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Vollständige Version anzeigen : Formulierung Widerspruch GdB - Angabe Gründe?


c.heintje
20.10.2010, 20:31
Hallo,

ich habe heute vom Versorgungsamt den Bescheid zur Anerkennung
20 % Gdb erhalten.

Ich hatte vor über einem Jahr einen Verkehrsunfall mit dem PKW. Diagnose war seinerzeit SHT1, HWS-Distorsion, Thorax- und Brustbeinprellung.
Nach über einem Jahr und 3wöchtiger Reha im Juli d. J. habe ich immer noch gesundheitliche Probleme mit der HWS.

Anerkannt für die 20 % GdB wurde das HWS-Syndrom, Schulter-Arm-Syndrom, Spannungskopfschmerz und mein Bluthochdruck.

Weiterhin hatte ich als vorhandene Krankheit (seid über 25 Jahren) die Migräne bei der Antragsstellung. Diese wurde nicht anerkannt.

Nun möchte ich gegen den Bescheid WIDERSPRUCH einlegen, da sich die Migräne aufgrund des Unfalls erheblich verstärkt hat. Gerade wenn ich die Migräne zusammen mit dem Spannungskopfschmerz habe, dann helfen die vorhandenen Medikamente gar nicht mehr.

Mein Fehler war, dass ich dieses dem SB beim 1. Antrag nicht mitgeteilt hatte, sondern nur ohne weitere Begründung die Migräne angegeben hatte. Aber eigentlich steht die Migräne jetzt doch im Zusammenhang mit der anerkannten Krankheit, oder?

Besteht eine Chance zu einem höheren GdB? Hat einer Erfahrungen?

Wichtig wäre für mich ein GdB von 30 % wegen des Gleichstellungsantrages. Aufgrund meines Unfalls bin ich jetzt über ein Jahr Krankgeschrieben und habe vorher auch oft wegen Migräne am Arbeitsplatz gefehlt.
Wäre es sinnvoll diese Angst um den Arbeitsplatz aufgrund der Fehlzeiten der Begründung beizuschreiben? Sicherlich werde ich auch in Zukunft wegen der Migräne und des HWS Probleme öfters mal fehlen.
Da wäre ich bei einer GdB von 30 % + Gleichstellung auf der sicheren Seite.

Hat jemand Erfahrungen?

Oder soll ich lieber einfach den Zusammenhang zwischen Verstärkung Migräne und Spannungskopfschmerz glaubhaft darlegen und um nochmalige PRüfung bitten ohne weitere Ausführungen.

Gruß c.heintje

Sekundant
20.10.2010, 20:55
Hi nochmal,

ob Du über die 20 % hinauskommen kannst, weiss ich natürlich nicht.
Aber wichtig ist es zu schildern, wie Deine Einschränkungen sind, wie sie sich auswirken, was Du dadurch nicht mehr machen kannst.

Ob Migräne als solche einen Einfluss haben wird, kann ich mir nicht vorstellen. Aber sieh doch mal unter den Anhaltspunkten unter

http://anhaltspunkte.vsbinfo.de/


Gruss

Sekundant

c.heintje
20.10.2010, 21:08
Danke, ich werde versuchen alles genau wie möglich zu schildern.

Gruss c.heintje

Teddy
20.10.2010, 21:38
Hallo c.heintje,

die eigene Schilderung ist wichtig, aber noch wichtiger sind med. Befundberichte. Kannst im Migräneanfall beim Neurologen als Akutfall vorstellig werden, bei jedem Migräneanfall beim Hausarzt um Hilfe bitten, in einer Schmerzambulanz um Hilfe ersuchen, die Anzahl der Fehltage durch Migräne vor dem Unfall und nach dem Unfall vom Hausarzt testieren lassen usw.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die eigenen Schilderungen zwar gelesen werden, aber mit jeglicher ärztlicher Bestätigung erst anerkannt worden waren.

Keine falsche Tapferkeit an den Tag legen, wenn du selbst nicht zum Arzt hinkommst, lass dich fahren - zeig es, wie schlecht es dir geht, verkriech dich nicht. Gute Adressen sind Schmerztherapeuten, weil die es oft ganzheitlich angehen - nicht nur Migräne - nicht nur HWS Schmerzen - usw. denn es ist ein Netz das zusammenhängt.

Widerspruch schreiben - ärztliche Bescheide beifügen - ein Versuch ist es wert.

Mein mich bei der Abwicklung des Unfalls betreuender Anwalt hatte bei mir 30% als zuwenig erachtet, er hat Widerspruch eingelegt, dann kam die Antwort mit 40%, auch das meinte er wäre zuwenig und hat Klage vor dem Sozialgericht eingericht und die Ärzte, die über mich Gutachten wegen dem Unfall geschrieben hatten bekamen Fragen vom Versorgungsamt, das Sozialgericht schlug einen Vergleich mit 50% vor, den ich akzeptiert habe. Zu orthopädischen Problemen nach offenen Waden-Schienbeinbruch - neurologische Probleme - chronisches Schmerzsyndrom nach HWS - kam die seit Kindheit nachgewiesene Migräne dazu - die natürlich zahlenmäßig stark zugenommen hat - das konnte mein Hausarzt bestätigen.

Also nicht nur selber schildern sondern möglichst alles von Hausarzt, Neurologen,Psychologen, Schmerztherapeut, Medikamentenliste etc Apothekenabrechnung etc beilegen.

Viel Glück - Widerspruch lohnt sich - weniger wird es dadurch nicht
Ab 30% kann es zu steuerlichen Entlastungen kommen, ab 40% kannst du einen Antrag zur Gleichstellung mit 50% stellen, ab 50% liegt Schwerbehinderung vor.

Zwei Jahre nach Ausstellung kam es nochmals zur Überprüfung, bei der keine Besserung des Zustandes von den Ärzten testiert wurden - Schlussbericht Reha beigelegt. Seither gelten bei mir die 50% unbefristet.

Also nochmals viel Glück - Mut - Energie - und Zuversicht

Teddy

ironman13/08
20.10.2010, 21:42
Hallo c.heintje,

auch ich würde dir dringend zum Wiederspruch raten und deine gesundheitlichen Probleme alle nochmal ausführlich aufführen.

Im Wiederspruch schreibst du am besten das: die gesundheitlichen Einschränkungen nicht genügend gewürdigt wurden.

Ich bin ziemlich sicher das du nach dem Wiederspruch um 10% höher gestuft wirst.

Viel Erfolg.

Viele Grüße
Gitti - Ironman's Ehefrau

max01
21.10.2010, 12:31
Hallo zusammen,


Viel Glück - Widerspruch lohnt sich - weniger wird es dadurch nicht
Ab 30% kann es zu steuerlichen Entlastungen kommen, ab 40% kannst du einen Antrag zur Gleichstellung mit 50% stellen, ab 50% liegt Schwerbehinderung vor.


Möchte kurz richtig stellen, dass eine Gleichstellung ab GdB 30 möglich ist.

[Anmerkung: Nach meinem ersten Widerspruch gab es den Trick mir weniger anerkennen zu wollen. Leider konnte ich diese Wunderheilung selber nicht miterleben, eine Herabstufung ist also auch möglich, was allerdings in diesem Fall nicht von einem Widerspruch abhalten soll!]

MfG
max01
---
Dieses ist natürlich meine Meinung. Rechtsfragen beantwortet Dein Anwalt …

derrotekobold
22.10.2010, 10:42
Hallo,

ich würde auf jeden fall zu einem Widerspruch raten. Habe mit ähnlichen Verletzungen GbB 30 auf Anhieb bekommen. Man kann ab GdB 30 einen Antrag auf Gleichstellung stellen!

Bei mir wurde ein chronisches Schmerzsyndrom allein schon mit Einzel-GdB 30 bewertet. Außerdem wurden Bluthochdruck, Funktionsstörungen der Wirbelsäule und Sehstörungen mit jeweils einzeln GdB 10 bewertet. Die Kopfschmerzen wurden auch nicht berücksichtigt, ebenso Tinnitus. Habe deshalb über meinen Schwerbehindertenberater auch Widerspruch eingelegt mit der Begründung, dass nicht alle Gesundheitsstörungen berücksichtigt wurden. Wichtig ist, dass du darlegst, inwieweit dich die Beschwerden beeinträchtigen!

@max: Ist eine Herabstufung nach dem Widerspruch auch möglich, wenn der GdB vorher unbegrenzt zugesprochen wurde

Viel Erfolg
derrotekobold

Kasandra
22.10.2010, 10:52
Hallo roter Kobold,

welcher Organisation gehört Deinen Schwerbehindertenberater an?

Viele Grüße

Kasandra

max01
22.10.2010, 11:01
Hallo derrotekobold,

ja das ist möglich. Hier wird sich auf die Anwendung des § 48 des Zehnten Buches Sozialgesetz - SGB X - berufen.

MfG
max01
---
Dieses ist natürlich meine Meinung. Rechtsfragen beantwortet Dein Anwalt …

Sekundant
22.10.2010, 13:55
Hallo

ob das möglich ist, habe ich zwar noch nicht versucht zu klären, wobei mir aber diese Möglichkeit


ja das ist möglich. Hier wird sich auf die Anwendung des § 48 des Zehnten Buches Sozialgesetz - SGB X - berufen.


nicht einleuchten will.

Nach dieser Bestimmung muss zuerst einmal eine wesentliche Änderung eintreten. Dabei soll eine Aufhebung erfolgen, soweit


1. die Änderung zugunsten des Betroffenen erfolgt,
2. der Betroffene einer durch Rechtsvorschrift vorgeschriebenen Pflicht zur
Mitteilung wesentlicher für ihn nachteiliger Änderungen der Verhältnisse
vorsätzlich oder grob fahrlässig nicht nachgekommen ist,
3. nach Antragstellung oder Erlass des Verwaltungsaktes Einkommen oder
Vermögen erzielt worden ist, das zum Wegfall oder zur Minderung des
Anspruchs geführt haben würde, oder
4. der Betroffene wusste oder nicht wusste, weil er die erforderliche
Sorgfalt in besonders schwerem Mass verletzt hat, dass der sich aus dem
Verwaltungsakt ergebende Anspruch kraft Gesetzes zum Ruhen gekommen oder ganz oder teilweise weggefallen ist.
Punkt 1 trifft ja wohl nicht zu, da zu dessen Nachteil

Punkt 2 wirft die Frage auf, in wie weit er zu einer Mitteilung verpflichtet ist; zudem ließe sich kräftig über Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit streiten. Welche Änderung ist für den Laien als wesentlich anzusehen, worüber sich - wie hier weitreichend bekannt - sogenannte Experten in unzähligen und widersprüchlichen GA streiten?

Punkt 3 zielt lediglich auf geldwerten Vorteil durch Vermögensänderung, die sich auf den Anspruch bezieht, ab

Punkt 4 dürfte hier ohnehin ohne Belang sein.


Wurde schon mal jemand auf dieser Basis herabgestuft? Würde mich schon persönlich interessieren.


Gruss

Sekundant

derrotekobold
22.10.2010, 14:06
Kann mich Sekundant nur anschließen, würde mich auch interessieren, ob jemand nach Widerspruch überhaupt herabgestuft wurde und mit welcher Begründung.

@Kasandra: Mein Schwerbehindertenberater gehört keiner Organisation an.

max01
22.10.2010, 14:45
Hallo zusammen,

ich wollte hier keinen verwirren! Fakt ist aber, das hier ein solches Schreiben vorliegt. In diesem wird die gewollte Herabstufung mit eben diesem § begründet. Derzeit ist die Entscheidung des VA nicht rechtskräftig. Ich war (und bin es auch immer noch) über diese Beurteilung bzw. Anwendung sehr verwundert (ich möchte sogar sagen entsetzt). Schließlich wollte ich (auch auf anraten mehrere Ärzte) eine Erhöhung und habe diese meiner Meinung nach gut und sachlich begründet und mit entsprechnden Arztberichten und Gutachten unterstützt. Leider wurde in diesen eine Wunderheilung interpretiert die ich selber leider nicht merke. (Ich wäre gerne weniger Behindert, allerdings körperlich und nicht auf einem Zettel ;))

Und @ sekundant wir denken ähnlich. Schön das wir unabhängig voneinander die gleichen Argumente gefunden haben. Dieses bestärkt mich. Danke hierfür! In wie weit diese Argumente die Entscheidung des VA beeinflussen können weiss ich noch nicht.

Sollten sich hier noch weitere Argumente finden, immer her damit. Vielleicht hatte auch jemand schon mal etwas ähnliches und kann aus seiner Erfahrung mal erzählen was und wie dort entschieden wurde. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Vielleicht ist das auch eine neue Taktik: Er will mehr, ich biete weniger. Vielleicht bleibt alles beim Alten? Wer weiß das schon... Musste mich nach dem Brief mal wieder 1-2 Tage zurückziehen zum Kraft sammeln. Habe eigendlich keine Lust mehr auf diese ewigen Kämpfe. Aber das muss wohl so sein.... Ein Schicksal was es zu den Unfällen gratis dabei gibt. Vielleicht sollte ich doch mal über ein Jurastudium nachdenken, ach das dauert mir auch wieder zu lange... :confused:. Sorry kurz vom Thema abgewichen.

MfG
max01
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Dieses ist natürlich meine Meinung. Rechtsfragen beantwortet Dein Anwalt …

c.heintje
22.10.2010, 20:35
Also, ich werde es so machen...

Ich werde am Montag zu meinem Hausarzt gehen und diesen bitten mir ein Attest auszustellen mit der Diagnose Migräne. Diese habe ich schon ewig, aber seid 14 Monaten seid dem Unfall eben extrem öfter und verstärkt.
Er soll mit belegen, wie oft ich in den letzten Monaten entsprechende Medikamente verorndet bekommen habe.

Die erhöhte Häufigkeit kann ich natürlich nicht nachweisen, da ich seid dem Unfall mehr oder weniger krankgeschrieben bin und zur Reha war. Die haben dort natürlich auch Unterlagen über meine Medikamenten Einnahmen ... also die Einnahme an mehreren Tagen von Triptanen.

Bei mir sind die 30 % zur Beantragung der Gleichstellung sehr wichtig . Aufgrund einer betrieblichen Umstrukturierung innerhalb des nächsten Jahres habe ich ANGST meinen Arbeitsplatz wegen der Fehltage aufgr. Krankheit zu verlieren. Jetzt war ich 15 Monate krankgeschrieben und wenn jetzt noch immer wieder Fehltage wegen Migräne kommen weil die Medikamante im Augenblick kaum gegen die Schmerzen helfen.... ich habe Angst dann deshalb auch keinen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Also, am Montag ist meiner erster Weg zum Hausarzt wegen eines Attestes

c.heintje

max01
23.10.2010, 07:58
Hallo c.heintje,

für den Gleichstellungsantrag findest Du noch Tipps bei diesen Themen:

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?p=133622#post133622

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?p=126107#post126107

Mir hat insbesondere der Link von Wolo sehr geholfen. Bei der Argumentation zur Gleichstellung achte darauf, dass der Arbeitsplatzverlust aufgrund Deiner Einschränkungen droht. [Nur die Angst einer Umstrukturierung begründet noch keine Gleichstellung!] Lass Dir auch von der Schwerbehindertenvertretung und dem Betriebsrat helfen!

MfG
max01
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Dieses ist natürlich meine Meinung. Rechtsfragen beantwortet Dein Anwalt …

derrotekobold
23.10.2010, 09:06
Hallo cheintje,

es ist auch wichtig, dass du dir einen Auszug aus dem Leistungsverzeichnis der KK holst, um alle Zeiten der Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen.
Außerdem ist nicht nur das Attest über Migräne wichtig, sondern dass du schilderst, wie dich das einschränkt - nicht nur im Arbeitsleben!

Beim Gleichstellungsantrag spielen folgende Gründe eine Rolle:
- Einschränkungen in der Tätigkeit im Beruf
- Fehlzeiten
- Arbeitszeit (Schicht etc.)
- Arbeitsbedingungen (z.B. häufiges Heben o.ä.)
- Kündigungsschutz
- laufende ärztliche Behandlung
- Kündigungsdrohung
- andere Gründe, die das Arbeitsverhältnis gefährden

Ich denke, unter den letzten Punkt würde so was wie Umstrukturierungsmaßnahmen fallen.

Viel Erfolg
derrotekobold

moni68
23.10.2010, 09:50
Hallo,
ich habe mit meinem Gleichstellungsantrag damals echte Probleme gehabt.

1. wollte die SB mich einfach nicht gleichstellen. O-Ton: "Sie bekommen nur Probleme dadurch !" Hä ? :confused:
2. Wäre mein Arbeitgeber angeschrieben worden (ich glaube zwecks Stellungnahme) - ich weiß nicht, ob das so schön ist, daß der AG genau weiß, welche Gesundheitsstörungen man so hat...

Gott sei Dank hat sich das Problem dann durch die Kündigung und meine jetzt 50 % gelöst.

Ja, ich denke auch, daß man seine Einschränkungen im täglichen Leben an das Versorgungsamt schreiben sollte, Diagnosen reichen einfach nicht. Vielleicht verstehen die SB dort das dann viel besser, wenn man es in "normalen" Worten schildert ! Und Migräne ist nun wirklich eine heftige Einschränkung !

@max01: Nicht aufgeben ! Das ist doch gerade die Taktik der Gegner: sie versuchen einen mürbe zu machen. Laß Dich nicht weichkochen. Kopf hoch und weiter ! Ich drücke Dir die Daumen !

Gruß,
moni68

Siegfried21
23.10.2010, 12:18
Hallo Moni,

dein Zitat:
ich habe mit meinem Gleichstellungsantrag damals echte Probleme gehabt.
Wäre mein Arbeitgeber angeschrieben worden etc.

Jaua ich betrachte die Gleichstellung auch als ein "faules Ei" :o

Dein Zitat:
Ja, ich denke auch, daß man seine Einschränkungen im täglichen Leben an das Versorgungsamt schreiben sollte, Diagnosen reichen einfach nicht.

Ich gehe mit dir dakor:
Diagnosen kann viel bedeuten bzw. jemand kann
Wunder was für eine Diagnose haben, aber keine Funktionseinschränkung.
Z. B. die Diagnose Hypertonie (Bluthochdruck) ist mit einem Medicamentum,
im Normalfall gut einstellbar und stellt deshalb, keine Einschränkung mehr dar.
Danach hat z. B. jemand, eine Menge von Wirbelsäulendiagnosen, ist aber
trotzdem noch voll beweglich, dies stellt auch keine Einschränkung dar.

Auch "Einschränkungen im täglichen Leben" sind für die
Damen und Herren (VA) nicht von großer Bedeutung, sondern die:

Neutral-0-Methode

(Abweichungsmaß von den Normwerten)

Bei dieser Messmethode werden alle Gelenkbewegungen von einer einheitlich definierten 0-Stellung aus gemessen. Diese Neutral-0-Stellung entspricht der Gelenkstellung, die ein gesunder Mensch im aufrechten Stand mit hängenden Armen und nach vorn gehaltenen Daumen und parallelen Füßen einnehmen kann. Bei der Messung von dieser 0-Stellung aus wird der bei der Bewegung durchlaufene Winkel abgelesen und unter Aufrundung auf die nächste 5er-Stelle notiert. Es wird grundsätzlich der Bewegungsumfang gemessen, wie er durch eigentätige, vom Untersucher geführte Bewegungen möglich ist.

Bei der Protokollierung werden immer 3 Zahlen eingetragen. Im Normalfall wird die 0 zwischen die beiden Ziffern für die Anfangs- und Endstellung gesetzt, da üblicherweise die Gelenke über die 0-Stellung hinaus in 2 Richtungen zu bewegen sind. Kann ein Gelenk jedoch nur in einer Richtung bewegt werden, z. B. bei Kontrakturen, so steht die 0 am Anfang oder am Ende, um anzuzeigen, dass die 0-Stellung nicht erreicht werden kann.

Info zum weiteren Verständnis:

http://de.wikipedia.org/wiki/Neutral-Null-Methode

http://www.dguv.de/formtexte/aerzte/F_4222/F4222.pdf

http://www.dguv.de/formtexte/aerzte/F_4224/F4224.pdf

http://www.h-baer.de/anhaltallg.htm

Grüße

Siegfried21

c.heintje
24.10.2010, 18:04
Hallo,

bei mir geht es erst mal nicht um die Gleichstellung, sondern ich muss erst einmal die Erhöhung von 20 % auf 30 % GdB bekommen um überhaupt den Gleichstellungsantrag beantragen zu können. Ich glaube nicht, dass mein Arbeitgeber mir derzeit da Steine in den Weg legen würde um die Gleichstellung zu bekommen, aber ich weiß nicht was noch im Laufe der nächsten Monate kommt.

Aber ein Schritt nach dem anderen.... jetzt erst einmal eine Begründung zur Erhöhung um 10 % des GdB formulieren.

Ich DANKE allen für die vielen Tipps....

c.heintje

max01
17.03.2011, 09:45
Hallo,

vielleicht interessiert jemanden was aus der möglichen Herabstufung wurde...

nach weiteren, unheimlich schnellen Ermittlungen und vielen weiteren zum Teil unverschämten Untersuchungen und Gesprächen wurde mir nun mitgeteilt, dass auf eine Herabstufung verzichtet wird, wenn ich den Widerspruch zurücknehme...

Das habe ich natürlich nicht gemacht und um eine möglichst schnelle Zusendung eines rechtsmittelfähigen Bescheides gebeten.

Dieses geht so schnell aber wohl auch nicht. Der Widerspruch und die Akte wurde jetzt an ein weiteres Amt zur Überprüfung gesendet.

Puhh... Was ein Theater

MfG
max01
---
Dieses ist natürlich meine Meinung. Rechtsfragen beantwortet Dein Anwalt …