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Vollständige Version anzeigen : Wieder Therapieablehnung spinnen die KK?


karina13
12.12.2010, 17:57
Hi Leute,
ich bin mal wieder mit einem Widerspruch beschäftigt gegen unsere KK . In letzter Zeit mauern die KK -en was das Zeug hält. So mein Eindruck. Meine Therapie habe ich ja nun durch, zwar sehr eingeschränkt, aber was solls. Jetzt geht es um meinen Mann. Für ihn hat die Ärztin die Lipidapherese beantragt. heißt 1x wö Blutwäsche wegen wahnsinnig hoher Cholesterinwerte und festgestellter Statinunverträglichkeit. Und was macht die KK? ABGELEHNT! Die Begründung ist haarsträubend. Die Ärztin hätte das nicht richtig begründet und er hätte ja bisher noch gar keine Statine genommen und er solle erst mal sein Gewicht reduzieren. Blahblah blah. Aber gut, dass wir drüber gesprochen haben. Oder?Mein Mann hat seit 2004 einen Stent, hatte vermutlich schon einen leichten Herzinfarkt und eben die schlechten Werte. Man hat aber festgestellt, dass dies auf einem erblich bedingten Gendefekt beruht. Hat er auch schon an unsere Kinder "vererbt"
Na ja, ich habe den Antrag der Ärztin vorliegen. Alles wunderbar und korrekt begründet. Der MdK kann wohl nicht lesen? Nun heißt es wieder warten, bis der Widerspruch durch ist. Meiner hat nur 4 Monate gedauert. Gehts euch auch so? Alles muss man sich erkämpfen und wer nicht kämpft, hat ja meistens schon verloren. Man gönnt sich ja sonst nichts. Auf in den Kampf, notfalls wird geklagt.
Einen schönen 3. Advent und LG Karina13

Ingeborg!
12.12.2010, 18:35
Hallo Karina13,

laß Dir unbedingt die schriftliche Begründung/die gutachtliche Stellungnahme des MdK kopieren und nimm die zu Deinen Akten wg. des lfd. Widerspruchsverfahrens. Wird auch gerne abgelehnt - aber hier gilt § 25 SGB X - Akteneinsichtsrecht! Und: Stelle unbedingt fest, was für ein Arzt (medizinische Richtung) die Ablehnung so schwachsinnig formuliert hat! Wenn der fachlich nicht versiert war, ist das ein wichtiger Punkt für das Vorverfahren. Frage Deine Krankenkasse danach, die müssen Dir diese Auskunft geben können oder sich notfalls selbst erkundigen! Selbst schon durchgesetzt - war sehr interessant, wie die sich gewunden haben!

Du hast natürlich recht, auch die Krankenkassen lehnen nur noch ab, wenn es geht... und es geht oft, weil kranke Menschen nicht mehr die Kraft haben, sich dauernd zu wehren oder nicht informiert sind - aber das ist politisch gewollt! Allein die Begründung, daß Du das Recht hast, gegen diesen Ablehnungsbescheid vor dem Sozialgericht zu klagen, klingt doch nur noch zynisch!

Ich habe, so ganz nebenbei, inzwischen 4 aktuelle Klagen vor dem SG an der Backe! Machen wir weiter, wir haben ja sonst nichts zu tun! Und immer schön fröhlich bleiben...

Grüße von
Ingeborg!

karina13
12.12.2010, 19:53
Hallo,
danke Ingeborg für dein Post. Ja, man hats nicht leicht, aber leicht hats einen. Ich habe im Widerspruch schon die Anforderung auf eine Kopie des GA vom MdK angefordert. Die Ärztin meinte auch, das mit dem Abnehmen wäre eine Unverschämtheit. Und lesen können die Brüder vom MdK auch nicht. Wir hatten uns ja schon gemeinsam auf der Station umgeschaut, wie die Behandlung vor Ort verläuft. konnten auch bei der Gelegenheit mit betroffenenPatienten sprechen, die allesamt von einer enormen Verbesserung ihrer Lebensqualität berichteten. Im Gespräch mit den Patienten war erkennbar, dass mein Mann mit seiner Lebensqualität schon arg am Ende der Fahnenstange ist. Wenn er Statine nimmt, egal welcher Sorte, waren die NW stets verheerend. Er wacht morgens auf und kann sich kaum bewegen, geschweige denn laufen. So gut wie steif. Und da soll er einfach nur abnehmen? ja nee, die spinnen doch. Und was ist bei den Schlanken schuld, die auch erkrankt sind. Manno, ich habe aber auch einen gepfefferten Widerspruch geschrieben, bin aber trotz allem sachlich geblieben. Die Ärztin hatte uns ja ihren schriftlichen Antrag auf die Behandlung umgehnd in Kopie zukommen lassen und wird, so ihre Aussage, ebenfalls und unabhängig von uns einen Widerspruch formulieren. na, mal sehen, was nun wird.
LG Karina 13