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  #1  
Alt 30.09.2017, 11:48
Benutzerbild von Charisma
Charisma Charisma ist offline
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nach Pneumokokkenimpfung in die Bauchdecke entstand ein Erysipel (Wundrose) am Unterb

Hallo zusammen,

ich lasse mich jährlich vorbeugend gegen Grippe impfen. Es gab auch nie besondere Vorkommnisse, habe die Impfung immer gut vertragen.
Vor ca. 2 Wochen wurde mir von meinem Diabetologen empfohlen, auch die Pneumokokkenimpfung durchführen zu lassen.
Beide Impfmittel,
zum Grippeschutz "influvac-Saison 2017/2018"
gegen Pneumokokken "PNEUMOVAX 23"
wurden auf Veranlassung des Arztes rechts und links in die Bauchdecke gespritzt.

Die Grippeimpfung verlief ohne besondere Vorkommnisse.
Die Pneumokokkenimpfung zeigte bereits nach Stunden erhebliche Reaktionen auf der Haut.
Es hatte sich ein Erysipel (Wundrose) am Unterbauch gebildet. Die ganze Bauchdecke war rot/blau, angeschwollen und heiß. An manchen Stellen, vor allen Dingen an der Einstichstelle der Nadel blutete es, auch eine Entzündung entstand dort, an anderen Stellen platzte die Haut auch auf, so dass ich mich vor einer Woche in der Notaufnahme der Uniklinik vorstellte. weil ich Angst hatte, eine Sepsis zu bekommen.

In der Anamnese stand dann:
Pneumokokkenimpfung in OP- Narbe (Z.n. Sigmaresektion). Diese Op war vor ca. 5 Jahren.
Rötung am Unterbauch. Diese nahm stetig zu und ist überwärmt.

Tetanusschutz vorhanden, Antibiotikum Amoclav 500 1-1-1 verordnet.
Bei Befundverschlechterung dirket erneute Vorstellung.

Die entstandenen Wunden behandele ich nun schon ca. 2 Wochen mit mit einem Antiseptikum (Betaisodona-Lösung).
Erwähnen möchte ich noch, dass vor dieser Impfung die Haut nicht richtig mit einem alkoholischen Hautantiseptiukum behandelt wurde.

Ich möchte jetzt erfahren, ob die gesundheitliche Beeinträchtigung eine Reaktion auf die Pneumokokkenimpfung ist, oder ob das Erysipel durch falsche Behandlungsweise (Desinfektion etc.) entstanden ist.
Wer ist verantwortlich für die entstandenen Komplikationen?
Wäre schön, wenn ich hier einen Tipp bekomme.
Danke im Voraus.
LG
Eva
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  #2  
Alt 30.09.2017, 22:28
Chris1966 Chris1966 ist offline
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Hallo Charisma

Bist du mit der Wunde in Behandlung? Was sagt der Impfarzt dazu?
Das ist echt heftig, ohne ärztliche Behandlung kann das nicht bleiben.

Ist das Bakterium bestimmt worden? Nach einem Katzenbiss bekam ich das falsche Antibiotika und nach ca 4 Wochen war die Infektion wieder da.

Im Zweifelsfalle frag bei deiner Krankenkasse nach. Sollte es ein "Impfschaden" sein wird das, glaube ich, gemeldet.

Ich habe mir nach zwei FußOps das Heparin selber in den Bauchdecke gespritzt. Da waren noch nicht mal Desinfektionstupfer dabei. Infiziert hat sich bei mir nichts.

Gute Besserung
CHris1966

Geändert von Chris1966 (30.09.2017 um 22:47 Uhr)
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  #3  
Alt 01.10.2017, 05:50
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Charisma Charisma ist offline
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Hallo Chris1966,

lieben Dank für Deine Mitteilung.
Momentan nehme ich das verordnete Antibiotikum, versorge täglich mit sterilen Kompressen die vorhandenen Wunden.
In der Uniklinik wurde bei der Erstbehandlung Blut abgenommen und ich denke, dass alles erforderliche untersucht wurde.
In der kommenden Woche werde ich wieder vorstellig, dann werde ich mehr erfahren.
Marcumar muss ich wegen einer Herzerkrankung täglich nehmen.

LG
Eva
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  #4  
Alt 01.10.2017, 10:53
Chris1966 Chris1966 ist offline
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Hallo Charisma

ich habe mich mal über den Impfstoff informiert. Bin aber nicht unbedingt schlauer geworden. Geimpft wird mit eine Bestandteil des Bakteriums bzw 23 verschiedenen Bakterien. Inwieweit diese noch infektiös sind konnte ich nicht finden. Persönliche halte ich es aber für sehr unwahrscheinlich das der Impfstoff ursächlich ist.
Normalerweise sind Streptokokken für eine Wundrose verantwortlich, und die sind wirklich sehr hinterlistig.
Mit dem was du schilderst würde ich nie und nimmer zwei Wochen bis zur Wiedervorstellung warten. Ist aber jetzt auch schon zu spät. Dein Termin naht ja jetzt.
Mit dem entzündeten Bauch wäre ich sofort zum Impfarzt. Ist für den ja auch wichtig zu wissen was passieren kann, egal warum.

Alles Gute dir. Und viel Erfolg bei der Aufklärung
Chris1966
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  #5  
Alt 02.10.2017, 15:01
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Charisma Charisma ist offline
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Hallo Chris1966,
Hallo zusammen,

zur Ergänzung meines Berichts möchte ich hinzufügen, dass die Anamnese, einen Tag nach der Impfung gegen Pneumokokken, in der Uniklinik erstellt wurde.
Dort wurde ich einen Tag nach der Impfung untersucht, ein großes Blutbild wurde angefertigt, EKG etc... Also, die Ärzte dort haben sehr gewissenhaft verfahren.
Dort wurde auch das Antibiotikum verordnet, die Behandlung dauert noch an.
Marcumar muss ich sowieso täglich einnehmen, deswegen brauche ich kein Heparin zu spritzen.

Das Erysipel ist meistens eine Folge einer Infektion mit den sogenannten A-Streptokokken. Diese Bakterien produztieren Giftstoffe, die in der Haut eine Entzündung bewirken.
Bei kleinen Wunden oder Einstichstellen kann sich dann eine Wundrose entwickeln, denn die Bakterien sind bei allen Menschen auf der Haut vorhanden. Wenn dann vor einer Impfung nicht richtig desinfiziert wird, kann dies schon der Auslöser für diese Erkrankung sein.

Der Diabetologe weiß noch nichts von der Erkrankung, denn seine Sprechstundengehilfin hat mir die Impfung verabreicht. Ehrlich gesagt, wollte ich verhindern, dass sie evtl Ärger mit ihrem Chef bekommt, womöglich noch ihren Arbeitsplatz verliert.
Aber, wenn alles überstanden ist, werde ich ihr in einem 4-Augen-Gespräch versuchen zu erläutern, dass sie zukünftig bei Patienten vor Impfungen und Spritzen gewissenhaft die Einstichstellen desinfizieren muss. Spätestens dann werde ich erfahren, wie sie darauf reagiert, woraus sich dann meine weitere Verhaltensweise ergibt, ob ich es dann doch dem Arzt mitteilen muss, um auch andere Patienten für die Zukunft zu schützen.

Ich hoffe dass die Erkrankung in naher Zukunft 100%ig ausgeheilt ist.

Was sagen denn die Ärzte zu Deinem Katzenbiss? Musst Du jetzt damit rechnen in gewissen Zeitabständen immer wieder diese Infektion zu bekommen? Oder hast Du eine gute Prognose nach dem Du das richtige Antibiotikum verabreicht bekommen hast?

Vielen Dank auch noch für die guten Wünsche, welche ich Dir hiermit auch übermittel, denn mit derartigen Erkrankungen ist nicht zu spaßen.

LG
Eva
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Geändert von Charisma (02.10.2017 um 15:06 Uhr) Grund: Ergänzung
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  #6  
Alt 02.10.2017, 17:20
Chris1966 Chris1966 ist offline
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Hallo Charisma

löblich das du die Arzthelferin in Schutz nimmst. Kann ich verstehen. Handeln würde ich aber trotzdem anders.

Ich habe nach dem Katzenbiss ein Standardantibiotika bekommen. Reichte halt nicht aus, da es nicht alle Katzenmundbakterien abtötet. Das zweite Antibiotika hat dann die restlichen vernichtete und alles war gut.

Schöne Grüße
Chris1966
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  #7  
Alt 02.10.2017, 18:12
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Charisma Charisma ist offline
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Hallo Chris 1966,

in der Uniklinik wurde mir von den Ärzten erklärt, warum gerade das Antibiotikum -Amoclav 500 Plus- (500 mg + 125 mg Filmtabletten) verordnet wurde.
Es wirkt durch das Abtöten von Bakterien, die Infektionen verursachen. Es enthält zwei verschiedene Wirkstoffe,
Amoxillin und Clavulansäure.
Amoxillin gehört zu der Gruppe von Arzneimitteln, die "Penicilline" genannt werden und die manchmal unwirksam (inaktiv) werden können.
Der zweite Wirkstoff "Clavulansäure" verhindert das.

Zu der Arzthelferin möchte ich noch sagen, dass sie die unproffessionelle Handlungsweise ja nicht absichtlich verübt hat. Aus diesem Grund rede ich erst einmal mit ihr.

Wenn ich an die medizinischen Gutachterinstitute mit ihren von den Versicherungsunternehmen, BG`s etc. bezahlten sogenannten "Sachverständigen" denke, welche erkrankte Patienten jahrelang mit falschen Gutachten quälen, dann wird mir ganz anders und dagegen sollte man sich immer sofort zur Wehr setzen, was natürlich nicht einfach ist. Aber diese Menschen wissen schon im Vorfeld, was für eine gute finanzielle Einnahmequelle diese "Schlechtachten" für sie sind.

Übrigens habe ich mal gehört, dass Katzen- und Menschenbisse die gefährlichsten sind.
Hundebisse natürlich auch. Man sollte immer Tetanus-Schutz haben und natürlich nach so einem Vorfall auch mit Antibiotika behandelt werden.

Schönen Abend
Eva
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  #8  
Alt 02.10.2017, 20:44
Chris1966 Chris1966 ist offline
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Hallo Charsima

Zwei Stunden nach dem Biss wusste ich eigentlich zum Arzt sollte. Aber so wie es ist halt ist, allein erziehend und wie will ich abends um neun noch zum Arzt.
Am nächsten morgen dann das volle Programm einschliesslich Schiene um Finger und Unterarm, rechts. Dann fahr mal mit so einem Arm mit dem Auto nach Hause, schalten ist sehr sehr schwierig.

Die KAtze hat das auch nicht extra gemacht. Der arme Kater hat sich in meinem Deckchair verheddert, auf dem er widerrechtig schlief. Tja Frauchen musste in nunmal rettten und das biss er halt.

Gute Besserung dir
Chris1966
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