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Vollständige Version anzeigen : Unterlassene Hilfeleistung?


Netti
07.01.2010, 20:58
Hallo,
ich hab ein dickes Problem und wollte mal Eure Meinung wissen.
Ich habe CRPS. Durch viel Glück habe ich eine Ärztin gefunden die eine Therapie durchführt die mir hilft. Diese Therapie ist in D einzigartig.
Bei der stationären Therapie ist leider das CT kaputt gewesen und die Therapie wurde deshalb abgebrochen. Im Verlauf der Therapie hat sich ein sekundärer Erfolg gezeigt. Leider konnte der Nerv nicht abgetötet werden, da das Gerät kaputt war und ich wurde nach Hause geschickt. Dann habe ich für einen weiteren Versuch einen neuen Termin vereinbart.

Jetzt hat die Klinik einfach die Schmerztherapie geschlossen weil die KK angeblich nicht zahlt. Der Termin wurde ersatzlos gestrichen.
Nun frage ich mich ob ich diese Behandlung nicht trotzdem einfordern kann weil
a) die Ärztin noch in der Klinik beschäftigt ist
b) ich einen verbindlichen Termin hatte

Was meint Ihr? Eigendlich ist das alles ein Skandal und so etwas von herzlos, aber Herz kann man wohl nicht erwarten.
Ich hatte auch angeboten alles selbst zu zahlen.
Ich bin ziehmlich verzweifelt!

LG Netti

Santafee
08.01.2010, 11:01
Hallo Netti,

verstehe ich Dich richtig: In der Klinik wurde die Schmerztherapie allgemein und für jeden geschlossen? Oder "nur" Deine Behandlung, weil Deine KK nicht bezahlt?

Bei ersterem würde ich vllt. ein Gespräch mit der Ärztin suchen und mit ihr nach Möglichkeiten suchen, doch noch diese Therapie zu bekommen.

Bei zweiterem wirst Du die Therapie wohl bei Deiner KK einfordern müssen, manchmal lenken sie bei einer guten Begründung ja doch ein;). Auch das würde ich mit der Ärztin besprechen!

VG Santafee

Netti
08.01.2010, 16:41
Hallo Santafee,
zwiscitlich habe ich meinen RA gefragt. Leider habe ich keine Chance.
Die Station wird allgemein geschlossen und ich muß sehen, daß die Ärztin mich woanders weiter behandelt.
Schade, daß es so nicht einforderbar ist. Menschlich ist es eine harte Sache.
Wäre ich zarter beseitet hätte ich mir jetzt das Leben genommen, weil man mir eine sehr große Hoffnung einfach genommen hat.
Aber was will man machen. Es muß einfach weitergehen.
LG Netti

gertrud1
09.01.2010, 21:51
Hallo Netti,

natürlich muss es weitergehen.......da hast du schon recht.......aber es ist schon ein sehr harter Schlag!.!
Hast du versucht mit der Ärztin persönlich Kontakt aufzunehmen?.?.!
Es kann doch nicht sein das dir so eine erfolgversprechende Therapie vorendhalten wird.......ich bin tief bestürzt.....versuch wirklich noch einmal mit deiner behandelnden Ärztin zu sprechen........
Hast du schon mal daran gedacht dich an eine örtliche Zeitung zu wenden?.?
Manchmal ist das eine Möglichkeit.......

Gib dich BITTE nicht auf!.! Es geht IMMER irgendwie weiter!

Ganz liebe Grüße

Gertrud :)

Netti
10.01.2010, 12:23
Hallo Gertrud,
ja mit der Zeitung, daran hatte ich auch schon gedacht.
Aber ich will auch nicht undankbar sein, weil sie zweimal die Kosten komplett übernommen haben. Ich hatte mich bei der KK erkundigt, ob überhaupt eine Rechnung eingereicht wurde. Haben die nie gemacht.
Es bleibt mir wohl nicht mehr viel, als mich in mein Schicksal zu fügen und einen Rentenantrag einzureichen und meinem AG Bescheid zu sagen.

Natürlich habe ich Kontakt zu meiner Ärztin aufgenommen. Aber inwieweit und wann sie mir helfen kann weiß ich gar nicht.

Es ist schwer das alles zu ertragen und ich könnte manchmal verzweifeln.
Selbst jetzt kommen mir die Tränen........
Ich weiß ja, daß es immer irgendwie weiter geht!

LG Netti

Santafee
10.01.2010, 13:23
Hallo Netti,

ich würde auch mit der Ärztin ein Gespräch suchen... Vllt. kennt sie Kliniken/Ärzte, die dieses Verfahren weiterhin durchführen. Es wird dann sicher zeitaufwendiger, weil nicht bei Dir in der Umgebung möglich, aber wenn es eine anerkannte Leistung ist, dann werden es andere auch machen! Bitte lass Dich nicht entmutigen, es wird immer wieder Rückschläge geben... kämpfe!

Nat. ist man deprimiert, wenn so eine gute Behandlung plötzlich aus kostengründen abgebrochen wird, aber ist ja logisch, wenn die Kosten nichtmal bei der KK abgerechnet wurden:eek:. Ist schon etwas komisch! Vllt. kannst Du auch Deiner KK schildern, was passiert ist und sie auf Deine Seite bringen? Mit einer Kostenübernahme der KK dürfte es doch machbar sein

VG und Kopf hoch!
Santafee

Netti
10.01.2010, 16:29
Hallo Santafee,
leider ist diese Therapie einzigartig und meine Ärztin die Einzige, die sie macht.
Also kann ich nur hoffen, daß sie bald wieder in einer anderen Klinik arbeitet.
Aber die Zeit arbeitet gegen mich, mein Krankengeld läuft bald aus und mein AG wird auch nicht mehr ewig warten. So geht mein Leben eben mehr oder weniger gerade den Bach runter. Ich hatte so viel Hoffnung.....

Bei meiner KK hatte ich schon nachgefragt, ob sie nicht ausnahmsweise die Kosten übernehmen würden. Die Antwort war nur wenn es lebensbedrohlich wäre. Naja das ist ein CRPS dann eher nicht.
Eben nicht zu ändern.
LG netti

Santafee
10.01.2010, 20:18
Wenn es denen tatsächlich lieber ist, dass Du einen Rentenantrag stellst... und es dann wirklich billiger ist, Rente zu zahlen als diese Therapie... vllt. eine Argumentationshilfe? Oder Du wegen der anhaltenden Schmerzen eine Haushalthilfe, zahlreiche Schmerzmittel, psychologische Hilfen (Schmerzbewältigung, Alltagsbewältig) über Jahre benötigst und nicht zu guter Letzt vllt. noch durch Depri Selbstmordgefährdet bist... also insofern doch lebensbedrohlich;)?

Sammle doch einige Argumente, klemm Dich ans Telefon und versuche zu verhandeln! Vllt. hilft Dir auch die Ärztin? Und stelle Anträge, überall... geht ja nicht anders und sie wollen es so! Scheiße - echt! Und genau das meine ich, dass die Hilfen hier irgentwie total dämlich verteilt sind! T`schuldigung!

VG Santafee

Netti
11.01.2010, 07:47
Hallo Santafee,
leider ist es bei mir ein privater Unfall. Da ist das mit der Rente ja von der Rentenversicherung. Da ist das der KK egal. Leider!
Den Kontakt zu der Ärztin habe ich noch und ich hoffe es geht dann etwas später doch noch.
Alles ziehmlich bescheiden.
Trotzdem danke für die lieben Tipps!
LG Netti