Forum für Unfallopfer

Zurück   Forum für Unfallopfer > Diskussion zum Thema Leistungsträger > Bundesagentur für Arbeit

Hinweis

Bundesagentur für Arbeit Probleme, Hilfen, Hinweise für Unfallopfer, die mit der Bundesagentur für Arbeit zu tun haben. Die Beiträge stellen die Meinung des Autors/in dar und werden von ihm/ihr verantwortet.

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #11  
Alt 27.02.2017, 10:33
Schmeichel78 Schmeichel78 ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 20.06.2016
Beiträge: 30
Hallo,

ich habe zu dem Thema Gleichstellung noch eine Frage an Euch.

Mein Antrag kann nicht bearbeitet werden, weil die Nachweise der Krankenkasse noch fehlen.

Nun habe ich aber gar keine Belege. Die Ausfälle gingen immer nur ein oder zwei Tage. Länger dauerte so ein Ausfall nicht und ich musste keine AU vorlegen. Darüber hinaus sagte mein Hausarzt, dass er in BG Sachen eh keine AU ausstellen würde, ich solle damit zum Durchgangsarzt, was hier leider Uni-Klinik bedeutet.
Ich habe nur die Nachweise meines Arbeitgebers über die Fehlzeiten und die Schwerbehindertenvertretung, die sagt, dass sie den Arbeitsplatz als gefährdet sehen.

Der Sachbearbeiter sagt, dass er ohne diese Bescheinigungen den Antrag ablehnen wird.

Habe ich ohne diese Belege tatsächlich schon verloren?
Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 27.02.2017, 11:28
Kasandra Kasandra ist offline
Aktiver Sponsor
 
Registriert seit: 28.09.2006
Ort: Irgendwo im Nirgendwo
Beiträge: 4.884
Hallo Schmeichel,

es ist richtig, dass dein Hausarzt keine AU für den Unfall ausstellen darf.

Du musst zu einem D-Arzt.

Allerdings musst Du doch nicht unbedingt in die Uni-Klinik. Du kannst zu jeden D-Arzt wechseln. Diese findest Du in Krankenhäusern und auch im niedergelassenen Bereich.

Sicherlich kannst Du auch einen Nachweis über Deine Fehltage bekommen, weil Dein Arbeitgeber diese ganz bestimmt als "Krank ohne Krankmeldung" o. einem ähnlichen Wortlaut dokumentiert.

Lass Dir diese Liste ausdrucken.

Viele Grüße

Kasandra
__________________
Die Wissenschaft bemüht sich das unmögliche möglich, die Politik das mögliche unmöglich zu machen.
Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 27.02.2017, 19:53
Schmeichel78 Schmeichel78 ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 20.06.2016
Beiträge: 30
Hallo Kasandra,

ja, ich wende mich dann mal an meinen AG um einen derartigen Nachweis zu bekommen.

Meine Befürchtung war, dass ohne eine KK-Bescheinigung inkl. Diagnose der Krankschreibung die Gleichstellung abgelehnt wird; zumindest liest sich so das Schreiben vom SB.

Vielen Dank!
Mit Zitat antworten
  #14  
Alt 08.04.2017, 11:02
Waldmensch Waldmensch ist offline
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 05.12.2016
Beiträge: 15
Hallo,

würde einen Antrag stellen mehr als ablehnen geht nicht. Ich habe auch einen Antrag auf Anraten der Behindertenvertretung unseres Betriebes gestellt. Der Antrag wurde abgelehnt, da ich Versetzt wurde und somit einen leidensgerechten Arbeitsplatz hätte.
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 08.04.2017, 16:18
elster999 elster999 ist offline
Erfahrenes Mitglied
 
Registriert seit: 11.03.2014
Ort: Großraum Berlin
Beiträge: 815
Hallo Waldmensch,
ich habe den Gleichszellungsantrag problemlos durchbekommen und mein Arbeitsplatz wurde auch leidensgerecht eingerichtet, vorher schon. Von daher finde ich die Begründung etwas merkwürdig. Auch mein Chef hat nix reingeschrieben, dass der Arbeitsplatz gefährdet wäre. Es wurde nur angegeben, das ich öfter krankgeschrieben bin und nicht mehr alles machen kann...
LG Ellen
Mit Zitat antworten
  #16  
Alt 16.05.2017, 10:03
Schmeichel78 Schmeichel78 ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 20.06.2016
Beiträge: 30
Ich habe nun nach Monaten das Ergebnis bekommen.

Die Fakten:
Im Jahr 2017 liegen behinderungsbedingte Fehlzeiten von knapp 25% vor. (In den ersten zwei Monaten lag ich bei 40%)
Mit mir wurde wieder ein Gespräch aufgrund meiner Fehlzeiten geführt und mein Vorgesetzter teilt mir öfter mit, dass das "oben" aufgefallen ist.
Der Betriebsrat wurde vom Jobcenter angehört und hat geschrieben, dass der Arbeitsplatz aufgrund behinderungsbedingter Ausfälle gefährdet ist.
Die Schwerbehindertenvertretung wurde vom Jobcenter angehört und hat ebenfalls geschrieben, dass der Arbeitsplatz aufgrund behinderungsbedingter Ausfälle gefährdet ist.

Nun kam die Ablehnung, da keine Gefährdung des Arbeitsplatzes aufgrund behinderungsbedinter Auswirkungen erkennbar sei. Es seien keine Fehlzeiten im arbeitsrechtlich relevantem Umfang entstanden.



Argumente an das Jobcenter für den Widerspruch sind eigentlich:
Die Ausfallzeiten im Jahr 2017 liegen bereits jetzt deutlich über dem Gesamtausfall der Vorjahre. Aktuell habe ich eine Krankenquote von 25% (in den ersten zwei Monaten lag diese bei 45%)
Mein Vorgesetzter hat wiederholt ein Gespräch mit mir wegen meinen Ausfallzeiten geführt. Diese seien „oben“ bereits aufgefallen.
Die Schwerbehindertenvertretung sieht den Arbeitsplatz aufgrund der behinderungsbedingten Ausfälle als gefährdet an und teilte Ihnen dies aufgrund Ihrer Nachfrage mit.
Der Betriebsrat sieht den Arbeitsplatz aufgrund der behinderungsbedingten Ausfälle als gefährdet aufgrund Ihrer Nachfrage mit.

Geändert von Schmeichel78 (16.05.2017 um 10:15 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #17  
Alt 16.05.2017, 10:16
Benutzerbild von seenixe
seenixe seenixe ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 31.08.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 6.738
Hallo Schmeichel78,

ich würde davon ausgehen, dass Du eher im Süden der Republik beheimatet bist :-(
Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen und sogar Klage überlegen. Das Verfahren läuft jetzt und solange das Verfahren läuft, sind schon gewisse Schutzmechanismen in Gang gesetzt.

Gruß von der Seenixe
__________________
Wenn Du eine weise Antwort verlangst, mußt Du vernünftig fragen. (Goethe)

Unterstütze dieses Forum!

Werde "Aktiver Sponsor"

Mach mit! Onlinefragebogen zur Gutachtenauswertung

Mit Zitat antworten
  #18  
Alt 16.05.2017, 11:51
Schmeichel78 Schmeichel78 ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 20.06.2016
Beiträge: 30
Hi,

" ich würde davon ausgehen, dass Du eher im Süden der Republik beheimatet bist :-("
ich bin tatsächlich in NRW zuhause. Spielt das eine Rolle, die ich nicht bedenke?

"sind schon gewisse Schutzmechanismen in Gang gesetzt"
Kannst Du das näher erläutern?

PS: Weil ich hier viel Gutes vom VDK gelesen habe und auch eine Erhöhung des GdB in diesem Jahr vor Augen habe, geht heute mein Mitgliedsantrag raus.

Geändert von Schmeichel78 (16.05.2017 um 12:18 Uhr)
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
Gleichstellung, JobCenter

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Aufgaben der BG-Berufshilfe Teil II seenixe FAQ - Gesetzliche Unfallversicherung 0 27.01.2008 10:31
Der Vorschaden in der gesetzlichen Unfallversicherung seenixe Gesetzliche Unfallversicherung 0 22.12.2007 21:46
Antrag auf Unfallrente nach Sprunggelenkbruch sinnvoll? Poly Gesetzliche Unfallversicherung 0 07.09.2007 11:22
Arbeitsunfall abgeschlossen MdE steht fest TomT Berufsunfall mit Personenschaden 20 15.07.2007 08:40
Antrag beim Versorgungsamt sinnvoll? Punkinella Freizeitunfall mit Personenschaden 4 02.11.2006 09:51


Powered by vBulletin Version 3.8.3 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.

Die Beiträge stellen die Meinung des Autors/in dar und werden von ihm/ihr verantwortet.
Das Portal und Forum für Unfallopfer - www.unfallopfer.de - ist eine kostenlose Dienstleistung des Unfallopfer-Hilfswerkes.
Bitte beachten Sie das alle Artikel und Inhalte dieser Webseite urheberrechtlichen Schutz genießen und deshalb ohne schriftliche Zustimmung der Betreiber zum Gebrauch außerhalb dieser Webseite weder gedruckt, kopiert, gespeichert oder in anderer Form gesichert werden dürfen.
Impressum/ Anbieterkennung
Ad Management plugin by RedTyger