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Beamtenrechtliche Gerichtsverfahren Diskussionen zum Thema beamtenrechtliche Gerichtsverfahren. Die Beiträge stellen die Meinung des Autors/in dar und werden von ihm/ihr verantwortet.

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  #91  
Alt 17.05.2017, 16:03
Bockel Bockel ist offline
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noch eine Frage

Weiß einer von euch ob man als A8 bei einem qualifiziertem Dienstunfall A10 oder A9 Pension bekommt

Also 80% von A10 oder A9.

Ich konnte leider nichts in der Verwaltungsvorschrift finden.

Gruß
__________________
Ich gebe nicht auf. Denn ich will gewinnen
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  #92  
Alt 17.05.2017, 18:42
Paul Udo Paul Udo ist offline
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Beiträge: 70
Übernächste Besoldungsstufe, im mittleren Dienst mind. A9 , in NRW! Also A 10
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  #93  
Alt 17.05.2017, 18:43
Teddy Teddy ist offline
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hallo Bockel,

erstmal herzlichen Glückwunsch qualifizierter Dienstunfall anerkannt. Also da heißt es wirklich- gut Ding braucht Weile - 8Jahre Ausdauer - meine Hochachtung. Da war es ja echt schnell, denn bei mir hat es für nen normalen 10 Jahre gedauert- ha,ha,ha.

nun zum Thema unter: Gewerkschaft der Polizei Abteilung II ko-de
Landesbezirk Nordrhein-Westfalen vom 28.06.2011 zu finden unter:
https://www.gdp.de/gdp/gdpnrw.nsf/id/FBF2E9AE232C9B98C12578870030EA66/$file/Entwicklung%20und%20Berechnung%20der%20Beamtenvers orgung.pdf

heißt es Zitat:
"Vorzeitiger Zurruhesetzung nach qualifiziertem Dienstunfall
§ 37 Abs. 1 BeamtVG:
(1) Setzt sich ein Beamter bei Ausübung einer Diensthandlung einer damit verbundenen
besonderen Lebensgefahr aus und erleidet er infolge dieser Gefährdung einen Dienstunfall, so sind bei der Bemessung des Unfallruhegehalts 80 vom Hundert der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der übernachsten Besoldungsgruppe zugrunde zu legen, wenn er infolge dieses Dienstunfalls dienstunfähig geworden und in den Ruhestand getreten und im Zeitpunkt des Eintritts in den Ruhestand infolge des Dienstunfalls in seiner Erwerbsfähigkeit um mindestens 50 vom Hundert beschränkt ist." Zitatende

Also Endstufe der ÜBERNÄCHSTEN Besoldungsgruppe - bist du in A8 ist A9 die nächste und A10 die übernächste.

Gruß Teddy
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  #94  
Alt 17.05.2017, 19:24
HWS-Schaden HWS-Schaden ist offline
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Hallo Bockel,

Glückwunsch zu deinem Durchhaltevermögen und dem Ergebnis!
Toll!

Liebe Grüße HWS-Schaden
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  #95  
Alt 17.05.2017, 19:31
Benutzerbild von Charisma
Charisma Charisma ist offline
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Zitat von Bockel:
"Ich gebe nicht auf, ich will gewinnen."
Diese Einstellung war richtig und der Aufwand über die vielen Jahre hat sich gelohnt.
Herzlichen Glückwunsch!
LG
Eva
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  #96  
Alt 19.05.2017, 08:20
spezialagenthead spezialagenthead ist offline
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Glückwunsch

Es ist schön, dass Du es nun geschafft hast, dass man Dir Recht zuspricht! Dazu gratuliere ich Dir von ganzem Herzen

Aus persönlichem Interesse... wie hat man Dich die letzten 8 Jahre besoldet? In Deiner Besoldungsgruppe, inkl. der Abzüge, oder schon als Doenstunfall in der Endstufe Deiner Besoldungsgruppe mot 75%?

Gruß
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  #97  
Alt 19.05.2017, 11:00
Teddy Teddy ist offline
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hallo spezialagent,

vielleicht zur Info wie es bei mir war.
Dienstunfall 12/1999 - anhaltend dienstunfähig - war vorher im Schuldienst A13 - mehrfache Überprüfungen durch Amtsarzt (95% der bestehender Schäden nur durch den Dienstunfall), sowie Rehas und diverse Gutachten. Gehalt weitergezahlt + Unfallfürsorge ca 100€ -
August 2002 Ankündigung der zur Ruhesetzung nur aus gesundheitlichen Gründen -
Dez 2002 zur Ruhesetzung mit 41% (7,2 Abschläge wegen vorzeitiger zur Ruhesetzung von erreichten 48% Ansprüchen). Widerspruch der Berechung, weil die Unfallfolgen bei der Versetzung in den Ruhestand nicht berücksicht worden waren.
2004 Aberkennung Unfallfürsorge (nach Gutachten Stevens TÜ) - Widerspruch - Ablehnung - Klage auf Unfallruhegehalt und Unfallfürsorge -
2005 Klage abgewiesen - 13 Monate nach meinem Widerspruch
2006 Antrag auf Berufung beim VGH Mannheim- Antwort dauerte weitere 13 Monate
2007 Angenommen, Gutachten - 2008 lag Gutachten vor - wieder 13 Monate später
2009 VGH Urteil: Dienstunfall hat zur mehr als 25% MDE geführt, war wesentlich für Dienstunfähigkeit. Unfallruhegehalt anerkannt

Ruhegehalt: statt der bis dahin mir ausgezahlten 41% sollten mir mindestens 66% zustehen -

Die genaue Berechung lautete dann sogar 68%. Während der aktiven Zeit hatte ich mir 48% erarbeitet und durch die Anerkennung der Folgen des Dienstunfalls musste +20% auf 68% erhöht werden und der Abschlag wegen vorzeitiger Versetzung in den Ruhestand fiel weg. Das gilt hier in Baden-Württemberg. Die Nachzahlung für die Zeit von 2002 bis 2009 erfolgte binnen eines halben Jahres. 10 Jahre nach dem Crash!

Gruß Teddy
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  #98  
Alt 19.05.2017, 12:22
spezialagenthead spezialagenthead ist offline
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Beiträge: 8
Pension

Danke Teddy!
Das heißt, dass man Dir bis zum Abschluss des Verfahrens nur 61% gezahlt hat und dann alles nachgezahlt hat? Wie soll man das finanziell durchhalten? Jahrelang klagen und die Nerven... Das geht an die Substanz Aber das ist wohl die Taktik der Behörde. Hoffen, dass sich das der Beamte nicht leisten kann und aufgibt und am Ende hat der Dienstherr dann noch oftmals das Glück, dass das klappt! Traurig
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  #99  
Alt 19.05.2017, 13:35
Bockel Bockel ist offline
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Registriert seit: 03.05.2011
Beiträge: 196
hallo,

von 2009 bis 2016 habe ich volles gehalt bekommen. ab 2016 Mindesversorgung (und endlich unfallausgleich inkl. Nachzahlung und Urlaubsauszahlung).
Daraufhin wiederspruch und ende 2016 Unfallrugegehalt 75% A8 Endstufe.

Jetzt noch etwas warten dann erhötes unfallruhegehalt 80% A10 Endstufe (?) und Einmalzahlung.

Auch ich glaube das versucht wird die Beamten mürbe zu machen.

Ich konnte mir jedoch (Danke Mutter) alle Klagewege leisten.

Gruß
Bockel
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Ich gebe nicht auf. Denn ich will gewinnen
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  #100  
Alt 19.05.2017, 15:40
Teddy Teddy ist offline
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Ort: Raum Stuttgart
Beiträge: 732
hallo spezialagenthead,

Ruhegehalt 61%? schön wäre es gewesen, nein, nein nur 41% ab Zeitpunkt zur Ruhesetzung. Da ich wegen Teilzeit nach 25 Dienstjahren nur Anspruch auf ca 48% gehabt. Dann wurden noch die 7,2% Abschlage runtergerechnet, weil ich ja vorzeitig pensioniert wurde. Wäre das zwei Monate später erfolgt, hätten sie mir sogar 10,8% abgezogen.

Meine Rückenstärkung war ein Superanwalt und eine langjährige Rechtschutzversicherung. Nicht mal meine eigene, sondern die meines Mannes über die Mitgeltung für Familienmitglieder, in der, außer Verkehr, auch Verfahren zum Thema Beruf eingeschlossen hatte.

Eines war sicher über all die Jahre - schlimmer konnte es nicht kommen, vorallem, wenn man es sich bei zur Ruhesetzung hat ausrechnen lassen und man finanziell mit mehr gerechnet hat und einem Knall auf Fall mit Renteneintritt alles runtergerechnet wird.

Der Anspruch auf 41% war mir zugesichert, alles weitere konnte nur Verbesserung bedeuten. Daher habe ich alles versucht und über mich ergehen lassen, speziell Gutachten, Rehas, Therapien, Hauptsache mein Alltag wird aushaltbarer. Daher habe ich den Anwalt schalten und walten lassen und habe ihm zugearbeitet, denn im Paragraphendschungel kannte der sich besser aus und für den Kampf auf dem Schlachtfeld Gerichtsverhandlung hat er die Waffen geschärft und Stratergie entwickelt.

Es war eine Heidenarbeit alles Fehlendes und Fehlerhaftes in den Gutachten aufzulisten und jeweils mit Gegenbeweisen oder Zeugenaussagen entgegenzutreten. Aber es hat sich schlussendlich gelohnt.

LG Teddy
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