Vollständige Version anzeigen : Krankenkassenwechsel
gummibär
19.11.2010, 13:01
Hallo Leute!
Ich sehe mich gezwungen, zur Abwechslung mal wieder die Krankenkasse wechseln zu müssen.
Ich suche eine Krankenkasse, welche keine (exorbitanten) Zusatzbeiträge erhebt, bei bestehenden Arbeitsunfallfolgen (ohne großen Affenzirkus, anstandslos) in Vorleistung tritt und sich in Eigenregie alle Kosten als Regreß von der BG zurück holt, - ohne auf jede Verordnung mit dem Rückverweis auf Unfallfolgen mit Leistungsablehnung zu reagieren bzw. das Kostenträgerhick-Hack auf dem Rücken des Versicherten austrägt, Hilfsmittel nach Vorgabe der behandelnden Ärzte bewilligt (und nicht z.B. aus einem verordneten Aktivrollstuhl einen 0815 Klapprollstuhl macht.., der dann angeblich medizinisch ausreichend sein soll und selbigen ohne Absprache im Pappkarton vor die Wohnungstür kippt), sowie Maßorthesen im selbst ausgesuchten Sanitätshaus bewilligt.
Zudem kann ich keinen Ärger bei Medikamenten gebrauchen, wenn sich die Kasse trotz "aut item" Vermerk bei Rezepten weigert, daß teurere Markenmedikament zu bezahlen.
Gerne nutze ich auch ein Präventionsprogramm, bei dem absolvierte Gesundheitsmaßnahmen (Krebsvorsorge, Zahnarzt, Impfungen...) in Geldwerte umgerechnet werden und einmal jährlich (bar) zur Auszahlung gebracht werden. Auf irgendein Bonussystem, bei dem es dann in hundert Jahren evtuell eine elektrische Zahlbürste gibt, lege ich keinen Wert.
Wer hat kunstruktive Vorschläge und kann von seiner Krankenkasse Gutes berichten?
Vielen Dank.
Gruß- Gummibär
Hallo Gummibär,
ich habe seit Jahren nur beste Erfahrungen mit der Knappschaft.
Viele Grüße
gertrud1
19.11.2010, 13:20
Hallo Gummibär,
ich bin bei der BKK -Essanelle - und ich kann bisher nichts schlechtes über meine KK sagen - auch in Bezug auf die BG.
Es wurde schon mehrfach versucht Kosten der BG auf die KK abzuwälzen - bisher hat immer ein Anruf von mir genügt und die haben sich dort jedesmal für meinen 'Hinweis' bedankt und sich das Geld wiedergeholt - ohne das ich Ärger hatte......
Gruß
Gertrud :)
Hallo Gummibär,
ich kann die Barmer GEK empfehlen, denn ich muß sagen, dass ich die ganze Zeit keine Probleme hatte. Auch meine Physiotherapeutischen Behandlungen außerhalb des Regelfalls wurden alle anstandslos bezahlt.
MfG.
Pit
gummibär
19.11.2010, 18:10
Hallo Papajoe, Gertrud und Pit!
Habt Dank für Eure Vorschläge, ich werde die angegeben Krankenkassen einer genaueren Selektion unterziehen.
Hallo Jsch!
Gut, ich werde weiter träumen, bat aber um konstruktive Vorschläge...
und nun an Alle!
Gibt es noch jemanden der eventuell etwas zur TK vermelden kann?
Laut Mundpropadanda soll dort die Hilfsmittelversorgung wohl ordentlich sein.
Schönes Wochenende.
Gruß- vom "träumenden" Gummibär
stinababy
19.11.2010, 21:19
Hallo Gummibär,
ich war früher Jahrelang in der TK versichert und kann wirklich nichts negatives berichten.
Würde jederzeit wieder dort hin wechseln und werde das auch warscheinlich demnächst machen.
L.G. stinababy
Hallo Gummibär,
bkk mobil oil. Die haben meinem Vater sogar die OP am Darmkrebs, als auch die Folgebehandlungen in einer Privatklinik voll bezahlt.
Viele Grüße
Derosa
reini5555
20.11.2010, 06:25
Hallo Gummibär,
es ist schwer die richtige KK zu finden, ich bin auch am wechslen. Denn meinen bisherige MHplus, ist bis auf einen Mangel gut, aber das seit April mit den Verträgen mit der Arneimittelindustrie geht mir bei denen sprichwörtlich auf die Nerven, denn ich habe ja nicht nur den Arbeitsunfall wo alles über die BG läuft, sondern seit Jahren einen hohen Blutdruck, wo ich verchiedenen Medis brauche. Und Anfang April, bekam ich plötzlich nicht mehr den originalen Hersteller der Tabletten, sondern ein Generika, wo zwar angeblich der Wirkstoff der gleiche ist, jedoch die Zusammensetzung komplett anders, was zur Folge hatte, mir war regelmässig schlecht und übel.
Danach startete ich an viele KK, welche absehbar keine Erhöhung der Zusatzbeiträge machen, Anfragen.
Die kleinen haben meist keine Pharmaverträge, oder nur mit ganz alltäglichen Medikamenten, die großen allesamt, fast das komplette Specktrum an Medis.
Ich wechselte jetzt zur BKK MAN, und bekomme die gesamten Medis jetzt vom Original Hersteller, und mein Hausarzt braucht sich über das Ithem keine Gedanken um sein Buged machen.
Wenn man sich über die Medikamente keine Gedanken macht, ist die SBK ganz gut, meine Frau erhielt zusammen mit dem mitversicherten Sohn, dieses Jahr 340 € für das Bonusheft (Vorsorgeuntersuchungen) zurückerstattet.
Zur TK kann ich nur sagen, die haben anscheinend größtenteils die gleichen Pharmaverträge wie die AOK, mich hatte ein Mitarbeiter von denen auch gleich freundlich zurückgerufen, jedoch redete der dieses Thema geschickt klein, und verstand die Problemmatik gar nicht ,der machte sich nicht mal schlau, welche Medis ich konkret anfragte, sondern redete irgendwas von Rheumamittel wären eh alle gleich.
Gute Antworten kamen von BKK ATU, BKK Mobil Oil, SBK, BKK Esso und BKK MAN.
Negativ waren DAK, Barmer (da bekam ich doch glatt zur Anwort, nach einigen Jahren könnte man über die Freigabe diverser Arztneimittel reden, Einsteiger würden solche nie am Anfang erhalten, so was merkt man sich), von der AOK wollte ich schon gar nichts wissen.
Diese KK garantieren für 2011 keinen Zusatzbeiträge:
http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/kein-zusatzbeitrag/
Herzblut
20.11.2010, 10:19
Hallo Gummibär,
persönlich kann ich mich mittlerweile nur gegen die Barmer GEK ..... und bin aus diversen Gründen demnächst Mitglied bei der TK.
Grüßle vom Herzblut
Hallo Gummibär,
Kai-Uwe und ich sind über 44 Jahre Mitglieder der TK und waren immer zu 100% zufrieden.
Die TK hat uns nach dem Unfall von Kai-Uwe immer total unterstützt, uns einen Ansprechpartner gegeben den wir jederzeit mit allen Problemen kommen konnten und der uns immer gut geholfen hat.
Auch unsere Töchter sind im Studium und auch jetzt bei der TK.
Meine Mutter wurde in der Pflegezeit meines Vaters immer umfangreich von der TK beraten. Es wurden ihr immer sofort alle nötigen Hilfsmittel (Rollstühle, Lifter) zur Verfügung gestellt.
Sie selber hat nach dem Tod meines Vaters, einen Schrittmacher, Augen-OP und beidseitig eine neue Hüfte bekommen, da war sie schon 83 Jahre.
Jetzt ist sie wieder fitt.
Also....;):)..nimm die TK
Lieben Gruß
Kai-Uwin
gummibär
22.11.2010, 12:32
Hallo Leute!
Danke an das gesamte Internetuniversum für Eure Vorschläge...
Das einige BKK en über Bonusprogramme hohe Geldleistungen rückerstatten, ist mir auch schon zu Ohren gekommen.
Ich werde nun von allen Kassen Informationsmaterial anfordern und dann, eine gut überlegte Wechselentscheidung, treffen.
Gruß- Gummibär
gummibär
29.11.2010, 13:28
Hallo Leute!
Ich habe mir nun von diversen Krankenkassen Informationsmaterial zusenden lassen...
Ist es richtig und mit dem Datenschutz vereinbar, daß eine freundliche Betriebskrankenkase bereits in ihrem Anmeldeformular unter der Rubrik "weitere wichtige Angaben": Nach bestehenden Wehrdienstbeschädigungen / Unfallverletzungen und den zuständigen Ärzten,- Informationen erbittet ?
Ich war über dieses Formular vollkommen entsetzt und ging bisher davon aus, daß bei der GKV keine Gesundheitfragen zulässig sind.
Wie läßt es sich umgehen, Angaben zur letzten Krankenkasse abzugeben?
Ich würde es gerne vermeiden, daß sich die "neue" KK sofort mit der "alten" KK in Verbindung setzt und dann auch alle Leistungen verweigert.
Ansonsten bräuchte ich ja keinen Kassenwechsel anzustreben.
Wer weiß Rat?
Oder darf man unberechtigte Fragen einfach ignorieren und unbeantwortet lassen.
Danke.
Gruß- Gummibär
Hallo Gummibär,
versuche es einfach. Ich habe von der Bg mit der ich bisher nichts zu tun hatte einen Fragebogen bekommen in dem nach Renten, früheren Renten, ALG und ähnlichen Finanzfragen gefragt wird. Die Fragen nach Renten und anderen BGs habe ich einfach nicht beantwortet. Mal sehen wie die reagieren.
Viele Grüße
Hallo Gummibär,
gesunde junge Leute nehmen die GKV. mit Kusshand und die kostenintensiveren nicht unbedingt, auch wenn es eine zusätzliche Kostenpauschale für kronisch Kranke gibt.
MfG.
Pit
gummibär
29.11.2010, 18:36
Hallo Leute!
Danke Pit, aber das nun plötzlich auch die gesetzliche Krankenkasse mit der Selektion ihrer Versicherten beginnt, ist mir neu.
Ich bin gutgläubig davon ausgegangen, daß die GKV jeden ohne Prüfung von eventuellen Vorerkrankungen aufnehmen muß.
Ich habe erst 2006 gewechselt, aber Gesundheitsfragen mußte ich damals nicht beantworten.
Auch zu bestehenden Unfallschäden mußte ich vorab keine Stellungnahme abgeben, getreu dem Motto: Dynamischer Frührentner, Chroniker mit kostenintensiven Therapiekosten... sucht neuen Krankenversicherungsschutz!
Gruß- Gummibär
Herzblut
29.11.2010, 19:42
Hallo Gummibär,
DAS habe ich noch nie gehört!
Alleine diese Fragestellungen würden MICH dazu bringen, dieser KK NICHT beizutreten!
Vorsichtshalber würde ICH aber bei Deiner jetztigen KK die Weiterleitung sämtlicher Sozialdaten gem. § 76 SGB X sperren lassen;)
Grüßle vom Herzblut
AltwieeinBaum
30.11.2010, 17:20
Hallo Gummibär!
Voraussetzung um in die neue Krankenkasse aufgenommen zu werden ist die Vorlage der wirksamen Kündigung der bisherigen KK. Das läßt sich nicht umgehen
Für den Eintritt in eine neue KK braucht nur ein Mitgliedsantrag ausgefüllt werden. Ich glaube auch nicht, dass die KK "Böses" will, vielleicht dann nur wegen Information zur Aufnahme in entsprechende Programme.
Es gibt schon einige Krankenkassen die zusätzliche Leistungen anbieten und wenn es geht dann noch ohne zusätzlichen Beitrag.
Vieleicht gibts doch noch paar Empfehlungen von Freunden, Familie oder aus dem Forum?
Freundliche Grüße AltwieeinBaum
gummibär
01.12.2010, 12:39
Hallo Leute!
Dankt Euch.
Die Vorababfragen zu bestehenden Wehrdienst- bzw. Unfallverletzungen und zuständigen Ärzten, stammen übrigens vom Aufnahmeformular der Siemens- Betriebskrankenkasse...
Danke Herzblut für den Tipp, gleich mal vorab, die Weitergabe meiner Daten zu sperren.
Auf diese glorreiche Idee bin ich bis jetzt noch nicht gekommen.
Es hat mich auch schon maßlos angewidert, daß z.B. das Sozialgericht in einem Verfahren gegen die BG alle Schmerzmittelverordnungen der letzten Jahre bei den Krankenkassen als Kopie angefordert hat.
Die KK schickte daraufhin nicht nur Kopien der anforderten Präparate, welche mit den Unfallfolgen in Verbindung standen, sondern (ohne Rücksicht auf Verluste...), alles was jemals verordnet wurde....
Ich kam mir vor wie ein gläserner Patient, die BG geht es schließlich einen feuchten Kehricht an, welche (unfallunanhängigen) Medikamente benötigt werden.
Gruß- Gummibär
Hallo Gummibär,
auch die gesetzlichen Krankenkassen wollen sich vorab informieren, wenn ein neuer Versicherter anklopft. Das hat damit zu tun, dass die Krankenkassen jetzt nachdem sie ihre Einnahmen überwiegend aus dem Gesundheitsfond beziehen, wissen wollen, ob jemand chronisch erkrankt ist.
Der Hintergrund ist der, dass die gesetzl. Krankenkassen - je höher ihr Anteil an chronisch erkrankten Versicherten ist - über den Risikostrukturausgleich (RSA) des Gesundheitsfonds - auch einen höheren Anteil aus den Mitgliedsbeiträgen des Gesundheitsfonds bekommen. Demzufolge sind chronisch Erkrankte - im Gegensatz zu früher - heutzutage der gesetzl. Krankenkasse Lieblinge.
Gruss
kbi1989
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