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  #1  
Alt 17.01.2017, 14:36
Vierfachmama Vierfachmama ist offline
Erfahrenes Mitglied
 
Registriert seit: 24.08.2015
Beiträge: 120
Lenkradknauf oder offiziell Multifunktions-Lenkhilfe

Hallo,

ich möchte nur schnell mal unsere Erfahrung los werden, in der Hoffnung, dass es evtl. jemandem hier eine Hilfe ist.

Wir mussten einen Multifunktions-Lenkradknauf beantragen, bzw. der Doc hat das im Rehaabschlussbericht geschrieben.

Wir dachten, es geht ganz einfach, wir sind ja nicht die ersten.

Wir wurden eines besseren belehrt.

Weder die BG, noch unser örtlicher TÜV, noch die Fahrerlaubnisbehörde konnten uns helfen.
Keiner wusste angeblich, was zu tun ist.
Selbst die Dame am INFO-Telefon des TÜV Süd wusste nichts.
Ich hatte am Schluss des Telefonmarathons 10 TÜV Telefonnummern und keine
war zuständig

Wir wurden von Fahrschule zu TÜV, zu FEB, zu Fahrschule, zu TÜV .... geschickt.

Das ganze Spiel hat 4,5 Monate gedauert.

Heute unser Tipp.

BG Klinik Enzensberg, drei Wochen Aufenthalt und Enzensberg hat eine eigene Abteilung mit Fahrschule TÜV und Werkstatt.
Man lernt dort zu fahren, bekommt den Papierkram erledigt und das KfZ fertig gemacht.


Hier ist es ganz selten, dass eine Fahrschule die Zulassung hat, dass die Prüfung mit Hilfsmitteln gemacht werden darf.
Auch die örtlichen TÜV Stellen machen es meistens nicht.

Wir hatten leider das Pech, dass wir von Enzensberg (Füssen) erst im Nachhinein erfahren haben.

Wenn euch das zu weit ist,
ruft gleich bei der Fahrlehrerinnung an, lasst euch da eine Fahrschule nennen, die die Zulassung hat.
Diese wissen dann meistens schon, zu welchem TÜV man muss.
Leider sind diese Fahrschulen sehr selten.

Dann die Fahrerlaubnisbehörde anrufen, direkt die Fahrschule und denn TÜV
nennen (Vordruck)



Hoffe ich habe damit jemandem weiter helfen können
__________________
Es gibt Tage die ändern ein Leben gänzlich.
Viele Grüße
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  #2  
Alt 17.01.2017, 15:13
elster999 elster999 ist offline
Erfahrenes Mitglied
 
Registriert seit: 11.03.2014
Ort: Großraum Berlin
Beiträge: 792
Hallo vierfachmama,

als Ergänzung dazu für alle Suchenden... Auch im Berliner Raum gibt es "Fahrschulen für behinderte Menschen", wie es ganz offiziell heisst.
Diese wurden mir z.B. direkt in der RehA vermittelt und haben eingeschätzt, welche Umbauten ich brauche, um sicher fahren zu können. Die BG übernimmt im Normalfall die Umbaukosten nach Antrag. Über die Fahrschule lief der Kontakt zum Umbaubetrieb und TÜV.
Klasse fand ich (Handgelenkgeschädigt), dass ich so einen Knauf erstmal im Fahrschulauto testen konnte, bevor ich mich darauf einließ.
Denn das war mir davor nicht bewusst:
Wenn ich mit Knauf fahren will, dann wird das im Führerschein eingetragen und ich darf nur noch umgebaute Autos fahren... (blöd, wenn man auch mal ein Dienstwagen, Mietwagen etc. nutzeN will. Das geht dann nicht mehr...)
Und wenn mein Auto umgebaut ist, muss dieser Umbau abgenommen und in die Papiere eingetragen werden.
Also ein etwas größerer Bürokratischer Akt mit div. Zusatzkosten...

Aber besser so, als gar nicht mehr fahren können...

LG Ellen

P.S. Solche besonderen Fahrschulen sind oft auch an Rehazentren angeschlossen, die sich mit Schlaganfall und SHT beschäftigen. Vielleicht auch ein Ansatzpunkt wenn man Kontakt sucht.
In Berlin kann ich eine Fahrschule für Berlin und südliches Umland nennen per PN.
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  #3  
Alt 17.01.2017, 17:42
Vierfachmama Vierfachmama ist offline
Erfahrenes Mitglied
 
Registriert seit: 24.08.2015
Beiträge: 120
Hallo Elster,

Danke, dass Du meinen Beitrag ergänzt.
Auch andere sind gerne eingeladen hier ihre Erfahrung zu schreiben.



ja, wir haben es jetzt im Führerschein und in den Autopapieren stehen.

Hilft ja nix, wenn das der Arzt schon sagt, dann stehst Du mit der Autoversicherung in der
Grauzone.

Sobald ein Arzt oder BG oder TÜV davon Wind bekommen, hast Du Versicherungstechnisch ein Problem.

Die Polizei wird nichts sagen, wenn sie Dich aufhalten, Du hast ja eine gültige Fahrerlaubnis

ABER

Die Versicherung kann sagen, dass Du Dein Fahrzeug, auf Grund der Einschätzung des Arztes, nicht ordentlich führen
konntest und somit eine Teilschuld o.ä. bekommst.


Das schlimme, Versicherungen kriegen sowas raus.

BG übernimmt alles, Fahrschule, TÜV Gebühren, die Gebühren vom Führerschein und die neuen Papiere.

Die BG hat uns jetzt den Umbau vom Privatauto bezahlt und hätte auch den LKW-Umbau
(Firmenwagen) bezahlt.

Bei uns hat die BG Klinik gar nix sagen können, nicht mal die BG selbst.
__________________
Es gibt Tage die ändern ein Leben gänzlich.
Viele Grüße

Geändert von Vierfachmama (17.01.2017 um 17:52 Uhr)
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  #4  
Alt 20.01.2017, 16:56
daphne daphne ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 18.02.2014
Beiträge: 85
Um überhaupt rauszufinden ob und wenn ja, was für einen Umbau ich am Auto brauche, habe ich erstmal ein paar (von der BG finanzierte) Fahrstunden mit einem extra ausgebildeten Fahrlehrer gemacht. Den zu finden war allerdings sehr schwer. Übers Internet und dann immer weiter durchfragen. Aber die DEKRA hier bei uns konnte mir dann eine Fahrschule nennen.
Nach erfolgreichem Üben mit dem Fahrlehrer kam dann die Begutachtungsfahrt mit einem Gutachter von der DEKRA und nun steht offiziell fest, wie ich noch Autofahren darf.
Es war alles in allem nicht so kompliziert. Allerdings hat mich mein Rehaberater von der BG wirklich gut unterstützt und mir ziemlich freie Hand gelassen.
Die Info, es über eine Rehaeinrichtung zu versuchen, finde ich gut.
daphne
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  #5  
Alt 20.01.2017, 18:01
Benutzerbild von Micha
Micha Micha ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 06.06.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 825
Hallo
meint ihr nicht das es vielleicht hilfreich wäre wenn zu jedem Tip auch Kontaktdaten vorhanden wären?
Bitte die Daten einfach als neuen Beitrag, wir fassen das dann zusammen.
Viele Grüße

Micha
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