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Vollständige Version anzeigen : Lehrer klagt auf posttraumatische Belastungsstörung etc.


Siegfried21
04.08.2010, 08:15
Hallo,

was soll man von der Angelegenheit halten?

Lehrer klagt auf Anerkennung des Amoklaufs von Winnenden als Dienstunfall

http://www.stuttgarter-nachrichten.d...00568ad63.html

http://www.abacho.de/vermischtes/?news=68843

Der Pädagoge war allerdings zur Tatzeit nicht in der Schule, sondern lag im Krankenhaus und erfuhr von dem Amoklauf aus dem Fernsehen. Seine Ärzte diagnostizierten daraufhin bei ihm eine akute Belastungsreaktion und eine posttraumatische Belastungsstörung. Das Regierungspräsidium Stuttgart lehnt als Vertreter des Landes die Übernahme der Behandlungskosten ab.

Die Begründung lautete, nach dem Beamtenversorgungsgesetz sei ein Dienstunfall «ein auf äußerer Einwirkung beruhendes, plötzlich, örtlich und zeitlich bestimmbares, einen Körperschaden verursachendes Ereignis». Dies müsse in Ausübung des Dienstes oder infolge des Dienstes eingetreten sein. Diese Voraussetzungen lägen hier nicht vor.

Der Kläger setzt dem entgegen, trotz seiner Abwesenheit während des Amoklaufs habe er aufgrund seiner jahrzehntelangen beruflichen und emotionalen Bindung mit den Opfern eine tiefe Verantwortung für seine Klasse sowie für seine anderen Schüler und Kollegen empfunden. Der Amoklauf habe bei ihm wegen seines langjährigen Dienstes an der Schule psychische Beschwerden verursacht. Welche Klasse der Lehrer vor der Tat betreut hatte und wie es ihm derzeit geht, wollte sein Anwalt auf Anfrage nicht sagen. Die geplante Rehabilitation hatte der Mann in der Klinik wegen des Widerrufs nicht antreten können.

Grüße

Siegfried21

Cookie1980
04.08.2010, 08:45
Hallo,

ich finde, dass hier versucht wird, den Gesetzeswortlaut extrem zu dehnen.
Wie dort steht, muss der Körperschaden "in Ausübung des Dienstes oder infolge des Dienstes" entstanden sein.

Da der Lehrer zum Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses nicht im Dienst war, liegt hier für mich kein Bezug zum Dienst vor.

Ich denke, man sollte die Kirche im Dorf lassen...


Lg

Cookie

ptbs
04.08.2010, 10:36
hallo

so ein thema wurde erst kürzlich vom bundesverwaltungsgerichtshof auch verhandelt..
man darf nicht vergessen das auch ein dienstunfall vorliegen kann wenn ein angriff auf einen beamten vorliegt..dieser muss nicht im dienst sein..es reicht seine eigenschaft als beamter..da der täter damals den lehrer töten wollte der aber krank zuhause lag, wurde entschieden das es ein dienstunfall ist..es lag ein vergeltungsangriff vor..
der lehrer wurde zuhause von der polizei abgeholt und in sicherheit gebracht weil anfangs niemand wusste wo der täter steckt(war zu dem zeitpunkt schon tot)
d.h. ich kann auch wenn es für viele befremdlich klingt die situation und die klage des lehrers verstehen muss er in zukunft immer angst um sein leben haben weil er schlechte noten vergibt denkt mal drüber nach

Siegfried21
04.08.2010, 13:39
Hallo,

der Lehrer war beim Geschehen etc. nicht vor Ort und darum gehört es
auch wie z. B. im u. g. Fall, vielmehr in den Teil, des allgemeinen Lebensrisikos.

Ob jetzt ein Beamter oder "normal" menschliche Person, ich denke da
haben noch viele weitere Personen einen schweren Schock erlitten, die
auch in einer emotionalen Bindung standen.

Hier ist die Grenze als Fernwirkungsschaden oder Schockschaden überschritten:rolleyes:

Info:
Als Fernwirkungsschaden oder Schockschaden wird nach der schweren Verletzung bzw. Tötung einer Person die psychische Erkrankung eines nahen Angehörigen bezeichnet. Der Schädiger ist verpflichtet, für die bei einem Dritten entstandene psychische Krankheit Schadensersatz bzw. Schmerzensgeld zu zahlen, wenn es sich um einen nahen Angehörigen der verletzten / getöteten Person handelt.

Beispielfall:

Belastungssyndrom von Polizeibeamten
Urteil vom 22. Mai 2007 VI ZR 17/06

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=40281&pos=0&anz=1

Das klagende Land verlangt von der beklagten Versicherung Ersatz von Leistungen für zwei in seinem Dienst stehende Polizeibeamte, die als Folge eines Verkehrsunfalls ein posttraumatisches Belastungssyndrom erlitten haben sollen.

Ein Versicherungsnehmer der Beklagten hatte mit seinem PKW als "Geisterfahrer" die Autobahn entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung befahren. Dabei verursachte er einen Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden PKW, in dem sich eine vierköpfige Familie befand. Beide Pkw fingen Feuer, wodurch sämtliche Insassen verbrannten. Die beiden Polizeibeamten mussten dies mit ansehen, ohne helfen zu können.
Die Vorinstanzen haben einen Ersatzanspruch des Klägers insbesondere deshalb verneint, weil die Tätigkeit der Polizeibeamten unter das allgemeine Lebensrisiko falle. Der VI. Zivilsenat hat das Berufungsurteil bestätigt. Durch ein Unfallgeschehen ausgelöste, traumatisch bedingte psychische Störungen von Krankheitswert können zwar eine Verletzung der Gesundheit im Sinne des § 823 BGB darstellen. Die hier geltend gemachten gesundheitsbeeinträchtigungen können dem Schädiger aber unter den Umständen des Streitfalls nicht zugerechnet werden. Der erkennende Senat hat eine Haftpflicht des Unfallverursachers in Fällen anerkannt, in denen der Geschädigte als direkt am Unfall Beteiligter infolge einer psychischen Schädigung eine schwere Gesundheitsstörung erlitten hat.

Maßgeblich für die Zurechnung war in diesen Fällen, dass der Schädiger dem Geschädigten die Rolle eines unmittelbaren Unfallbeteiligten aufgezwungen hat und dieser das Unfallgeschehen psychisch nicht verkraften konnte. Solche Umstände waren hier nicht gegeben, weil die Polizeibeamten an dem eigentlichen Unfallgeschehen, nämlich der Kollision zwischen dem "Geisterfahrer" und dem PKW der Familie, nicht beteiligt waren. Die Polizeibeamten waren daher wie zufällige Zeugen anzusehen, für die ein solches Ereignis dem allgemeinen Lebensrisiko zuzurechnen ist.
Wegen der behaupteten posttraumatischen Belastungssyndrome bestehe kein Schadensersatzanspruch.

Auch wenn man durch den Unfall psychisch vermittelte Gesundheitsschädigungen mit Krankheitswert unterstelle, fielen diese nicht in den Schutzbereich der §§ 823 Abs. 1 BGB, 7 Abs. 1 StVG; sie seien vielmehr Teil des allgemeinen Lebensrisikos, das jeder grundsätzlich selbst zu tragen habe.

Vor diesem Hintergrund setze ein solcher Schadensersatzanspruch eine Sonderverbindung des psychisch geschädigten Dritten zu dem schrecklichen Ereignis voraus, die die Beobachtung des Geschehens gerade für ihn zu einer Belastung werden lasse. Für Polizeibeamte gehörten die mit der Berufsausübung verbundenen psychischen Belastungen infolge Wahrnehmung eines schrecklichen Geschehens indes zum allgemeinen Berufsrisiko als einem Unterfall des allgemeinen Lebensrisikos.

Der erkennende Senat hat eine Haftpflicht des Unfallverursachers in Fällen anerkannt, in denen der Geschädigte als direkt am Unfall Beteiligter infolge einer psychischen Schädigung eine schwere Gesundheitsstörung erlitten hat (vgl. Senatsurteile vom 12. November 1985 - VI ZR 103/84 - VersR 1986, 240, 241; vom 9. April 1991 - VI ZR 106/90 - VersR 1991, 704, 705; vom 16. März 1993 - VI ZR 101/92 - VersR 1993, 589, 590). Maßgeblich für die Zurechnung war in diesen Fällen, dass der Schädiger dem Geschädigten die Rolle eines unmittelbaren Unfallbeteiligten aufgezwungen hat und dieser das Unfall-geschehen psychisch nicht verkraften konnte (vgl. Senatsurteil vom 12. November 1985 - VI ZR 103/84 - VersR 1986, 240, 242). Solche Umstände sind hier nicht gegeben, vielmehr waren die Polizeibeamten an dem eigentlichen Unfallgeschehen, das zu ihrer psychischen Schädigung geführt haben soll, nämlich der Kollision zwischen dem "Geisterfahrer" und dem PKW der Familie nicht beteiligt.

Grüße

Siegfried21

Cookie1980
04.08.2010, 13:52
Ich denke einfach immer noch, dass hier der Bogen etwas überspannt wird.

Die Sache mit dem Lehrer, der von seinem Schüler zuhause angegriffen wird (Vergeltungsangriff), kann ich noch so nachvollziehen. Das kann man auslegen als ein Körperschaden "infolge des Dienstes". D.h. die Handlung, die das ganze ausgelöst hat, ist ja in der Schule passiert (z.B. weil er schlechte Noten vergeben hat).
Die schädigende Handlung war ja auch direkt auf den Beamten gerichtet, da der Schüler zu ihm nach Hause kam.

Nur die Sache mit der Schule in Winnenden ist mir zu weit gegriffen. Es steht noch nicht mal fest, ob die Klasse des Lehrers überhaupt betroffen war.

Das ufert mir echt zu weit aus und warten wir mal ab, was da noch alles in der Zukunft kommt, wenn das Gericht der Sache zustimmt.

Lg

ptbs
04.08.2010, 14:18
muss gestehen das ich mit der sache in winnenden nicht vertraut bin..kenne die problematik von dem amoklauf aus 2002..
generell bin ich auch dafür das so etwas nicht ausufern darf..warten wir mal ab was das gericht dazu zu sagen hat..alles gute an alle

Paro
05.08.2010, 08:57
@ all,
die Sache ist ausgestanden. lest mal hier:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,710076,00.html
So waskönnen nur Beamte und Juristen verstehen.
Paro

Cookie1980
05.08.2010, 11:55
Hallo,

da hat die Behörde, die den Unfall erst anerkannt und dann wieder aberkannt hatte, leider bei der Aberkennung einen Fehler gemacht, der jetzt dem Beamten zugute kommt.

Dem Lehrer hätte im Aberkennungsbescheid deutlich erklärt werden müssen, warum seine Behandlungskosten nun doch nicht übernommen werden und kein Dienstunfall vorliegt. Sie hätte ihr Ermessen, welches sie nun mal hat, deutlich begründen müssen, also alle Gründe angeben müssen, die sie dazu bewogen haben, nun doch abzuerkennen.

Es gab 2 Bescheide, die rechtswidrig waren. Durch den 2. rechtswidrigen gilt somit der 1. und somit ist eine Anerkennung erfolgt.

Grundsätzlich gehen aber auch die Richter davon aus, dass es sich nicht um einen Dienstunfall handelt. Nur können sie auch nicht anders handeln, da vorher 2 Fehler passiert sind. Glück für den Lehrer.

Lg

der springer
11.08.2010, 10:17
Hallo zusammen
für mich als dienstunfähig pensionierter beamter (48 j) ist es ein schlag in sgesicht mit welcher frechheit dieser lehrer einen gedanken daran verschwenden konnte diesen DIENSTUNFALL überhaupt zu melden.
da brauchen wir uns nicht zu wundern wenn es immer schwer wird DIENSTUNFÄLLE anerkannt zu bekommen. seesselfurzer sei dank.

Siegfried21
11.08.2010, 12:18
Hallo der springer,

Dein Zitat:
mit welcher frechheit dieser lehrer einen gedanken daran verschwenden konnte diesen DIENSTUNFALL überhaupt zu melden.
da brauchen wir uns nicht zu wundern wenn es immer schwer wird DIENSTUNFÄLLE anerkannt zu bekommen. seesselfurzer sei dank.

Dito................;)

Wenn ich denke was z. B. ein > 35 J. an EMR "€" bekommt bzw. bis er diese
überhaupt durch hat:eek:

Er/Sie muss fast kriechend auf dem Boden daher kommen.:mad:

Danach mit der Gutachter Brut im Verwaltungsakt herumschlagen, die nur ihr Haus von der EMR-Bewilligung sauber halten wollen. Weiter geht es dann
mit der Brut des medizinischen Dienst-Verwaltung der DRV, am Schluß folgt noch die Brut beim Widerspruchsausschuss.

Juhe es wartet:p das SG…….

Grüße

Siegfried21

Paro
11.08.2010, 12:45
Hallo Beamte,
seid Ihr doch eine priveligierte Schicht.
Als bei mir, während meiner Arbeitszeit, bewusst nicht Dienstzeit, ein Kessel explodierte, Gott sei Dank. nur 2 Verletzte, wäre ich im Leben nicht auf die Idee gekommen, eine PTBS anzumelden.
Ich finde, als Kriegskind (1942) viele Unfallgeschenisse, ist passiert, nicht mehr änderbar, was wollen dann die Kirchengeier= Seelsorger oder Psychologen vor Ort?
Ist heute keiner mehr in der Lage , die gegebene Situation abzuschätzen?
Wenn der Partner, Kumpel, Freund bei einem Unfall gestorben ist, hilft kein Seelsorge oder Psychologe, die bleiben tot.
Der Typ, der helfen konnte, ist vor 2000 Jahren in den Himmel aufgefahren und hat sich seid dem nicht mehr gemeldet.
Wenn dieser Schwachsack mit seinen Argumenten durchkomm, na dann adee Kostenbegrenzung.
Ich finde, vom Geld/Gewinn her, die Argumentation des Lehrers sehr gut.
Also überlegen wir, wie wir unseren Staat abzocken können.
Wenn ich könnte und dürfte, ich würde ihn in der Ar*** treten.
Ein saurer
Paro

JSch
04.09.2010, 15:37
wir werden in dieser Bananenrepublik von einer Beamten-MAFIA ständig und Tag für Tag übervorteilt und ausgebeutet.
Nicht die Migranten sondern unsere Beamten vom kleinen Postbeamten der alle 2 Jahre in Kur fährt bis zu den MAFIA- Beamtenbossen in deutschen Bundestag werden die Totengräber dieser Republik sein.
Alle Beamten einschließlich unserer kriminellen Justiz schanzen sich gegenseitig die Pfründe zu.
Diese Republik wird so keinen weiteren Bestand haben und untergehen wie das römische Reich, welches auch an seinen Beamten gescheitert ist.

ptbs
04.09.2010, 18:23
also langsam wirds unterirdisch das niveau..hauptsache ich schreib mal was und bin dagegen..

seenixe
04.09.2010, 22:48
Hallo ptbs,

ich habe jetzt nicht verstanden, was an dem Niveau unterirdisch wird oder ist? Gegen was bist Du? Vielleicht, dass ein traumatisiertes Unfallopfer jahrelang darum kämpfen muß, dieses als Folge eines Unfalls anerkannt zu bekommen? Oder das bei den traumatisierten Soldaten aus Afganistan erst nachdem der Umgang mit Ihnen im Fernsehen publik gemacht wurde Hilfe zuteil wurde? Oder das ein Lehrer, obwohl nicht am Ort des Geschehens und wegen Fehlern in der Verwaltung nun eine anerkannten "Schaden" erlitten hat?
Das es sich leicht diskutieren läßt über eine Rente, wenn man nach 8 Jahren Zugehörigkeit im Bundestag Anspruch auf mindestens monatlich eine Mindestpension von 1.682 Euro; der Betrag steigt mit längerer Zugehörigkeit und erreicht nach 23 Jahren Bundestagszugehörigkeit ihren Höchstanspruch von 4.836 Euro. Nach dem 18. Mandatsjahr sinkt das Pensionseintrittsalter auf 55 Jahre.
Meine Frau ist jetzt in Schwerbehindertenrente gegangen nach 43 Arbeitsjahren = Rente etwas mehr als 800 Euro und damit noch gutgestellt, weil sie fast 80 Euro über der durchschnittlichen Rentenhöhe liegt. Übrigens war sie nicht Lohnempfänger unterhalb des Mindestlohnes, wie es immer mehr Beschäftigte in Deutschland werden.

Welches Niveau meintest Du jetzt?

Gruß von der Seenixe

ptbs
06.09.2010, 13:00
hallo
sorry wenn ich mich so allgemein gehalten habe..als unfallopfer das jahrelang um sein recht gekämpft hat, verstehe ich es nicht wenn sich hier jemand über die "beamtenmafia" auslässt..ganz ehrlich, natürlich haben beamte gewisse vorteile über die ich jetzt nicht ins detail gehen möchte, ABER es werden soviele unwahrheiten verbreitet.. das jemand hier so einen kommentar hinterlässt nur damit mal wieder was blödes geschrieben wird..das ärgert mich..bringt hier niemandem was und hilft auch nicht weiter..

papajoe
06.09.2010, 13:17
Nur mal ein fiktiver Fall...ein SB bei der BG schikaniert jahrelang Unfallopfer...verweigert Leistungen,torpediert Anträge, beeinflußt die behandelnden Ärzte usw...das ganze uns bekannte Programm. Und dann stürmt ein...sagen wir an einer Berufskrankheit unheilbar erkrankter, der nichts mehr zu verlieren hat...in das Büro des BG Schbearbeiters. Er packt ihn am Kragen und macht sich Luft. Jeder kennt solche Situationen bei der Arge,Sozialamt usw. Leider waren in solchen Situationen auch illegale Mittel wie Waffen im Einsatz. So...jetzt hat das BG Opfer sich abreagiert und sitzt im Streifenwagen. Und der SB...was macht er? Geht zum Psychiater, läßt sich dienstunfähig schreiben und meldet eine PTBS an. Zu deutsch...er begehrt eine Unfallrente der BG.
Und ich würde wetten , er hat nicht solche Schwierigkeiten wie wir hier...weil bei ihm keiner manipuliert...

ptbs
06.09.2010, 14:21
hmmh..fiktiver fall ich dachte ich bin hier in einm forum für unfallopfer wo man hilfe bekommt, sich tips geben lassen kann..dieser thread wird immer mehr ventil für regime und beamtenhasser

sicher gibt es beamte die arschl...sind, aber die gibt es überall, in jedem beruf, in jeder sozialen schicht!
deswegen kann man nicht alles und jeden über einen kamm scheren!

ptbs
06.09.2010, 14:28
was sich unsere pollitiker teilweise an diäten und renten rauslassen find ich natürlich auch unter aller kanone

so das soll mal gesagt sein..aber jetzt wieder zurück zum ursprung..das hier ist ein portal für leute die hilfe suchen

Kai-Uwe
06.09.2010, 14:48
Hallo PTBS,

normalerweise ziehe ich keine vollen Beiträge hier rein (bitte stehen lassen;)) aber in Deinem Fall möchte ich es mal machen:

hallo

so ein thema wurde erst kürzlich vom bundesverwaltungsgerichtshof auch verhandelt..
man darf nicht vergessen das auch ein dienstunfall vorliegen kann wenn ein angriff auf einen beamten vorliegt..dieser muss nicht im dienst sein..es reicht seine eigenschaft als beamter..da der täter damals den lehrer töten wollte der aber krank zuhause lag, wurde entschieden das es ein dienstunfall ist..es lag ein vergeltungsangriff vor..
der lehrer wurde zuhause von der polizei abgeholt und in sicherheit gebracht weil anfangs niemand wusste wo der täter steckt(war zu dem zeitpunkt schon tot)
d.h. ich kann auch wenn es für viele befremdlich klingt die situation und die klage des lehrers verstehen muss er in zukunft immer angst um sein leben haben weil er schlechte noten vergibt denkt mal drüber nach

Du findest den Antrag dieses Lehrers richtig:confused::confused:

Jeder Normalsterbliche der einen Wegeunfall hat, muss bis ins Kleinste offenlegen ob er überhaupt auf seinem Arbeitsweg war. Lag er im Bett und einem Anderen ist auf seinem Arbeitsweg (den er sonst zu dieser Uhrzeit fährt) ein tödlicher Unfall passiert....so kann doch der Arbeitnehmer daraus....weil es hätte ja auch ihn treffen können....keine PTBS beantragen.

Wir leben doch alle mit der Gefahr, dass uns jederzeit etwas zustoßen kann nur alleine das wir es wissen (Gefahr des Alltages) berechtigt doch nicht auf eine Anerkennung einer PTBS….was für ein Schlag ins Gesicht eines wirklich persönlich betroffenen Opfers.
Gruß Kai-Uwin

ptbs
06.09.2010, 17:32
also..ich werd mich jetzt hier nicht mehr über meine meinung äußern, weil es um meine meinung nicht geht..
es geht hier gerade nur darum, dass sich einige nur luft verschaffen und jede gelegenheit nutzen beamte oder andere "priviligierte" menschen zu kritisieren..

ich kann mich nur wiederholen..dieses forum ist für hilfesuchende und diejenigen die tips geben können und wollen

wenn ich mich über beamte ständig nur beschweren will such ich mir ein anderes forum

danke

papajoe
06.09.2010, 17:38
Wenn Du es genau definieren willst, dann ist dieses Forum eine große Sammlung von Erfahrungsberichten. Auch von positiven, die aber wohl im einstelligen Prozentbereich liegen dürften. Und wir als Betroffene holen uns hier Info s wie man sich gegen ein korruptes Regime zur Wehr setzen kann.

Teddy
06.09.2010, 22:45
Jetzt reicht*S

was soll das, sind wir jetzt auf "Bild" Niveau

- gut ich bin beamtet - manche haben bestimmt Ärger mit dem einen oder anderen Beamten mal gehabt - aber das jetzt - wenn du Wut hast, geh Holzhacken oder hol nen Vorschlaghammer hau auf nem Blechhaufen rum -

aber Vermutungen sammeln, spekulieren, auf Gerüchte hören und sich dann erlauben ein Urteile fällen und sich dann noch im Recht fühlen - ...da geht mir die Galle hoch.

Ist das nicht genau das, was wir hier im Forum den Halbgöttern in Weiß vorwerfen, oder den engstirnigen Sachbearbeitern, die die gesammelten Unterlagen solange filtern, dass alle Krankheiten rausfallen, Vermutungen in den Raum stellen, über einen Kamm scheren nicht den Einzelfall anschauen.... - ward ihr dabei, wisst ihr überhaupt wovon ihr redet?

War 25 Jahre im Schuldienst - bei jeder Gelegenheit steht man mit einem Bein vor Gericht, Vorschriften, Aufsicht führen, aber weil ja jeder mal in der Schule war, weiß es jeder besser. Aber keiner will es aber wahr haben - da werden die eigenen Eltern mit ihrem Einzelkind nicht fertig, denn sie haben es als kleinen Prinzen oder Prinzessin hochgejubelt und dann begeht der schlimme Lehrer Majestätsbeleidigung, wenn er einfachste normale Umgangsformen einübt und einfordert. Dann sitzt das Kindlein neben andern 30, teils lieben netten, teils normalen, teils schwierigen und dann brauchts nur einen Funken und du bist der Buhmannlehrer -

Jede Klasse hat unter ihren Lehrern einen, mit dem sie nicht können, der gleiche Lehrer kommt in andern Klassen normal an und kann auch gleichzeitig woanders Lieblingslehrer sein - klingt unwahrscheinlich ist aber so. Nullen und Unfähige gibt es überall - auch unter Euresgleichen

Habt ihr jetzt mal wieder einen Prügelknaben gefunden Beamte und dann noch Lehrer. Aber ob es ein Dienstunfall ist, bei der Ausübung der Tätigkeit - oder nicht, ist doch gar nicht die Frage - sondern denkt mal über folgendes Bild nach:

Würdet ihr ein Nervenbündel, der bei jedem runterfallenden Gegenstand ob Buch, Füller, Schultasche, bei jeder zufallenden Türe mit erschrockenen Augen, zitternd mit kaltem Schweiß auf der Stirne vor einer Gruppe von 30 pubertierenden 15jährigen, würdet ihr den Euch als Lehrer für euren aufstrebenden Sprößling wünschen?

Jeder hat nur eine begrenztes Belastbarkeit des Nervenkostüms und wenn sich dann so einer zusammenreißt sich in den Unterricht schleppt, weil er seine Klasse nicht im Stich lassen will, weil er sich den Eltern gegüber in der Pflicht fühlt und den Kollegen nicht noch mehr Vertretungsstunden zumuten will, ist es dann wieder nicht recht -
so jemand fällt immer mehr auf, entweder heißt es: der ist so streng - der will immer Ruhe - oder der ist lasch , der traut sich nichts, dem tanzen wir auf der Nase rumm usw usw. - Unterricht fällt aus - wird vertreten - jeder meckert -

Lieber jemanden raus nehmen - gesunden lassen - wenn er dann wieder Kraft und Mut hat - erst dann kann er in den aufreibenden Beruf zurück - das gilt nicht nur für Lehrer. Kinder sind grausam - die kleinste Schwäche wird gnadenlos ausgenützt, stellt euch nur mal auf einen normalen Pausenhof - das muss nicht mal in einer Brennpunktgegend sein - wie heute Kinder miteinander umgehen - auch sind sie dedektivisch hochaktiv, wenn es um Lehrerschwächen geht. Für diesen Job musst du zu 100% geistig, körperlich fit sein.

Dann passiet mal was im Umkreis der Arbeit - man fragt nach - dann heißt es: stellen Sie einen Antrag, dann können wir prüfen und jemanden vom Fach kann sagen, ob Dienstunfall ja oder nein. Nicht der Lehrer beschließt das.

Aber da gibt es ja welche, die wissen alles, waren überall dabei! Und erlauben sich zu V E R U R T E I L E N !

Aug um Aug und die ganze Welt wird blind sein (Mahatma Ghandi)

:mad: Teddy

PS habe einen Dienstunfall erleben müssen bin dankbar ihn überlebt zu haben und musste 10Jahre um Anerkennung kämpfen - sooooooooooo einfach ist das nicht, aber die, die sich hier über Beamte auskotzen die wissen ja Bescheid,

Schaut Euch im Spiegel an, wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein!

seenixe
07.09.2010, 00:09
Hallo Teddy,
nun mal langsam mit den jungen Pferden :)

Ob Du es verstehst, verstehen willst oder nicht verstehen kannst, vermag ich nicht einzuschätzen. Deine Schilderung des Lehreralltags ist zutreffend und spiegelt sich in den Zahlen zur Frühverrentung von Lehrern wieder. Der Zungenschlag ist aber ein falscher, der hier herrein gebracht wird. Der Lehrer hat beantragt; die zuständige Verwaltung hat entschieden; dann wurde festgestellt, wurde zu unrecht entschieden, aber Lehrer bleibt anerkannt, weil Recht falsch angewandt wurde. Dies ist sicher nicht geeigent zu verallgemeinern, aber ich beobachte immer wieder in dieser Gesellschaft, wenn es jemandem schlecht geht, dann fühlt er sich besser, wenn er jemanden findet, auf dem er selbst noch treten darf.

Nein, ich will keinen einzigen Beitrag hier werten sondern nur anregen, dass jeder überlegen möge, ob der Satz,dass nur die Einigkeit uns stark macht nicht viel wichtiger ist.
In mehreren Threads wird zur Zeit versucht auf andere zumindest verbal zu treten.
In Deutschland wird laut über Sarazin diskutiert, der sich gesund stößt an der lesebegierde einiger, im Hintergrund bekommen 4 Energiekonzerne oder besser die Besitzer Milliarden wegen des Weiterbetriebs der Atomkraftwerke, Kachelmann wird als Top-Meldung vermarktet und auf die eigentlichen Probleme der Bevölkerung geht keiner ein. Es ist immer noch erst der Anfang einer langen Zeit sozialer Kälte. Versuchen wir, diese "Kälte" nicht zuzulassen.

Gruß von der Seenixe

Teddy
07.09.2010, 07:28
Hallo Seenixe

ich greife gerne deine Worte auf:

Es ist immer noch erst der Anfang einer langen Zeit sozialer Kälte. Versuchen wir, diese "Kälte" nicht zuzulassen.

Genau darum geht es - auch Worte können Eiszeiten auslösen - es ist immer leicht auf den Fehlern anderer herumzuhacken - wer andere erniedrigt fühlt sich selbst erhöht - ich verstehe schon, dass dieser Zynismus zum Selbstschutz gehört, mit dem Selbsterlebten im Vergleich besser fertig zu werden. :(

Ja Fehler - Fehler der Ärzte, Gutachter, Richter, der Sachbearbeiter, darum geht es doch hier - im Forum - UNFALLOPFER - das sagt doch alles - Opfer von Fehlern anderer

Gegenseitig zu helfen - zu zeigen, wo sind die Knackstellen - wo sind die Gefahren, dass etwas schief läuft, wie kann man Fehler aufdecken - gegen ihre oft für die Opfer unbegreiflichen Folgen etwas unternehmen- genau das habe ich hier im Forum erfahren können - das hat mich weitergebracht - das hat mir Rückendeckung gegeben, dass ich nicht aufgebe sondern weiter kämpfe. Dafür Danke ich allen, von denen ich was für mich erfahren und für mich einsetzen konnte.

Kritik ist gut - konstruktive Kritik ist besser - in diesem Sinn

Gruß Teddy

Siegfried21
07.09.2010, 09:51
Hallo Seenixe,

dein Zitat:
im Hintergrund bekommen 4 Energiekonzerne oder besser die Besitzer Milliarden wegen des Weiterbetriebs der Atomkraftwerke,
auf die eigentlichen Probleme der Bevölkerung geht keiner ein.

Dafür lassen z. B. die Lobbyisten, DAX-Konzerne, Bänker "juhu"
die Korken knallen.

Dein Zitat:
Es ist immer noch erst der Anfang einer langen Zeit sozialer Kälte. Versuchen wir, diese "Kälte" nicht zuzulassen.

Dito.........

In den nächsten Jahren wird z. B. eine große Altersarmut kommen bzw.
Renten unter, auf, oder leicht über der Grundsicherung.
Zugleich auch die gewollte Rentenkürzungen, weil viele s. u. nicht bis
67 oder wie gefordert 70 durchhalten können.

Medikamente werden teurer, gerade aktuell wird die Zuzahlungsbefreiung von 50 % der Medikamente wieder gekippt.

Krankenversicherung wird teurer und die Leistungen immer weniger.

Die Energiekosten werden weiter steigen.

Aus normalen Arbeitsplätzen werden immer mehr Zeit-, Frist- oder Minijobs, und daraus entsteht immer öfter prekäre Beschäftigung: zu wenig Lohn,
etc.

http://www.boeckler-boxen.de/1920.htm


Zuletzt muss ein Geschädigter noch mit härteren Bandagen, um sein Recht-Anerkennung, gegen die BG-DRV-Versicherungen kämpfen.


Danach muss ich nochmals, ein Socken, in die Richtung der Beamten werfen;).

Wenn z. B. Angestellter, Arbeiter im aktuellen Fall geht es um einen
mir bekannten Arbeitserzieher (kein Beamter), der mit 46J. durch die
langjährige Arbeit in einem behinderten Heim, psychisch krank geworden ist
und jetzt nach jahrelangem Theater vor den SG-LSG, die EMR (Rente) erhält.

Er bekommt (netto) 950€ EMR........................

Die durchschnittliche Altersrente liegt bei uns bei ca. 1050€ bei Männer und bei den Frauen bei ca. 550€

Meine Großmüttern (Bauern auf dem Lande) hatte in 2000, eine
Witwenrente (Altersrente-Bauernrente) von sage und schreibe 290€ erhalten.

Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hat eine
Studie in Auftrag gegeben:

Körperlich arbeitende Erwerbstätige schneiden frühzeitiger aus dem
Berufsleben aus. Der Frührentneranteil liege mit 58 % um rund 20% höher
als bei den weniger stark beanspruchten Arbeitnehmer, hieß es in einer
Untersuchung des internationalen Instituts für Empirische Sozialökonomie.

Das Gros der Arbeitenden könne nicht bis 65 arbeiten und erst recht nicht bis 67.

Zitat:
Einigkeit macht uns stark einer für alle für einen;).
Also alle Zahlen bei in einen Topf? (Rente-Krankenkassen)

Grüße

Siegfried21

Siegfried21
07.09.2010, 10:01
Hallo,

noch ein Nachtrag:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/laufzeit-verlaengerung-der-sieg-der-atom-lobby-wird-zum-grossen-vorbild;2650257

Der Sieg der Atom-Lobby wird zum großen Vorbild

Riesenerfolg für die Energiekonzerne und ihre Lobbyarbeit: Unter Führung von RWE-Chef Jürgen Großmann erreichten sie eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke von zwölf Jahren.

Ihr lautes Vorgehen dient anderen Branchen nun als Vorbild:mad:.

Grüße

Siegfried21

wolfgang-f-doerr
28.01.2011, 23:20
Hallo,

diese Diskussionen, in denen eine Berufsgruppe gegen die andere ausgespielt wird, finde ich falsch. Wenn es "Obere" gibt, dann kann denen nichts Besseres passieren, als dass sich die Kleinen, Geschädigten, Ausgenützten, hinters Licht Geführten auf so eine Art mit Schmutz bewerfen.

Es ist diese Sorte von Gesprächen, die mich bei einem Klinikaufenthalt immer sofort veranlassen, den Tisch, den Sitz- oder Standort zügig zu verlassen. Ich muss und will mir das nicht anhören.

Und: Die Dinge sind meist nicht so einfach, wie sie aus einem bestimmten Blickwinkel scheinen. Beim am ANfang der DIsklussion stehenden Fall war das die Tatsache, dass der Verwaltungsakt (er war begünstigend) zurückgenommen wurde, was offenbar auf den ersten Blick nicht erkennbar war, was aber juristisch eine ROlle spielte.

Und was übrigens keine Beamtenspezialität ist, denn die Erschwerung der Rücknahme eines begünstigenden Verwaltungsaktes gilt gegen jeden Bürger, der aufgrund eines begünstigenden Verwaltungsaktes (z. B. Zahlungen, Erlaubnisse) etwas bekommt.

Das Nachforschen, ob man vom direkten Weg abgewichen ist, gilt auch für den Beamtenwegeunfall.

Und die Tatsache, dass es das Berufsbeamtentum (noch) gibt, ist schlicht, dass Beamten nicht streiken dürfen, sich nicht auf Arbeitsverträge berufen können (z. B. nicht vertraglich vereinbarte Arbeit verweigern) und weniger Krankheitskosten machen (Konrket: Was als Beihilfe gezahlt wird, ist billiger für die Dienstherren als die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung es wären).

Ich will mich nicht in vielen weiteren Details verlieren, die mal hier, mal da besser sind.

Nur noch ein Gedanken zum Schluss: Wer Beamter werden will, der kann es werden. Es gibt für jede Berufsausbildung, für jeden Facharbeiter- oder Meisterbrief,für jeden STudienabschluss auch Beamtenstellen! Wenn man es will oder gewollt hätte, hätte man es eben tun müssen!

Und ob in Berlin überhaupt noch die Beamten - und nicht viel mehr die Lobbyisten (ANgestellte) - regieren, das wäre doch auch zu fragen.


Also: Etwas mehr Bedacht!


wolfgang-f-doerr

derosa
29.01.2011, 01:39
Hallo,

ich habe früher auch immer gedacht, dass der Beruf Lehrer echt cool ist. Der arbeitet nur halbtags an der Schule und korrigiert dann mal gelegentlich noch ein paar Klassenarbeiten, was er in seinen Freistunden (Anwesenheitszeit in der Schule) machen kann.

Durch mein Patenkind bin ich allerdings zu einer anderen Überzeugung gekommen.

Er wurde im Sommer in einer Kleinstadt eingeschult. Was sich da in der Schule abspielt ist nicht mehr feierlich.

Dass die Erstklässler mit Messern zur Schule gehen, wird von den Eltern verharmlost, da Kinder gerne damit spielen würden. Dass sie mit ihren Messern Klassenkameraden bedrohen, wird von den Eltern damit abgetan, dass die Kinder doch ihre Rangordnung erlernen müssen.

Wenn ein Kind durch ein anderes verletzt wird, geht man aber gegen die Lehrer wegen unterlassener Aufsichtspflicht vor.

Wenn dann ein Erstklässler durchdreht, Tische und Stühle umschmeißt und anschließend auf die Lehrerin einschlägt, wundern sich tatsächlich Eltern, warum die Lehrerin einen Nervenzusammenbruch erleidet. Die Lehrer bleiben nach solchen Attacken mit PTBS auf der Strecke.

Psychologie gehört heute zum Lehramtstudium, zumindest in Niedersachsen, als Pflicht dazu. Aber geschützt sind die Lehrer dadurch nicht.

Viele Grüße

Derosa

Robert 2509
06.08.2011, 13:58
mein Auto wurde von Schülern während der Unterrichtszeit manipuliert. Wäre fast in den Tod gefahren. Trotz Meldung, Land tat nichts. Noch nicht mal eine Antwort. Strafantrag. Verfahren wurde eingestellt, täter sei niht zu ermitteln, obwohl ich Verdacht geäußert hatte, der wie ich sehr viel später hörte, auch zutraf. Vom Gutachter im Zusammenhang mit späterem Unfall wurde ich verhöhnt. Wenn Schüler derartige Aktion starten, fehle es mir wohl an pädagogischen Fähigkeiten. Die Tatsache, dass ich mir Hilfe bei einem Psychologen suchte, wurde mir als Persönlichkeitsstörung ausgelegt. In jedem Bundeslang geht man mit PTBS also sehr verschieden um.

Kai-Uwe
06.08.2011, 14:19
Hallo Robert,

wenn Du ein Lehrer bist (sein willst) .....dann armes Deutschland. Gilt für alle Deine "Bemerkungen".
Oh, bin ich froh das meine Töchter kein "Deutsch" "Rechtschreibung" "Satzstellung" u.s.w. mehr lernen müssen.

Gruß
Kai-Uwin:o

Meli
07.08.2011, 01:00
Zum Thema Beamte zwei Links:

1. Staatsdiener sind immer öfter krank - besonders zugenommen haben die psychischen Erkrankungen:
http://www.express.de/news/politik-wirtschaft/staatsdiener-sind-immer-oefter-krank/-/2184/5199392/-/index.html - vom Januar 2011

2. Pensionen bedrohen NRW-Finanzen - vom Juli 2010:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1279878032865.shtml

Ich nehme mal an, es sind nicht die Pensionen von den kleinen Beamten, die den Haushalt bedrohen!

Man kennt nur ein Wort für sehr unterschiedliche Berufe "Beamte" - daher muss man immer mitdenken, dass es aber de facto sehr unterschiedlich tätige und beansprucht seiende Beamte gibt.

Paro
07.08.2011, 08:27
Hallo @ all,
ich lese solche Diskussionen immer gerne. Nur dann denke ich: "Haben wir sie noch alle?"

Wer in Geschichte nicht nur gepennt hat, kennt die die Namen der Ramsesse, die die Pyramiden bauten, doch wer kennt den Steinmetz, der die Blöcke behauen hat?

Man kennt die Namen der "Schlachtenlenker" z.B. Alexander der "Grosse" oder Cäsar oder Varus, doch wer kennt die Namen der Toten, die sie zu verantworten haben?

Wir kennen Kaiser, Päpste, Könige und Kardinäle, doch wer kennt ihre Opfer, die beim Bau der Schlösser, Burgen, Kathedralen und Dome verschlissen wurden?

Wer kennt die Opfer der Herren Rockeffeller, Ford etc.?

Heute heissen sie Ackermann und Co. und sollen unsere Ersparnisse verwalten, doch sie haben sie in hochriskanten Spekulationen verpulvert!

Nun retten wir mit unseren Steuergroschen unsere eigenen Ersparnisse!
Sie bauen keine Kathedralen und Dome mehr, aber Hochhäuser (Frankfurt/M) zur Demonstration ihrer Macht.

Nur, zu all dem braucht man Erfüllungsgehilfen, die sich an die Gesetze halten, weil sie nicht denken können, oder um des eigenen Vorteils willen nicht wollen!

Die nennt man dann Beamte. Ich habe selten "mitfühlende" Beamte getroffen. Fast alle verschanzten sich hinter §§.

Andererseits haben es Beamte, die im "prallen" Leben stehen, teilweise schwer.
Früher gab es die "Maulschelle" und Ruhe war. Heute gibt es die Anzeige wg. Körperverletzung! Von Polizeibeamten will ich gar nicht reden.

Nur was wollen wir, "schlagfertige" Lehrer, die den Erziehungsanspruch durchsetzen, Polizisten die respektiert werden, allein weil sie die von uns gewünschte Ruhe und Ordnung durchsetzen?

Ich bin der Meinung, so lange keine wirklichen Verstösse gegen die "Ordnung" vorliegen, sollten wir uns zurückhalten, um dann aber effektiver gegen die wirklichen Missbräuche vorgehen zu können.

Ich bin sehr lange im Forum, aber wenn ich dann von der "Arroganz" der Macht der jeweiligen Sachbearbeiter oder Versicherungen lese, läuft mir die Galle über, doch es sind Beamte oder Angestellte in ähnlicher Position.

Nun eine Frage, gibt man als Beamter bzw. Sachbearbeiter sein Mitgefühl oder Empathie mit dem Mantel an der Garderobe ab?
Ich will nicht den ganzen Berufsstand diskiminieren, aber fragen wird man doch fragen dürfen?

Nun frage ich mich, welchen Sinn macht es, Beamte gegen Angestellte, Angestellte gegen Arbeiter, Arbeiter gegen Hartz IV'ler, Arbeitende gegen Rentner, Kranke gegen Gesunde etc. zu hetzen?

Das Prinzip, teile und herrsche?

Ich meine, wir sitzen im selben Boot, nur muss sich die Ansicht mal durchsetzen, denn der heute gesunde Sachbearbeiter, Beamte könnte bald auch auf der anderen Seite des Schreibtisches sitzen.

Nun es ist etwas lang geworden, aber was ich klar machen wollte, wir werden nie in der Geschichte erwähnt werden, trotzdem beanspruchen wir unser Recht und werden es gegen Ackermänner und Co, Versicherungen und Berufsgenossenschaften mit ihrem willigen Heer verteidigen.

Ein kämpferischer
Paro

wolfgang-f-doerr
17.08.2011, 19:29
Lieber Paro, Netzguru und andere!

Nochmals: Der Gutachter, der unsere Unfallfolgen nicht anerkennt, kann ein Selbständiger wie Schröter oder Stevens sein, er kann Angestellter wie ein BG-Klinikchef oder Oberarzt sein oder er kann Beamter wie ein Universitätsklinikprofessor sein.

Kommt es darauf an ?

Doch wohl nicht.

Die Diskussion um Arbeiter, Angestellter, Beamter - vergessen wird dann immer Geringfügig beschäftigt, Harz, Arbeitslos etc - geht doch an unserem Thema definitiv vorbei.

Und der Verunfallte, dessen Recht verweigert wird, kan( auch jeder der Gruppen angehören. Dabei ist wahr, dass sich früher die Beamten in der Höhe der Versorgung (wenn es zur BU kommen sollte) besser stellten. Gilt aber schon nicht mehr, wenn der vergleichbare Angestellte in der Zusatzversorgung war oder eine betriebliche Zusatzversorgung hat.

Man kann mit guten Gründen für ein einheitliches Arbeitsrecht sein - aber das hier ist ein Forum für Unfallopfer!

Arbeitsrecht gehört in ein anderes Forum!

Grüße wfd

reini5555
17.08.2011, 20:42
Arbeitsrecht gehört in ein anderes Forum!

Tagchen,
jetzt verstehe ich den Sinn der Aussage nicht, es ging doch im ursprünglichen darum, das ein Lehrer, während eines Anschlages auf seine Schule zuhause war. Und jetzt für Verfahrensfehler unrechtens Geld bekommt, dafür das er seine Kinder nicht recht erziehen kontte, da er Mobbing an Schülern nicht unterbinden konnte.
Sorry wenn man den Eingangspost sich mal genau durchließt, Fehler kompensieren Fehler, jedem der sich mit seiner BG herumstreitet, ob es sich um eine Unfallverletzung handelt, dem ist so was ein Schlag ins Gesicht.

Auch wenn es ein dramatisches Ereigniss war, der Traed ist ja schon älter, es gibt leider ganug, welche sich aus solchen TragödienKapital geschlagen haben, nicht nur das fragwürdige Aktionsbündnis, das muss wohl ein Lehrer noch dazu kommen, der fürs Versagen Geld bekommt.

Und das hat nichts mit Arbeitsrecht zu tun.

wolfgang-f-doerr
03.09.2011, 01:15
Lieber reini5555,

das Problem dieses themas ist, dass viele verschieden Themen und vor allem Aufrechnungen zwischen dir und mir und denen uns jenen und sellen munter durcheinander gehen.

Dass Menschen unterschiedlich fordernd sind, ist klar. Aber auch das gehört nicht in ein Forum. in dem sich Geschädigte helfen sollten.

Für solche Themen gibt es die Bild- und sonstige Zeitungen.

Auch deine Kurzfassung ist sachlich fehlerhaft. Um die Qualitäten oder Fehler des Besmten ging es eben nicht!

Ich ergänze: Man könnte Arbeits- und Dientsrecht sagen, denn es ging um Dienstrecht bei der Frage des "Unfalles", weil es eben ein Beamter war.

Aber formuliere mal These und Antithese dieser Diskussion - oder lasst dieses Schmutz werfen nach anderen, die Euch nichts getan haben.

Neid ist eine der Todsünden - und dieser Feststellung schließe ich mich an.

Weil Neid immer zu Unfrieden und Mord führt.

wfd

Meli
03.09.2011, 12:47
Ich kann dir überhaupt nicht zustimmen! Und der Hinweis auf den Neid, der sich nicht gehöre, hilft hier auch überhaupt nicht weiter! Wenn wir aufhören, Dinge zu bewerten, können wir uns genausogut von jeglicher Justiz verabschieden!

Gutmenschentum ist manchmal einfach nicht weiterführend, manchmal müssen auch Entscheidungen getroffen werden und dafür gibt es Gesetze und Richter!

wolfgang-f-doerr
10.09.2011, 01:35
Ich kann dir überhaupt nicht zustimmen! Und der Hinweis auf den Neid, der sich nicht gehöre, hilft hier auch überhaupt nicht weiter! Wenn wir aufhören, Dinge zu bewerten, können wir uns genausogut von jeglicher Justiz verabschieden!

Gutmenschentum ist manchmal einfach nicht weiterführend, manchmal müssen auch Entscheidungen getroffen werden und dafür gibt es Gesetze und Richter!
Lieber Meli,

merkst du nicht, dass du im August Propagandaartikel zitiert hast oder ist das Absicht? Du hattest geschrieben:

Zum Thema Beamte zwei Links:

1. Staatsdiener sind immer öfter krank - besonders zugenommen haben die psychischen Erkrankungen:
http://www.express.de/news/politik-w...2/-/index.html - vom Januar 2011

2. Pensionen bedrohen NRW-Finanzen - vom Juli 2010:
http://www.rundschau-online.de/html/...78032865.shtml Mein Einwand:

Zu 1: WIe ist das mit dem Krankenstand der Arbeiter? Und dem der ANgestellten? (M W liegt der höher als bei Beamten, aber da bin ich nicht sicher).

Zu 2: Klar, wenn man - als Dienstherr - eben für seine Beamten jahrzehntelang keine Rentenversicherungsbeiträge abführt (deshalb gibts ja Bemte, weil die billiger sind, nicht teurer, wie du denkst) - und AlV, PflV, KV auch nicht !- dann ist das Leben auf Pump. In diesem Falle Leben auf Pump des Bundeslandes!
Denn für Arbeiter und ANgestellte hätte NRW das alles zahlen müssen.

Aber da liegt der Fehler beim Land, nicht beim Beamten. Entlasst die Beamten und stellt sie Angestellte ein: Wäre das billiger für das Land?

Denke mal bitte nach - und antworte sachlich!

Gruß wfd

bertel01
10.09.2011, 07:45
Hallo,
m.M. wird das Thema in Bezug auf eine PTBS aus dem Auge verloren. Ob und in welcher Funktion wir Beamte brauchen ist schon eine Diskussion wert.
Aber dafür haben wir in diesem Forum das Unfall Opfer Cafe.
Ich als betroffener einer PTBS kann nicht verstehen wie dieser Lehrer überhaupt zu einer sicheren Diagnose die eine PTBS beinhaltet gekommen ist.
In meinen Fall, Bilder und Berichte über meinem Unfall, sind im Forum nach zu lesen, wird von Gutachtern (IMB) bestritten, dass eine PTBS vorliegt. Wer sich mit diesem Thema auseinander setzen muß, kennt auch die Kriterien, die zu einer so einer Erkrankung (PTBS) führen.
Der erste Punkt sagt sinngemäß aus, dass eine Bedrohung für das eigene Leben vorhanden war.
(bitte PTBS mal im Suchfenster eingeben)
Auch die anderen Punkte müssen nach ICD auch nachgewiesen werden.
Wie er das geschaft hat ist für mich ein Rätsel aber er hat es nun mal geschaft und die Fehler die danach gemacht wurden sind ihm ja nicht anzukreiden.
Das was mich an der ganzen Sache stört, sind die Berichte, die dieser Erkrankung einen negativen Tatsch geben.
Ich muß gegen die BG einen langen Prozess führen obwohl mehrere von einander unabhängige Ärtzte eine PTBS eindeutig festgestellt haben.
Noch eins, ich habe lange darüber nachgedacht ob es übehaupt Sinn macht darüber zu schreiben.
Und ja, ich habe mir ein wenig Frust von der Seele geschrieben und fühle mich etwas besser.:)

LG Wolfgang

Kai-Uwe
10.09.2011, 10:13
Hallo Wolfgang,

ich bin ganz sicher das die Beiträge nicht so gemeint waren, sie sind nur etwas vom Weg abgekommen.
Wenn durch einen Unfall, einen Polizeieinsatz, ein Kriegsgebiet.....also überhaut durch das massive Gefühl "ich sterbe gleich" eine PTBS ausgelöst wird, ist dieses für jeden der denken ;):rolleyes: kann nachvollziehbar.
Komischerweise können es nur Leistungsträger und ihre Gutachter zum großen Teil nicht verstehen......darum klagen ja auch viele Opfer -zu Recht!

Ausgangspunkt des Themas war:
Lehrer klagt auf PTBS
Da dieser Lehrer aber zum Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses nicht im Dienst war, liegt hier für mich kein Bezug zur Tat vor.
Man kann ja auch keine PTBS bekommen nur beim Ansehen der Tagesnachrichten.

Du schreibst:
Wie er das geschaft hat ist für mich ein Rätsel aber er hat es nun mal geschaft und die Fehler die danach gemacht wurden sind ihm ja nicht anzukreiden.
Natürlich sind sie auch ihm anzukreiden. Für mich liegt hier ein klarer Betrug vor, er hat den Ärzten etwas vorgespielt und sie damit überzeugen können.
Ein Schlag ins Gesicht aller wirklich unter PTBS leidenen die eben keine Schauspieler sind und nicht die Kraft haben etwas zu manipulieren.
Ich finde es abscheulich sich dadurch eine nicht zustehende Rente zu ergaunern, auf Kosten wirklicher Opfern.

PTBS wird noch sehr viel mehr zu unserem Leben gehören, schon durch die Kriegseinsätze. Ich möchte mit keinem tauschen der unter diesen Qualen leidet und dazu noch nicht einmal ernst genommen wird.

Gruß
Kai-Uwin und ich hoffe Du kommst bald zu Deinem Recht.

bertel01
10.09.2011, 10:33
Hallo Kai-Uwin,
ich stimme dir in deinen Aussagen voll zu.
Ich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, das ich unheimlich stinkig darauf bin, dass hier eine PTBS überhaupt festgestellt wurde.
Aber auch, dass ich nicht Neid dabei empfinde sondern nur Ärgerrrr.
LG Wolfgang

Paro
10.09.2011, 11:36
Liebe "wirkliche" PTBS'ler,
ich kann Euren Ärger vollkommen verstehen!
Vor allen Dingen, wo PTBS'ler es im allgemeinen Verständnis sehr schwer haben.
Aber, bei Krankheiten, die man nicht "nachmessen" kann, ist der Nachweis im allgemeinen schwierig.
Aber Euch bleibt ein Trost, Ihr könnt den "Fall" als Präzedenzfall anführen, denn welcher Richter möchte seine Kollegen schelten.
Paro

reini5555
10.09.2011, 14:24
Aber formuliere mal These und Antithese dieser Diskussion - oder lasst dieses Schmutz werfen nach anderen, die Euch nichts getan haben.

Neid ist eine der Todsünden - und dieser Feststellung schließe ich mich an.

Hallo WFD,
es hat hier nichts mit Thesen oder sonst was zu tun. Mein Beitrag sagt schlicht und erggreifend aus, das es für wirklich Betroffene nicht fassbar ist, wie solches Urteile zustande kommen.



Aber da liegt der Fehler beim Land, nicht beim Beamten. Entlasst die Beamten und stellt sie Angestellte ein: Wäre das billiger für das Land?

Ja das wäre für uns günstiger,
gerade wenn ich mir den Streit mit dem Versorgungsamt ansehe, dort sitzen Beamte, welchen kein Risiko eingehen, wenn ich vor Gericht ziehe, und die Behörde verliert. Sorry es ist blanker Hohn, wenn der Sachbearbeiter sich über Gesetze hinwegsetzt, und rotzfrech hinter seinem Schreibtisch sagt: "Das ist meine Entscheidung, und wenn sie vor Gericht ziehen, dann macht mir das nichts aus".
Weshalb hat der Sachbearbeiter ich sage aus meinem Fall, einfach das Neiddenken, was ich nicht habe, soll der auch nicht bekommen. Ja in meinem Fall war sogar die BG angehmer, als ein kurz vor seiner Pension stehender Beamter, der selbstherrlich in seinem Sessel klebt. Die Dienstaufsichtsbeschwerde bringt da auch nur wenig ein.
Danach zahlt der Staat für die Fehlleistung bei der Arbeit, wenn das Gericht wieder mir Recht gibt (die Chancen stehen laut Anwalt vom VDK gut). Aber was hat der kleine Sesselpubscher von Beamter für Arbeitsrechtliche Folgen, wenn der Staat bezahlen muss?
Keine, er macht noch ein paar Jahre weiter.
Was würde wohl mit so einem Angestellten in der freien Wirtschaft passieren?
1 Abmahnung, zweite Abmahnung>>> Kündigung!
Beamte sind hier unkündbar, und brauchen sich um nichts früchten.

Nächstes Beispiel:
Der Winter ist vorbei, die Schlaglöcher sind auf diversen Straßen mehr als eine Gefahr, unzählige Autofahrer haben Schäden an Radaufhängungen, es sind so viele, das sich sogar die örtliche Presse einschaltet, und die Stadt ohne wenn und aber zahlt.
Was passiert mit dem Bauhofleiter?
Auch wieder nichts, der versteht selbst beim Interview mit der Zeitung dem Rummel nicht, und meint die sollten halt auf die Löcher aufpassen. Und das ein Radfahrer dabei schwer gestürzt war, den verhöhnt er noch, der soll das Radfahren sein lassen, wenn er es nicht kann. Seitenlange Leserbriefe und Beschwerden, selbst auf der Sprechstunde sagt der Bürgermeister, klar sind hier Fehler passiert, aber wir können gegen Herrn XY nichts machen, der ist Unkündbar und nicht abwählbar.

Im übrigen spart sich der Staat mit seinen Beamten gar nichts, denn der Beamte ist ja selbst bei den Renten besser gestellt als jeder Angestellte.
Da aber die meisten Politiker aus dem Beamtentum kommen, werden die sich nie selbst abschaffen. Man sieht es am besten so, immer wenn Sparpakete geschnürt werden, betrifft dies immer nur die Angestellten, weshalb wohl nie das Beamtentum?
Hat wohl immer noch was mit Kaiser Wilhelms Zeiten zu tun.
Weshalb wohl wird auch heute noch ein Beamter erst ab 1 Jahr Freihheitstrafe, aus dem Beamtendienst entlassen. In anderen Berufszweigen wäre man schon wegen mal zu schnell Fahren, und 60 TS schon aussen vor.
Schön das es doch verschiedene Maßstäbe in Deutschland gibt. Und das hat nichts mit Neid oder sonst was zu tun.
Das sind leider Tatsachen. Genau so wie die ärztliche Behandlung als Dienstleistungsvertrag angesehen wird, und nicht als Werksvertrag. Auch so ein Fall, nicht nur Beamte genießen solche Freiheiten.

wolfgang-f-doerr
12.09.2011, 21:26
Lieber reini,

so ein Satz

"Im übrigen spart sich der Staat mit seinen Beamten gar nichts, denn der Beamte ist ja selbst bei den Renten besser gestellt als jeder Angestellte."

zeigt mir, dass du leider gar nicht verstanden hast, was ich schrieb:

Es stimmt, dass (noch, wurde auch schon abgesenkt!) Pension schneller steigt als Rente. Aber:

Der Staat spart, weil er für alle als Beamte tätgigen Müllwerker, Arbeiter, Lehrer, Juristen und Minister während ihres ganzen Arbeitlebens Monat für Monat alle Sozialversicherungen (KV, ArblV, PflV, RV) zahlen und an die entsprechenden Versicherungn abführen müsste, wenn er sie nicht als Beamte sondern als ANgestellte führen würde.

Weil es aber Beamte sind, muss er das nicht. Und dafür zahlt er dann später selbst die Pension, Rente gibts für Beamte nicht.

Die Rente zahlt auch nicht der Staat (wie Du irrig annimmst) sondern die rentenversicherung. Würden alle Beamten als Angestellte beschäftigt, dann käme das für den Staat viel teurer. Und das ist der politische Grund, warum keiner den Beamtenstatus abschafft. Egal, welche Partei grad regiert.

Kurz: Sachlich geht es bei Dir - wegen der Enttäusvchung und Kränkung, die Du wohl zu Recht empfindest (wie alle anderen und ich auch) - leider munter durcheinander.

Trotzdem sind nicht die bösen "Neger", also eine bestimmte Menschengruppe, am Unrecht auf der Welt schuld. Dieses Bild ist zu simpel und dementsprechend falsch.

Wenn man das nicht versteht, dann versteht man auch nicht, wie man die Dinge zum Besseren wenden kann.



Lassen wir das, denke ich.

Alles Gute

wfd

Meli
13.09.2011, 00:13
Sehr pathetisch, wo es um harte Fakten geht. Fakt ist, dass NRW droht zahlungsunfähig zu werden dank der steigenden hohen Beamtenpensionen, die zu zahlen sind. Das ist keine Erfindung von mir, sondern ist allgemein bekannt (Link siehe oben in meinem ersten Beitrag)...

wolfgang-f-doerr
13.09.2011, 01:13
Liebes Meli

1: ich zitiere:

"Sehr pathetisch, wo es um harte Fakten geht. Fakt ist, dass NRW droht zahlungsunfähig zu werden dank der steigenden hohen Beamtenpensionen, die zu zahlen sind. Das ist keine Erfindung von mir, sondern ist allgemein bekannt (Link siehe oben in meinem ersten Beitrag)"
Das ist eben nur der halbe Fakt - und deshalb nenne ich es Propaganda!

Was Du - und der Beitrag - vergisst, ist die Tatsache, dass NRW eben für jeden seiner Pensionäre 35 Jahre lang hätte Geld für die Pension zurücklegen müssen (eben jenes, was es dadurch gespart hat, dass es Beamte und nicht ANgestellte waren, das Geld, was es nicht in die Rentenversicherung zahlen musste).

Das Land ist - per Gesetz - die Verpflichtung eigegangen, seinen ehemaligen Beamten die Pension zu zahlen (anstatt für sie in die Rentenversicherung zu zahlen). DIese Lasten waren vorhersehbar - und sie waren sogar noch höher, also die Verpflichtung begründet wurde.

MaW: Wenn ich/das Land jahrzentelang "auf Pump lebe" , indem ich/das Land diese Vorsorge nicht treffe, muss ich/das Land mich über Überschuldung nicht wundern. Aber daran haben doch die Beamten keine Schuld!

2. Ich nehme ein anderes Beispiel: Angenommen, Du warst ANgestellter oder Arbeiter und hast Rentenversicherungsbeiträge bezahlt. Dein Arbeitgeber hat aber - ohne dass du darauf Einfluss hast - die Beiträge nicht an die Rentenversicherung abgeführt. Deshalb sollst Du dann keine Rente bekommen, weil die RV sagt. Wir gehen Pleite.

Findest Du, Du wärst daran schuld? Ich finde das nicht. M M nach wäre Dein Arbeitgeber schuld.

Und nur für Beamte sollte das nun rechtens sein, dass sie keine Pension kriegen... oder wie meinst Du das, was wäre denn nun richtig


3. Tatsächlich waren früher die Pensionen sogar noch höher. Der Gesetzgeber hat also von seiner Pensionlast sich schon eines Teiles per Änderung des Beamtenversorgungsgesetzes entledigt. Das geschah im Januar 1998 - ganz unauffällig übrigens. Das betraf übrigens den Zeitfaktor ebenso wie den Ruhegehaltsatz. Die Änderung war über alle Gesetze (BeamtVG, Polizeigesetz, Bundeswehr, Richtergesetz etc etc) verteilt und betraf alle diese Berufsgruppen)

Aus der Sicht eines Beamten gesehen, könnte der sogar sagen: Mein "Vertragspartner" (das Land/der Dienstherr, wie es offizielle heißt) ist vertragsbrüchig geworden. genauer gesagt: Er hat die Vertragsbedingungen einseitig nachträglich zu seinen Gunsten - und zu Ungunsten des Arbeitsnehmers/BEamten - geändert.

Das ist eine Rechtsbruch, den nur der Staat begehen kann, keiner Arbeitgeber der "freien Wirtschaft" könnte sich so aufführen. Ich kenne manchen beamten, z. B. mehrere beim Zoll (das sind die, die u.a.dafür sorgen, dass dein Arbeitgeber dich bei der Sozialversicherung anmeldet, indem sie nach Schwarzarbeit forschen!), die die Dinge so sehen, wie ich sie in diesem Abschnitt beschrieben habe.


4. Ich wiederhole: Man könnte aus meiner Sicht Beamte abschaffen und für alle ein einheitliches Arbeitsrecht einführen. Damit müsste dann auch der Bemate anteilig die Sozialversicherung zahlen - um eine weiteres häufiges Ärgernis zu benennen.

Aber wenn jemand Beamter werden muss, wenn er einen bestimmten Beruf ausüben will (weil es in diesen Beruf fast ausschließlich nur Beamtenstellen gibt, weil der Staat/das Land/die Parteien/die Wähler es so wollen), was soll der dann machen?

Nur heißt Recht für mich auch Recht für den einzelnen Beamten (und für alle anderen auch): Geschlossene Verträge müssen gehalten werden.

Und wer eine Verpflichtung eingeht - wie NRW in Deinem beispiel - muss rechtzeitig Sorge dafür tragen, dass er die Verpflichtung auch einhalten kann.

Alles andere wäre Betrug am einzelnen Menschen!

5. Merke: Wer ein Recht einfordert, der muss dieses Recht auch den anderen einräumen.


6. In meiner Familie hatte ich den Vergleich zweier Brüder (beide leben nicht mehr). Der eine hat studiert, den Dr. gemacht und war Beamter als Professor an der Uni. Der andere hat Kaufmann gelernt und zeitlebens bei Höchst gearbeitet.

Wer hatte im Ruhestand mehr Geld?

Der Kaufmann, und zwar durch Rentenversicherung plus betriebliche Zusatzversorgung. So ist das nämlich auch mal!



6. Übrigens arbeite ich als Selbständiger und als Angestellter - mal so am Rande bemerkt.

7.
Wenn ich eine Bitte äußern dürfte: Wenn man die DInge diskutiert, dannn bitte sachlich richtig!

Gruß an Kontrahenten und auch an die Zustimmenden Dankesager!

wfg

netzguru
13.09.2011, 02:04
Hallo,

(böser modus)wenn das Land nicht die Rücklagen gebildet hat, ist es selber Schuld.
Um steigen aufs Rad und Dienstwagen verkaufen:D
Das könnte auch noch etwas bringen oder den Rest geben
http://de.wikipedia.org/wiki/Cross-Border-Leasing#Deutschland
http://www.google.de/search?q=cross+border+leasing
(/böser modus)

Aber es gibt Dienstherrn die verpflichtet sind, einen guten Beitrag als Rückstellung jeden Monat an die Pensionskasse zu leisten.

Das sollte für alle gelten.

Als Beispiel:
http://www.bps-pt.de/index.php?id=17

gruß
netzguru

bertel01
13.09.2011, 05:43
Hallo ihr Lieben,
diese Diskussion verfehlt das eigentliche Thema.
Aber wenn hier jemand seine Meinung kund tut, kann ich da keine Propaganda erkennen.:(
Hallo Wolfgang-f-doerr Du hast etwas ganz wichtiges außer Acht gelassen, dem Kaufmann kann gekündigt werden, im schlimmsten Fall kann er auch im Harz4 enden.
Also kommt mal wieder zum Thema zurück es ging doch um die PTBS, bzw. wie er dazu gekommen ist.:confused:

LG Wolfgang

reini5555
13.09.2011, 06:28
Hallo Wolfgang,
ganau das ist der springende Punkt

Hallo Wolfgang-f-doerr Du hast etwas ganz wichtiges außer Acht gelassen, dem Kaufmann kann gekündigt werden, im schlimmsten Fall kann er auch im Harz4 enden.
Oder wie es in der Vergangenheit beim Rosa Riesen war, es gab verbeamtete Mitarbeiter dort, und es gab Angestellte mit einem tollen Angestlltenvertrag, der sogar höher bezahlt war. Als im Zuge der Privatisierung und der Gang zur Börse anstand, zeigte sich schnell, wer Beamter war. Die Angestellten wurden entweder per Abfindung oder Versetzung in großer Entfernung zur Familie (damit erledigt sich die Abfindung wenn die dann selbst gehen) wegrationalisiert. Die Beamten wurden von oben aus Frühpensioniert, ein Ex Kollege war vor 10 Jahren noch keine 50Jahre, und durfte sofort das Rentnerleben genießen.
Meinereiner als Angestellter bekam ein paar Euro fufzig als Abfindung, und musste schauen, da er selbst so schnell wie möglich einen Job bekommt, da man ja Verantwortung für die Familie hat.
Man kann klar in der freien Wirtschaft mehr verdienen, wenn man Leistung zeigt, aber was wenn man dabei einen Arbeitsunfall erleidet?
Klar die BG zahlt ein bisschen MDE Rente dazu, aber den jetzigen Job werde ich nicht mehr bis zum Rentenalter mit 67 durchhalten können (man hat ja jetzt schon die größten Probleme), für meinen Arbeitgeber ist mein Unfall und die daraus resultierenden Einschränkungen egal. Schaffe ich mein Leistungpensum nicht, dann stehe ich kurz über lang auf der Straße.
Hier merkt man den Unterschied sehr schön, der Beamte wäre in meiner Situation dienstunfähig, und bräuchte sich um die Zukunft keine Sorgen machen.
Aber zum eigentlichen Thema:

Also kommt mal wieder zum Thema zurück es ging doch um die PTBS, bzw. wie er dazu gekommen ist.:confused:
Und das für mich nicht erklärbar.
Schöne Grüße

Kai-Uwe
13.09.2011, 09:01
Hallo reini5555,
schade das ich mich z.Z. nicht bei Dir bedanken kann.

Die Beamten wurden von oben aus Frühpensioniert, ein Ex Kollege war vor 10 Jahren noch keine 50Jahre, und durfte sofort das Rentnerleben genießen.

Auch wir haben einen Freund, der mit 48 Jahren in die Frühpension geschickt wurde und seither super lebt.
Fakt ist....als Beamter lebst Du ruhiger ohne diese ewige Angst um Kündigung, Schließung und Insolvenz des Betriebes. Du brauchst auch keine Angst um Aufträge haben und selbst bei groben Fehlern passiert oft nix;):rolleyes:.

Aber wir kommen hier total vom Thema ab. Es ist doch egal ob es sich um einen Lehrer, einen Müllwerker, oder einen Bankangestellten handelt....alle die sich mit gesundem Körper und gesundem Verstand durch Lüge und Vortäuschung, gegen über Schwächeren einen Vorteil verschaffen (hier Rente) sind für mich Betrüger.
Wer das soziale Netz (das sowieso immer größere Löcher bekommt) ausnutzt ohne wirklich Hilfe zu benötigen, sondern nur faul ist....muß bestraft werden.

Die, für die dieses Netz gespannt wurde haben oft nicht die Kraft sich darin festzuhalten.

Gruß
Kai-Uwin

pswolf
13.09.2011, 10:06
Hallo @,

wünsche Euch allen erst einmal einen schönen, schmerzfreien Tag. Nun zum Thema:

Es kann doch nicht sein, dass ein "Otto-Normalverbraucher" als Simulant und Lügner bei Gutachten dargestellt wird(so wie es mir und bestimmt auch einigen anderen ergangen ist) wenn es um das Thema "PTBS" geht und ein Staatsdiener, welcher zum Zeitpunkt des Unglücks gar nicht im Dienst war(sondern im Krankenhaus) wird von den behandelnden Ärzten und vom Gericht Bescheinigt, dass er an dem Trauma erkrankt ist(komisch ist nur, dass das Regierunspräsidium Stuttgart als Dienstherr die Übernahme der Behandlungskosten ablehnt).

In welcher Bananenrepublik leben wir eigentlich? Ich will hier nicht einen Berufsstand verunglimpfen! Nur stösst es mir sauer auf, dass hier mit zweierlei Maß geurteilt wird.

VG pswolf

teufelchen1962
13.09.2011, 12:31
Hallo ,

ich vertrete auch euer Meinung und kann mich darüber ägern.

Jeder der Krank ist sollte Hilfe bekommen,aber wer es nur vorspielt der nicht.

Ich muss erst heute wieder zu einem Glaubwürdigkeits Gutachten um eine PTBS bestätigt zubekommen bez. wegen VR. Obwohl aus jedem Bericht eine PTBS bestätigt wird.

Ich habe mein Trauma vor 13 Jahre gehabt und bin vor 2,5 Jahren retraumatiert worden und seid dem kämpfe ich um mein Recht ,denn vor her katte ich dazu keine Kraft. Wusste nicht ob ich lieber sterben wolle oder meine Kinder durch bringen.
Warum bekommen einige es so einfach gemacht und wer es braucht geht baden.
Sorry ich bin etwas sauer

wolfgang-f-doerr
14.09.2011, 00:40
Hallo ,

ich vertrete auch euer Meinung und kann mich darüber ägern.

Jeder der Krank ist sollte Hilfe bekommen,aber wer es nur vorspielt der nicht.

Ich muss erst heute wieder zu einem Glaubwürdigkeits Gutachten um eine PTBS bestätigt zubekommen bez. wegen VR. Obwohl aus jedem Bericht eine PTBS bestätigt wird.

Ich habe mein Trauma vor 13 Jahre gehabt und bin vor 2,5 Jahren retraumatiert worden und seid dem kämpfe ich um mein Recht ,denn vor her katte ich dazu keine Kraft. Wusste nicht ob ich lieber sterben wolle oder meine Kinder durch bringen.
Warum bekommen einige es so einfach gemacht und wer es braucht geht baden.
Sorry ich bin etwas sauer
Hallo,



Mich stört folgendes:

Wenn ich nicht möchte, dass man mir etwas antut, dann muss ich selber das auch anderen nicht antun.

Wenn ich nicht als Simulant bezeichnet werden will, dass sollte ich auch andere nicht der Simulation, des Vorspielens, des Betruges etc. verdächtigen.

Wenn ihr selber nicht als ptbs-Simulanten bezeichnet werden wollt (was ich sehr gut verstehe), dann bezeichnet bitte andere auch nicht so.

Und: Mir wäre es lieber, es würde mal einer zu viel und zu Unrecht sein "Recht" kriegen, als es würde einer zu wenig und zu Unrecht kein Recht bekommen.

wfd

pswolf
14.09.2011, 09:46
Hallo wfd,

mir kommt es so vor, als wenn Du dich angegriffen fühlst mit unseren Aussagen zum Thema PTBS und Glaubwürdigkeit. Kann das sein?

Hier wird keiner des Betruges etc. verdächtigt. Nur kann es nicht sein, dass eine "Person" eine PTBS bescheinigt bekommt obwohl sie zum Zeitpunkt des Unglücks gar nicht im Dienst war und darauf herum reitet, dass sie durch das Unglück traumatisiert worden ist weil sie die Personen kennt.

Andere, welche aber wirklich ein Unglück(sei es als Soldat, Polizist, Feuerwehrmann(frau), Rettungssanitäter, oder aber auch ein normal Verunfallter))am eigenen Leib erlebt haben, werden als Simulanten etc bezeichnet obwohl sie ein richtiges Trauma erlitten haben. Diese Personen müssen richtig darum kämpfen um eine Anerkennung zu erlangen. Und das finde ich und auch andere hier Traurig!

Gruß pswolf

JSch
14.09.2011, 11:12
sind absolut überflüssig...

ricky_martin81
14.09.2011, 11:59
Hallo zusammen,

ich finde es abscheulich, was hier von euch gemacht wird. Ich habe dieses Forum als - gerade für Verunfallte, Geschädigte und/oder Betroffene - angenehme Plattform mit vielen hilfreichen Tips und Hinweisen kennengelernt.

Mehr und mehr leidet dieses Forum aber unter undifferenzierten, hetzerischen Kampagnen. Kann man diese nicht (von Moderatorenseite) eindämmen?

Es kann doch nicht angehen, dass hier PAUSCHAL über Versicherungen, Anwälte, Politiker, Beamte oder Ärzte gehetzt wird. Ihr vergrault damit nicht nur neue Unfallopfer, die sich hier wie bei den Kommentaren auf bild.de fühlen müssen, sondern auch fachlich kompetente Personen (leider habe ich wegen einer solchen Hetze lange nichts mehr von double999 gehört).

In Bezug auf den betreffenden Fall, möchte ich auch etwas zu bedenken geben:
Ich denke, dass JEDER nachvollziehen kann, dass der Lehrer psychisch unter der Situation gelitten hat. Dass es ihm sicherlich nicht nur nahe gegangen ist, sondern er - wie ärztlich bestätigt wurde - auch tatsächliche Krankheitssymptome entwickelt hat. Ob dies nun eine PTBS, eine Anpassungsstörung oder was auch immer ist, sollte UNS doch egal sein. Wenn die Ärzte feststellen, dass eine PTBS (natürlich wissen WIR es besser, dass dies nämlich eine DIREKTE Konfrontation erfordert) vorliegt, dann ist zumindest bewiesen, DASS eine Krankheit vorliegt. Für die folgenden Verfahrensfehler kann der Lehrer nichts, sondern profitiert lediglich davon.

Gönnt dem Lehrer, Beamten, Betroffenen doch einfach diesen Bescheid und hört auf, ihn deswegen zu verleumden.

Gruß

Ricky

netzguru
14.09.2011, 12:25
Hallo,

etwas von mir noch dazu:

Ich lese hier seit der letzten Zeit nur HASS gegen Beamte.
Ich kann nicht einige Punkte die hier geschrieben wurde beantworten.
Îch sehe nur noch B*ld Parolen hier, Hauptsache ablenken.
Mir kommt es so vor, neuer Gegner ist jetzt der Beamte hier und der muss mit allen Mitteln bekämpft werden.

Ja ich ich bin auch Beamter, fast alle Beamte hier sind verschwunden.
Für meine Person werde ich auch nur selten hier schreiben, weil mir die Hassparolen auf den Nerv gehen.

genervter netzguru

magenta
14.09.2011, 12:25
Hallo Zusammen,



Mehr und mehr leidet dieses Forum aber unter undifferenzierten, hetzerischen Kampagnen. Kann man diese nicht (von Moderatorenseite) eindämmen?



Ich finde auch, dass sobald Themen "entgleisen", dadurch das sie sich jenseits der Sachlichkeit bewegen, von den Moderatoren geschlossen werden sollten, bzw. ggf. ins "Unfallopfer Cafe" verschoben werden sollten.

Was diesen Thread anbelangt, wäre es meiner Meinung nach angebracht diesen zu schließen. Alle Standpunkte sind ausgetauscht und "Grabenkämpfe" brauchen wir hier wirklich nicht.

Viele Grüße
magenta

Elfenflügel
14.09.2011, 17:09
Liebe Mitstreiter!

Ich habe mir gerade alles durchgelesen und bin wirklich entsetzt. Ich habe für den Bürger jetzt 28 Jahre den Kopf hingehalten und habe durch einen tödlichen Dienstunfall eine PtBS bekommen. Die PtBS ist inzwischen für einige Berufsgruppe u.a. Feuerwehrleute, Polizisten u.a. als Berufskrankheit anerkannt, was schon einiges heißt. Nachdem das ja auch Beamte sind frage ich mich ernsthaft was das soll. Da reißt man sich den Arsch auf und wird auch noch verhöhnt. Zufällig kenne ich den Lehrerfall etwas Näher und weiß, dass da viel an Informationen unterdrückt wurden um aufreißerisch wieder einmal Beamte zu verunglimpfen. Ich habe in 8 Monaten Psychokliniken etliche Lehrer mit Traumata und Burnout erlebt, die sich in der Arbeit fertig gemacht haben, um ihre Schüler weiterzuentwickeln. Hier habe ich auch Informationen aus ersten Hand zu dieser Sache bekommen.

Das worüber ihr unqualifiziert lästert nennt sich Stellvertretertrauma und nachdem es inzwischen einen Namen hat gibt es das auch. Meistens treffen diese Traumata auf bereits vorhandene Ohnmachtserlebnisse, die man als Lehrer, so wurde mit glaubhaft berichtet, sehr häufig hat, denn viele engagierte Lehrer treffen auf eine Kultusbürokratie, die einen mehr als hilflos im Regen stehen lässt. Nur dem völlig unengagierte Lehrer ist das wurst. Ich war als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern entsetzt, wie da mit Menschen umgegangen wird, die Ideen haben, Visionen umsetzen wollen und Schülern helfen wollen.

Ich könnte jetzt noch ein bisschen schimpfen über schlampige Handwerker, die für schlechte Arbeit ein horrendes Geld verlangen oder angeblich dumme Blondinen oder über Politiker, Ärzte .... merkt ihr was ....

Niveauloser geht es nicht mehr.

Eurer Elfenflügel

sozimod
14.09.2011, 17:50
Liebe PTBSler, liebe Beamten, liebe alle,

ich habe mir die Mühe gemacht, die ganzen Kommentare zu lesen. Hier sind wir wieder
bei wer gegen wen.
Heute Beamte gegen den Rest.
Ich fühle sehr viel Zorn, sowie traumatische Erlebnisse der Nichtbeamten.
Eigentlich geht es um PTBS, die sicher festgestellt wurde Sicher

Ich bin seit 4,5 Jahren Verdacht auf PTBS. Bin ich jetzt ein Simulant?
Ist die Diagnose so einfach? Unterschied PTBS PTS, so einfach?
Hier geht es nicht um Beamtentum, jetzt hat mal wieder ein Beamter.....
Genauso real ist der faule Hartz IV Empfänger. Der faule Frührentner.

Ich kenne..........!

Alles Quatsch!

Es gibt gar nicht mehr so viele Lehrer im Beamtenstatus. Genauso wenig wie Postbeamte.
Ich neide niemandem seine Position.
Ich würde mir wünschen wir hätten wieder eine staatliche (bürgernahe) Post.
Da kam die Post wenigstens an.
Fragt mal in Hessen nach wo Lehrer in den Schulferien arbeitslos werden.

Hier herrscht mal wieder absolutes Halbwissen. Dafür ist dieses Forum nicht da.
Liebe Beamte es sei euch gegönnt. Die anderen sollten vieleicht sich dafür einsetzen ähnliche Privelgien zu erhalten.

Ich finde diese Diskussion zum kotz......!
Ich werde in den nächsten Tagen Wochen, so hoffe ich endlich den Termin für mein
Gutachten auf PTBS erhalten. Ich werde euch dann berichten wie es lief.

LG

Norbert

Meli
14.09.2011, 18:39
Wenn hier jeder aus seiner persönlichen Betroffenheit schreibt, kriegen wir nie was auf die Reihe... und wenn jetzt hier lauter Beamte schreiben, wie ungerecht wir doch seien auch nicht. Ich finde das viel unangemessener, ständig seine persönliche Betroffenheit in diesen Thread einzubringen als die Tatsache, dass wir uns darüber unterhalten, inwiefern es sein kann, dass Opfer über jahre- bis jahrzehntelang mit Gerichten streiten müssen, die tatsächlich etwas Traumatisierendes erlebt haben, während der Anlass dieses Threads ein Mensch ist, der selbst gar nix Belastendes erlebt hat.

Wenn wir ständig alles political correctnessmäßig relativieren, verwischen wir nur die Tatsache, dass wir das Recht haben und vielleicht sogar die Pflicht, uns Gedanken zu machen und Stellung zu beziehen. Mir kommt es allmählich so vor, als sei das, was eigentlich ein Zeichen eines reifen Menschens ist, nämlich das Urteilen können, hier allmählich ein Schimpfwort... sehr merkwürdige Entwicklung, finde ich.

sozimod
14.09.2011, 22:52
Liebe UO,

egal welche Bildung, welche Branchen. Ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer, Soldat, Polizist.
Was uns eint ist die Erkrankung, unsere Erfahrungen mit einem unmenschlichen System.

Hier hab ich ein link über postraumasierte Schmerzpatienten.

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/sslcme.asp?id=64643

Sehr lesenswert.
Mich wundert, dass diese Krankheit bekannt ist, aber unsere Ärzte hilflos.
Vieleicht weil Sie uns in Schubladen deponieren und den Lebensweg der
Patienten kaum berücksichtigen.

LG

Norbert

Meli
15.09.2011, 00:24
Norbert, deshalb, weil uns das eben eint, das PTBS, wäre ich auch dafür, dass sich die Betroffenen tatsächlich solidarisieren, statt wie momentan, dass jede Gruppe allein kämpft... aber das wird wohl kaum passieren... es gibt in der Soziologie sogar einen Begriff dafür, dass sich Opfergruppen gegeneinander zu profilieren versuchen... ich hab nur vergessen, wie der heißt...

*snik*

sozimod
15.09.2011, 10:46
Liebe Meli,

da stimme ich Dir vollkommen zu. Vieleicht liegt es auch an den
Auswirkungen der Krankheit. So ist es glaub ich bei mir.
Ich möchte einfach nicht mehr an diesen Unfalltag erinnert werden.
Diese vielen Ärzte (Gutachten 7, 10 Durchgangsärzte plus Rehaärzte 6.)
Immer wieder diesen Unfallvorgang schildern, welche Symptome.
Ich nannte dies seelische Vergewaltigung beim letzten Gutachter.

Ob man es ändern kann? Solidarität gibt es nur noch selten in unserer Gesellschaft.
Es ist Mode zu Hetzen.
Alt gegen jung, Beamte gegen AN, AG, Pazifisten gegen Kriegsbefürworter,
Kollege gegen Kollege, Kranke gegen Gesunde, AG, AN gegen Hartz IV Empfänger,
Fachkräfte gegen Leiharbeiter.

Leider ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.

LG

Norbert

sozimod
15.09.2011, 11:19
Liebe UO,

ich habe heute folgende pdf erhalten, die ich euch
nicht vorenthalten möchte.
PTS Test dt. Version Maerker 1999. Diese Info dient nicht um eine Krankheit zu simulieren, sondern zu Verstehen, warum man nicht mehr funktioniert.
Alle Psychiater, Neurologen und auch Orthpäden sollten besser geschult werden :).
Damit die Patienten nicht mehr seelisch vergewaltigt werden :mad:.

Mittlerweile leide ich nicht nur wenn ich an den Unfall denke (habe gestern von meinem tod geträumt, eine Decke lag über meinem Kopf, man sah das ein Arm abgetrennt war), sondern auch wenn ich an meine Erfahrungen mit diversen Ärzten denke.

Wenn ich meine Familie nicht hätte.........

LG

Norbert

sozimod
15.09.2011, 15:59
Hallo,

habe einen Link gefunden der definiert was Trauma bedeutet,
sowie sinnvolle Therapien.
http://pagewizz.com/das-posttraumatische-belastungssyndrom-ptbs-durch-aeussere-gewalt/

Auch für Elvis64 sicher interessant.

LG

Norbert

Elfenflügel
15.09.2011, 17:18
Lieber Mitstreiter!

Nachdem ich auch schon mal einen anständigen (Zynismus ...) Beruf in der freien Wirtschaft hatte, kann ich glaube ich beurteilen, ob ich jetzt Privilegien habe?

Ich fühle mich eher als Leibeigene. Pflichten habe ich ohne Ende und wenn man den Dienstherrn mal auf die gesetzlich verbriefte Fürsorgepflicht hinweist, dann hält er sich die Augen zu.

Hat einer von Euch schon mal 46 Stunden ohne Pause durcharbeiten müssen.... Ich bezweifel das, weil das arbeitsrechtlich gar nicht zulässig ist. Beim Beamten schon und wenn man dann noch fragt, ob es nicht besser ist nach dem Marathon zu schlafen, bevor man den Heimweg antritt, wird darauf verwiesen, dass man tags in einem Hotel ja so und so nicht schlafen könne. Haftungsrechtlich ist man aber dran, wenn man dann nach Hause fährt und es passiert was, weil man übermüdet ist.

Ich kann das Gekotze von den Privilegien nicht mehr hören.

Und wehe es fehlt einem was, der Dienstherr kommt sofort, sobald er denkt, das wird bei Dir nichts mehr mit der Zwangspensionierung, damit er Kosten spart und dem ist es egal, ob Du zu Hause Kinder ernähren musst .... und es ist auch egal wie alt Du bist. Die Pensionsbezüge sind sehr mager, wenn man viele Jahre früher aufhören muss. Das wird dem Bürger verschwiegen, der denkt immer die sind versorgt, aber das ist überhaupt nicht so. Es ist dem Dienstherrn auch egal, ob die Krankheit vom Dienst kommt, das versucht er bis zum Bundesverwaltungsgericht in Abrede zu stellen und wer, weil PtBS-Opfer, nicht die Kraft hat sich bis zu 6 Jahre lang durch alles Instanzen zu klagen sieht auch keinen Cent von einer Unfallrente.

Willkommen in der Realität !

Ich bereue es zutiefst meinen guten Job damals aufgegeben zu haben, dann wäre ich jetzt gesund und könnte mit Euch über die bösen Beamten diskutieren.....

Kai-Uwe
15.09.2011, 17:53
.....:confused:...und was ist in der freien Wirtschaft, als Angestellter oder als Selbständiger:confused:

Es geht uns doch allen gleich....wenn man dann Arbeit hat;).

Ich finde es langsam albern hier Beamte <---> da Angestellte/Selbständige,
es geht doch NUR um die Forderung nach einer Rente durch Anerkennung einer PTBS die man einfach durch Abwesenheit erworben haben will.

Somit könnte man täglich eine PTBS beim Ansehen der Tagesnachrichten erwerben.

Das es nun ein Beamter (Lehrer) und nicht ein angestellter Lehrer war/ist spielt doch hier keine Rolle.
Es geht um die Dreistigkeit hier einen Versorgung zu verlagen und von einer Traumatisierung zu sprechen.

Gruß
Kai-Uwin

sozimod
15.09.2011, 18:19
Liebe Elfenflügel,

überall gibt es schwarze Schafe. Ich habe für eine Firma 6 Wochen durchgearbeitet.
Meine Wegstrecke zur Arbeit waren 140 km ( Hin und Rückweg). Über 80 Stunden die Woche. " Tage mussten wir durcharbeiten, bin trotzdem nach HAUSE

ironman13/08
15.09.2011, 18:30
Hallo Elfenflügel,

ich stimme Kai-Uwin vollkommen zu.
Ist es nicht egal in welchem Arbeitsverhältnis man die Krankheit erworben hat mit der man kämpft?
Probleme haben alle, ob Beamter oder Arbeiter/Angestellter oder Selbständiger. Nur manche eben hier und dafür die anderen da.

Ich habe mich auch aufgeregt das dieser Lehrer die Dreistigkeit besitzt in seiner Abwesenheit dieser schlimmen Tat sich bedient und davon spricht dadurch eine PTBS bekommen zu haben.
Andere die dabei waren haben keine entwickelt.

Es spielt keine Rolle ob er Beamter war, es geht darum das er wohl versucht dadurch in Frührente gehen zu können da es sich für ihn wohl bereits lohnt, seinem Alter nach.

Niemand stellt in Abrede das auch Beamte gefordert werden, es gibt schließlich auch faule Angestellte.

Viele Grüße
Gitti - Ironman's Ehefrau

bertel01
15.09.2011, 21:40
Hallo an alle,
ich und ich betone das nochmal, ich bin angefressen wenn ich sehe wie eine PTBS festgestellt wird und frage mich was läuft bei mir falsch.
Und das, möchte ich nochmals betonen, ist doch wurscht ob derjenige Beamter oder AG oder Arbeiter ist.
Wir brauchen alle, ob die Einen nun mehr Privilegien haben oder nicht, spielt nur bedingt eine Rolle bei der Feststellung von Krankheiten, eine vernünftige und sichere Diagnose.
ich bin auch nicht für die Abschaffung von Beamten, denn in bestimmten Bereichen macht das Sinn.
Aber nochmal, es geht doch nicht um Beamter oder nicht, sondern um PTBs oder nicht.
Also bitte immer locker bleiben, es gibt auf jeder Seite schwarze Schafe.
Lg Wolfgang

Meli
15.09.2011, 23:57
Lieber Mitstreiter!

Nachdem ich auch schon mal einen anständigen (Zynismus ...) Beruf in der freien Wirtschaft hatte, kann ich glaube ich beurteilen, ob ich jetzt Privilegien habe?

Ich fühle mich eher als Leibeigene. Pflichten habe ich ohne Ende und wenn man den Dienstherrn mal auf die gesetzlich verbriefte Fürsorgepflicht hinweist, dann hält er sich die Augen zu.

Hat einer von Euch schon mal 46 Stunden ohne Pause durcharbeiten müssen.... Ich bezweifel das, weil das arbeitsrechtlich gar nicht zulässig ist. Beim Beamten schon und wenn man dann noch fragt, ob es nicht besser ist nach dem Marathon zu schlafen, bevor man den Heimweg antritt, wird darauf verwiesen, dass man tags in einem Hotel ja so und so nicht schlafen könne. Haftungsrechtlich ist man aber dran, wenn man dann nach Hause fährt und es passiert was, weil man übermüdet ist.

Ich kann das Gekotze von den Privilegien nicht mehr hören.

Und wehe es fehlt einem was, der Dienstherr kommt sofort, sobald er denkt, das wird bei Dir nichts mehr mit der Zwangspensionierung, damit er Kosten spart und dem ist es egal, ob Du zu Hause Kinder ernähren musst .... und es ist auch egal wie alt Du bist. Die Pensionsbezüge sind sehr mager, wenn man viele Jahre früher aufhören muss. Das wird dem Bürger verschwiegen, der denkt immer die sind versorgt, aber das ist überhaupt nicht so. Es ist dem Dienstherrn auch egal, ob die Krankheit vom Dienst kommt, das versucht er bis zum Bundesverwaltungsgericht in Abrede zu stellen und wer, weil PtBS-Opfer, nicht die Kraft hat sich bis zu 6 Jahre lang durch alles Instanzen zu klagen sieht auch keinen Cent von einer Unfallrente.

Willkommen in der Realität !

Ich bereue es zutiefst meinen guten Job damals aufgegeben zu haben, dann wäre ich jetzt gesund und könnte mit Euch über die bösen Beamten diskutieren.....


Sag mal, Elfenflügel, hast du eigentlich gelesen, dass das keinen Sinn macht, ständig wieder nur aus der eigenen Betroffenenwarte zu schreiben? Kann denn wirklich keiner von euch über seinen Topfdeckel hinaussehen?

Allmählich glaube ich, die Leute, die Gewerkschaften und sonstige Betroffenenvertretungen in Gang gebracht haben, das müssen andere Menschen gewesen sein... vielleicht waren die früher noch nicht so verbohrt oder ihre Not war größer?

Es hilft nichts, von seinem eigenen großen Leid laut zu schreien!

Es hilft, wenn man fähig dazu ist, sich zu solidarisieren!

Mich nervt das dermaßen, dass man hier überhaupt keine Urteilsbildung mehr betreiben darf, weil dann sofort wieder einer aufsteht und schreit: "Oh, ihr habt so Unrecht, ich leide auch!"

Echt, das bringt uns keinen Zentimeter weiter, niemanden, weder dich noch mich!

reini5555
16.09.2011, 08:55
Hallo Elfenflügel,
es geht in dem Tread doch darum, das hier ein Lehrer einen Arbeitsunfall oder Berufunfall geltend gemacht hat, obwohl er gar nicht anwesent war.
Doch der Satz von Dir:

Und wehe es fehlt einem was, der Dienstherr kommt sofort, sobald er denkt, das wird bei Dir nichts mehr mit der Zwangspensionierung, damit er Kosten spart und dem ist es egal, ob Du zu Hause Kinder ernähren musst .... und es ist auch egal wie alt Du bist.
Was meinst Du wohl, was passiert in der freien Wirtschaft?
Der Arbeitnehmer wird entlassen, ohne das versüßen mit Rente, nein der muss schauen, wie er im schlimmsten Fall mit HartzIV seine Familie durchbringt.
Zudem nach der Zwangspensionierung, was hält einen davon ab, einem andern Job nachzugehen?
Kenne solche Frühpensionäre, die arbeiten Nebenher aus Langeweile.
Schlussendlich ist es egal, was man beruflich macht, von mir aus auch Fluglotse, mit Jahresgehälter über 120 tsd Euronen aufwärts.

Das eigentlich Thema, schlicht das einer hier was durchgeboxt hatte, also er war nicht anwesent, aber nimmt dieses Ereigniss als PTBS her.
Wäre so als ich letzte Woche zuhause krank im Bett lag, und bei uns passierte ein schlimmer Verkehrsunfall, ein LKW hätte Vorfahrt achten müssen, hat nicht getan, und dabei kam eine Frau ums Leben. So da ich normaler weise um 6:30Uhr an der Kreuzung zur Arbeit fahre, hätte es mich dann vielleicht getroffen. Soll ich jetzt auch Ansprüche geltend machen?
Der gesunde Menschverstand sagt schlicht nein.
Viel schlimmer an der Geschichte ist es doch, das die Unfallversicherungsträger durch solche Vorgänge immer noch mehr misstrauisch werden, und nicht mal die wirklichen Fälle anerkennen wollen. Na bei solchen Dingen fällt mir immer eine Geschichte meines Schwiegervaters ein, der meinte ach früher (in den 70er) war es einfach, einen Unfall der BG unterzuschieben, er erzählte den Fall von einem Arbeitskollegen, der war beim privaten Schneeräumen zuhause schwer gestürzt, und ließ sich mit offenen Bruch in die Fabrik fahren, wo er sich dann vor die Pforte hingelegen hatte (und dies ging als Arbeitsunfall durch).
Super sag ich dazu, wenn man bedenkt, was heute von den BGn immer angezweifelt wird. Und genau solchen Leuten habens die richtigen Opfer zu verdanken, wenn man ewig um sein Recht streiten muss.

pswolf
16.09.2011, 09:27
Hallo,

habe vor ca. 3 Wochen einen schlimmen Unfall miterlebt. Vor mir fuhr ein Motorradfahrer. Dieser wollte eine vor ihm fahrende Autokolonne von 3 Fahrzeugen auf gerader Strecke überholen(kein Gegenverkehr). Also, er setzte zum Überholen an, als plötzlich der vor ihm fahrende Autofahrer auch ausscherte um zu überholen.

Der Motorradfahrer hatte keine Chance mehr zu Bremsen und fuhr mit voller Wucht auf das Fahrzeug auf. Es gab ein sehr schreckliches Geräusch, der Motorradfahrer flog durch die Luft und blieb vollkommen verrenkt auf der Straße liegen.

Wir hielten dann an und gingen zu dem Fahrer. Leider konnte ihm keiner mehr helfen, da er schon Tod war.

Das war ein für mich, und bestimmt auch von den anderen Verkehrsteilnehmern ein schwerer Schock und den kann ich auch nicht verarbeiten weil ich jede Nacht(auch Tags über) daran denken muß.

Soll ich jetzt in dieser Angelegenheit auch auf eine PTBS klagen? Da werde ich schlechte Chancen haben, weil dann unter Garantie die Aussage kommt, dass ich durch diesen Unfall keine PTBS bekommen kann.

Dieses Erlebnis hat mich(weil ich durch einen solchen Unfall, welchen ich am eigenen Leib erfahren habe(meine Geschichte kennen hier im Forum viele) selbst traumatisiert bin)) noch mehr in eine seelische Krise getrieben.

VG pswolf

bertel01
16.09.2011, 12:29
Hallo pswolf, ich meine,
das der von dir mit erlebte Unfall in Zusammenhang mit deiner Vorgeschichte eine PTBS auf jeden Fall verschlimmern oder wieder aufleben lassen kann ist für mich verständlich.
Wobei wir wieder beim Thema PTBS sind

LG Wolfgang

Posttraumatische Belastugsstörung

Im Anschluss an ein Trauma kommt es bei manchen Betroffenen zu Veränderungen zum Beispiel:
wiederkehrenden und eindringlichen, belastengen Erinnerungen an das Ereignis,
belastenden Träumen von dem Ereignis
Handeln oder Fühlen als ob das Ereignis wiederkehrt, z.B. in Form von starker Angst wenn sie sich in einer dem Trauma ähnlichen Situation befinden
Vermeidung von Gedanken, Gefühlen oder Gesprächen, die mit dem Ereignis in Vebindung stehen
dem Gefühl der Entfremdung von Anderen "niemand kann einen wirklich mehr verstehen"

Dieser Zustand wird als PTBS bezeichnet. Es handelt sich also um eine Stresserkrankung nach dem eigentlichen Ereignis.
Manche Betroffene genesen von innerhalb eines JKahres ohne Behandlung. Andere etwickeln eine chronische PTBS.
Langfristig können auch Symtome wie Angststörungen, Depressionen, Süchte und auch körperliche Erkrankungen ohne eindeutige körperliche Entstehung hinzukommen.

Auszug aus einem Info - Blatt zu Trauma und deren Behandlung
www.emdria.de (http://www.emdria.de)
www.traumatherapie.de (http://www.traumatherapie.de)

Joker
16.09.2011, 13:11
Hallo zusammen,

Nach mittlerweile 74 Beiträgen scheint das Ursprungsthema "Lehrer klagt auf PTBS" inhaltlich ausgereizt zu sein, weshalb an dieser Stelle geschlossen wird.

Gruß
Joker