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Vollständige Version anzeigen : Chronisches LWS- und Beckenringsyndrom


Schoppi
29.09.2007, 07:41
Hallo Leute,

hier meine Geschichte:

Bin im Oktober 2003 auf einer betonierten Außentreppe ausgerutscht und heftig aufs Becken gefallen. Konnte danach nicht alleine Aufstehen und rief um Hilfe, die dann auch kam. Lag dann im Bett und mein Hausarzt versorgte mich mit Spritzen. Ca. 4 Wochen konnte ich mich nur von Türrahmen zu Türrahmen hangeln, da meine Beine nicht so richtig wollten. Zudem starke Schmerzen im Becken.
Dann ging die Qual los. Bin in einer Bank angestellt und privat versichert. Ich habe mittlerweile ca. 65 Ärzte besucht ( inklusive 8 Wochen in einer Schmerzklinik), weil niemand etwas finden konnte und ich als Spinner oder Langzeiturlauber verurteilt werden. War im Dezember 2003 beim Urologen, da ich ein starkes Brennen beim Wasserlassen hatte. Wurde aber nur mit Antibiotikum behandelt. Kam nach einem Jahr wieder und wieder gabs Antibiotikum.
Irgendwann leiß meine Private ein Gutachten erstellen; Ergebnis BU zu mind. 50%. Meine BU-Versicherung hingegen ermittelte per Gutachten, daß ich mindestens 8 h arbeiten kann. Ich ging wieder arbeiten, um nicht finanziell ins Abseits zu geraten. Habe dann seit Mai 2005, solange war ich krank, eine Wiedereingliederung gestartet, sonst hätte es kein Krankentagegeld mehr gegeben. Bin jeden Tag mit zum Teil sehr starken Schmerzen 200 km zur Arbeit und zurück gefahren. Während dieser Zeit (zwischen 5/2005 und heute) habe ich ständig gemerkt, daß ich Urin verliere, dazu kamen Schmerzen in den Hoden. Am 16.07.2007 hat mich mein Urologe nach einer befundfreien Blasenspiegelung zur BG-Uni nach FFM geschickt. Dort wurde eine neurogene Blasenfunktionsstörung festgestellt mit Restharn, Prostatitis, beideitige Nebenhodenentzündung durch Restharn (Epiditimitis). Seit meiner Aufnahme der Arbeit im Mai 2005 leidete ich zusätzlich unter Depressionen und teilweise starken Aggressionen und heftigen Kopfschmerzen. Bin seit 1 Monat auch wieder in psychologischer Behandlung.

Jetzt bin ich seit 30.07.2007 wieder krank und es schlägt keine Behandlung an, aber endlich habe ich nach 3,5 Jahren einen Befund.

Nun mein Problem:

Es gibt in einer Woche 4,5 schlechte Tage und 2,5 gute Tage und an den guten Tagen habe ich so ein schlechtes Gewissen nicht zu arbeiten.
Ich schwanke an den schlechten Tagen zwischen Depressionen und Agressionen hin und her. Habe mich leider in der ganzen Zeit völlig zurückgezogen und wirklich keinen Freund oder Bekannten mehr. Sobald ich jemanden auf der Strasse sehr flüchte ich in die Garage. Ich kann und möchte mit niemandem reden. Ich gehe nicht mehr weg und beschäftige mich lieber mit meinen drei Jungs. Mein Frau geht alleine weg. Dann ständig diese Schmerzen im Becken, Kopfschmerzen und Hodenschmerzen. Ich stelle mir jeden Tag die Frage nach dem Sinn des Lebens und habe eigentlich nicht mehr viel Lust, dieses Leben zu leben. Ich habe große Angst vor den Gutachten, die bestimmt bald wieder anfangen und Angst meine Arbeit zu verlieren, obwohl ich weiß, dass ich zur Zeit wirklich nicht arbeiten kann. Ich habe alle möglichen Versicherungen, aber Angst dort etwas zu beantragen. Nur bei der privaten UV versuche ich meine Ansprüche durchzusetzen, seit 4 Jahren. Leider hatte ich ja bis zum 16.07.2007 nicht mal einen Befund, aber die Störung und die Schmerzen meiner im Becken liegenden Organe kommen eindeutig vom Unfall.
Kennt Ihr Leute, denen es ähnlich geht? Wie soll ich mich bei meinem Psychologen verhalten. Wäre eine Inanspruchnahme der BU nach nun 2 Monaten Krankheit empfehlenswert?
Ich weiß, viele Fragen, aber ich habe vor allem Angst und nicht mehr viel Antrieb, das durchzuhalten.

Schoppi

Orthese
06.10.2007, 15:35
Hallo Schoppi,

kann alles gut nachvollziehen, möchte aber nicht in MEINE Gechichte einsteigen.
Zu Deiner Unfallversicherung:

Hast Du denn die Ansprüche innerhalb der vorgeschriebenen Zeit geltend gemacht? Lag denn innerhalb eines Jahres Invalidität vor, die vom arzt bescheinigt war? Wenn ja, in welcher Höhe? Hast du innerhalb von (normalerweise) 15 Monaten deinen Anspruch geltend gemacht?
Wie wird das LWS Syndrom seitens der Ärzte im Rahmen der Unfallversicherung bewertet (Invaliditätsgrad? )

Achte bloss auf Fristen, wenn es nicht eh schon zu spät ist.
Gruß

Schoppi
07.10.2007, 07:12
Hallo Orthese,

ich habe den Unfall sofort meiner UV gemeldet. Da ich aber bis zum 16.07.2007 nur die Diagnose " somatoforme Schmerzstörung, chronisches LWS-und Beckenringsyndrom" hatte wurde die Klage in erster Instanz vor dem Landgericht in Gießen abgelehnt. Hierbei wurde auf die AGB´s verwiesen, daß psychische Krankheiten nicht versichert sind. Der Gutachter, ein Orthopäde aus Stuttgart, konnte nicht mit Sicherheit sagen, daß die Schmerzen, die ich bis dato nicht nachweisen konnte, vom Unfall kommen. Der Richter begründetet sein Urteil damit, daß man nicht wisse, ob ich wirklich einen Unfall hatte. Wir gingen in Revision und zur Zeit ist mein Fall vor dem OLG in Frankfurt und seit dem 16.07.2007 habe ich endlich Diagnosen, die untermauern, daß der Beckenschmerz und alle davongetragenen Verletzungen vom Unfall kommen, aber die Versicherung wird sich bestimmt winden, obwohl wir seit Vorbringen der neuen Verletzungen keine Antwort der Gegenseite erhalten haben.
Zum Glück sind alle Fristen gewahrt.

Grüße,

Schcoppi

Kai-Uwe
07.10.2007, 08:13
Guten Morgen Schoppi,

das man über Monate oder Jahre als Simulant hingestellt wird haben sehr viele hier im Forum auch zu berichten, ich kann mich sehr gut in Deine Lage denken. Hier wirst Du immer Ansprechpartner finden.
Warst Du schon einmal in der Schmerzklinik Giessen Kann ich Dir nur raten.
Ich die Berufsunfähigkeitsversicherung noch einmal beantragen, den jetzt sind ja auch noch die Depressionen dazu gekommen und Dein ganzes Gesundheitsbild hat sich verschlechtert.

Ich denken (einfach auch aus Erfahrung) bei Deiner UV wird nicht viel raus kommen. Sie werden nach all der Zeit anzweifeln ob die Diagnose noch zum Unfall gehört.
Bei mir wurde die Diagnose erst nach 8 Monaten gestellt(das nur weil keiner der vielen Ärzte mich ernst nahm) und die UV meinte nun es könne ja auch zwischen Unfall und Diagnosestellung passiert sein:eek:.

Gib nicht auf, Du hast 3 Kinder die Dich sicher noch sehr brauchen.
Liebe Grüße
Kai-Uwe

Schoppi
07.10.2007, 10:56
Hallo Kai-Uwe,

ich war sechs Wochen in der Schmerzklinik in Bad Mergentheim. Das war die Hölle für mich. Kam mir vor wie ein Wettkampf. Wer ist am schlimmsten krank und wer nimmt von welchen Medikamenten die Meisten. Hölle. Kurz nach meinem Unfall am 06.10.2003, es war im Dezemeber 2003, war ich bei meinem Urologen und habe über Hodenschmerzen und Schmerzen beim Wasserlassen geklagt. Diagnose: Nebenhodenentzündung, Gabe von Antibiotikum und gut war, dachte er. Die Beschwerden gingen nie weg. Ende 2004 und 2005 wieder zum Urologen. Gleiche Behandlung, nix gebracht. Dann erst der NAchfolger meines danaligen Urogen macht eine Blasenspiegelung und stellt Restharn fest. 80 ml nach kompletter Leerung. Zu diesem Zeitpunkt waren aber meine Beschwerden so schlimm, daß0 er mich in die BG-Unfallklinik schickte, die dann die restliche Diagnosen ans Licht brachten. Ich hoffe, daß ich mit diesen fast lückenlosen Befunden eine gute Chance bei der UV habe. Naja, winden werden die sich schon, aber seit 20.07.2007 noch immer keine Antwort auf die neuen Befunde. Warten ist angesagt. Eingeklagt sind 60.000 Euro, was einer Invalidität von etwa 32 % entspricht. Leider hatte ich danals einen wirklich schlechten UV-Vertrag.

Danke aber für deine Worte. Die BU werde ich wohl bald beantragen müssen. Könnte ich dann eigentlich halbtags weiter in meinem Job arbeiten oder können die das verweigern?
Warum nehmen die Ärzte Schmerzen nicht ernst? Es kann doch nicht immer eine psychische Ursache haben oder sehe ich das falsch?

Liebe Grüße an alle,

Schoppi

Orthese
07.10.2007, 16:15
Hallo Schoppi,

mal davon abgesehen, dass ich glaube (aber nicht hoffe), für die Unfallversicherung is alles schon verjährt, würde mich interessieren, wie Du auf die 32% Invaliditätsleistung gekommen bist. Hat der Arzt dir das bescheinigt.
Liegt eine organische Störung vor?
Psychische Störungen aufgrund von Unfällen werden je nach AUB entweder gar nicht oder nur dann anerkannt, wenn eine organische Erkrankung des Nervensystems (als Unfallfolge) ursächlich war.

Bei der BU spielt das keine Rolle, deshalb solltest du schleunigst melden, aber Achtung. Wenn BU anerkannt ist, ist die PKV bei Tagegeld aussen vor. Das eine schliesst das andere aus. Würde mir überlegen, was z.Z. besser ist....

Gruß

PS. Habe Deine Erfahrung noch vor mir.

frido
07.10.2007, 17:22
Hallo Orthese,Hallo Schoppi, ich wollte Euch nur schreiben , daß es anschenend darauf ankommt, bei welcher PUV man ist. Als ich meinen Unfall hatte, hat mir die private Unfallversicherung geschrieben, daß ich innerhalb der Frist eine Bescheinigung über den Dauerschaden einreichen müßte. Damit war gemeint: Psychisch und/oder körperlich. Ich habe dann die Versicherung angerufen, da erklärte man mir, daß z. Bsp. Schmerzen nicht zählen würden. Das fand ich schon nicht gut, daß Schmerzen ausgeklammert werden.
Schoppi, gib nicht so schnell auf. Ich verstehe Dich sehr gut, wie viele andere hier auch.
Liebe Grüße von frido

Schoppi
07.10.2007, 20:42
Hallo Ihr Lieben,

schön, daß sich doch noch ein paar melden. Kurz zusammengefaßt:

06.10.2003 Sturz auf Becken, knappe 4 Wochen konnt eich nicht richtig laufen, Hämatom am Becken bis hoch zum Rücken. Sehr starke Schmerzen
Alle Fristen bei der UV gewahrt. Laut meinen Ärzten und meinem Anwalt eine Beinträchtigung von 32%. Vor Gericht in der ersten Instanz verloren, da keine wirklichen Befunde. Schmerzen wurde auf Psyche geschoben.
11.06.2007 und 16.07.2007: Urologe, und BG Unfallklinik FFM, Urologe Dr. Christos Pelekanos mit folgenden Diagnosen:

neurogene Blasenfunktionsstörung mit Restharn
chr. Epididimitis, wegen Keimbildung durch Restharn
chr. Prostatitis ohne bakterielle Erreger
ständige Hoden- und Nebenhodenschmerzen
Leistenbeschwerden, Unterbauchbeschwerden

Wichtig hierbei ist, das eine neurogene ( durch das Nervensystem oder ein Neuron verursacht) Blasenstörung kann vier Auslöser haben, was diverse Studien und Fachgutachten nachweisen. Diese wurden bereits erfolgreich bei anderen Fällen vor Gericht verwendet.

1. Borreliose, nach mehreren Test-- negativ
2. Zuckerkrankheit, ebenfalls negativ
3. Mutiple Sklerose, negativ
4. Unfall, bei mir positiv

Schön ist, daß ich die Krankheit an der Kette aufgereiht nachweisen kann, mit allen Behandlungen. Durch diesen Scheiß habe ich nun starke psychische Probleme. Sogar das schönste der Welt klappt nicht mehr.
Wenn ich da verlieren sollte, dann zweifel ich wirklich an diesem beschissenen Rechtssystem.

Diese Schmerzen machen mich kaputt, ich bin nur schlecht gelaunt und gereizt. Sogar meine Kinder und meine Frau stehen mir manchmal im Weg.
Ich finde mich so ungerecht und böse. Ich wünsche mir nur einen Tag ohne Schmerzen und würde am liebsten diesen scheiß Körper verlassen. Ich bin 37 und war voller Schwung, aber jetzt ist alles anders. Ich hasse mich für diesen Sturz. Bestimmt hßt mich meine Familie auch bald, weil ich so bescheuert bin.
Wie seid ihr damit umgegangen? Ich will nicht alles verlieren.

Grüße,

Andree

Kai-Uwe
08.10.2007, 06:51
Guten Morgen Andree,
mit diesen Gedanken bist Du nicht alleine, aber (leicht gesagt, man muß es aber lernen) Du mußt lernen abzugeben. Die totale Verantwortung für die Familie...wozu seit Ihr 2?
Unfälle passieren, einen Augenblick nicht aufgepaßt...1000x Glück gehabt und einmal nicht.
Meinen Unfall habe ich gut vermeiden können....hätte ich auf meine Frau gehört. Du kannst sicher überhaupt nichts dafür wenn Du eine Treppe runter fällst, also sind Selbstvorwürfe nicht angebracht.
Du kannst aber mit diesen Vorwürfen auch Deine Familie verrückt machen und zum Schluß auch taub für Dich.
Meine Frau wurde/wird immer nur (richtig) böse wen ich es vor Schmerzen nicht mehr aushalte und meine es wäre besser gewesen der Sturz hätte gleich ein Ende bedeutet.

Für unsere enge Familie ist es sowieso schwer, alles hat sich total geändert...nichts ist wie es war oder geplant war...jetzt noch Selbstvorwürfe....das ist für alle zuviel.
Versuche auch einmal positive Dinge zu sehen, freu Dich an Deinen Kindern und laß Dich von Ihnen ablenken.....geh´auch mal auf Deine Nachbarn zu und sprich mit ihnen....ich habe in meiner nahen Umgebung fast nurpositive
Erfahrungen gemacht.
Ich, für meinen Teil denke das die Schmerzen das kleiner Übel sind...viel schlimmer sind die finanziellen Folgen. Wer hat schon so gut vorgesort das plötzlich kein Einkommen mehr da ist?
Aber....wir sind ja gut versichert:eek:
Und damit geht der ganze Ärger los, es ist so zermürbend und ungerecht.
Da macht man sich wieder Vorwürfe...ach hättest Du doch besser aufgepaßt:rolleyes:
Diese Gedanken mußt Du gleich wieder vergessen...hättest Du Deiner Frau nach so einem Sturz auch Vorwürfe gemacht
Jetzt heißt es Kampf:D
Aber so wie ich gelesen haben bis Du schon am Kämpfen und hast auch schon den einen oder anderen Sieg errungen.

Vielleicht kannst Du aber auch hier im Forum anderen helfen mit Deinen Erfahrungen.
Auch das macht etwas Glücklich:D

Liebe Grüße
Kai-Uwe

frido
08.10.2007, 09:30
Hallo Schoppi, wie ich schon geschrieben habe, gib nicht auf.
So ein Ereignis geht ganz stark auf die Psyche. Auch ich muß (mußte) lernen einiges an Verantwortung abzugeben. Das ist hart, aber Du hast drei Kinder und eine Frau. So eine Geschichte geht auch auf die Beziehung, da der Partner uns auf einmal anders erlebt,z. Bsp depressiv oder "kein Hans in allen Gassen" mehr. Die Schmerzen sind sehr schlimm und man wünscht sich wieder etwas Normalität. Hier findest Du einige Ansprechpartner. Das tut schon gut. Man weiß, daß man nicht alleine ist(so makaber sich das auch anhört)
Liebe Grüße von frido

Schoppi
08.10.2007, 10:22
Hallo an alle,

ich muß mich wirklich bei euch bedanken. Gibt mir enorme Kraft. Habe in den 4 Jahren leider alle Kontakte zu Bekannten, Freuden und auch z.T. Familie verloren. Fühle mich sehr einsam, aber Ihr seid ja da.

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute. Auch danke an die privaten Nachrichten. Ich nehme es mir zu Herzen und antworte auch nach und nach.

Andree

Schoppi
10.10.2007, 07:57
Hallo Ihr Lieben,

ich habe am Donnerstag, den 11.10.2007 ein Termin bei meinem Arbeitgeber. Angeblich haben Sie im Rahmen der sozialen Verantwortung ein Integrationsteam aufgebaut und ich darf der Erste sein, der Gespräche wegen meiner derzeitigen Arbeitsunfähigkeit mit der Bank führt.
Ich habe darüber mit meinem Psychologen gesprochen und der sagte: " Da gehen Sie natürlich hin. Sie sind krank und haben nichts zu verbergen."
Angst habe ich trotzdem. Will soll die Bank mir helfen. Ich habe extra alle Diagnosen an sie geschickt, weil weder die PA, noch Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung noch der Betriebsarzt irgendetwas wußten.
Wie soll ich mich mit diesen Leuten unterhalten, wenn sie nicht wissen, woran ich leide?
Ich meine, wie soll ich mit den Beschwerden arbeiten können. Ich kanns mir nicht vorstellen, will aber meinen hart erkämpften udn wirklich sehr gut bezahlten Job nicht verlieren.
Wie erging es euch bei solchen Gesprächen? Habt ihr das schon mal hinter euch gebracht? Wie solte man sich am besten verhalten? Was soll man sagen, was nicht. Ich glaube kaum, das es reine Hilfe darstellen soll, sondern eher ein Abwiegen, ob ich nochmal komme oder nicht.

Danke für Eure Antworten,

Andree

Kai-Uwe
10.10.2007, 08:20
Guten Morgen Andree,

ich würde ohne Vorgedanken und Vermutungen zu diesem Gespräch gehen.
Mach Dir Notizen und gehe bei diesem Gespräch nicht gleich auf Vorschläge ein.

Sehe es einfach positiv, dann bist Du lockerer und entspannter.

Ich drücke Dir die Daumen.

Gruß Kai-Uwe

seenixe
10.10.2007, 09:45
Hallo Andree,
Das Integrationsteam ist dazu geschaffen worden, um Hilfestellungen bei einer Wiedereingliederung zu geben. Ich selbst habe in unserer Firma einen harten und langen Kampf geführt, bis mein Arbeitgeber zum Abschluß einer Betriebsvereinbarung zum betrieblichen Eingliederungsmanagement bereit war. Gegen Deinen Willen wird dieses Gremium nichts unternehmen, aber es kann Dir wichtige Hilfestellungen geben.

Nutze die gebotene Hand und sei offen, ob ich allerdings alle Diagnosen an den von Dir genannten Verteiler geschickt hätte, das weis ich nicht.

Gruß von der Seenixe

magnus
10.10.2007, 10:35
Hallo Andree,


die Arbeitgeber sind mittlerweile nach § 84 SGB IX (
http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/09/index.php?norm_ID=0908400 )
verpflichtet, die Wiedereingliederung in die Tätigkeit zu ermöglichen.
In einem solchen Gespräch sollen unter Hinzuziehung aller Beteiligten
die Möglichkeiten der Wiedereingliederung erörtert werden.

Es gibt wohl auch schon Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes
(BAG), dass krankheitsbedingte Kündigungen ohne Beachtung des § 84 SGB
IX unwirksam sind.

Da ich die Absichten deines Arbeitgebers nicht einschätzen kann, ist es
natürlich auch möglich, dass er sich nur für den Fall einer
krankheitsbedingten Kündigung rechtlich absichern will.

magnus

Schoppi
10.10.2007, 18:27
@Kai-Uwe: Danke dir sehr. Aufgeregt bin ich schon, aber wird schon. Zum Glück habe ich eine private BU, naja die der BFA und eine Zusatzversicherung über die Bank. Vielleicht läuft es ja auf eine Halbtagsstelle hinaus.

@seenixe: Wie soll ich sonst mit diesen Damen und Herren reden. Ich muß ihnen doch klar machen, daß meine Beschwerden, meine Behinderung, nicht innerhalb einer Eingliederung von 8 Wochen o.ä. einfach weg sind. Ich bin für offene Gespräche und bin auf die Vorschläge gespannt.

@Magnus: An Kündigung habe ich auch schon gedacht, aber laut Betriebsvereinbarung muß die Bank dann mindestens 5 Bruttogehälter und für jedes weitere Kind nochmal ein Bruttogehalt zahlen, also 8. Einfach kündigen geht sowieso nicht, da ich mit 50% Schwerbehinderung dem Schutz des Versorgungsamtes unterliege. Ohne die geht nix.

Ich halte euch auf dem Laufenden und berichte sofort, wenn ich aus Frankfurt zurück bin.

Wie gehts euch? Kai-Uwe, was machen deine Beschwerden und der Kampf ums Geld?

Orthese
03.11.2007, 16:48
Hallo Schoppi,

wie ist die Sache jetzt bei Dir ausgegangen?

Darf ich Dir noch ein paar Fragen stellen?

Hast Du eigentlich während der ganzen Zeit Gehalt oder Krankengeld bekommen?
Hat die Krankenversicherung nicht versucht , Dich berufsunfähig zu erklären?
Wie haben die Berufsunfähigkeitsversicherungen reagiert oder hast Du dort noch gar nichts gemeldet?
Hast Du noch Kontakt zu Deiner Unfallversicherung? Nehmen die sich der Sache jetzt endlich an?

Entschuldige meine vielen Fragen, aber das betrifft mich alles sehr - und macht mich betroffen.
Gruss


PS. Kannst mir auch gerne privat antworten.

Schoppi
05.11.2007, 18:03
@Orthese:

Ich habe mit dem Integrationsteam eine Wiedereingliederung vereinbart, die am 01.11.2007 startete.
Ich habe bis zum 43.Tag mein Gehalt bekommen und ab da Krankengeld. Nein, bisher hat die KV noch nicht versucht per Gutachten mir die BU aufzudrücken.
Ich habe es meiner BU noch nicht gemeldet, werde dies aber bald tun, da ich merke, dass ich mit den 4 Stunden, die ich jetzt pro Tag arbeite voll am Limit bin. Es ist hart, aber tat es um einen guten Willen zu zeigen und meinen Job nicht zu verlieren. Das schlimmste ist meine Psyche, die spietl mir Streiche ohne Ende. Die neuen Befunde hat mein Anwalt an die UV weitergeleitet, das war am 20.07.2007. Seither keine Rückmeldung des gegenerischen Anwalts. Tja, wie gehts weiter? Ich weiß es nicht. Irgendwie will außer meiner KV niemand zahlen. Ich habe extra eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung für meinen PKW-Leasingvertrag abgeschlossen, die wollen jetzt nicht zahlen, weil ich innerhalb der ersten 12 Monate krank geworden bin und dies unmittelbar mit dem Unfall von 2003 zu tun hat, dabei bin ich nicht wegen der damaligen diagnostizierten Beschwerden krank geschriebn, sondern wegen der neuen Diagnosen. Die drehen es alle, wie sie wollen, um nicht zahlen zu müssen.

- KV zahlt Krankentagegeld während der Wiedereingliederung
- UV meldet sich nicht, derzeit ist eine Klage beim OLG in FFm anhängig
- Cardif zahlt nicht, weil ich angeblich wegen der alten Erkrankung krank bin

Es ist zum Kotzen, es geht einem schlecht, man kommt gerade so über die Runden und jeder verweigert seine Zahlung. Ohne langen Atem bist du wirklich am Ende.

Grüße,

Andree

PS: Kann man hier in seinem Postfach wirklich nur 2 Mails speichern? Bisserl wenig,oder?

Orthese
05.11.2007, 18:21
Da hasst Du ja jetzt den voll Stress, aber wenigstens eine gute PKV, die Dich finanziell über Wasser hält.
Glaube ich zumindest.

Wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht.
Hoffentlich sind bei der UV die Fristen gewahrt.......
Wie haben denn die Kollegen bei deinem Wiedereintritt reagiert? Wurdest Du dort wenigstens fair aufgenommen?
Ich drück dir die Daumen. Halt mich / uns auf dem laufenden.

LG

Schoppi
05.11.2007, 18:33
Hallo Orthese,

ja, die KV zahlt. Mach dir bezüglich der UV keine Sorgen, beim Landgericht habe ich die erste Instanz verloren ohne die neuen Befunde. Jetzt sieht es schon besser aus. Hab mir extra einen sehr guten Anwalt im Versicherungsrecht genommen. Alle Fristen sind gewahrt.

Die Kollegen haben sich total gefreut. Das Verhältnis war aber immer gut und wir haben uns auch während ich zu Hause war immer gemailt und telefoniert.
Meine Chefin ist auch froh, weil wirklich viel liegen geblieben ist.

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden nur konnte ich in letzter Zeit hier im Forum nichts schreiben, war einfach nicht in der Stimmung dazu.
Die Nerven liegen schon blank, aber Remergil hilft ein wenig, macht aber tierisch müde.

Ich drück euch allen die Daumen und dir Orthese. Wie siehts bei dir aus? Alles im grünen Bereich soweit?

Orthese
05.11.2007, 18:40
geht so - könnte besser gehen.
Habe alles noch vor mir. Und ziemlich viel Angst, irgendwas falsch zu machen.
Aber damit bin ich hier ja wohl nicht alleine.
Macht Remergil glücklich und froh?

Orthese
05.11.2007, 23:05
Zitat Schoppi 29.09.2007:
Irgendwann leiß meine Private ein Gutachten erstellen; Ergebnis BU zu mind. 50%. Meine BU-Versicherung hingegen ermittelte per Gutachten, daß ich mindestens 8 h arbeiten kann.

Zitat Schoppi 05.11.2007:
Ich habe bis zum 43.Tag mein Gehalt bekommen und ab da Krankengeld. Nein, bisher hat die KV noch nicht versucht per Gutachten mir die BU aufzudrücken.
Ich habe es meiner BU noch nicht gemeldet, werde dies aber bald tun

Lieber Schoppi,

bin etwas irritiert. Was stimmt denn nun? Hast du ZWEI JAHRE Krankengeld bezogen?

LG

Schoppi
10.11.2007, 08:13
Hallo Orhtese,

der Unfall war am 06.10.2003. Ich war von dem Tag bis zum 01.06.2005 krank geschrieben, wegen dieser starken Schmerzen, aber leider wußte niemand, woher die kommen. Die BU erstellte ein Gutachten, Ergebnis: Ich bin voll arbeitsfähig.
Gleichzeitg erstellte die KV ein Gutachten, Ergebnis: Ich bin mindest zu 50% BU.
Tja, was willst du da machen, um nicht vom Arbeitsamt abhängig zu sein? Mir bleib nur ein Weg, wieder arbeiten gehen. Habe ich dann auch seit dem 01.06.2005 bis 30.07.2007 getan. Da gign dann nix mehr. Seit 30.07.2007 bin ich wieder krank und erhalte mein Geld von der KV. Bis jetzt gehts noch gut, bestimmt weil ich mich seit dem 01.11.2007 in der Wiedereingliederung befinde, aber sobald da etwas schief geht oder ich merke, daß ich maximal 4 Stunden arbeiten kann, dann gehts von vorne los. Gutachten und jeder windet sich um seine Zahlung.

Wiedereingliederung: Das fällt mir so schwer, Schmerzen ohne Ende und psychische Probleme. Ich bin so gereizt und halte dem Druck kaum Stand, aber möchte auf jeden Fall zumindest halbtags arbeiten, den Rest soll die BU abdecken.

Bin auch gespannt, wie die UV auf die neuen Diagnosen reagiert. Leider haben die sich seit Juli 2007 nicht einmal auf das Schreiben meines Anwaltes geäußert. Ich weiß ja auch net. Man schwebt so in einem luftleeren Raum und weiß nicht, wohin man gehört. Wenn das doch schon alles vorbei wäre, dann gings mir bestimmt auch besser.
Aber Orthese, du wirst das schon schaffen, nimm dir viel Zeit und Geduld und nimm die Schreiben der Gegenerischen Partei nicht persönlich, die wollen eben immer so wenig wie möglich zahlen.

Gruß,

Andree

Schoppi
12.02.2008, 09:37
Hallo ihr Lieben,

ich brauche eure Hilfe. Ich suche nach Menschen die an einem chronsichen Beckenschmerz und einer neurogenen Blasenfunktionsstörung leiden. Wenn möglich durch einen Unfall verursacht. Ich bin auf der Suche nach Gutachten zu diesem Thema und Gerichtsentscheidungen. Ich brauche sämtliches Material zu diesem Fachgebiet. Vielleicht kennt ja jemand jemanden oder hat schon schöne Artikel im Netz gefunden oder ähnliches.

Lieben Dank euch allen,

Schoppi

Schoppi
22.02.2008, 16:37
Hallo Ihr,

ich muß mal ein paar Zeilen loswerden. Ich stehe zur Zeit in Kontakt mit meiner BU-Versicherung, Hannoversche-Leben. Der Vertrag wurde im Rahmen einer Gruppenversicherung über den BdV abgeschlossen. Ich habe den Antrag stellen müssen, weil ich einfach nicht mehr vollzeit arbeiten kann. Ich hoffe, dass mein Arbeitgeber per 01.05.2008 zustimmt und mir eine halbe Stelle anbietet. Die HL verweigert jede Leistung. Ich hatte in 2004 schon mal einen Antrag gestellt habe es aber damals nicht mehr wieter verfolgt, weil ich die finanziellen Konsequenzen nicht tragen konnte. Heute kann ich das auch nicht, aber mir geht hundsmisserabel. Ich bin echt froh, wenn ich die halbe Stelle konstant durchhalte. Heute war wieder so ein Tag der Hölle. Überall Schmerzen. Becken, Genitalien. Die Depressionen werden in solchen Phasen antürlich auch schlimmer und ich mußt mich für heute während einer Wiedereingliederung krank melden. Die WE läuft noch, aber die Stundenzahl bleibt konstant. Vereinbarung mit meinem Arbeitgeber, um mehr Zeit zu gewinnen. So erhalte ich 2 Monate länger Krankentagegeld.

Was soll ich nur tun, die BU abgelehnt, halbes Gehalt, Haus muß bezahlt werden, meine Frau und meine drei Kinder? Da bleibt doch eigentlich nur EINES. Die Versicherungsummen habe ich relativ hoch abgeschlossen. Schuldenfrei wären meine Lieben und hättn noch genug Geld zum Leben. Ich halte diese zermürbenden Jahre nicht durch. Klage, Verfahren, Revision, immer wieder Gutachter, immer wieder den Beweis erbringen zu müssen Schmerzen zu haben.

Ich bin ratlos und am Ende.

Andree

Kai-Uwe
22.02.2008, 17:52
Hallo Andree,

ich kann Dich gut verstehen, aber es gibt ganz sicher noch andere Wege...zumal Du ihn nicht zurück gehen kannst.

Hast Du Dich schon bei der www.pv-anspruchshilfe.de (http://www.pv-anspruchshilfe.de) gemeldet?
Kann Deine Frau nicht für eine Zeit einen halben Tag arbeiten? Bis Du den Kampf gegen die BUZ gewonnen hast?
Kannst Du nicht von Deinem Arzt eine Einschätzung der Berufsunfähigkeit bekommen?
Liste Deinen Tag genau in Minuten auf: z.B. so
100 Minuten Besprechung (sitzend)
60 Minuten Kundenbesuch (sitzend)
60 Minuten PC-Arbeit (sitzend)
u.s.w.

lege es Deinem Arzt vor und sieh zu das er über 50% unterschreibt.

Dann versuche es doch noch zusätzlich mit einem privaten Gutachten.

Gib nicht auf, die BUZ steht Dir zu.

Melde Dich auch beim VdK an und besprich mit ihnen ob für Dich schon eine Rente in Frage kommt.
Versuch es beim VdK Schmitten.

Bitte nicht aufgeben, das darf nicht die Lösung sein.

Lieben Gruß
Kai-Uwe

Schoppi
22.02.2008, 18:11
Hallo Kai-Uwe,

vielen Dank für deine Worte. Es tut so gut. Ich habe der BU bereits den Arztbrief vorgelegt, er schreibt, daß ich maximal 4 Stunden arbeiten kann und das minestens für die nächsten 5 Jahre. Acuh mein Psychologe hat dies in sein psychologisches Gutachten geschrieben. Ich habe alles eingereicht, was die HL per Versicherungsbedingungen fordert.
Beom VDK bin ich bereits Mitglied. Habe am 27.02.2008 einen Termin bei der BFA-Aussenstelle in Gießen und stelle dort den Antrag auf teilweise Erwerbsminderungsrente.

Kai Uwe, meine Frau geht voll arbeiten, als Hebamme. Hat sogar eine eigene Praixs in Solms. Ich kann ich nicht mehr zumuten. Wir brauchen aber auch mein Gehalt. Glücklicherweise habe ich meinen PKW mit einer Restschuldversicherung beim Vertrag abgeschlossen, Die zahlen seit 08.2007 mein Auto. Wenigstens etwas Entlastung.

Das mit der Aufstellung ist echt super, Das werde ich tun. Die HL ist so unveschämt. " Laut der Auskunft unseres medizinischen Dienstes liegt bei ihnen keine 50%ige Berufsunfähigkeit vor. Ich gehe fast am Stock, dieses Arschlöcher.

Deinen Link teste ich jetzt auch mal.

Vielen lieben Dank Kai Uwe. Ich melde mich wieder.

Andree

Cindy
22.02.2008, 18:14
Hallo Andree,

das Problem, dass der Akku leer ist, kennen hier sicher einige Verunfallte.
Kommen dann Depressionen hinzu, wird das Leben zur Last.

Bist du noch bei einem Psychotherapeuten? Welche Diagnosen bestehen in dieser Richtung? Hast du einen verständnisvollen Hausarzt?

Worauf ich hinaus will: Sind bei deinem Antrag auf BU-Rente auch die psychischen Diagnosen berücksichtigt worden? Hast du schon an einen EU-Rentenantrag gedacht - es kann ja eine halbe Rente dabei herauskommen.

OK, wenn du jetzt ratlos und am Ende bist (was sicher auch mit den Depris zu tun hat), dann ist Unterstützung von aussen wichtig.
Vielleicht können wir dir ein wenig weiterhelfen - es gibt noch andere User hier, die um BU-Rente kämpfen und evtl. Tipps geben können.
Wenn du magst, kannst du ja etwas genauer schreiben.

BU-Antrag ist abgelehnt. Gab es eine Begutachtung? Klagst du? etc. pp
Das ganze vielleicht in einem neuen Thread/Titel. Dieser hier ist ja schon in 2007 begonnen und unter LWS-Syndrom vermutet man nicht unbedingt aktuelle Probs mit der BUZ.

Also los, fordere uns ;)
Schon mancher hätte am liebsten aufgegeben (auch ich), aber denke daran bzw. stelle dir schonmal vor, dass sich der Kampf/ das Durchhalten lohnen wird. Du wirst Schritt für Schritt voran kommen. Mal drei vor, dann zwei zurück... aber auch die Schnecke ist in die Arche gekommen :)

Ich meine, Existenzangst gepaart mit Depris machen einen 'klein' und der Kampf gegen Ungerechtigkeiten erfordert besonders viel Kraft. Aber es bleibt nicht so.

Alles Gute
bis bald ;)

Cindy

PS: Sorry, jetzt habe ich gesehen, dass du schon Näheres auf den Beitrag von Kai-Uwe geschrieben hast. Ich lasse nun aber alles so stehen. Gib nicht auf!

Schoppi
22.02.2008, 18:27
Hallo Cindy,

ich danke dir. Ich werde meine Geschichte mal zusammenfassen und in einen neuen Thread stellen.
PS: Mein Psychologe spricht von Depressionen mit latenter Suizidät, die eindeutig auf den Unfall zurückzuführen sind. Er betont, dass es sich nicht um eine somatoforme Störung handelt, da durch diverse Untersuchungen und Tests soziale, persönliche, berufliche und frühkindliche Depressionsursachen ausgeschlossen sind.
Das juckt die von der HL überhaupt nicht.

Pech ist nur, daß meine RS mich per 01.12.2007 aus dem Vertrag geworfen hat, weil ich mit denen gegen meine UV auch klage. Hab versucht eine neue zu bekommen, nichts zu machen. Wie soll ich den einen RA bezahlen? Da geht unser Haus bestimmt unter den Hammer. Und für solche Fälle hat man eine BU.
Ich führe aber nochmal alle Diagnosen separat auf.

Liebe Grüße,

Andree

Yasmin
22.02.2008, 23:10
Kennt Ihr Leute, denen es ähnlich geht? Wie soll ich mich bei meinem Psychologen verhalten.

Es geht leider sehr vielen Menschen so, der Körper eines Menschen muss als ganzes betrachtet werden. Das System ist sehr komplex und alles beeinflusst alles Physisch und Psychisch. Vieleicht solltest Du versuchen von den Problemen Abstand zu gewinnen und die Positiven Dinge in den Vordergrund zu setzen.

Selbstverständlich solltest Du Deine Interessen vertreten, wie bereits ausführlich ausgeführt. Erwarte keine kurzfristigen Riesenerfolge, sei auch mit kleinen Erfolgen zufrieden.

Cindy
23.02.2008, 00:40
Hi Schoppi,

noch ist nicht aller Tage Abend.
Zunächst mal nur dies: Beachte vor allem die Beiträge von Seenixe.
rechtsschutzversicherung (http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=175&highlight=rechtsschutz)

Hast du Fragen? dann her damit - am besten unter private Versicherungen.

Schönen Sonntag
Cindy

Schoppi
04.03.2008, 09:16
Hallo,

hats bei euch auch so schön geschneit? Traumhaft, diese Ruhe, einfach nur besinnlich.

Ach ja, weshalb ich schreibe. Ich bin vor ca. 1 Monat auf das linke Knie gefallen und jetzt habe ich da auch noch Schmerzen. Ich denke, dass es von meiner komischen Körperhaltung kommt.
Zusätzlich leide ich seit 10 Monaten unter ständig wiederkehrenden Kopfschmerzen. Habs chiropraktisch behandeln lassen, Einrenken.
Seit 4 Wochen Wochen aber ist der Kopfschmerz fast jeden Tag da und die HWS tut weh, wie Sau. Kann Abends kaum richtig liegen, muß immer ganz flach liegen. Dagegen hilft mein Valoron leider nicht, sodass ich Ibuprofen nehme, ca. 2-4 Tabl. pro Tag. Wie es scheint verträgt mein Körper das aber nicht so gut, da immer Abends, wenn ich zur Ruhe komme, mein ganzer Körper juckt. Rote kleine Flecke und ich kratze mir die Haut auf. Echt unangenehm. Habt ihr Erfahrungen mit Allergien durch Medikamente?

Können starke HWS-Probleme auch Folgen anderer Leiden sein. So langsam wird mir das ein wenig zu viel.

Danke für eure Antworten,

Andree

Yasmin
04.03.2008, 12:47
Seit 4 Wochen Wochen aber ist der Kopfschmerz fast jeden Tag da und die HWS tut weh, wie Sau. Kann Abends kaum richtig liegen, muß immer ganz flach liegen. Dagegen hilft mein Valoron leider nicht, sodass ich Ibuprofen nehme, ca. 2-4 Tabl. pro Tag. Wie es scheint verträgt mein Körper das aber nicht so gut, da immer Abends, wenn ich zur Ruhe komme, mein ganzer Körper juckt. Rote kleine Flecke und ich kratze mir die Haut auf. Echt unangenehm. Habt ihr Erfahrungen mit Allergien durch Medikamente?

Können starke HWS-Probleme auch Folgen anderer Leiden sein. So langsam wird mir das ein wenig zu viel.

Da habe ich exact die gleichen Erfahrungen gemacht, nehme auch 2-4 Ibuprfen 600mg ( mit Magenschutz zusätzlich) und kratze mir wegen Juckreiz die Haut auf. Dagegen kriege ich Stangerbad ( auch gegen die Neurologischen Beschwerden) - hilft gut.

Flach auf den Rücken liegend klingen die Schmerzen etwas ab - bei Belastung steigen sie ins unmenschliche....:mad::mad:

Bozi
06.03.2008, 07:34
Hallo Schoppi,so weit ich weiß Kopfschmerzen treten bei HWS Beschwerden auf.
Wenn du ständig Ibuprofen nimmst,kann sein, das du dazu erhebliche Magenbeschwerden bekommst und das ist sehr belastend.Ich werde Dir raten das ganze mit dein Hausarzt zu besprechen.Bei mir wurde damals eine CT von Kopf gefertig um Ursachen für Kopfschmerzen zu finden.
ES lag dann an HWS,die dann behandeln werden mußte.Gruß!Bozi

Schoppi
06.03.2008, 19:21
Hallo Bozi,

ja, es muß an der HWS liegen. Die Schultern und der Nacken tun ständig weh. Nur, woher kommt das nun. Ich tippe auf meine Fehlhaltung. Hab in 2 Wochen einen Termin beim Orthopäden. Ich nehm jetzt alles mit, was ich kann, da ich zum Glück privat KV verischert bin. Das ist wohl ein rießiger Vorteil, wenn ich so manchen hier schreiben sehe.

Andree

Schoppi
13.03.2008, 05:31
Hallo Ihr,

ich nehme jetz zusätzlich zu Valoron, Remergil noch Maxalt Lingua. Es ist ein MIgränemedikament und es hilft zumindest die starken Kopfschemrzen zu unterdrücken. Mei Betreibsarzt wies mich daraufhin, daß es sehr gefählich sei, mit diesen Medikamentendosen Auto zu fahren. Ich merke selbst, dass ich oft benommen, müde und unkonzentriert bin.

Frage: Die Fahrtüchtigkeit kann ja von einem Verkehrspsychologen überprüft werden, aber wer kann den Prüfen, wie leistungsfähig ich überhaupt bin bei Einnahme dieser Medikamente? Ich bin mir nicht sicher, wie ich belegen soll, daß meine berufliche und private Lesitungsfähigkeit durch diese Medikamente deutlich beeinflußt werden.

Danke für eure Hilfe,

Andree

Kai-Uwe
13.03.2008, 08:37
Guten Morgen Andree,

mit Valoron und Tillidin habe ich angefangen, aber auch da bin ich schon nicht mehr selber Auto gefahren. Es ging auch wegen der teilweise Unbeweglichkeit des rechten Armes und des linken Beines nicht.

Jetzt nehme ich u.a. Lyrica und täglich 60mg Targin....da geht nix mehr...
ich parke höchtens mal das Auto in eine frauenfeindliche Parklücke:cool:

Ich habe mir lange und ernstfaft Gedanken gemacht....selbst bei einem unverschudeten Unfall würde ich immer denken "hätte ich keine Opiate genommen, hätte ich den Unfall vielleicht vermeiden können"

Ich habe als Autofahrer eine Verantwortung und ich habe zu "Friedenszeiten" nicht einmal ein Glas Bier/Wein/Sekt getrunken und bin dann noch Auto gefahren. Und ich bin viel gefahren, durch Russland, Südafrika, arabische Wüsten und von Rom bis Aalborg (träum:rolleyes:)...meine Zeit als Autofahrer ist 100% vorbei.

Aber diese Gedanken muß sich jeder selber stellen.

Liebe Grüße
Kai-Uwe

Schoppi
13.03.2008, 11:05
Hey Kai-Uwe,

du Armer. Kein Auto mehr fahren zu dürfen ist echt hart.
Ich muß jeden Tag 200 km zur und wieder vond er Arbeit zurückfahren. Mir fallen so oft die Augen zu oder ich merke, daß ich eigentlich viel zu spät bremse. Ich merke, daß ich nicht 100%ig dabei bin. Wie soll ich das nun wieder beweisen. Ständig muß man irgendetwas beweisen. Ich merke im Büro, daß ich müde, abgespannt, unkonzentriert, gereizt bin.

Meine BU-Versicherungsagt, eigentlich bin ich gesund oder zumindest so gesund, daß ich keinen Anspruch auf BU habe, wahrscheinlich habe ich nur 49,999999999999999999999999999999999999 % den NAchweis der BU erbracht. Tja, was will man machen.

Grüße,

Andree

Schoppi
02.04.2008, 17:53
Hallo Leute,

ich glaube, dass ich "Scheiße" magisch anziehe:D. Am dem Tag, als es mir so schlecht ging, daß ich die Wiedereingliederung abbrechen mußte, ging ich nach Feierabend in die Tiefgarage meiner Bank, um mit meinem Auto nach Hause zu fahren. Ich knicke in einer Wasserrinne um und falle aufs linke Knie. Höllische Schmerzen. Ich dachte mir, komm Andree, das geht wieder weg. Die Schmerzen bildest du dir bestimmt nur ein. Bestimmt nur eine Prellung.Heute kam ich vom MRT.

Befund:

Riß des Innenmeniskus, Kreuzband angerissen, dicker Bluterguß im Knie(alles voller Blut und Flüssigkeitsansammlung) und noch eine Beckersche Zyste:confused:, was das auch immer sein mag.

Muß ich das überhaupt der BG melden, da es ja quasi auf dem Nachhauseweg war? Der neuen UV melden? Wem noch? Hey Leute, ich will nichts falsch machen. Ist das der richtige Weg?

Bin jetzt gespannt auf die Vorbesprechung zur OP mit meinem Unfallchirurgen und auf das, was er noch so findet im Knie.

Danke euch,

Andree

wurzlpurzl
02.04.2008, 22:01
Hallo Andree,
wenn die Bank dein Arbeitgeber ist, solltest du es der BG melden, ist dann quasi Wegeunfall. Wenn du aber in der Bank warst, um Geld abzuholen, ist es kein Wegeunfall, da du die Fahrt unterbrochen hast. Dann kannst du es nicht melden. Wenn es um das gleiche geht weswegen du vorher krank warst (du sprichst von Wiedereingliederung) solltest du es auch melden.
Alles Gute. Hast das Pech wohl (hoffentlich nur kurzfristig) gepachtet...

Schoppi
19.04.2008, 11:08
Hallo Ihr Lieben,

ich brauche eure Hilfe. Da ich ja seit 30.07.2007 arbeitsunfähig erkrankt bin und volles KTG von meine privaten KV beziehe habe ich mich ab dem 01.11.2007 auf eine Wiedereingliederung in Absprache mit meinem Arbeitgeber eingelassen, um meinen Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Hierzu muß ich sagen, daß ich bereits Ende 2003 und 2004 für 14 Monate krank war. Da ich schon während der WE merkte, daß mir selbst diese 4 Stunden unwahrscheinlich schwer fallen, bat ich die Personalabteilung meinen Arbeitsvertrag auf 50% umzustellen. Das war am 03.03.2008. Am 12.03.2008 stürtze ich in der Tiefgarage meines Arbeitgeber. Dadurch Mensikus- und Kreuzbandabriß. Läuft über BG. Zusätzlich wurde nach dem 03.03.2008 eine Polyneuopathie diagnostiziert.
Mein Wunsch der Umstellung auf 50% basierte somit auf meinen Gesundheitszustand bis zum 12.03.2008. Dnach kamen nun noch einige Dinge dazu. Das habe ich auch meinem Arbeitgeber mitgeteilt. Heute, 19.04.2008 kam die Bestätigung der Umstellung auf 50%, ohne meine Unterschrift und ohne die Berücksichtigung des weiter verschlechterten Gesundheitszustandes.
ich möchte das jetzt erst mal nicht, denn wenn ich nicht mehr arbeiten könnte, dann würde ich ALG beziehen, was dann natürlich auf Grundlage der 50%-Stelle berechnet würde. Auch müßte ich meiner privaten KV mitteilen, daß mein Arbeitsvertrag reuziert wurde und somit würde ich das KTG ab 01.05.2008 gekürzt bekommen, obwohl ich zur Zeit weder 100 noch 50% arbeiten kann.

Was soll ich nun tun? Meinem Arbeitgeber mitteilen, daß ich die Reduzierung nicht annehme? Das gibt bestimmt Ärger.

Brauche cht eure Hilfe,

Andree

natascha
19.04.2008, 12:25
Hallo Schoppi Ärger gibts ohnehin,

Arbeiten kannste nicht, der AG wird ins Auge fassen dir Krankheitsbedingt zu Kündigen, das wars dann.

Veschlimmerungsantrag bei der BG stellen, und Verletztengeld beanspruchen wäre ne lösung momentan.

Die Mitteilung auf Umstellung kannste mit § 44 SGB7 Rücknahme eines rechtswidrigen nicht begünstigten Verwaltungsaktes sofort angehen.

Dein Arbeitgeber muß wegen des Unfalls tiefgarage eine Anzeige nach §193 SGB7 bei der BG machen.
Bitte beachte auch §11 SGB7 Mittelbare Folgen eines Versicherungsfalls.
Und bitte siehe dich im Kündigungsrecht um da lauern nun gefahren für dich.
Stell sofort beim Versorgungsamt antrag auf Schwerbehinderung, das kann dich ne Zeit vor einer Kündigung schützen.

vg natascha

Schoppi
19.04.2008, 12:48
Hallo Natascha,

der Unfall in der Tiefgarage wurde ordnungsgemäß über meinen Arbeitgeber(eine Bank) an die BG gemeldet. Zusätzlich vom D-Arzt.
Schwerbehinderung von 50% habe ich seit Ende 2004.
Am Montag habe ich die Knie-OP. Meniskus wird entfernt. Was mit dem Knie wird kann man jetzt noch nicht sagen. Eventuell muß in einer zweiten OP das Kreuzband noch entfernt und durch ein Implantat ersetzt werden. Habe das mit dem Knie auch meiner neuen UV gemeldet.
Eventuell kann ich dann wegen Probleme beim Laufen einen Verschlimmerungsantrag stellen wegen dem Knie. Auch muß die Polyneuropathie noch endgültig abgeklärt werden, die hängt aber mit meiner eigentlich Krankheit zusammen.
Aber: Ich bin mir nicht sicher, daß ich nicht wegen der Polyneuropathie umgenickt und aufs Knie gefallen bin. Ich hab keine Ahnung. Ich weiß nur, daß ich ständig und das von Morgens bis Abends von Schmerz geplagt werde. Es ist so scheiße. Beckenschmerzen, Leistenschmerzen, Hodenschmerzen, starke Kopfschmerzen, Wadenkrämpfe, Muskelzucken, die Beine tun weh etc. und nun auch dieser Scheiß mit dem Knie.

Muß ich sonst noch was beachten?

Andree

natascha
19.04.2008, 13:41
Hallo Andree ja du mußt viel außer deiner verletzung und Schmerzen beachten insbesondere Arbeitsrechtliche Aspekte. mehr per PN

Im wesentlichen brauchst du Arbeitsrechtliche sachkunde um der Herr des Verfahrens zu bleiben,dazu gehört das Grundwissen wie du Zeitgewinn erreichst, das ist bei dir angesagt.

Hier ein tip gerichte erlauben eine krankheitsbedingte kündigung bereits nach 24 mon.au oder früher.
Auch die Schwerstbehinderung 50% kann dich vor einer kündigung nicht retten soviel vorab.

Laß auf keinen fall was von einer negativen zukunftsprognose verlautbaren, mach keine angaben hierzu,sonst kannste gleich einpacken ,das ist wie selbstmord.

vg natascha

Schoppi
07.08.2008, 20:28
Also, ich weiß nun endlich, was ich habe. Ein CPPS, chronic palvic pain syndrom, Chronifizierungsgrad 2. Diagnostiziert von Dr. M., DKD Wiesbaden. Er hat dazu mehrere Veröffentlichungen verfasst und mit seinen Fachkollegen der DKD ein Buch geschrieben. Er hat auch bestätigt, daß ich seit dem 06.10.2003 berufsunfähig bin und bis auf weiteres auch berufsunfähig sein werde. Er hat es ausführlich begründet. Er sagt auch, daß das CPPC durch den Unfall in 2003 verursacht wurde. Jetzt bin ich gespannt, was die BU sagt. Immerhin müssen die 5 Jahre nachreulieren.(zuzüglich einer Jahresrente als Sofortleistung bei BU durch Unfall, also 6 Jahre) Auch die UV muß jetzt ran, weil er ganz klar schreibt, dass ich nicht psychisch krank bin oder war, sondern das die psychischen Reaktionen (Depressionen, Angstzustände etc.) durch die Unfallfolgen entstanden sind. Sollte auch kein Wudner sein, wenn man seit 5 Jahren an ständigen Schemrzen leidet. Scheiße nur, das irgendwie nix hilft. Diese Schmerzen sind immer da und zwar heftig. Im Kopf, im Becken, in den Hoden, mittlerweile im Rücken und an den Schultern. Das schlimmste sind aber jetzt die Kopfschmerzen. Man kann kaum noch klar denken vor Schmerzen und nix hilft.

Wie denkt ihr darüber. Dr. M. ist der Chefarzt der Urologie der DKD und er begründet seine Aussagen hib und stichfest auch im Namen seiner Kollegen der anderen Fachrichtungen.

Schoppi

Cateye
07.08.2008, 21:03
Hallo Schoppi,

als Patient muss man heute fast mehr wissen als der Arzt. Ich habe mich auf die Suche gemacht und ein denke ich gutes Buch gefunden:

Der chronische Beckenbodenschmerz - CPPS
Merkle, Walter (Hrsg.)
2003, XII, 108 S. 19 Abb., Geb.
ISBN: 978-3-7985-1433-1
39,95 €


Der chronische Beckenbodenschmerz ist eine Erkrankung, die -- obwohl weit verbreitet -- als Entität nur selten wahrgenommen wird. Viele Fachgebiete reklamieren das Recht für sich, dieses Krankheitsbild behandeln zu können -- oder besser, den Teilaspekt, der in ihr Gebiet passt. Dabei ist dieses Schmerzsyndrom eine multifaktorielle Erkrankung, die eine vielfältige und zum Teil komplexe Ursache hat. Nur durch eine interdisziplinäre Diagnostik und Therapie kann den betroffenen Patienten wirksam geholfen werden.
Erstmalig im deutschsprachigen Raum finden Urologen, Schmerztherapeuten und Gynäkologen in diesem Buch eine ausführliche Darstellung dieser speziellen Schmerzform.
Geschrieben für:

Urologen, Gynäkologen, Schmerztherapeuten, Psychotherapeuten
Schlagworte:

* Beckenbodenschmerz
* Beckenschmerz
* CPPS

Falls Du das Geld nicht anlegen möchtest, könntest Du Dir das über eine wissenschaftliche Bibliothek via Fernleihe ausleihen. Kostet nur etwa 1.5 Euro.

Gruss von Cateye

Schoppi
08.08.2008, 07:19
Hallo Cateye,

das Buch habe ich schon. Mehrfach gelesen und alle wichtigen Passagen für meinen Anwalt kenntlich gemacht.

Für mich ist nur wichtig, was meine Versicherungen dazu sagen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die jetzt bereitwillig zahlen und wenn wir meine Ansprüche gerichtlich einklagen müssen, dann kann ich mich auf 3-7 Jahre einstellen.

Schoppi

Schoppi
12.08.2008, 19:33
Hallo,

auch für den Fall das ich euch nerve. ich wurde für heute beim VDK eingeladen, um noch einige Dinge zu klären. Habe die Ordner mitgeschleppt und ging hin.
Mir wurde von der zuständigen Anwältin mitgeteilt, dass laut Gutachten, welches durch die DRV beauftragt wurde, der Gutachter eine Erwerbsminderung mitgeteilt hat. Auf dem Gutachten war eine Zeit zwischen 3 und 6 Stunden angekreuzt. Der Rentenantrag selbst aber wurde von der DRV abgelehnt. Soso, die DRV schickt mich zum Gutachter, der sagt ich bin teilweise erwerbsgemindert, aber der Rentenantrag wird abgelehnt. Muß ich das verstehen?
Die Anwältin legt jetzt Widerspruch gegen die Ablehung ein, mit dem Verweis auf das Gutachten. Auch die angebotene Rehe habe ich angenommen.
Was sagt ihr dazu?

Schoppi

Kai-Uwe
12.08.2008, 19:49
Hallo Schoppi,

Du hast ja wirklich viel Pech, aber vielleicht erreicht Ihr ja etwas mit dem Widerspruch.
Ich habe gehört das die Rente immer erst abgelehnt wird und man Widerspruch einlegen muß.
Hast Du das Gutachten von der DRV auch bekommen?
Hast Du einen Schwerbehindertenausweis beantrag?

Ich wünsche Dir viel viel Glück

Lieben Gruß
Kai-Uwe

Schoppi
12.08.2008, 20:04
Hallo Kai-Uwe,

habe das Gutachten bereits angefordert bzw. mein Rechtsanwalt. habe aber das Gutachten heute gesehen beim VDK. Die DRV verbietet jedoch dem VDK mir eine Kopie auszuhändigen.
Schwerbehindertenausweis habe ich schon seit 2004. 50%.

Ich verstehe es nicht. Der gutachter sagt ich bin teilweise erwerbsgemindert, aber die DRV lehnt ab. Warum war ich eigentlich bei deren Gutachter

Ich kapier hier nix mehr. Mir gehts scheiße und niemand will die versicherte Kohle rausrücken.

Schoppi

Santafee
12.08.2008, 20:41
Hallo Schoppi,

hast Du es schwarz auf weiß, dass der VDK Dir das Gutachten nicht aushändigen darf? Oder war Deine VDK-Anwältin nur zu ... es Dir zu kopieren und auszuhändigen? Soweit mir bekannt ist, darf ein GA nur mit guter Begründung nicht an den Betroffenen ausgehändigt werden (z.B. wenn eine Gefährdung der Gesundheit davon ausgeht). Möglich ist wohl auch, dass der GA dem widerspricht. Ich würde also unbedingt die Begründung sehen wollen!

Außerdem kann ich Kai-Uwe nur zustimmen, meist ist immer erst ein Widerspruch nötig, um die zustehende Rente auch durchzusetzen!

Viel Glück und einen langen Atem!
Santafee

Schoppi
12.08.2008, 21:19
Hallo Santafee,

also, es war auf der Mitteilung zu dem Gutachten ein Kreuz gesetzt, dass dieses Gutachten nur dem Anfragenden zur Einsicht zur Verfügung gestellt werden darf. Ob das jetzt aus gesundheitlichen oder datenschutzrechtlichen Gründen war, keine Ahnung. Sie hat mir aber gezeigt, dass sie es nicht aushändigen darf. Auch habe ich das gesetzte Kreuz des Gutachters bei 3-6 Std. gesehen. Genau das hat die Anwätlin des VDK auch sehr verwundert. Sie hat nun Widerspruch gegen die abgelehnte Rente eingelegt mit dem Hinweis auf das durch den DRV beauftragte Gutachten.

Santafee
12.08.2008, 21:32
also, es war auf der Mitteilung zu dem Gutachten ein Kreuz gesetzt, dass dieses Gutachten nur dem Anfragenden zur Einsicht zur Verfügung gestellt werden darf. .

... Klar, DU bist der Anfragende! Die Anwältin handelt doch in Deinem Auftrag, nicht mehr und nicht weniger oder?

Schreibe an Deine Anwältin, dass sie Dir eine Kopie aushändigt! Ich denke, sie wollte sich nur nicht die Mühe machen und für ca. 5€/Monat Kopierkosten sparen;). Du hast das Recht darauf - geht ja schließlich um Dich!

VG Santafee

Schoppi
06.09.2008, 06:34
Hallo,

hab das Gutachten der DRV nun endlich nach 5 Montaen auch. Es wird wieder auf die Psyche geschoben. Somatoformes Schmerzsyndrom, ich kann es nicht mehr hören. Ich bilde mir diesen Scheiß nicht ein, die Schmerzen sind wirklich da. Und laut dem Chefarzt der Urologie der DKD leide ich an einem CPPS Lvel 3, mittlerweile. Er schlug mir zwar auch eine psychosomatische Reha vor, aber nur, damit ich lerne mit dem Schmerz umzugehen. Auf herkömmliche Weise wäre keine Heilung mehr möglich, lediglich eine Linderung der Beschwerden durch GEdankenumleitung o.ä.
Auch kam heute mal wieder ein Schreiben meiner BUZ-Versicherung. Laut denen bin ich eigentlich kern gesund. Die paar Beeinträchtigungen, die ich, meine Ärzte und meine Gutachter angegeben hätten, wären so gering, dass sie mich wohl kaum beeinträchtigen würden. Naja, zumindest mit solchen Schreiben kann ich nun etwas besser umgehen.
Es wird ein steiniger Weg, aber seit Antrag sind ja auch erst 8 Monate her.
Klage wird nun eingereicht.

Grüße,

Schoppi

Kai-Uwe
06.09.2008, 11:32
Hallo Andree,

es wird wohl kein Weg an einer Klage gegen Deine BUZ-Versicherung vorbei führen.
Ganz schön Nervenaufreibend zusätzlich zu Deinen Schmerzen.

Uns hat es sehr geholfen als wir merkten das wir nicht alleine von den Versicherungen über den Tisch gezogen werden sollten.
Sammel Deine Kraft für Deinen Kampf.

Du hst den großen Vorteil diese Forum schon gefunden zu haben.

Liebe Grüße
Kai-Uwe