo muss es ja einen GA-Auftrag geben und mit dieser Anfrage machst du den Sack zu.

Ansonsten hast Du den GA dran ohne konkrete Begutachtungsauftragung.

Auf die Spitze kannst Du es als nächstes noch treiben, dass Du die IT des Amtes in Frage stellst und an div. geeigneten Stellen vorträgst, dass die IT bzw. die Server nicht geeignet sind - Betreiber das Amt - wunderbar geeignet für die Öffentlichkeit - schlampig mit Verwaltungsakten und Dokumentation umgeht, da es sich u. U. auch um Verwaltungsakte zur Klage bezieht.

Also, IT-Sicherheit grundsätzlich nicht gegeben - dieses kann viele Ausmaße haben, z. B. Datenschutz, Ermittlung, Speicherung von persönl. Daten, etc.

Wenn das so ist und man es richtig anstellt, dann ein Skandal :-)

Viele Grüße

Kasandra
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  #6  
Alt 26.07.2017, 22:28
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Sekundant Sekundant ist offline
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die aussage ist natürlich blödsinn (darf man mal sagen, ist auch begründet).

es ist schon mal jeder schriftvekehr (kommunikation allgem) dokumentiert sein. dies dann auch vor allem (ironisch: ist ganz neu) auch deshalb, weil sensible daten hin- und her geschubst werden und der empfänger auf schutzmassnahmen hingewiesen werden muss, dies auch nachvollzigen werden kann und dies ggf auch durch dokumentation zu belegen ist.


gruss

Sekundant
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Ärzte sehen eher zu, wie ein Kollege einen ganzen Landstrich dezimiert, als gegen den Berufskodex zu verstoßen und gegen ihn aufzutreten. (George Bernard Shaw)
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  #7  
Alt 27.07.2017, 09:25
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Guten Morgen!

Ihr seid gut und bringt mich immer wieder auf die besten Ideen!

Danke, danke, danke!


Grüße von
Ingeborg!
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  #8  
Alt 16.08.2017, 06:55
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Es geht weiter, immer weiter und: Es bleibt böse erheiternd...

Guten Morgen!

Der Gutachtenauftrag und das Gutachten des Facharztes liegen der Verwaltung seit Wochen vor!

Nicht, daß man mir diese vor einiger Zeit ausdrücklich angeforderten Aktenteile zur Kenntnisnahme (§ 25 SGB X) übersandt hätte! Dafür habe ich einen nicht überprüfbaren Bescheid unterhalb... der auszugleichenden Ausmaße meiner Behinderungen erhalten! Rollstuhlgerechtes parken ist so immer noch nicht möglich! Dafür wird wieder auf das Hauptklageverfahren hingewiesen - für die nächsten Jahre: Denk' ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht - oder so ähnlich!

Übrigens: Ein Schwerbehinderter (Krüppel wie ich) braucht KEINE Begleitung!
M.E. soll der zusehen, wie er weiterkommt und seinen Rollstuhl selber vom PKW 'runter und wieder 'raufwuchten.

Frau E. von der UGB in C.: Meine E-Mail lesen und direkt erledigen, Sie wollten mir doch 'helfen'...! Oder doch eher nicht?


Grüße von
Ingeborg!


(Jeder andere würde jetzt kotzen!)
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Stichworte
elektronische Akte, Speicherung, Verweigerung Akteneinsicht

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